Sehe ich ähnlich, Nischenprodukt. Aber vielleicht ist es heute im Zeitalter vom Internet und Social Media schwieriger, Nachrichten zurückzuhalten.
Die möglicherweise instinktiven Reaktionen vieler Menschen scheinen sich seit dem Zeitalter der Pest nicht gross geändert zu haben.
Hier in AUS wird schon relativ sachlich berichtet und auch informiert. Ich hab den ganzen Tag während der Arbeit das Radio laufen und da es hier nun auch einen Verdachtsfall gibt, gabs natürlich auch Berichterstattungen. Aber doch eher informierend und sachlich. Das erreicht nur leider nicht alle. Und Verschwörungstheoretiker wird es wohl immer geben.
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Thema: Testlabor Westafrika?
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09.10.2014, 11:54
AW: Testlabor Westafrika?
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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09.10.2014, 12:17Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Nee, nicht weil es ungefährlich ist, aber weil "die Europäer" ja letztlich doch nicht viel aufgeklärter handeln als "die Afrikaner", wenn es um ihr Leben geht.
Ich bin da auch zwiegespalten, denn ich würde zurzeit nicht unbedingt in einem Krankenhaus behandelt werden, in dem ein Ebola-Infizierter liegt - dazu ist in Sachen Hygiene in deutschen Krankenhäusern einfach zuviel im Argen.
Es gibt da halt keine einfachen Lösungen.
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09.10.2014, 13:20
AW: Testlabor Westafrika?
Ganz konkret, in einer Welt, in der es für die Seuche Ebola weder für Menschen zugelassene Medikamente noch Impfstoffe noch die besondere Therapie gibt ???
... an dt. Wesen soll die Welt genesen ... wieder mal ??? Nein, Danke ...
auf dieser Erde gibt es 190 andere Staaten .... wieso also wir ?
Nö. also ganz klar gesagt: ich freu mich über keinen einzigen Ebolapatienten, der hier in unserem dt. Gesundheitswesen behandelt werden muss... über gar keinen ... auch nicht, wenn der meinte vorher als Helfer und Held ins Seuchengebiet einreisen zu müssen -
wenn sie meine, sie müssen dahin gehen und sich beteiligen... dann solle sie ihre eigene Infektionen auch da unten gemeinsam mit denen auskurieren, mit denen sie gearbeitet haben und denen sie helfen wollten !!! Solidarisch sollten sie dann verzichten, sich ausfliegen zu lassen ...
Hier haben wir nämlich tatsächlich kein Ebolaproblem ... und es ist ganz bestimmt kein Vorteil, sich diese Seuche auch nur vereinzelt zu importieren.
Und alle Gutmenschen, die meine, sie müssten hier die besondere Menschlichkeit predigen ... es ist im Großen, wie im Kleinen ... bei Ebola kann die weinende Mutter nicht ihr krankes sterbendes Kind pflegen ... Hilflosigkeit eingestehen und Abstandhalten ist sicher!Geändert von Lonamisa (09.10.2014 um 13:38 Uhr)
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09.10.2014, 13:30
AW: Testlabor Westafrika?
Wieso "ihr" nicht - neben all den anderen Ländern, die Hilfe schicken?
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09.10.2014, 13:52
AW: Testlabor Westafrika?
Ja, aber es gilt immer und überall der Grundsatz durch geleistete Hilfe sich selbst und andere nicht zu gefährden. Und diesen dürfen wir nicht einfach über Bord werfen.
Es sind bei 8000 Infizierten 200 Mediziner/Pflegepersonal lt. WHO nachgewiesen infiziert. Die Seuche ist nicht unter Kontrolle, aber wir verteilen diese Erkrankten jetzt weltweit?
Hatten sie den keine Schutzkleidung vor Ort? Und wenn ja wieso haben sie sich trotzdem angessteckt und wenn nicht... wieso nicht? Und warum werden sie dann als Helfer eingesetzt?
LG
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09.10.2014, 13:52
AW: Testlabor Westafrika?
Nein?
Ich finde schon, dass es ein Problem ist, dass abseits der dutzenden Kriege auf dem und anderen Kontinenten immer mehr verständliche Gründe dazu kommen, dass sich Leute übers Mittelmeer aufmachen um vor unserer Haustür entweder tot oder lebendig angespült zu werden.
Wie möchtest du denn das Problem der weltweiten Flüchtlingswelle lösen?
Hast du da Lösungsansätze außer bei der Bekämpfung der Ursachen zu helfen oder eine Mauer um Europa zu bauen?
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09.10.2014, 14:00Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Das sind zwei verschiedene Problemkreise.
Eine so gefährliche Seuche "auszufliegen" und in aller Welt zu verbreiten, hilft sicher niemandem.
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09.10.2014, 14:11
AW: Testlabor Westafrika?
Das sehe ich anders.
Ebola ist das am einfachsten und sinnigsten zu bekämpfende Übel, das die Leute aufs Mittelmeer treibt.
Es nutzt nichts Flugzeuge voller Desinfizierungsmittel zu schicken, wenn keine Leute da sind, die sie anwenden. Es nutzt auch nichts zuzusehen wie sich ein Land aus nicht politischen Gründen selbst stranguliert.
Wenn die Leute freiwillig gehen, dann bitte.
Ich sehe Ebolapatienten in Europa nicht als Problem, Europa hat ein hervorragendes Gesundheitssystem, wenn nicht sogar das beste, breitflächigste und engmaschigste der Welt.
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09.10.2014, 14:16
AW: Testlabor Westafrika?
Richtig.
Ich glaube aber trotzdem, dass es besser ist, diese infizierten Helfer werden isoliert in gut ausgestatteten Kliniken behandelt, wo für sie eine Überlebensmöglichkeit zumindest gegeben ist.
Womit ich im Moment hadere, das ist das 'Auswahlprinzip' wer gerettet werden 'darf' und wer nicht. Aber alle Kranken entsprechend im Westen zu behandeln ist ja auch derzeit fast unmöglich. Dieses 'du darfst, du nicht' macht mir zugegebenermassen Bauchweh.
Fehler passieren auch Fachleuten. Ist nunmal so. Durch Fehler können Dinge verbessert werden. Klingt vielleicht zynisch, aber ist so.
Die Rote Kreuz Mitarbeiterin, die hier in Queensland gerade unter Beobachtung steht, kam vor ein paar Tagen ohne Anzeichen nach Hause, hat sich direkt vom Flughafen vorsichtshalber in selbstaufgelegte Quarantäne begeben (zuhause), hat heute leicht erhöhte Temperatur gezeigt und ist sofort in die Klinik. Das Ergebnis ist noch nicht da.
Das finde ich schon mal eine vernünftige Art für Rückkehrer. Entweder Quarantäne zuhause oder in staatlichen Einrichtungen. Ich bin sehr sicher, dass Menschen, die hier mit dem Flieger aus einem westafrikanischen Land ankommen und Fieber zeigen, nicht vom Flughafengelände gelassen werden. Geräte, die das testen, gibt es ja, das hab ich in den Emiraten zur Zeit der Vogelgrippe selbst erlebt."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
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09.10.2014, 14:16
AW: Testlabor Westafrika?
Bisher gibt es wohl weltweil nur einen einzigen Verdachts.Falll... in eina afrikanischer Flüchtling im Teenageralter in Österreich ... und da hieß es gestern in den Nachrichten, er sei mehrerer wochen udn moante auf der Flucht gewesen und es sei höchst unwahrscheinlich...
Die Seuche wütet doch seit Mitte letzten Jahres ... und bisher ist aber in Europa kein Flüchtlicng mit Ebola eingetroffen ... und in den USA war es ein Hochzeiter ... ein einreisender Bräutigam ...
ich pers würde sagen, die fluglienen fleigen bei wiederholten vorfällen demnächst die seuchengefährdeten Flughäfen wohl auch nicht mehr an..
Die scheuen die Kosten und Probleme wohl auch ... scheint teuer zu sein, ein Flugzeug wieder steril zu bekommen und den Regress, denn mitreisende Passagiere fordern könnten ...
Wolltest du die Stewardess sein, die bei einem ebolaverdachtsfalll die ersten maßnahmen ergreifen muss und den betroffenen Fluggast bis zum nächsten Flughafen betreut ... wolltest Du, dass dein Kind den Platz in der Sitzreihe neben dran hat ???
Ich würde davon ausgehen, die Airlines canceln die Flüge.Geändert von Lonamisa (09.10.2014 um 14:38 Uhr)


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