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  1. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Ich habe mal aus Deinem Text Bausteine entnommen, das ist jetzt also kein Zitat in dem Sinn, WoMansWorld.


    Wenn Deine Analyse stimmt, und dies die Themen sind, weswegen die AfD gewählt wurde:

    Zitat Zitat von WoMansWorld Beitrag anzeigen

    Ängste der Menschen

    die Anti-Europa-Stimmung

    Angstmacherei vor der Zuwanderung in unserer Sozialsystem,

    dramatische Sicherheitslage der Deutschen generell

    härter werdenden Zeiten der globalen Krisen und Umverteilung des Reichtums in diesem Land

    die Schere zwischen Arm & Reich immer weiter auseinander klafft


    dies die Gründe, warum einige nicht gewählt haben:

    Verdruß, Frust, Verweigerung und Desinteresse
    und trotz dies die AfD eine bemerkenswerte Anzahl Stimmen erhielt:

    AfD OHNE wirkliche Alternativen oder gar brauchbare Lösungen für die drängendsten Probleme des Landes anbieten zu können.

    dann heißt das doch vermutlich, daß sich der Bürger mit den ihn drängenden Themen von anderen Parteien warhscheinlich sehr alleingelassen fühlt. Selber schuld also an ihrem nachlassenden Rückhalt unter den Wählern, die Parteien, wenn sie am Wähler, am Bürger, vorbeiregieren. Ist doch ein völlig normaler Prozeß. Wer überträgt schon jemandem immer und immer wieder eine Aufgabe, wenn der sie ständig nicht in des Auftragsgebers Sinn ausführt?

    Also wie gesagt, wenn Deine Analyse stimmt, dann kann man zu diesem Schluß kommen.

    Und wie gesagt, in HH war dies der Grund für 20% Schillpartei aus dem Stand. Hinterher hat man das auch erkannt übrigens, daß man die Anliegen des Bürgers ignoriert hatte.
    Die Schillpartei ging zwar bald wieder, aber die Erkenntnis kam dennoch zu spät. Die SPD Hochburg HH wich fortan einer CDU Regierung. (wenn ich mich recht entsinne, war das dort letztlich die Folge)
    Geändert von Inaktiver User (20.09.2014 um 00:06 Uhr)

  2. gesperrt

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    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Also wie gesagt, wenn Deine Analyse stimmt, dann kann man zu diesem Schluß kommen.

    Und wie gesagt, in HH war dies der Grund für 20% Schillpartei aus dem Stand. Hinterher hat man das auch erkannt übrigens, daß man die Anliegen des Bürgers ignoriert hatte.

    Die Schillpartei ging zwar bald wieder, aber die Erkenntnis kam dennoch zu spät. Die SPD Hochburg HH wich fortan einer CDU Regierung. (wenn ich mich recht entsinne, war das dort letztlich die Folge)
    Wenn man es optimistisch betrachtet, bin ich durchaus geneigt Dir zuzustimmen. Vielleicht hat es diesen "heilenden Effekt" auf die etablierten Parteien und macht letztendlich die AfD wieder nach einer Phase der "Katharsis" schlicht überflüssig.

    Aber wie Du selbst schon ausführst, kann das auch bedeuten, dass hinterher ganz andere Machtverhältnisse herrschen, denn nichts ist sicherer, als die Tatsache, dass politische Strukturentwicklungen in der Parteienlandschaft völlig unsicher geworden sind. Wollen wir also hoffen, dass der AfD-Effekt nicht zu einem generellen Anti-Demokratie, Anti-Toleranz, Anti-Islam/Asyl und Anti-EU-Domino-Prinzip mutiert ...

    Gruß WMW

  3. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von WoMansWorld Beitrag anzeigen
    Wollen wir also hoffen, dass der AfD-Effekt nicht zu einem generellen Anti-Demokratie, (...)-Prinzip mutiert ...
    Zumindest mal dies kann ja nicht passieren. Nicht durch die AfD jedenfalls. Denn die wollen doch ein Mehr an Demokratie. Wenn ich das richtig verstanden habe, haben sie doch als einzige Partei überhaupt irgendwas mit "direkte Demokratie" im Programm.

  4. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumindest mal dies kann ja nicht passieren. Nicht durch die AfD jedenfalls. Denn die wollen doch ein Mehr an Demokratie. Wenn ich das richtig verstanden habe, haben sie doch als einzige Partei überhaupt irgendwas mit "direkte Demokratie" im Programm.
    Gegen mehr "Bürgerbeteiligung auf Bundesebene" spricht sich nur die Union offen aus. Alle anderen Parteien im Bundestag sind dafür, wobei die meisten Vorschläge bislang von den Grünen kamen. Und wie sich die AfD die Umsetzung der Bürgerbeteiligung aussieht ist auch noch nicht raus.

  5. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von WoMansWorld Beitrag anzeigen
    ich fühle, erlebe und sehe tagtäglich eine beängstigende Tendenz zu einem immer unverhohlener auftretenden sehr ausgrenzenden, aggressiven und herablassenden (ungesunden) Nationalismus, eine Ausgrenzung von Minderheiten, die wuchernde Ismlamophobie, die völlig perverse und an den Realitäten vorbei gehende Angstmache vor der Zuwanderung, der Flüchtlings- und Asylproblematik, kurzum: wir bauen wir immer höhere Mauern in unseren Köpfen, grenzen ab und aus, schaffen uns neue Sündenböcke, um denen die Schuld anzulasten.
    Schreib doch bitte nicht immer "wir"!
    Ich erlebe das tagtäglich anders - ist wohl die Frage, wo und wie man lebt und welche Medien man konsumiert.

  6. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von WoMansWorld Beitrag anzeigen
    Ich stehe nicht allein mit meiner Analyse.
    Das bedeutet ja nicht, dass deine "Analyse" stimmt.

  7. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gegen mehr "Bürgerbeteiligung auf Bundesebene" spricht sich nur die Union offen aus. Alle anderen Parteien im Bundestag sind dafür, wobei die meisten Vorschläge bislang von den Grünen kamen. Und wie sich die AfD die Umsetzung der Bürgerbeteiligung aussieht ist auch noch nicht raus.
    Teilweise ist die eingeschränkte Bürgerbeteiligung im Programm der AfD ja schon festgeschrieben, nämlich über das Wahlrecht. Das sähe derzeit beispielsweise so aus, dass Bae (wenn sie in D leben würde) eine einfache Stimme hätte, ich aber drei Stimmen. Mein Mann ist kein Deutscher (wählt also nicht), wir haben zwei noch minderjährige Kinder. Für die wähle ich dann mit.

    Hier ein Artikel von Konrad Adam, Sprecher der AfD: Wer soll wählen? - Nachrichten DIE WELT - DIE WELT

    Grob zusammengefasst lautet die dort vertretene Position: Wählen darf, wer als nützlich für die Gesellschaft betrachtet wird. Wer "für sich und die Seinen" sorgen kann.

    Das ist nicht direkte Demokratie, sondern ganz etwas anderes.

  8. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zum Thema "direkte Demokratie" (also der echten, nicht der AfD-Variante) hier noch ein, wie ich finde, sehr vernünftiger und beachtenswerter Artikel: Volksabstimmungen: Mehr Demokratie wagen? | ZEIT ONLINE

  9. gesperrt

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    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das ist nicht direkte Demokratie, sondern ganz etwas anderes.
    Dennoch spricht sich die AfD AUCH für direkte Demokratie aus, also für Abstimmungen über Sachfragen.

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Afd: Erfolgreich bei Sachsen-Wahl, trotz fragwürdiger Positionen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dennoch spricht sich die AfD AUCH für direkte Demokratie aus, also für Abstimmungen über Sachfragen.

    gruss, barbara
    Sie nennen ihr Modell so, aber dahinter verbirgt sich eben etwas anderes. Direkte Demokratie in dem Sinne, wie der Begriff heute gebraucht wird, ist es eben nicht, wenn über das Wahlrecht so eigenartige Umgewichtungen stattfinden.

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