So wie die ÖsterreicherInnen
In den Abendnachrichten auf 3sat wurde erwähnt, dass die USA im Irak zwar (noch) nicht wirklich mitkämpfen, aber bereits eine erkleckliche Anzahl an Militärberatern geschickt haben.
Es sollen die Kurden mit militärischer Ausrüstung versehen werden, da ihr Arsenal offenbar jenem von der IS in Mossul und anderen Städten erbeutetem weit unterlegen ist.
Wenn also der Kampf gegen die IS gewonnen wird, sind die untereinander uneinigen kurdischen Verbände bestens ausgerüstet, um gleich weiter Krieg zu führen.
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Thema: Naher Osten
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13.08.2014, 23:09Inaktiver User
AW: Naher Osten
Geändert von Inaktiver User (13.08.2014 um 23:17 Uhr)
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14.08.2014, 00:04
AW: Naher Osten
Bevor ich dir diese Frage beantworten kann, müsstest du zuerst mal sagen, was für "Konsequenzen" du meinst und wer diese Konsequenzen durchführen soll.
Beispielsweise die ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat (China, USA, Russland, UK, Frankreich) kannst du ja wohl kaum meinen - denn die haben ja in den letzten Jahrzehnten bis in die aktuelle Zeit selbst gegen UN-Charta, Völkerrecht, Genfer Konvention, Menschenrechte etc. etc. verstoßen.
Oder anders gesagt: Israel 'genießt' hier keine Vorzugsbehandlung.
Stimmt.
Ich sag ja auch immer: damit sich eine Diktatur lange an der Macht halten kann, reichen zumeist ca. 10-30% Unterstützung in der Bevölkerung - wenn die Schaltstellen der Macht mit diesem Teil der Bevölkerung besetzt sind, reicht das völlig aus, um die Mehrheit zu unterdrücken.
Oder anders gesagt: ob die Bewohner des Gaza-Streifens nach wie vor hinter der Hamas stehen, ist äußerst fraglich.
VanDyckGeändert von VanDyck (14.08.2014 um 00:16 Uhr)
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14.08.2014, 02:46Inaktiver User
AW: Naher Osten
Dass du ihn unsäglich findest, kann niemanden verwundern, der deine Stellungnahme zu Untersuchungskommissionen und israelischen Verbrechen gelesen hat.
Inhaltlich bietet der Artikel für mich nichts Neues. Das, was er enthält, pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern. Bemerkenswert finde ich vielmehr, dass er in der SZ überhaupt erschienen ist. Denn üblicherweise sind die Kommentare zugunsten Israel voreingenommen. Wenn jetzt einmal die Sichtweise der anderen Seite gezeigt wird, ist das nicht "unsäglich", sondern sollte journalistische Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber leider nicht.
Es wird unaufhörlich kolportiert, die Hamas seien Verbrecher, die ja die Vernichtung Israels auf dem Plan hätten, wogegen die Israelis sich nur wehren. Keiner kommt auf die Idee die Propaganda mit der politischen Realität abzugleichen.
Erst recht kommt niemand auf die Idee zu hinterfragen, weshalb bewaffneter Widerstand gegen unerträgliche Zustände in anderen Regionen völlig richtig gefunden wird, nicht jedoch, sobald es den Nahen Osten betrifft.
Ich halte den bewaffneten Widerstand der Palästinenser mittlerweile für richtig, damit das klar ist.
Nicht nur die ganz und gar unerträgliche Situation in Gaza, sondern gerade die Lebensumstände im Westjordanland haben gezeigt, dass es nicht anders geht, solange nicht USA und der Westen diesen täglich radikaler werdenden Rassisten und Faschisten in Israel zeigen, dass es für alles völkerrechtliche Grenzen gibt - auch für den Willen zur Selbstbehauptung eines Volkes, das Schlimmes durchgemacht hat.Geändert von Inaktiver User (14.08.2014 um 11:19 Uhr)
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14.08.2014, 02:56Inaktiver User
AW: Naher Osten
Er wird wohl das konsolidiert haben, was an Daten vorhanden ist, obwohl Israel keine unabhängige Untersuchung zulässt.
Wie vanDyck richtig sagt, würde eine unabhängige Expertenkommission aber zu keinem anderen Ergebnis kommen als zu dem, was man bereits weiß.
Oder hältst du es etwa wirklich für ausschlaggebend, ob der Anteil getöteter und verletzter Zivilisten 90%, 80% oder 85% ausmacht, und dergleichen? Die Richtung ist doch mehr als eindeutig. Ebenso bei dem Vergleich der Zahl getöteter Israelis zur Zahl getöteter Palästinenser, oder bei dem Vergleich der materiellen Schäden, die die Hamas-Raketen in Israel angerichtet haben, zu denen, die das israelische Militär in Gaza anrichtet.
Insgesamt liegen die Zahlen von Gideon Levy nicht weit von denen, die die New York Times und der CNN veröffentlicht haben. Sie unterscheiden sich zwar je nach Quelle und vor allem auch nach Datum, aber die Richtung dieser Angaben stimmt klar überein. Ich sehe hier keine Widersprüche.
Gideon Levy ist übrigens israelischer Journalist, und nicht arabischer. Man wird ihm daher wohl kaum Parteinahme für den "Feind" vorwerfen können.
Für gewöhnlich gelten Blätter wie SZ und NYT als seriös. In der Tat.
Jedenfalls kannst nicht einmal du behaupten, dass diese Blätter von der Hamas finanziert werden.Geändert von Inaktiver User (14.08.2014 um 08:41 Uhr)
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14.08.2014, 03:11Inaktiver User
AW: Naher Osten
Die Charta der Hamas ist ein Haufen Papier, in dem wahrscheinlich genauso viele Unsäglichkeiten stehen, wie sie täglich aus dem Mund israelischer Politiker zu hören sind - nur eben von der anderen Seite. Markige Sprüche sind das eine, Realität ist das andere, und wie die Realität aussieht, steht klar und eindeutig in diesem zitierten Satz, der übrigens so weiter geht:
Aber die Israelis haben sich damit nicht begnügt. Täglich wird im Westjordanland palästinensisches Land enteignet, werden neue jüdische Siedlungen gebaut.
Noch Fragen? VanDyck und Frank13 wollen, dass die Hamas kapituliert. Damit dann auch im Gaza die Menschen leben wie sie im Westjordanland leben - mit der Aussicht, von der Siedlerbewegung und ihrem politischen Arm in der Knesset von Jahr zu Jahr mehr an den Rand gedrängt zu werden ...
Das ist keine Perspektive, für die es sich lohnt die Waffen niederzulegen.
Und für den Fall, dass wieder jemand glaubt sich "entsetzt" über diese Aussage zeigen zu müssen:
Meine Haltung in dieser Frage stimmt weitgehend mit dem überein, was auch israelische Kritiker der gegenwärtigen Politik, z.B. der frühere israelische Geheimdienstchef, dazu sagen.Geändert von Inaktiver User (14.08.2014 um 13:51 Uhr)
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14.08.2014, 03:49Inaktiver User
AW: Naher Osten
Der blau markierte Satz stimmt, der rote nicht.
Was man tun kann? Nun das, was man immer tut, wenn man als Großmacht oder in der Völkergemeinschaft mit der Politik eines Landes nicht einverstanden ist.
Was hat man denn im Fall des südafrikanischen Apartheids-Regimes gemacht?
Was hat man in Fällen wie Iran, Libyen, Myanmar gemacht?
Man hat Sanktionen verhängt und politischen Druck aufgebaut.
Und genau das ist auch im Palästina-Konflikt überfällig.Geändert von Inaktiver User (14.08.2014 um 08:59 Uhr)
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14.08.2014, 06:32
AW: Naher Osten
Hier mal ein Beispiel wo und wie die Hamas Raketen auf Israel abschießen...
NDTV Exclusive: How Hamas Assembles and Fires Rockets
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14.08.2014, 06:38
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14.08.2014, 08:29Inaktiver User
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14.08.2014, 08:31Inaktiver User
AW: Naher Osten
Die "Freunde der Hamas" - das sind dann anscheinend so ziemlich alle, die nicht am Nasenring der USA geführt sind.
Diese Länder, die "nicht so einfältig sind auf die Propaganda und Lügen der Hamas hereinzufallen" (welche Lügen ?????), stimmen in der UN für gewöhnlich mit Stimmenthaltung.
Würden die USA nicht so viel Druck ausüben, sähen die - dann ehrlichen - Abstimmungen noch ganz anders aus.




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