Na, was wohl... die packen alle in einem fort das ganze Einwegmaterial wie Handschuhe und Overalls aus und ziehen es an und wieder aus... und alles neu und wieder an und wieder aus ... udn alles neu und an und und wieder aus... und stopfen so damit die Mülltsäcke voll.
und das nur, damit sie auf die aberwitzigen Zahlen kommen, die du ja auch für unrealistisch hälst
und dabei müssen sie einfach nur still sein, damit der Patient in Ruhe schlafen kann ...
aber, während der sich gesund schläft, tanzen sie dann Nachts auf dem Reporterball.
Du scheinst das alles für einen großen Witz zu halten ... für den absurden Sketch Ebolaintensivstation ??? oder wie erklären sich solche Posts ???
Das, was du aus Nigeria liest, hälst du für wissenschaftlich fundiert ... und was man in einer dt. Klinik auf der Pressemitteilung gesagt wird, ist unseriös... und in Frage zu stellen ????
Kann man sich wohl scheinbar so gar nicht vorstellen, dass die tatsächlich voll ausgelastet sind und da keiner nur das sterile Däumchen dreht ???
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Thema: Testlabor Westafrika?
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15.10.2014, 23:59
AW: Testlabor Westafrika?
Geändert von Lonamisa (16.10.2014 um 00:44 Uhr)
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16.10.2014, 06:22
AW: Testlabor Westafrika?
nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass EIN Ebolapatient ACHT Betreuungspersonen voll auslastet.
Pflegewiki nannt als Personalschlüssel für Intentsivpflege 2.8 Personen / Bett / 24 Stunden, also etwas weniger als eins-zu-eins-Betreuung.
Intensivstation
gruss, barbara
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16.10.2014, 07:00
AW: Testlabor Westafrika?
Oh Mann! Pflegewiki.
Da geht es um eine normale Intensivstation, die wir alle als Patienten, Angehörige und Beschäftigte kennen.
Kannst Du Dir vorstellen, dass zwischen einem Intensivpatienten nach einer komplexen Op, nach Reanimation, Vergiftung oder einer Organtransplantation und einem höchstinfektiösen Ebola- oder Marburg-Patient, der aus allen Kanälen blutet und virenhaltiges Material ausscheidet etc. und dessen Vitalfunktionen ständig auf der Kippe sind, ein klitzekleiner Unterschied besteht? Zumal ja noch keiner wirklich mit solchen Krankheitsbildern vertraut ist und Routine hat.
Allein so banale Digne wie An- und Ausziehen der Schutzkleidung, der Weg durch alle Schleusen, das Arbeiten in der Schutzkleidung und unter höchsten Vorsichtsmaßnahmen ... Das bedeuetet Zeit, Stress, extreme Anspannung, psychische und körperliche Maximalbelastung.
Wundert es Dich da nicht, dass es bei der großen Krankenhausdichte in Deutschland, von denen die meisten über Intensivstationen verfügen, kaum mehr als 5 Einheiten gibt, die technisch und personell überhaupt in der Lage sind, solche Patienten aufuunehmen?
Der liebe Gott oder wer auch immer möge Dir Deine Naivität erhalten. Damit lebt es sich leichter.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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16.10.2014, 07:23
AW: Testlabor Westafrika?
nein. Ich ging davon aus, dass "Intensivstation" genau das bedeutet: Intensivstation. Intensive Pflege. Auch dann, wenn's mal nicht medienwirksam Ebola ist. Intensivstation bedeutet ja schon quasi per Definition, dass Vitalfunktionen ständig auf der Kippe sind, sonst würde der Patient ja keine Intensivpflege brauchen.
Keiner?Zumal ja noch keiner wirklich mit solchen Krankheitsbildern vertraut ist und Routine hat.
Hämorrhagische Fieber kommen in Afrika in riesigen Fallzahlen vor (zB Lassa-Fieber). Vielleicht sollten die unerfahrenen Deutschen mal nach Afrika zur Weiterbildung fahren?
Wie haben deiner Meinung nach die Nigerianer die Krankeit eingeschränkt? Haben die so viel mehr technisch und personell ausgerüstete Stationen als Deutschland?Wundert es Dich da nicht, dass es bei der großen Krankenhausdichte in Deutschland, von denen die meisten über Intensivstationen verfügen, kaum mehr als 5 Einheiten gibt, die technisch und personell überhaupt in der Lage sind, solche Patienten aufuunehmen?
gruss, barbara
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16.10.2014, 07:40
AW: Testlabor Westafrika?
Es ist sicherlich ein Unterschied, ob man in einem armen Land, in dem eine Infektionskrankheit plötzlich ausbricht, das Ganze als Massenabfertigung unter dem Motto "ein bisschen Schwund ist immer" bekämpft oder ob man bei uns einen einzigen Patienten mit allen Mitteln aufpäppelt, aber mit dem Anspruch, dass sich niemand dabei anstecken darf.
Beides kann man doch gar nicht vergleichen.
Im Katastrophenfall ist es doch erst mal ziemlich egal, ob es da jetzt einer mehr oder weniger schafft, Hauptsache der Mist breitet sich nicht weiter aus. Deshalb muss man die Leute separieren. Dann kann man gucken, dass ihre Grundbedürfnisse erfüllt werden und das Beste hoffen.
Wäre ich verantwortlich, würde ich die Überlebenden als Pflegepersonal verpflichten und alle in ein abgetrenntes Areal bringen, schön weit weg von den Gesunden. Es ist schön, wenn möglichst viele überleben, aber für mich hätte das Stoppen der Ausbreitung höhere Priorität.
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16.10.2014, 08:21
AW: Testlabor Westafrika?
Viel virale Krankheiten schränken sich erst einmal selbst ein, man nennt das selbstlimitierend, wenn die Populationsdichte nicht so groß ist oder geringe Kontaktmöglichkeiten bestehen. Das Virus, das sich wie jedes Virus nicht außerhalb lebender Zellen vermehren kann, hat dann keine Wirtsorganismen mehr. Blöd gelaufen für so ein Virus. Ganz theoretisch gesagt: Ein Dorf stirbt aus, das nächste ist weit weg. Basta. Das ist auch Sinn und Zweck der Isolation.
Manche überleben, wie es schon bei den Pestausbrüchen im MA war.
Manche behalten eine Immunität, temporär oder lebenslang.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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16.10.2014, 08:35Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
[edit]
Hast Du auch nur ansatzweise eine Vorstellung davon, welcher Apparat in Nigeria aktiv gewesen sein muß, um ein derart engmaschiges, konsequentes Monitoring & Management zu betreiben?
Du stellst Nigeria auf einen Sockel, den es nicht verdient. Da war einfach jede Menge Glück im Spiel. Nigerias Patient Zero reiste in eine Wirtschaftsmetropole auf dem Luftweg ein. Er war Patient einer renommierten Klinik, die für das Thema Ebola sensibilisiert ist, und sich über die Angaben des Patienten hinweg setzte.
Da Zeit ein entscheidender Faktor ist, schuf dies eine gute Ausgangssituation.
Patient Zero der Ebola-Welle war mit hoher Wahrscheinlichkeit im Dezember 2013 ein Junge, der in einem Dorf in Guinea lebte. Guinea, Sierra Leone und Liberia liegen dort sehr eng nebeneinander, grenzüberschreitender Verkehr ist Alltag - aber dieser Verkehr findet vor allem über den Landweg statt, von Dörfern und kleinen Siedlungen zu anderen Dörfern und kleinen Siedlungen.
Bis bei einem solchen Setting jemand darauf aufmerksam wird, dass eine gefährliche Infektionswelle entsteht, ist die Anzahl der Erkrankten und Verstorbenen bereits vergleichsweise hoch, viel Zeit verstrichen, die einzelnen Herde sind über ein großes Gebiet verstreut, und Kommunikation und Koordination von Maßnahmen schwierig. Wenn die Herde dann nicht über natürliche oder künstlich hergestellte Isolation begrenzt werden können, stirbt so eine Welle nicht.
Kontrollmöglichkeiten sind länderübergreifend und in ländlichen Gebieten eine ganz andere Nummer, als wenn sie örtlich begrenzt auftreten - auch oder eher gerade hier gilt zudem: viele Köche verderben den Brei.
Zu Deinen Fehleinschätzungen hinsichtlich intensivmedizinischer Abläufe im hochinfektiösen Bereich hat katelbach alles geschrieben, was es dazu zu schreiben gibt. [edit]Geändert von Inaktiver User (16.10.2014 um 09:08 Uhr) Grund: User-Abwertung
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16.10.2014, 09:03Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Was ich nicht verstehe ist der Verlauf in den USA. Die zweite infizierte Krankenschwester durfte trotz Fieber fliegen. Dies erlaubte - lt. Presse die Gesundheitsbehörde oder wer auch immer an ähnlich autoritärer Stelle. Sie flog selbst - es gibt auch so etwas wie Mitverantwortung.
Das verstehe ich persönlich gerade nicht.
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16.10.2014, 09:09
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16.10.2014, 09:32
AW: Testlabor Westafrika?
Die überhebliche Art über andere die du nicht kennst zu urteilen und Abwertung anderer bei gleichzeitiger Überhöhung von einem fiktiven "wir" in Ehren…man muss es ja mal rauslassen dürfen.
Es ist tatsächlich ganz gut von denen zu lernen die damit Erfahrung haben.
Wir haben die Erfahrung nicht und das sage ich als jemand der tatsächlich mal was aus den Tropen mitgebracht hat und dann eine unserer Kliniken beobachten durfte und den direkten Vergleich mit einer Äquatorklinik hatte.Geändert von _Farmelli (16.10.2014 um 09:40 Uhr)




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