Direkte Demokratie meint, BürgerInnen stimmen über Sachfragen ab.
Dass es Abstufungen im Wahl- und Stimmrecht gibt, ist ja normal. Es gibt Alters-Untergrenzen dafür, und es gibt an den meisten Orten kein Ausländerstimmrecht, oder für Ausländer nur kommunales Stimmrecht, das geht alles in dieselbe Kategorie - auch wenn ich jetzt die idee nicht grad prickelnd find, den Besitzenden mehr Gewicht zu geben, so heisst das immer nohc nicht, dass die AfD gegen direkte Demokratie ist, weil sie ja FÜR Bürgerbefragungen zu Sachthemen ist.
gruss, barbara
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20.09.2014, 16:46
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
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20.09.2014, 17:00Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Ach, komm! Dass Ausländer nicht wählen, ist doch vollkommen logisch, sie wählen schließlich in ihrem Land, anders wäre es ungerecht, weil sie ein doppeltes Wahlrecht hätten. Dass Kinder nicht wählen, finde ich vollkommen in Ordnung, die Wahl ab 16 scheint sich hierzulande auch allmählich durchzusetzen. Wenn aber Einzelne womöglich gar kein Wahlrecht haben, kann man nicht mehr von Demokratie im modernen Sinn sprechen (völlig egal ob direkt oder repräsentierend).
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20.09.2014, 18:12
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Das Thema war nicht, ob du das in Ordnung findest oder nicht; das Thema war, dass Differenzierungen von unterschiedlichen Kategorien Mensch in Bezug auf Wahl- und Stimmrecht völlig normal und üblich sind in Demokratien.
Kinder und Ausländer sind auch "Einzelne".Wenn aber Einzelne womöglich gar kein Wahlrecht haben, kann man nicht mehr von Demokratie im modernen Sinn sprechen (völlig egal ob direkt oder repräsentierend).
Es ist sicher sinnvoll, sich dafür zu öffnen, dass in den nächsten Jahren noch viele neue Formen von Demokratie ausprobiert werden, und die müssen weder mir noch dir gefallen, und sind trotzdem immer noch Demokratie.
gruss, barbara
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20.09.2014, 19:51Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Schon klar.
Ich sage dazu aber doch gern meine Meinung.
Ja, natürlich sind Ausländer "Einzelne". Ich glaube, meine Argumentation war nicht ganz klar. Ich erkläre noch einmal, was ich meine. Mein Mann ist Ausländer, und als solcher wählt er in seinem Herkunftsland. Hätte er auch in D ein Wahlrecht für die Bundestagswahl, wäre ich ihm gegenüber im Nachteil - schließlich kann ich nur in einem Land wählen. Sinnvoller fände ich es allerdings, jeder würde in dem Land die Regierung wählen, wo er seinen Hauptwohnsitz hat. Aber ich denke, davon sind wir (noch?) weit entfernt. So, wie es aktuell ist, ist es wenigstens gerecht. Der Grundsatz ist: "Jeder nur ein Kreuz".
Was Kinder betrifft - ich denke, wenn alle ab 16 oder 18 wählen dürfen, ist auch das gerecht. Eben weil diese Regelung, abgesehen davon, dass sie sinnvoll ist, für alle gleichermaßen gilt. Ansonsten fände ich es aber auch gut, wenn die Möglichkeiten der Partizipation für Kinder weiter ausgebaut würden. Das wäre dann wirklich im Interesse der Kinder.
Demokratie sollte, meiner Meinung nach, die Staatsform sein, in der sich Mehrheiten und Minderheiten gleichermaßen wohl fühlen können, weil ihre Interessen berücksichtigt werden. Diese müssen übrigens nicht immer konträr sein, genausowenig wie man Demokratie auf die Abstimmung über Fragen reduzieren kann, die nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können.
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20.09.2014, 20:01
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Da irrst Du, Libentia.
Die GRÜNEN kämpfen schon seit ihrem Bestehen immer wieder für mehr "direkte Demoktatie", konnten sich aber leider in diesem Land, das bisher fast NUR die repräsentative Form kennt, mit wenigen Ausnahmen auf kommunaler Ebene z.B., nie richtig Gehör verschaffen. Die anderen Parteien zogen nicht mit, blockten immer / meist ab.
Bemerkenswert ist jedoch, dass ausgerechnet das stock-konservative BAYERN da eine löbliche Ausnahme bildet, in dem es zumindest relativ viele Möglichkeiten des Volksbegehrens gibt, wo die Hürden für direkte Bürgerentscheidungen nicht zu unerreichbar hoch liegen.
Wie heißt es so treffend: "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen." Aber es überlebt dabei wenigstens ...
LG WMW
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20.09.2014, 20:14Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
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20.09.2014, 20:25Inaktiver User
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21.09.2014, 11:54
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21.09.2014, 12:02Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Auf europäischer Ebene sind die Besitzer der doppelten Staatsbürgerschaft gegenüber den anderen aber schon im Vorteil. Nicht, dass ich das jetzt persönlich schlimm fände -meine Töchter werden auch von dieser Regelung profitieren- aber es widerstrebt meinem Gerechtigkeitsempfinden.
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21.09.2014, 12:04Inaktiver User
AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen
Wenn Du der Meinung bist, dass die Politik in einem anderen Land Dich nicht betrifft...
Ich sehe das schon anders.
Wenn jemand zum Beispiel in 2 EU-Laendern wählt ist sein Einfluss auf die Politik der EU schon Größer, als der eines Menschen, der nur in einem Land wählt.
Das mag man haarspalterisch finden, aber letztlich ist das Prinzip unseres Verständnisses von Demokratie eben schon: jeder eine Stimme.
Wurde hart erkämpft und war lange nicht selbstverständlich.


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