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Thema: Testlabor Westafrika?
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15.10.2014, 13:45
AW: Testlabor Westafrika?
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15.10.2014, 13:45
AW: Testlabor Westafrika?
Als in Nigeria ein Kranker per Flugzeug importiert wurde, und sie es merkten, wurde ca 900 Kontakte geprüft (sprich, Temperatur gemessen) mit 18'000 Besuchen, wobei 900 Gesundheitsarbeiter daran arbeiteten, und 20 Fälle wurden identifiziert. Das war durchaus ein ziemlich grosses Unterfangen.
von den 20 Betroffenen sind 8 gestorben, was eine Überlebensrate von 60% ist.
What can Nigeria
Kompliziert ist es grundsätzlich nicht - es ist arbeitsaufwendig und man muss sorgfältig arbeiten.
in Afrika war schon der Anfang des Problems, dass isolieren nicht möglich war - das heisst viele Fälle, wo noch nicht mal innerhalb der Familie ein Krankenzimmer für eine Person eingerichtet werden konnte, sondern wo sehr viele Menschen sehr eng aufeinander leben.Ansonsten sind es mittlerweile wohl einfach zu viel betroffenen Menschen als das man noch eine vernünftige Isolation+Pflege bewerkstelligen könnte.
in USA/Europa ist da noch einiges möglich. Auch hier: Isolation ist vor allem arbeitsaufwendig, aber solange Kranken nicht irgendwelchen dubiosen Experimenten unterworfen werden, wohl weder besonders schwierig noch besonders teuer. Es braucht einen isolierten Raum, eine Schleuse, Zeugs um zu Pfleger zu verpacken, und an lebenserhaltenden Massnahmen tun's vermutlich Infusionen, Ruhe und Sauberkeit genauso gut wie irgend ein komisches Medi.
gruss, barbara
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15.10.2014, 13:47
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15.10.2014, 13:59
AW: Testlabor Westafrika?
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15.10.2014, 14:02
AW: Testlabor Westafrika?
100 m weiter bei einer Krankeit, die als nicht hoch ansteckend gilt, wo die Ansteckung über Körperflüssigkeiten übertragen werden? und nicht über die Luft? also keine Ansteckung über Tröpfchen, wie zB bei Grippe? sorry, das IST Unsinn. Da wird Hysterie noch und nöcher produziert, und kein Mensch beachtet mehr die Fakten.
Isolierzimmer, Schleuse, steriles Arbeiten, Sorgfalt, und gut ist.
gruss, barbara
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15.10.2014, 14:05
AW: Testlabor Westafrika?
Na, zu "gut" scheint das alles nicht zu sein... oder weswegen haben wir schon 3 infizierte Krankenschwestern nach nur 5 Patienten in der allerhöchsten Sicherheitsstufe und bei den allerbesten modernen Sicherheitsvorkehrungen ???
ich meine, man darf davon ausgehen, dass die sich gut auskannten, extrem aufgepasst haben und schon Erfahrung hatten mit der Arbeiten bei zu isolierenden Intensivpatienten ...
und trotzdem ...
aber vermutlich bin nur ich so blond und gehe davon aus, dass man bei Ebola Ratz Fatz hierzulande an die Dialyse muss ... und beatmet werden muss ... und ein künstliche Koma hilfreich ist ...
und das da nicht nur mit ein paar Medis sondern mit zig Drainagen und Kathetern Intensivmedizin auf allerhöchsten Niveau betrieben werden muss ...Geändert von Lonamisa (15.10.2014 um 14:27 Uhr)
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15.10.2014, 14:12
AW: Testlabor Westafrika?
Bei den jetzigen Zahlen dürfte das einfach nicht mehr zu bewerkstelligen sein. 900 Leute auf eine Person, rechne das mal auf die Dunkeziffer hoch...
LG
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15.10.2014, 14:21
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15.10.2014, 14:23Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Nein. Sie haben einfach nur dank bestimmer Voraussetzungen (kann jeder eruieren, der über Nigeria nachlesen möchte) früh genug und konsequent genug interveniert. Sie haben auch eine Menge Glück gehabt. Das ist jedoch nicht überall im selben Umfang möglich. Es ist beispielsweise nicht möglich, wenn eine solche Welle in eher ländlichen Gebieten ihren Anfang nimmt und es eine ganze Weile dauert, bis man überhaupt darauf aufmerksam wird.
Wenn man bei Erkrankungen wie Ebola früh genug und angemessen interveniert, sind die Überlebenschancen erheblich besser - siehe Nigeria.
Ist ein Patient jedoch in einem fortgeschrittenen Stadium - siehe Leipzig - nützt keine noch so hervorragende Intensivmedizin, selbst wenn man 10 Hygieniker mit der Überwachung beauftragte.
Man könnte diese Zusammenhänge auf dem Schirm haben, und daraus schließen, dass Zahlenspiele in einem lebendigen und damit veränderlichen Kontext immer und grundsätzlich relativ und absolute Folgerungen und Aussagen damit Mumpitz sind.Geändert von Inaktiver User (15.10.2014 um 14:29 Uhr)
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15.10.2014, 14:26
AW: Testlabor Westafrika?
bei den "jetztigen Zahlen" in welchem Land, bitte? Und warum sollte ein Patient gleich an die Dialyse müssen? Eine gewöhnliche Infusion zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes reicht nicht?
@Lonamisa
Und warum sollte "Intensivmedizin auf höchstem Niveau" betrieben werden müssen, wo es doch darum geht, die Person zu stabiliseren und zu warten, bis es von selbst vorbei geht?
Wenn Nigeria, die ziemlich sicher nicht Tausende von Plätzen für "Intensivmedizin auf höchstem Niveau" haben und eine Überlebensrate von 60% hinkriegen und total angesteckte Personen = 20, und dann hat sich die Krankheit für das ganze Land erledigt, sollte man es vielleicht einfach genau gleich machen wie Nigeria?
gruss, barbara



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