Die Befürworter von Homöopathie scheinen sich für die einzigen Menschen auf der Welt zu halten, die wissen, wie Homöopathie angeblich funktioniert.
Aber die Kritik beruht bei den Kritikern nicht auf mangelndem Wissen, sondern auf mangelndem Glauben. Insbesondere die irreführend so genannten "höheren Potenzen" rufen bei den Kritikern bestenfalls ein mildes Lächeln hervor.
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Thema: Testlabor Westafrika?
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29.11.2014, 04:13Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Geändert von Inaktiver User (29.11.2014 um 04:23 Uhr)
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29.11.2014, 08:50
AW: Testlabor Westafrika?
nun ja - verkürzte Zulassungsverfahren bedeuten nun mal höheres Risiko.
Wenn ich mich recht erinnere, gabs den ersten Ebolafall im Jahr 1976. Das sind fast 40 Jahre, in denen alle genug Zeit gehabt hätten, aus reiner Menschenfreundlichkeit ein Medikament oder eine Impfung in aller Ruhe zu entwickeln. Aber nein, erst jetzt, wo es ein akut grosses Problem ist, springen alle auf den Zug auf, und es werden Schnellschüsse losgelassen, einfach damit man was auf den Markt geworfen hat.Wäre es besser, gar nichts zu entwickeln? Damit die Pharmaindustie bloß nicht auf Kosten von Afrika einen Cent einnimmt?
Es wäre nicht besser, nichts zu entwickeln; es wäre besser, wenn sich auch jemand um seltene Krankheiten kümmen würde, wenn die nicht grad einen Ausbruch erleiden und gross in den Medien sind.
Es gibt zusätzlich noch Prestige und einen Heldenbonus. Sprich, positive Aufmerksamkeit in den Medien. Womöglich wird's auch unter dem Public-Relations-Budget gebucht.Wobei ich sogar fast das Gefühl habe, dass man mit einem wirksamen Medikament, dessen Entwicklung nicht billig ist, bei diesem Anwendungsgebiet auf Dauer sowieso nicht viel verdienen kann. Außer, es wirkt zusätzlich noch gegen etwas anderes.
gruss, barbara
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29.11.2014, 08:54
AW: Testlabor Westafrika?
Richtig. Auch die nigerianischen Patienten wurden mit dieser Strategie erfolgreich behandelt. (Überlebensrate 60%) Es ist wichtig, die Person so früh wie möglich zu kriegen, und dass sie wenn möglich selbständig genug Flüssigkeit trinken kann. Das unterstützt den Körper dabei, mit dem Fieber fertig zu werden.
und Unterernährung, Umweltverschmutzung, Armut, schmutziges Wasser...Bei Überlegungen, die die Stärkung von Immunsystem/Konstitution betreffen, wäre womöglich auch wichtig zu beachten, daß bestimmt andere schwere Erkrankungen wie z.B. HiV oder Malaria unter der Bevölkerung weitverbreitet sind.
gruss, barbara
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29.11.2014, 09:11Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Ich sehe die Homöopatie ebenso kritisch wie die Allopathie. Müde zu lächeln, weil ich ggf. Zusammenhänge (noch) nicht begreife, ist eine Haltung, die niemanden weiter bringt. Wenn man sich die Geschichte der Allopathie anschaut, wurde in dieser sehr häufig von oben herab "müde gelächelt" - Paradigmenwechsel sind allerdings kein unbedingt seltenes Phänomen, der müde Lächler sollte also beweglich bleiben.
Als Beispiel möchte ich einfach mal ASS und Paracetamol anführen. Kennt jeder, und viele Menschen halten beides für ungefährlich. Ist ja frei verkäuflich! Die Werbung der Pharmakonzerne suggeriert denn auch genau dieses Image.
Heute würde Paracetamol beispielsweise aber Zulassungsverfahren nicht mehr überstehen. Das Medikament wirkt schon bei geringer Überdosierung hepatotoxisch - bei ca zwei Drittel der durch Medikamente induzierten Fälle von akutem Leberversagen (schwerwiegende Leberschädigungen enden für die Patieten in etwa 75 % der Fälle tödlich) ist dieser Wirkstoff für das Leberversagen verantwortlich. Warum Patienten A, D, F mit solchen Leberschäden reagiert, Patienten B und S aber nicht, weiß man bis heute überhaupt noch nicht. Aber: Der Wirkstoff ist ja, muss ja EINDRUCKSVOLL erforscht und sicher sein, so sicher und überprüft, dass jeder Mensch Paracetamol frei in jeder Apotheke kaufen kann. Bereits 2011 wurden Forderungen laut, Paracetamol unter Rezeptpflicht zu stellen. Aber wir haben eine ganz tolle Pharma-Lobby - der Vorschlag wurde abgelehnt, weil der Patient dadurch den Eindruck gewinnen könne, andere Analgetika seien sicherer. Es wurde deshalb angeregt, wie in vielen Ländern der EU bereits üblich, Packungsgrößen so zu beschränken, dass sie maximal für eine viertägige Behandlung ausreichend seien. Auch dieser Vorschlag wurde, welche Überraschung aber auch, abgelehnt. Nun ist also vermutlich Europa am Zug, etwas patienten-protektiver in Sachen allopathischer, frei verfügbarer Mittel
zu handeln.
ASS schadet gesunden Menschen mehr als es nützt. Der verdünnende Effekt, den ASS auf das Blut hat, kann im Alltag zu einer Reihe teils bedrohlicher Komplikationen führen. Die Auswirkungen des Stoffes auf die Blutgerinnung können bei Gesunden zu schweren Blutungen beispielsweise im Verdauungstrakt oder Gehirn führen. Zudem ist das Mißverhältnis zwischen Risiko und Nutzen, wie bei so vielen Medikamenten UND Therapien, recht offensichtlich.
Wir haben hier also zwei Klassiker, von denen Patienten annehmen, und darin in der täglich über den Bildschirm flimmernden Werbung der Hersteller bestärkt werden, dass diese harmlos, ja sogar "gesund", in jedem Falle aber bestens überprüft seien.
Tja.
Wie gesund solche Blutungen tatsächlich sind, um mal wieder den Bogen zu Ebola zu ziehen, zeigen hämhorragische Erkrankungen auf die Spitze getrieben wiederum sehr eindrucksvoll.
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29.11.2014, 09:19
AW: Testlabor Westafrika?
Dazu kommt, dass Paracetamol bei manchen Menschen nicht schmerzlindernd wirkt. Mir wird davon einfach schlecht, aber es hilft 0.
Es gibt sogar Hinweise auf Schäden bei Ungeborenen.
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30.11.2014, 09:51Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Nein, ich habe etwas ganz anderes kritisiert.
In der Allopathie gilt folgendes Prinzíp:
Schnupfen: Schnupfenspray wie Nasivin, Otriven etc.
In der Homöopathie gilt folgendes Prinzip:
Schnupfen? Welcher? grün, gelb, flüssig, stockt, brennt, niesen oder nicht, Fieber oder nicht, Kopfschmerzen oder nicht usw.
Und aufgrund des Symptomenkomplexes wird dann ein spezifisches Mittel ausgewählt.
Die Kritiker sind wie kleine Kinder, die zu blöd sind zu erkennen, daß ihr eigenes Setting nicht zu dem passt wie Homöopathie vorgeht. Sie reduzieren alles auf Moleküle und meinen sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen.Aber die Kritik beruht bei den Kritikern nicht auf mangelndem Wissen, sondern auf mangelndem Glauben.
Das diese Moleküle allein in Deutschland jedes Jahr über 50 000 Tote (statistisch wissenschaftlich belegt) produziert ist ihnen wurscht.
Und da frage ich mich immer wer da zynischer ist und welches Menschenbild menschlicher.
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30.11.2014, 15:35
AW: Testlabor Westafrika?
Mal abgesehen von der Grammatik - wovon sprichst Du da? Erkältungsviren, Nasentropfen?
Fehldiagnosen (sind ja keine Moleküle), allergischen Reaktionen, Resistenzen?
"Ein paar" sind möglicherweise durch Schulmedizin ja auch geheilt oder vor Ansteckung geschützt worden, könnte man ja auch in die Betrachtung einbeziehen.
Ich bin gar nicht grundsätzlich gegen naturheilkundliche Behandlungen, insbesondere bei chronischen Krankheiten oder "Zuständen".
Die Vorstellung, eine galoppierende Epidemie, wo die Erkrankten meist innerhalb weniger Wochen zu Tode kommen, mit Zuckerkügelchen behandeln zu wollen, erscheint mir allerdings auch eher befremdlich.
Abgesehen vom "magischen Denken" - ist da eigentlich überhaupt bedacht, daß die Kranken ja nichts bei sich behalten, sondern, wie schon erwähnt, literweise und in alle Richtungen alles von sich geben?
lg lenitaGeändert von lenita (30.11.2014 um 15:41 Uhr)
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30.11.2014, 16:19
AW: Testlabor Westafrika?
nicht weniger befremdlich, als experimentelle Pharmaka auf sie loszulassen.
Globuli sind winzig, die kann man unter die Zunge legen und sie werden über die Schleimhäute aufgenommen. tieren werdne Homöopathika aber auch teils gespritzt, womöglich ging das auch bei Ebola, wenn's noch nicht mal möglich sein sollte, ein Zuckerkügelchen zwei Minuten lang unter der Zunge zu behalten, bis es sich aufgelöst hat.ist da eigentlich überhaupt bedacht, daß die Kranken ja nichts bei sich behalten, sondern, wie schon erwähnt, literweise und in alle Richtungen alles von sich geben?
Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass es umso mehr hilft, je früher eingegriffen wird, wozu gehört, dass die Kranken so viel wie möglich selbst trinken, was am Anfang der Krankheit durchaus geht und den Verlauf mildert
gruss, barbara
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30.11.2014, 16:33Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Wenn man sich mit dem Wesen der Homöopathie nicht auseinandersetzt, klingt das aber auch befremdlich bis absurd. Deswegen wäre das die ideale Situation gewesen, der Homöopathie den wissenschaftlich beobachteten Todesstoß zu versetzen. Nun ist aber genau das unterbunden worden. Komisch, ne?
In den Kügelchen ist ja nichts Stoffliches drin, also kann das auch nicht ausgeleitet werden. Davon abgesehen, gibt es z.B. in Indien sehr wohl gute Erfahrungen mit Homöopathie bei Dengue-Fieber und japanischer Enzephalitis.
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30.11.2014, 16:33Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Wenn man sich mit dem Wesen der Homöopathie nicht auseinandersetzt, klingt das aber auch befremdlich bis absurd. Deswegen wäre das die ideale Situation gewesen, der Homöopathie den wissenschaftlich beobachteten Todesstoß zu versetzen. Nun ist aber genau das unterbunden worden. Komisch, ne?
In den Kügelchen ist ja nichts Stoffliches drin, also kann das auch nicht ausgeleitet werden. Davon abgesehen, gibt es z.B. in Indien sehr wohl gute Erfahrungen mit Homöopathie bei Dengue-Fieber und japanischer Enzephalitis.



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