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  1. Inaktiver User

    Freihandelsabkommen TTIP und Fracking


    Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU könnte Energiekonzernen die Möglichkeit geben, die umstrittene Fördertechnologie Fracking in Europa auf dem Gerichtsweg durchzusetzen – selbst wenn die eigentlich gültigen Gesetze Fracking einschränken oder verbieten.

    (...)

    Die Organisationen fürchten einen Angriff auf das Gemeinwohl. Denn in seiner derzeit diskutierten Form gewährt das Freihandelsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) ausländischen Investoren weitreichende Klagerechte gegen die Unterzeichnerstaaten. Sobald die Konzerne ihre Eigentumsrechte durch strengere Gesetze oder Verordnungen bedroht sehen, könnten sie dagegen vor ein Schiedsgericht ziehen.
    (...)

    Der Tabakkonzern Philip Morris verklagte Uruguay auf die Summe von zwei Milliarden Dollar, als das Land Gesundheitswarnhinweise auf Zigarettenpackungen einführte. Und der kanadische Rohstoffkonzern Lone Pine fordert über eine Tochterfirma in den USA 250 Millionen von Kanada, weil die Provinz Québec ein Fracking-Moratorium erlassen hat. Grundlage dieses Verfahrens sind die Investitionsschutzklauseln des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA).

    "Gefahr für die Demokratie"

    Solche Klauseln stellen das Konzerninteresse über demokratisch erlassene Gesetze und das Gemeinwohl, sagen die Kritiker. Denn über die Fälle entscheiden geheim tagende Schiedsgerichte. Ihre Urteilssprüche stehen über nationalem Recht.

    Freihandelsabkommen TTIP: Kommt Fracking durch Freihandel? | ZEIT ONLINE


    Pizzagutscheine für die Bevölkerung, nachdem es eine Explosion gab und vier Tage lang brannte. Bromid und Strontium im WAsser, das vorher nicht da war, sie kommen im Schiefergestein vor und werden durch das Fracking freigesetzt, so ein Anwohner, der regelmäßig das Wasser auf eigene Kosten untersuchen läßt.
    "Überall auf dem Grundstück ist offensichtlich brennbares Methangas im Wasser", "Enteignete Grundbesitzer, unerklärliche Krankheiten, Menschen mit Sprechverbot, da kann ich diesen typisch amerikanischen Optimismus nicht mehr ganz nachvollziehen", so die Reporterin.
    moma-Reporterin Karin Dohr sprach mit Befürwortern und Gegnern:

    Besonders im Bundesstaat Pennsylvania wird das Fracking massiv vorangetrieben. (...) mit unübersehbaren Folgen für die Bewohner. moma-Reporterin Karin Dohr sprach mit Befürwortern und Gegnern.
    moma-Reporter: Nicht... - Morgenmagazin - ARD | Das Erste
    Geändert von Inaktiver User (17.07.2014 um 12:24 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Merkel schickt ihren Vize vor, daß sie angeblich pro Fracking und für 'grüne Gentechnik' sein müsse, was sie ja angeblich gar nicht will. So lächerlich leicht zu durchschauen, finde ich. Als Argument: Kohl habe ja auch unpopuläre Dinge durchgesetzt, sie solle da mehr Führungsstärke zeigen und für diese ebenfalls "unpopulären" Dinge eintreten.

    Und jetzt? Kann sich die Ärmste dem doch nicht mehr verschließen, weil es ja sein muß, für die Wirtschaft, meint der Fuchs. Der Vizefranktionschef, hält sich vielleicht wirklich für einen schlauen Fuchs. Ist ja auch ein 'geschickter' Versuch, sowohl Fracking als auch Gentechnik-Futter ('Futter' sogar für Menschen wohlgemerkelt) dem Wähler als ganz was Dolles und angeblich Notwendiges verkaufen zu wollen. Merkt aber trotzdem jeder, denke ich mal.
    Und daß ihnen, den Parteien CDU und auch SPD wirtschaftliche Einbußen, drohendes Null-Wirtschaftswachstum, vermutlich 300.000 drohende Arbeitsplatzverluste, ansonsten völlig egal sind, wird dabei mal lieber nicht erwähnt, könnte ja die Argumentation oben ja auch unredlich erscheinen lassen. Aber ist ja wohl auch jedem bekannt.

    Kritik an Merkel von Fraktionsvize Fuchs wegen Wirtschaftspolitik - SPIEGEL ONLINE
    Geändert von Inaktiver User (10.08.2014 um 00:47 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Gerade lief "Gasland" auf Arte. Hier in der Mediathek zu sehen:

    Gasland | ARTE

    Vergiftetes Wasser, entflammbares Wasser. und andere 'nette' Informationen.

  4. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Bis zu einem Viertel habe ich mir das nun angeschaut (Momentan geht es dank "Whistleblower" um die zuständige Behörde, die sich damit widerwillig beschäftigen soll). Mich stört an dem Bericht, daß so viel emotionales Kauderwelsch am Anfang gezeigt wird. Gepaart mit mysteriösen Gläsern, die dem Reporter gegeben werden. Das ist nicht seriös. Auch die weiteren Einzelheiten (Katzen und Pferden gehen die Haare aus, eine neu Zugezogene klagt über Kopfschmerzen), das sind alles nicht zwingende, beweiskräftige Dinge. Bei den paar Wasserhähnen, die gezeigt wurden, könnte der Hausbesitzer auch kurz zuvor unten im Keller eine Propangasflasche an die Wasserleitung angeschlossen haben.
    Diese Anfangs-Darstellung ist für ernsthaft interessierte Nichtesoteriker mühsam ernstzunehmen. Noch mühsamer für Analytiker, und völlig uninteressant für Juristen.

    Besser wäre es, in Ortschaften rings um ein Bohrloch (bzw. eher anderherum ) jeweils in 10-20 Haushalten Stichproben zu nehmen. Führte man das in 10-20 Ortschaften durch, würde es schwerfallen, zu glauben, daß jeder einzelne Haushalt sich die Mühe gemacht hätte, eine Gasflasche anzuschließen. Natürlich kann es sein, daß manche in den Ortschaften Verträge mit Halliburton unterschrieben haben, manche nicht; erstere werden so eine Demonstration dann nicht zulassen dürfen. Aber es wird auch andere Ortschaften geben, wo das nicht der Fall ist.
    Die schiere Anzahl Anwohner von jenen Ortschaften, bei denen das "Phänomen" auftritt, dürfte weitaus publikumswirksamer sein.
    Insofern ist der Film schlecht gemacht, Skeptiker werden nach dem ersten Viertel abschalten...

  5. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Insofern ist der Film schlecht gemacht, Skeptiker werden nach dem ersten Viertel abschalten...
    Sehr schade.
    Andererseits kann frau/man sich mit Energiegewinnung und Energiesparen auseinandersetzen und so zu eigenen Erkenntnissen gelangen; Energiesparen jedenfalls tut unserem Planeten und unserem Portemonnaie gut, Fracking weder dem einen noch dem anderen (selbst wenn keine Flammen aus dem Wasserhahn schießen).
    Und zu anderen nicht zu Unrecht befürchteten Veränderungen in Europas Gesetzeslage (Wasser, Arbeitnehmer, Betriebsansiedlungen, Gesundheit, Alten-Pflege, etc.) reicht ein Blick in die USA, und es passt ein bemerkenswerter Satz von Gert Scobel: lieber im Land der begrenzten, als im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
    Den Argumenten der "Panikmache" und der "Verschwörungstheorie" lässt sich ganz einfach der Blick auf jene Personen, die diese Argumente verwenden, entgegensetzen. Was können, was wollen sie wissen, woher beziehen sie ihr Gehalt, wo leben sie und wohin können sie aufgrund ihres Gehaltes gehen, wenn es ihnen da, wo sie jetzt wohnen, nicht mehr gefällt (wegen Fracking in ihrer Nähe vielleicht)?

  6. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehr schade.
    Andererseits kann frau/man sich mit Energiegewinnung und Energiesparen auseinandersetzen und so zu eigenen Erkenntnissen gelangen; Energiesparen jedenfalls tut unserem Planeten und unserem Portemonnaie gut, Fracking weder dem einen noch dem anderen (selbst wenn keine Flammen aus dem Wasserhahn schießen).
    Aber manchen Leuten tut Fracking sicher gut.
    Sonst wäre ja nicht so ein Druck auf der politischen Pipeline.

    Aber die Filme und Fakten müssen besser werden. Oder vielleicht sollte man besser schreiben - für die Diskussion in EU - anders werden.

    Wir wissen alle, oder sollten es zumindest wissen, daß auch die armen Investoren unter der jetzigen Niedrigzinspolitik leiden. Die gar grausliche Leidensgeschichte dieser armen Minderheit (Investoren) müßte gerade derzeit gründlich aufgearbeitet werden.
    Wen interessiert denn da ein Farmer A auf Feld B?

  7. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Es ist witzig, wie manche Beiläufigkeiten, in Nachrichten oder Interviews eingefügt, die aufmerksame Zuhörerschaft sachte Richtung Akzeptanz des Freihandelsabkommens manövrieren wollen:
    1. die sich wiederholende Beruhigung bezüglich des gechlorten Geflügels als Ablenkung von x anderen, weit mehr einschneidenden Punkten im Abkommen;
    2. der bereits mehrmals in den Nachrichten unterschiedlicher Stationen gehörte Hinweis darauf, dass der Ölpreis gesunken und dies dem ausgedehnten Fracking der USA zu verdanken sei.

    Heute jedoch las ich in der Morgenzeitung ein Interview mit dem ehemaligen Generaldirektor der WTO, und seine Annahme, die Verhandlungen könnten sich noch Jahre hinziehen, beruhigte mich (ausgenommen natürlich, wenn ich an die Kosten denke ).
    Frau sieht, die Öffentlichkeit ist nicht für die Katz, sondern meist zu unser aller Nutzen.
    Geändert von Inaktiver User (26.08.2014 um 12:45 Uhr) Grund: Tippfehler

  8. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist witzig, wie manche Beiläufigkeiten, in Nachrichten oder Interviews eingefügt, die aufmerksame Zuhörerschaft sachte Richtung Akzeptanz des Freihandelsabkommens manövrieren wollen:
    1. die sich wiederholende Beruhigung bezüglich des gechlorten Geflügels als Ablenkung von x anderen, weit mehr einschneidenden Punkten im Abkommen;
    2. der bereits mehrmals in den Nachrichten unterschiedlicher Stationen gehörte Hinweis darauf, dass der Ölpreis gesunken und dies dem ausgedehnten Fracking der USA zu verdanken sei.

    Heute jedoch las ich in der Morgenzeitung ein Interview mit dem ehemaligen Generaldirektor der WTO, und seine Annahme, die Verhandlungen könnten sich noch Jahre hinziehen, beruhigte mich (ausgenommen natürlich, wenn ich an die Kosten denke ).
    Frau sieht, die Öffentlichkeit ist nicht für die Katz, sondern meist zu unser aller Nutzen.
    Aha? Also so läuft der Hase.

    >Frau sieht, die Öffentlichkeit ist nicht für die Katz, sondern meist zu unser aller Nutzen.

    Ja, ich bin sicher, Frau sieht das auch. Daß das zu Nutzen der Frauen ist. Von denen haben in Deutschland ja schließlich auch 5% mehr Merkel incl. Neoliberalismus als Männer gewählt.
    Wenn man den Statisitiken glauben schenken darf, handelt es sich dabei in vielen Fällen um Teilzeitsekräterinnen, die ihre Männer entsprechend antreiben. Die wissen also zum Glück, wo's langgeht.
    Happy Fracking
    Geändert von Inaktiver User (29.08.2014 um 01:37 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Die Bundesregierung will schon in den kommenden Wochen die Fracking-Gesetzgebung ändern.
    DIE BUNDESREGIERUNG WILL SCHON IN DEN KOMMENDEN WOCHEN DIE FRACKING-GESETZGEBUNG ÄNDERN :: AD HOC NEWS

    Ich werde aus der Meldung nicht ganz schlau, in welche Richtung soll es denn da gehen? Hoffentlich nicht in Richtung "erlauben, erleichtern".

    Wer wissen möchte, was das Umweltbundesamt dazu sagt:
    http://www.umweltinstitut.org/filead...20Fracking.pdf
    Geändert von Inaktiver User (08.09.2014 um 00:59 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Freihandelsabkommen TTIP und Fracking

    Zum TTIP nur soviel - warum wird nirgends der gesamte Inhalt diese Abkommens publiziert? - Sogar die Parlamentarier verlangen hier eine Offenlegung? Wenn das Parlament auch nicht mehr zu sagen hat - sondern die "Führungsriege" alles allein bestimmt nennt man das Diktatur - und so weit haben wir es wohl wieder gebracht ....
    Auszug aus WIKI:Die detaillierten Vertragsbedingungen werden seit Juli 2013 von Vertretern der Europäischen Kommission und der US-Regierung ausgehandelt.[3] Die dabei verhandelten Vertragsbedingungen sind geheim, auch die nationalen Parlamente der zukünftigen Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament erhalten keine detaillierten Informationen. Mittlerweile wurden unautorisiert mehrere interne Positionspapiere der EU und der deutschen Verhandlungsführer aufgrund von Informationsleaks im Internet veröffentlicht.

    Eine englische Studie sagt dass besonders der (sowieso schon gebeutelte) Süden Europas unter dem TTIP leiden wird. Wenn wir unser Obst aus den USA beziehen müssen wie die Chlorhähnchen etc...

    Ausserdem:Mit einer Europäischen Bürgerinitiative wollten Gegner das Freihandelsabkommen mit den USA verhindern. Die Kommission hat die Kampagne nun abgelehnt. Mit einer fadenscheinigen Begründung, wie die Initiatoren sagen.(SZ 12. September 2014 11:27)
    wie geht denn das?
    Früher war selbst die Zukunft besser(Karl Valentin)
    .
    "Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!" (Karl Valentin)

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