Ich selbst bin mir sicher, seit ich die Positionen der afd zum Geschichtsunterricht gelesen habe.
Aber es ist schon auch darüber geschrieben worden, hier z.B.: Alternative für Deutschland: Wie rechts ist die AfD? | ZEIT ONLINE
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03.09.2014, 12:53Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
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03.09.2014, 12:55
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03.09.2014, 13:11
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
So wie Henkel und alle Profs. hat Storch auch nichts mit der Mitte der Gesellschaft zu tun. Sie ist nicht nur selbst adelig, sondern hat auch jemand adeligen geheiratet. Im Mittelalter wäre man glücklich gewesen, gutes Blut paart sich nicht mit dem Pöbel.
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03.09.2014, 13:12Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
In Sachsen steigt das Durchschnittsalter, auch weil es eine niedrige Geburtenrate gibt und viele Junge, gerade Frauen, ihr Glück in anderen Bundesländern suchen. Die Älteren wählen dann vornehmlich die Union.
Sachsen gibt sich zwar wirtschaftlich erfolgreich doch das liegt doch hauptsächlich daran, dass es historisch wenig Gewerkschaften gibt und der Bruttodurchschnittslohn nur bei 2800 Euro liegt (Vergleich Westdeutschland 3500 Euro). Warum sollten die Jungen da nicht Protest wählen, auch wenn die AfD sicher nicht am Lohnungleichgewicht drehen wird.
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03.09.2014, 13:34Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Der Begriff "rechtspopulistisch" passt genauer auf die afd als mein etwas unreflektiert gewählter Begriff "rechtsextrem", auch wenn sicherlich einige Mitglieder rechtsextrem sind.
Einen Link habe ich noch, er führt zum Download einer Studie:
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus / Neonazismus » » Die
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03.09.2014, 13:34
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03.09.2014, 13:50Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
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03.09.2014, 13:57Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Aha und wie unterscheidet sich die AfD jetzt in diesem Punkt von der CDU? Oder ist die CDU jetzt auch rechtspopulistisch?
Ich finde es immer wieder amüsant, dass das Wahlprogramm der AfD zerfelddert wird und bei den Großen steht das Gleich drin. Werden die Programme nicht gelesen oder ist das bei den alten Großen i.O?
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03.09.2014, 13:59Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Also nichts als heiße Luft.
Deshalb hat das Blatt wohl auch so deutlich "Homophobie" in die Überschrift gestellt:
damit jeder trotz fehlender Substanz gleich weiß, was er denken soll und den Artikel gleich unter diesem Vorzeichen liest.
Die Bild am Montag schreibt schon genauso manipulativ wie die Bild am Sonntag:
Parteichef Bernd Lucke sprach vor dem zerstrittenen Landesverband über Ex-Fußballer Thomas Hitzlsperger, der sich kurz zuvor zu seiner Homosexualität bekannt hatte. Solche Beichten erforderten heutzutage doch keinen großen Mut mehr, dozierte VWL-Professor Lucke. Mutig wäre es gewesen, wenn der Sportler die "Verfallserscheinungen" von Ehe und Familie gegeißelt hätte, wenn er sich dazu bekannt hätte, dass diese Lebensformen "für unsere Gesellschaft konstitutiv sind".
Erstmal zum Stilistischen:
Die Aussage "zerstritten" wurde ohne jeden Zusammenhang mit der Sachaussage in den Satz gequetscht, um zu suggerieren, dass der Landesverband in der Bewertung der Homoehe zerstritten sei. - Ist das so? Wohl eher nicht.
Dann hält der Parteivorsitzende nicht etwa eine Rede, sondern er "doziert". Denn wie beim großen Vorbild, dem Springerverlag, wird im Augsteinverlag vermittelt, der Bildungsstand und Beruf des Volkswirtschaftsprofessors hätte einen Hautgout. Das sagt einiges aus, wenn auch nicht über Lucke, sondern über dieses Blatt und seine neue Kundschaft.
Dann zum Inhaltlichen:
Lucke hat Recht. Er hat 5 Kinder und weiß, wovon er spricht. Heutzutage kann die schrillste Consuela durch das Verwursten von Transsexualität, Travestie etc. begeisterte Fans gewinnen, wenn auch mangels Gesangstalents eher vorübergehend. Ein Fußballer, der sich nach Beendigung seiner kurzen und wenig Eindruck hinterlassenden Karriere als schwul outet, wird gefeiert.
Menschen, die vier oder mehr Kinder haben, wird hingegen süffisant unterstellt, sie hätten das Thema Empfängnisverhütung nicht gerafft. Eine große, intakte Familie zu haben wird belächelt und als ziemlich seltsam angesehen, nicht selten sogar als asozial betrachtet. Nicht jeder kann das weglächeln wie UvdL.
Zwar agitiert die Parteiführung nicht offen gegen Schwule und Lesben. (...) Doch die Partei nutzt einen Code, den die gewünschten Adressaten leicht entschlüsseln können. Der lautet sinngemäß: Wir sind nicht gegen Schwule, wir sind für Familien. Die AfD grenze niemanden aus, man kämpfe gegen eine schrille Minderheit. "
Hier zeigt sich, wie notwendig es ist diese "Homophobie"-Überschrift zu setzen. Damit auch Leser, die diese Meinung ziemlich nachvollziehbar finden oder womöglich sogar teilen, wissen, dass sie diese Einstellung stattdessen abzulehnen haben.
Gelegentlich schalten AfD-Politiker aber auch auf Angriff. So wettert Beatrix von Storch, designierte Europawahl-Kandidatin des Berliner Landesverbands, offen gegen die Macht der "Schwulen-Lobby". Die AfD Bayern klagt auf Facebook, dass im Fernsehen Homosexualität "beworben" werde. Und die AfD Baden-Württemberg hat sich der Petition angeschlossen gegen den Plan der grün-roten Landesregierung, das Thema Homosexualität im Unterricht zu besprechen: Die Regierung plane eine "pädagogische, moralische und ideologische Umerziehungskampagne" schimpft Landessprecher Bernd Kölmel.
Formulierungen wie "offen wettern", "schimpfen" sind unsachlich, sie wollen Stimmung erzeugen.
Die Behauptung, dass es in BW um ein "Besprechen" von Homosexualität im Unterricht geht, ist schlicht unwahr. Besprochen wird Homosexualität im Unterricht schon heute. Dazu bedarf es also keiner neuen Pläne.
Wenn man den Lesern sagt, worum es tatsächlich geht, riskiert man jedoch dass sie sich womöglich hinter Lucke stellen. Und das will diese Zeitung, die - ebenso wie der Springerverlag - andere Prioritäten hat als die der neutralen Information, ja gerade verhindern. Daher diese Falschbehauptung.
Last not least: wenn eine Partei ein politisches Konzept ablehnt und eine Petition organisiert, dann muss man schon ziemlich demokratiephob sein, um das als einen "Angriff" = Attacke zu interpretieren.
Fazit: Danke für den Link.
Er zeigt erstens, dass der Vorwurf der Homophobie auf ziemlich wackligen Beinen steht, und zweitens, dass der Spiegel immer öfter und immer selbstverständlicher die fragwürdigen journalistischen Methoden der Springerpresse anwendet, um die Leser unterschwellig zu manipulieren statt sie sachlich zu informieren.Geändert von Inaktiver User (03.09.2014 um 14:28 Uhr)
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03.09.2014, 14:00
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Für diesen Link nochmal besonderen Dank!

Habs schom mal kurz überflogen.
Sehr interessant auch ein Blick auf die Seite 19 - es geht um die Inszenierungsstrategie des Rechtspopulismus.
Man habe eben sozusagen ein ...
- Recht auf Ressentiment
- Recht auf Abwertung
- Recht auf Diskriminierung
Das ganze verbunden mit der grundsätzlichen Kampfansage an die Political Correctness - alles zusammen dann auf Diskursverschiebung und Provokation ausgerichtet.
Angereichert mit Feindbildkonstruktionen, Konfliktinszenierung und Verwendung von Reizbegriffen.
'Schönes' Beispiel für die Inszenierung eines rechtspopulistischen Diskurses: Reizbegriffe + Abwertung + Provokation + Ressentiment + Feindbildkonstruktion + Konfliktinszenierung
VanDyckGeändert von VanDyck (03.09.2014 um 14:12 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
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