Antworten
Ergebnis 171 bis 180 von 669
Thema: Testlabor Westafrika?
-
23.09.2014, 18:55Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
-
23.09.2014, 19:04Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Ich hab's nicht so gelesen.
-
24.09.2014, 06:25
AW: Testlabor Westafrika?
Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, die USA hätten ein Patent auf den Ebola-Virus.
Entgegenn aller Behauptungen und Gerüchte in den Foren wurde das Patent aber garnicht erteilt. Eine Patenterteilung auf den Virenstamm ist nämlich ausgeschlossen, da "naturidentische Lebensformen" in den USA nicht patentierbar sind.
Mehr dazu *klick*Behindert ist man nicht, behindert wird man.
-
24.09.2014, 11:12
AW: Testlabor Westafrika?
Ich finde die Statistik im Link sehr interessant - die Unterschiede sind riesig. So sind in Kongo praktisch alle Patienten verstorben, bei Uganda 2007 aber nur etwa 25% aller Betroffenen...
Was ja wohl darauf hindeutet, da in Uganda auch kein besonderes Wundermittel vorhanden sein dürfte, dass gewöhnliche aber kompetent ausgeführte Hygiene, Pflege, eine sichere Umgebung, sauberes Wasser etc schon die Todesrate massiv senken - wenn man Kongo/Brazzaville 2003 mit Uganda 2007 vergleicht, so macht der Unterschied gute 60% aus!
Mir scheint, die gute, alte, bewährte, aber aufwendige und unspektakuläre Hygiene sollte wieder viel mehr im öffentlichen Diskurs beachtet werden - und nicht irgendwelche Wundermittel, die vielleicht kommen oder vielleicht auch nicht.
gruss, barbara
-
24.09.2014, 11:26
-
24.09.2014, 11:36
-
24.09.2014, 11:54Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Und die Erfahrungen derjenigen, die schon länger mit dieser Erkrankung umgehen müssen, weil sie immer mal wieder vorkam.
Wie der Arzt vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in chironexx_fleckeris Link sagt:
Die Vergangenheit hat zudem gezeigt, dass man einen solchen Ebola-Ausbruch in erster Linie mit den klassischen Verfahren in den Griff bekommt: Man muss alle Kontakte von Erkrankten ausfindig machen und die Patienten gut isolieren.
und außerdem natürlich dies:
Viel wichtiger wäre es, dafür zu sorgen, dass die Seuche sich nicht weiter ausbreitet. Die Energie und das Geld sollten darauf verwendet werden, mehr Isolierstationen einzurichten, für mehr medizinisches Personal zu sorgen. Es mangelt ja zum Teil schon an einfachen Desinfektionsmitteln.
Ebola-Experte zu ungetesteten Medikamenten: "Mehr Schaden als Hilfe" | tagesschau.de
Genau so habe ich das schon vor Jahren (in einem Fernsehbericht, meine ich) gehört, daß betroffene Dörfer in Afrika mit der Erkrankung umgehen, und damit eine Ausbreitung verhindern. aber da öffnet sich kein möglicher neuer Markt, das ist nur reine Vernunft.
-
24.09.2014, 14:04Inaktiver User
AW: Testlabor Westafrika?
Wie vergleichbar sind die Länder Kongo und Uganda? In Kongo gibt es ständig Krieg, während es in Uganda Strukturen auf allen Ebenen gibt.
-
24.09.2014, 15:14
AW: Testlabor Westafrika? • Für alle, die es nicht wahrhaben wollen ...
Hier ein Artikel-Auszug, der eigentlich unsere Diskussion fast überflüssig macht, vor allem ob es sich bei dem aktuellen Ausbruch von EBOLA wirklich um so eine große Sache handelt ...
Ein Alarm-Ruf von Laurie Garrett -- Ebola bringt den ganzen Planeten in Gefahr
Montag, 15.09.2014, 00:00
Im Kampf gegen die Seuche hat die Welt bislang furchtbar versagt. Nur mit Milliarden Dollar, Tausenden Ärzten, Militärhilfe und einer Luftbrücke ist die Seuche noch zu besiegen - und Afrika zu retten.
Die Welt hat es noch immer nicht verstanden. Die Ebola-Epidemie, die in Westafrika wütet und mehr als die Hälfte ihrer Opfer tötet, wird nicht mit Appellen an die globale Solidarität besiegt werden. Auch tröpfelnde Gelder, Dutzende Freiwillige und abgeschottete Grenzen werden sie nicht aufhalten. Die Zahl der Opfer wird bald exponentiell steigen.
Um zu begreifen, welches Ausmaß an Gegenmaßnahmen nötig wäre, um den Marsch von Ebola durch Afrika (und vielleicht durch andere Kontinente) zu stoppen, muss sich die Weltgemeinschaft an die humanitäre Hilfe nach dem Tsunami von 2004 erinnern. Damals starteten die Armeen der USA und Singapurs die größte Rettungsaktion der Geschichte: Allein die USA setzten 12 600 Soldaten ein, zudem fast die gesamte Pazifikflotte, 48 Hubschrauber und jedes Lazarettschiff in der Region. Die Weltbank schätzt, dass direkte Hilfen von fünf Milliarden Dollar in die verwüsteten Länder flossen. Private Spender aus aller Welt trugen weitere Millionen bei.
Im Gegensatz dazu sind die Reaktionen auf die wachsende Ebola-Epidemie kaum nennenswert. Die Krankheit brach im Dezember 2013 im tropischen Regenwald von Guinea aus. Der Ausbruch erfasste im Lauf des Frühjahrs und Sommers auch Liberia und Sierra Leone. Zu dem Zeitpunkt beschränkte sich die Epidemie fast nur auf entlegene Gebiete, die sich leicht hätten isolieren lassen. Sie hätte mit billigen, einfachen Mitteln gestoppt werden können.
Doch die Welt ignorierte die expandierende Epidemie. Während die wichtigste Hilfsorganisation vor Ort, Ärzte ohne Grenzen, um Hilfe flehte und vor der unkontrollierten Verbreitung des Virus warnte, blieb die Weltgesundheitsorganisation (WHO) praktisch untätig. Sie beschränkte sich darauf, die Verbreitung zu beobachten.
[...]
Quelle: Ein Alarm-Ruf von Laurie Garrett: Ebola bringt den ganzen Planeten in Gefahr - Ebola - der ganze Planet ist in Gefahr - FOCUS Online - Nachrichten
-
24.09.2014, 17:05



Zitieren