Ist es im Moment nicht vollkommen egal, auf welchem Wege die Epidemie versucht wird einzudämmen?
Davon abgesehen, dass ich mir in der Tat den homöopathischen Heilungsweg bei einer Virus-Erkrankung als den eher weniger gangbaren vorstelle, wäre es mir in diesem Falle als Arzt aber auch als Patient relativ wurscht, wie ich geholfen bekäme - die Hauptsache, ich bekäme wirksam geholfen.
Diese Debatte hier ist eine konstruierte Luxus-Diskussion geführt aus der sicheren Entfernung.
Oder aber verstehe ich euch total miss?
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Thema: Testlabor Westafrika?
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30.11.2014, 17:29Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
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30.11.2014, 17:47Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Eben. Darum verstehe ich nicht, warum der Versuch nicht genehmigt worden ist, da es bei der Homöopathie im Gegensatz zu anderen Methoden keine schädlichen Nebenwirkungen gibt. Schlimmstenfalls wäre nichts passiert, d.h. die Situation würde sich nicht anders präsentieren als jetzt. Risiko: Null. Bestenfalls wären die Leute gesund geworden, aber das darf nicht sein, weil das nach Lehrmeinung nicht sein kann. Aber wenn es nicht sein kann: Warum das Verbot?
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30.11.2014, 18:24
AW: Testlabor Westafrika?
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30.11.2014, 19:38Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Mit Sicherheit möchten sie das nicht. Aber sollte das so gewollt sein, würden sie auch als solche benutzt werden, muß man wohl befürchten, wäre ja nicht das erste Mal.
https://www.youtube.com/watch?v=ZBWF...D0346F&index=1
oder das:
http://www.taz.de/!101665/
oder das:
http://www.br.de/radio/bayern2/kultu...hweiz-100.html
Es sind immer die Schwächsten. Kinder gehören zu den Schwächsten, oder jetzt Ebolakranke in Afrika.
Hätte allerdings nichts mit Homöopathie zu tun, die, wie Seegras oben gerade schrieb, ohne Risiko für die Patienten gewesen wäre. Andere sagen, sie ist wirkungslos. Egal wie man es sieht, was hätte Nachteiliges passieren können, wenn man zusätzlich homöopathische Mittel verabreicht hätte?Geändert von Inaktiver User (30.11.2014 um 19:48 Uhr)
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30.11.2014, 20:22Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
In was für einer Welt lebst du? Es geht hier nicht um Befindlichkeitsstörungen.
Wenn die Alternative der fast sichere Tod ist, ist weltweit fast jeder Mensch bereit, als Versuchskaninchen zu dienen. Sogar für Behandlungen, die das Leiden erheblich vergrößern.
Außerdem hat man die Kranken nicht befragt, sondern diese Frage wurde von (möglicherweise geschmierten) Bürokraten entschieden.
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30.11.2014, 20:30Inaktiver User
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01.12.2014, 02:53Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Komisch (im ursprünglichen Sinne des Wortes) ist dein Verdacht, dass da jemand nach unzähligen wissenschaftlichen Studien Angst vor einer weiteren Studie gehabt haben könnte.
Du kannst Esoterik mit wissenschaftlicher Vorgehensweise nicht den "Todesstoß" versetzen, weil sie sich den wissenschaftlichen Kriterien entzieht. Wir haben doch in diesem Forum mehrfach gehört, dass wissenschaftliche Studien angeblich nicht auf Homöopathie anwendbar seien. Was sollte sich in Liberia diesbezüglich ändern?
Stimmt.In den Kügelchen ist ja nichts Stoffliches drin, also kann das auch nicht ausgeleitet werden.
Zitat von lenita

Diese Frage wurde auf Basis der UNO-Richtlinien für eine medizinische Behandlung von Ebola entschieden.Geändert von Inaktiver User (01.12.2014 um 03:46 Uhr)
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01.12.2014, 03:07Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Jeder Mensch muss im Leben Entscheidungen treffen - sowohl für Dinge, als auch gegen Dinge.
Sich entschieden zu haben bedeutet keineswegs etwas nicht zu begreifen.
Ich habe vor vielen Jahren einmal einen Vortrag über Homöopathie angehört, bin also beweglich.Wenn man sich die Geschichte der Allopathie anschaut, wurde in dieser sehr häufig von oben herab "müde gelächelt" - Paradigmenwechsel sind allerdings kein unbedingt seltenes Phänomen, der müde Lächler sollte also beweglich bleiben.
Im Publikum befand sich ein Naturwissenschaftler, der in der anschließenden Diskussion darauf aufmerksam machte, dass sich bei den sogenannten "höheren Potenzen" in einem Fläschchen Tinktur kein einziges Molekül der angeblichen Wirkungssubstanz befindet. Das hatte der Vortragende irgendwie zu erwähnen vergessen.
Die naturwissenschaftliche Argumentation gab für mich den Ausschlag. Ich werde nicht mit Wünschelrute durch den Garten laufen, mir nicht eine Messingpyramide auf den Kopf setzen, und ich werde auch kein Wasser mit null Molekülen Wirkungssubstanz als Heilmittel akzeptieren. Punkt.
Medikamente sind keine Bonbons. Jeder weiß das oder sollte es zumindest wissen.Als Beispiel möchte ich einfach mal ASS und Paracetamol anführen. Kennt jeder, und viele Menschen halten beides für ungefährlich.Geändert von Inaktiver User (01.12.2014 um 03:12 Uhr)
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01.12.2014, 08:16Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Medizinische Methoden entziehen sich sehr, sehr oft wissenschaftlichen Messmethoden. Wo befinden sich die Akupunktur-Meridiane? Wieso soll kaltes Wasser gegen Erkältungen helfen (Kneipp, einstmals genauso bekämpft wie die Homöopathen)? Wie wirken allopathische Medikamente? Deren Wirkmechanismus ist oft unbekannt. Man weiß nur, dass sie gelegentlich bis oft wirken. Man versucht, das wissenschaftlich möglichst schlüssig zu erklären. Aber genau weiß es niemand. Schlag doch einfach mal bei der Wirkungsweise eines x-beliegien Medikamentes nach. Du wirst erstaunlich oft finden: "man geht davon aus", "vermutlich", etc.
Bei der Homöopathie gibt es keine Vermutungsgrundlage. Kein Mensch weiß, warum sie funktioniert. Sie funktioniert aber genauso wie Akupunktur und Kneippkuren oft genug, um ernsthaft betrachtet zu werden. Deswegen hat man schon vor Jahren beschlossen, medizinische Methoden nicht aufgrund wissenschaftlicher Nachweise, sondern aufgrund evidenzbasierter Methoden zu evaluieren. Sprich: Die Methode ist egal (wobei natürlich kein Schaden angerichtet werden sollte), sondern man guckt, ob es geholfen hat oder nicht. Dabei schneidet Homöopathie immer ganz ordentlich ab, aber die Studien werden gern wegen der Kohortengröße als "nicht signifikant" abgebügelt.
Jetzt hätte eine signifikante Kohorte zur Verfügung gestanden. Da der letzte nennenswerte Ebola-Ausbruch schon sehr lange her ist, hat man möglicherweise in der UN die Richtlinien für die Ebola-Behandlung nicht angepasst. Dies nachzuholen (und damit möglicherweise viele Menschenleben zu retten), hätte eine Sache von Stunden sein können, wenn der Wille dagewesen wäre.
Warum war der Wille nicht da? Endlich hätte man diese spinnerten Homöopathen vor der ganzen Welt vorführen und ihnen den Tod hunderter Menschen anlasten können. Endlich wäre man diese störenden Esos im Medizinwesen los!
Warum? Warum?!
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01.12.2014, 08:33Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Das sei dir unbenommen. Es steht fest, dass nicht die Moleküle der Substanz die Heilwirkung auslösen können, weil es davon - auch in den niedrigen Potenzen - viel zu wenig davon gibt. Aber was machst du, wenn in paar Jahren der homöopathische Wirkungseffekt wissenschaftlich beschrieben werden kann?
Wenn du dein Teleskop nimmst und den Himmel studierst, wirst du feststellen, dass die Sonne sich um die Erde dreht. Kannst du jeden Tag überprüfen und wirst nie eine Abweichung feststellen. Kannst du messen. Mir Uhrzeit und Graden usw. Ist par excellence messbar. Und trotzdem falsch, wie wir inzwischen wissen ...
Mich irritiert es auch, dass die Homöopathie so gar nicht erklärbar ist. Ich weiß aber, dass sie wirkt.
Richtig. Die Marketingabteilungen der Pharmafirmen geben sich aber große Mühe, diesen Eindruck zu zerstreuen.
Wobei Deutschland da zum Glück ziemlich streng ist. Aber in vielen Ländern gibt es zum Beispiel Kinder-Kopfschmerztabletten mit Erdbeergeschmack oder göttlich schmeckenden Codein-Hustensaft. Von Pharmafirmen, die auch in Deutschland tätig sind.


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