Ja, das haben die USA z.B. in den Achzigern in Afghanistan getan.
Es ist dumm, unüberlegt und kurzsichtig. Typisch amerikanische Cowboymentalität. Aber das ist doch nicht der Punkt. Jedenfalls nicht so wie ich Gauck verstanden habe.
Ob in den letzten 25 Jahren oder davor. Was spielt das für eine Rolle.Wie gesagt, falls ich prorussischer Propaganda zum Opfer gefallen sein sollte, bitte ich um Aufklärung, d.h. um konkrete Beispiele, wo die Russen sich (z.B. im letzten Vierteljahrhundert) so aufgeführt haben wie sich die Amis in diesem Zeitraum aufführten.
Ansonsten habe ich keinen Grund von meiner Meinung abzurücken, dass es sich bei solchen Aussagen um Versuche handelt schmerzhafte Realitäten zu ignorieren.
Der Punkt ist, dass sich die Menschen seit tausenden von Jahren den Schädel einschlagen.
Wer auch immer am Ruder war hat agressive Exansionspolitik betrieben. Die Amerikaner, die Deutschen, Preußen, die Römer, Dschingis Khan ... völlig egal. Es liegt in der Natur des Menschen.
Die Frage ist ob man das zulässt oder wenn nötig militärisch eingreift.
Ich gebe dir in dem Punkt recht, dass man genau abwägen muß, ob man sich vor den Karren spannen lässt oder ob es der einzige Weg ist Agression und menschliches Leid zu beenden.
Deutschland hat vor 75 Jahren einen furchtbaren Krieg entfesselt und unendliches Leid über die Welt gebracht. Ich sehe Gaucks Aufforderung sich stärker militärisch zu engagieren als Verpflichtung (grade aufgrund unserer Geschichte) sich daran zu beteiligen, dass Aggression gestoppt wird.
Selbstverständlich ist sehr genau abzuwägen in welchen Fällen und wofür man das Leben von Soldaten (und Zivilisten) riskiert. Man kann sich natürlich darüber streiten ob es Sinn macht die Freiheit Deutschlands am Hindukusch zu verteidigen. Gaucks Grundaussage halte ich aber für richtig.
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08.07.2014, 18:16Inaktiver User
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
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08.07.2014, 18:23Inaktiver User
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
Es spielt dann eine Rolle, wenn man einem Land Entwicklungsfähigkeit zutraut.
Und es spielt dann eine Rolle, wenn man behauptet, dass andere User russische Propaganda vertreten, wenn sie die USA und immer wieder die USA kritisieren.
Ich würde Russland genauso kritisieren, wenn es sich genauso aufführen würde. Dies ist jedoch nicht der Fall. Also wofür soll ich Russland kritisieren? Für seine Geschichte? Als wenn wir, die wir uns neuerdings zum moralischen Maßstab aufschwingen, nicht ebenfalls eine einschlägig blutige Geschichte hätten.
Ich vergleiche Länder in der Gegenwart mit Ländern in der Gegenwart bzw. die Politik, die die einen und die anderen im letzten Vierteljahrhundert betrieben haben bzw. bis heute betreiben.
Es ist nicht sinnvoll ausgerechnet die US-Amerikaner, die Preußen, die Römer oder Dschingis Khan damit zu beauftragen Aggressionen zu beenden, denn damit macht man den Bock zum Gärtner.Der Punkt ist, dass sich die Menschen seit tausenden von Jahren den Schädel einschlagen.
Wer auch immer am Ruder war hat agressive Exansionspolitik betrieben. Die Amerikaner, die Deutschen, Preußen, die Römer, Dschingis Khan ... völlig egal. Es liegt in der Natur des Menschen.
Die Frage ist ob man das zulässt oder wenn nötig militärisch eingreift.
Außerdem handelt es sich wohl eher um Anmaßung, denn wer sollte ihnen den Auftrag erteilt haben als Weltpolizei oder Schiedsrichter aufzutreten?Geändert von Inaktiver User (08.07.2014 um 18:46 Uhr)
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08.07.2014, 18:27
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08.07.2014, 18:32Inaktiver User
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
Auch wenn es nicht die perfekte Lösung ist würde ich mich lieber an die Amerikaner halten, als an die Taliban oder ISIS. Zumindest brauche ich da nicht befürchten gesteinigt oder gevierteilt zu werden, nur weil ich die falsche Religion habe.
Auch wenn ich alles andere als ein Fan amerikanischer Außenpolitk und ihrer Methoden bin ...
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08.07.2014, 18:41Inaktiver User
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
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08.07.2014, 18:44
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
Ich find es ja interessant, dass Du das wichtigste Wort nicht rot eingefärbt hattest: Unbedingter.
Joschka Fischers Rede zum Kosovo-Krieg fand ich eine der bemerkenswertesten Reden der jüngeren Geschichte: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg, aber was macht man, wenn man sich dazwischen entscheiden muss? Entscheidet man sich dann für den Faschismus oder für den Krieg?
Und damit man mir keine Serben-Feindlichkeit vorwirft: Ich bin dafür, dass sich die serbischen Teile des Kosovos abspalten und Serbien anschließen, und das gilt dann auch für serbische Exklaven im Kosovo. Es ist widersinnig, den Albanern Serbiens das Recht auf Abspaltung einzuräumen, den Serben des abgespaltenen Kosovos dann anschließend dasselbe zu verwehren.
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08.07.2014, 18:50
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08.07.2014, 18:59Inaktiver User
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
Ich wage mal zu bezweifeln das die USA Terrororganisationen wie ISIS oder Boko Haram mit Waffen ausgerüstet haben. Du beziehst dich vermutlich auf Waffenlieferungen an die Taliban in den achziger Jahren in Afghanistan gegen die Russen. Das dürfte schon viele Jahre vorbei sein.
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08.07.2014, 19:02Inaktiver User
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
Madeleine Albright wurde in einem Fernsehinterview einmal gefragt, ob das US-amerikanische Embargo gegen den Irak, das eine halbe Million irakischer Kinder das Leben gekostet hat, diesen Preis wert gewesen sei. Sie antwortete darauf, 500.000 tote irakische Kinder seien kein zu großes Opfer.
Mit dieser Person ist Fischer seit dem Kosovo-Einsatz befreundet.
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08.07.2014, 19:07Inaktiver User
AW: Gauck - Dieser Mann war ein Mißverständnis
Ich beziehe mich nicht nur auf Afghanistan, sondern auch auf Syrien, wo die sogenannte Opposition mit Nachtsichtgeräten, Logistik, Waffen und Geld ausgestattet wurde.
Die Amis haben offenbar ein Faible für die Tragikomödie vom Zauberlehrling, der die Kräfte, die er rief, nicht mehr los wird.
Des weiteren beziehe ich mich auf die menschenverachtende Vorgehensweise in Ländern wie Irak, die viele Menschen den Radikalen in die Arme getrieben haben.



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