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Thema: Naher Osten
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14.08.2014, 20:11Inaktiver User
AW: Naher Osten
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14.08.2014, 22:49Inaktiver User
AW: Naher Osten
Der irakische Ministerpräsident al-Maliki ist zurückgetreten.
Vielleicht eröffnet sein Rücktritt die Möglichkeit, die an den Rand gedrängten sunnitischen Bevölkerungsgruppen ins Boot zu holen und so der IS deren Unterstützung zu entziehen.
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15.08.2014, 08:49Inaktiver User
AW: Naher Osten
Hier noch mal was zu "fehlendem" Baumaterial etc. in Gaza:
http://www.noz.de/lokales/papenburg/...ure-beschimpftDie Europäische Union hatte knapp 300 Millionen Euro für den Bau von Schulen und Kindergärten im Gazastreifen zur Verfügung gestellt. Ein erheblicher Anteil stammt aus Deutschland. Dieses Geld ist zum Bau der Terrortunnel zweckentfremdet worden.
...
In den Tunneln sind 800.000 Tonnen Zement verbaut worden.Geändert von Inaktiver User (15.08.2014 um 09:15 Uhr)
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15.08.2014, 09:17Inaktiver User
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15.08.2014, 09:24Inaktiver User
AW: Naher Osten
Die - wenn auch nicht im großen Maßstab - getöteten Israelis wären da vermutlich anderer Meinung.
Aber die zählen ja nicht in Deiner Welt.
Übrigens handelte es sich bei denen vornehmlich um Beduinen, die in Gegenden leben, wo es keine Schutzräume gibt. Nun rate mal, warum es gerade diese getroffen hat ? Weil sie sich, im Gegensatz zu den 95 % anderen Israelis, eben nicht in Schutz bringen konnten.
Dieses "Argument" ist schlichtweg keines.
In jedem Rechtsstaat wird auch ein Mordversuch geahndet, ggf. geht man dafür 30 Jahre ins Gefängnis. Auch, wenn das Opfer überlebt bzw. sich erfolgreich wehrt. Es geht um die Tötungsabsicht und die Gewalt, die dahinter steht.
Und umgekehrt wird niemand bestraft, der sich erfolgreich gegen einen Angreifer wehrt, auch wenn er ihn dabei tötet.
Ab wie viel toten Israelis darf sich Israel denn Deines Erachtens gegen den Beschuß wehren ?
Ab 100 ?
Ab 1000 ?
Ab 10000 ?Geändert von Inaktiver User (15.08.2014 um 11:59 Uhr)
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15.08.2014, 09:59Inaktiver User
AW: Naher Osten
Warum wusste ich das du es so auslegst ...

Ja, man sieht das Ziel (je nach Gelände) nicht direkt. Man feuert auf Koordinaten.
Das tut eine israelische Haubitze übrigens auch (wie die meisten ungelekten schweren Waffen).
Und da Gaza z.T. nur 6 km breit ist kann man mit Mörsern also locker Richtung Israel zielen.
Was sagst du denn dazu das die USA die Raketenlieferungen an Israel einstellen?
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15.08.2014, 10:17Inaktiver User
AW: Naher Osten
Sie haben aber israelische Bodentruppen IN Gaza damit beschossen. Das scheint mir bei so einer Waffe in dicht besiedeltem Gebiet nicht gerade clever zu sein.
Soweit ich das dem Artikel entnehme, geht es nur um bestimmte Raketen. Wenn es tatsächlich so ist, halte ich das für reine Propaganda.Was sagst du denn dazu das die USA die Raketenlieferungen an Israel einstellen?
Ob was in Gaza passiert oder nicht, interessiert die US-Regierung soviel wie der Dreck unterm Fingernagel.
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15.08.2014, 11:41
AW: Naher Osten
Du interessierst dich doch immer sehr für das Völkerrecht. Hier mal ein interessanter Kommentar zum Gaza-Kinflikt aus Sicht des Völkerrechts ....
GASTBEITRAG: Der ungleiche Krieg - Staat und Recht - FAZ
Ein Zitat:
Aus all dem folgt paradoxerweise, dass die Raketenangriffe der Hamas [...] klar völkerrechtswidrig sind, während dies bei den Raketenangriffen und anderen militärischen Operationen Israels [...] in jedem einzelnen Fall von den genauen Umständen abhängt ...
Vielleicht eine aufschlussreiche Lektüre für dich.
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15.08.2014, 13:10
AW: Naher Osten
Interesant!
Zu einem Aspekt aus diesem Artikel - bzw. zu einem ganz bedeutenden Aspekt des Nahostkonfliktes - hätte ich mal ne Frage an die Community ...
In dem FAZ Artikel liest man folgendes:
Kein Gaza-Krieg ohne Palästinakonflikt. Kein Krieg ohne tiefere Kriegsursachen. Das Völkerrecht hat einiges zum Palästinakonflikt selbst und zu den Kriegsursachen zu sagen. Hierzu gehören das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes, das Existenzrecht Israels auf der Grundlage der Grenzen von 1967 und die fortdauernde Pflicht aller Beteiligten zur Zusammenarbeit in gutem Glauben für eine dauerhafte Friedenslösung.
Im Artikel 'Westjordanland' bei Wiki steht das hier:
Als Bestandteil des britischen Völkerbundsmandat für Palästina wurde das Westjordanland von der UN-Vollversammlung im Teilungsplan von 1947 dem zu gründenden arabischen Staat zugesprochen. Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 wurde es von Jordanien besetzt und später annektiert. Im Sechstagekrieg vom Juni 1967 wurde es von Israel erobert und steht seither unter israelischer Militärverwaltung, Ostjerusalem und Umgebung wurden dagegen von Israel 1980 annektiert. Seit 1993 werden Teile des Westjordanlands von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PNA) verwaltet.
Stichwort "israelische Militärverwaltung" ... das erinnert mich an meinen alten Diercke Weltatlas aus der Schulzeit - da stand dann auch immer bei Westpommern, Schlesien und Ostpreußen in roter Schrift aufgedruckt: zur Zeit unter polnischer, bzw. sowjetischer Verwaltung.
Nun ja - alle wussten schon damals: Quatsch! Deutschland hatte einen Angriffskrieg begonnen, wollte Polen und die UDSSR von der Landkarte streichen, bzw. die Herrschaft auf Ewigkeit über diese Länder und Völker ausüben usw.
Was daraus wurde, ist bekannt.
Eins war klar: diese Gebiete (Westpommern, Schlesien, Ostpreußen) waren für immer verloren, oder anders gesagt: diese Gebiete würden niemals wieder deutsches Staatsgebiet sein. Das war der Preis für das, was Deutsche und in deutschem Namen angerichtet wurde.
Wieso kommt man außerhalb Israels überhaupt auf den Gedanken, die Israelis würden jemals wieder das Westjordanland 'rausrücken'? Israel sollte 1967 (und auch 1973) von seinen arabischen Nachbarn von der Landkarte gestrichen werden - wie das ausging, ist ebenfalls bekannt.
Ist es nicht sozusagen völlig 'normal' und auch gerecht, wenn ein Land, welches von seinen Nachbarn mittels Kriegen vernichtet werden sollte, gewissermaßen als Ausgleich dafür von den Angreifern Land 'erhält'?
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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15.08.2014, 13:37Inaktiver User
AW: Naher Osten
Du sprichst ein wahres Wort gelassen aus !
Wer einen Krieg beginnt, muß damit rechnen, ihn zu verlieren - und in diesem Fall ordentlich Land loszuwerden an den siegreichen Kriegsgewinner. Deutschland hat das umfangreich erfahren, mit Deutschland damals verbündete Länder wie Ungarn ebenfalls.
Die Gebiete sind futsch und sie werden es auch bleiben. Und außer einigen Nostalgikern interessiert das heute auch keinen mehr.
Ich denke, Israel hat damals einfach den Fehler gemacht, die Gebiete nicht einfach zu annektieren und israelischem Staatsgebiet zuzuschlagen, dann würde da heute auch keiner mehr drüber reden.
Ein Grund dürfte die dortige Bevölkerung gewesen sein. Hätte man das Land so annektiert, hätte sich der Anteil muslimischer Israelis drastisch erhöht, was nicht gewollt ist.
Wäre also nur geblieben, sie zu vertreiben - was ja z.B. in den deutschen Ostgebieten im großen Umfang passiert ist, um die unerwünschten Deutschen los zu werden.
Das wollte man offensichtlich aus humanitären Gründen nicht und/oder, weil man noch an einer dauerhaften Friedensschluß glaubte. Heute kehrt sich diese Entscheidung gegen Israel.



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