Antworten
Seite 71 von 122 ErsteErste ... 2161697071727381121 ... LetzteLetzte
Ergebnis 701 bis 710 von 1215

Thema: Naher Osten

  1. User Info Menu

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer glaubt, dass jeder Jude und jede Jüdin diese zynische Machtausübung billigt, dem kann ich gern eine ganze Reihe sehr entschiedener jüdischer Kritiker nennen.
    Gerne.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. User Info Menu

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Wenn es aus nachvollziehbaren Gründen schon problematisch ist von "einpferchen" zu sprechen, wenn es um Gaza geht, dann wird es wirklich mehr als absurd, diese Vokabel auch auf das Westjordanland zu beziehen.
    Ich habe diese Vokabel verwendet in Erinnerung an die Mauer in Berlin und das Leben in Westberlin. Wir mussten damals immer durch die "Zone" fahren, um zu unserer Familie zu gelangen. Das war entwürdigend und zutiefst traurig. Ja, ich empfand diesen Zustand der Menschen, meiner Familie, als "eingepfercht" sein. Das bezieht sich nicht unbedingt auf die Anzahl der Menschen, die dort leben.

    Die Mauer um das Westjordandland ist ähnlich aufgebaut.

    Für mich gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, den Begriff *einpferchen* hier nicht zu verwenden. Ich beharre aber nicht auf dieser Konnotation und möchte darüber auch keine Diskussion anzetteln, weil es ein Nebenschauplatz ist. Jeder kann sich ein Bild der Mauer im Westjordanland machen.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  3. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Naja, man muss anfangen, anders herum zu denken. Am status Quo festzuhalten, heisst, Krieg für immer.
    So ist es. Und nicht nur das. Wir wissen nicht, welche Fundamentalisten im Gazastreifen einsickern und Gehör bei der frustrierten Bevölkerung finden.

  4. User Info Menu

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Naja, man muss anfangen, anders herum zu denken. Am status Quo festzuhalten, heisst, Krieg für immer.
    Mal in eine andere Richtung als die eingefahrene zu denken, schadet natürlich - erst mal - nicht.

    Größere Zwangsumsiedlungsprojekte im Rahmen von angedachtem Bevölkerungs-/Gebietstausch halte ich aber auch nicht unbedingt für zielführend im Hinblick auf größere Friedenswahrscheinlichkeit.
    Dem Verhältnis von Griechen und Türken hat der "Bevölkerungstausch" nach den Verträgen in den 20ern jedenfalls wohl auch nicht unbedingt genutzt.

    In Griechenland wurde es als Teil der Kleinasiatische Katastrophe (Μικρασιατική καταστροφή) genannten Ereignisse betrachtet - bedeutende Flüchtlingsbewegungen, Umsiedlungen und Vertreibungen fanden bereits während der Balkankriege, des Ersten Weltkrieges (Völkermord an den Armeniern) und des Türkischen Befreiungskrieges statt. Diese umfassten die Flucht und Umsiedlung von 500.000 Moslems aus Griechenland und die Vertreibung über 1,5 Millionen Griechen aus Kleinasien, Trabzon/Pontus, Kars und Ostthrakien nach Griechenland.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bev%C3%...er_T%C3%BCrkei

    Und Lorelei hatte zudem schon darauf hingewiesen, daß größere Teile des fraglichen Gebietes ausgesprochen karge, wasserarme Landstriche sind bzw. auch richtige Wüste.

    Mit solcherlei "Planspielen" vom heimischen Schreibtisch wäre ich deshalb auch eher zurückhaltend.

    lg lenita
    Geändert von lenita (08.08.2014 um 15:36 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Naja, man muss anfangen, anders herum zu denken. Am status Quo festzuhalten, heisst, Krieg für immer.
    Israels Grenzen, die seit 1949 von praktisch allen Staaten anerkannt wurden, aufzulösen, heißt, Israel aufzulösen.
    Die Idee ist nicht so sonderlich neu, die arabische Welt verfolgt sie schon seit Israels Gründung.

    Fahr doch mal nach Israel und schau es Dir an, statt hier über DDR/West-Berlin/Mauer ... rumzufabulieren und völlig abstruse Vergleiche zu bringen.

    Das alles hat mit Israel, wie es ist, NULL NADA NIENTE zu tun.

    Im übrigen wäre es mir auch neu, das jeder Staat ein Anrecht auf Meerzugang hat. Und dafür Territorien von Nachbarländern einfordern darf.

  6. User Info Menu

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich zitiere mal den guten Deniz Yücel:

    Es gibt kein Menschenrecht auf Israelkritik. Schon gar nicht für Deutsche. Dass du nicht darfst, heißt übrigens nicht, dass du in der Sache recht hättest.
    Debatte Israelkritik: Nein, du darfst nicht - taz.de


    Vor lauter nachträglicher Empathie für die ermordeten Juden hast du keine für die lebenden – jedenfalls keine, die ohne ein großes „Aber“ auskäme.
    Kolumne Besser: Der Holocaust, Israel und du - taz.de

    Allgemein. Woran ich einen Antisemiten erkenne: Gar nicht mal zwangsläufig an seiner Kritik an der israelischen Regierung. Sondern an der lautstarken Vehemenz mit der er das Recht auf Kritik eingefordert.

    .

    Das trifft mich alles nicht, das sind ja wirre Ausführungen.

    Dein "Woran ich einen Antisemiten erkenne .." - das erinnert mich doch stark an die unseligen Deutschen, die stolz darauf waren, einen Juden an der Physiognomie zu erkennen.

    Und die Arbeiten des von dir als "guten Deniz Yücel" apostrophierten Autors hat Trittin schon mal (in einem anderen Zusammenhang allerdings) als Schweinejournalismus bezeichnet.

  7. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Gerne.
    Und, was sagt das dann aus ?

    Das nicht jeder Jude Israeli ist ?
    Das nicht jeder Jude die gleiche Meinung hat ?
    Und jeder Israeli auch nicht ?

    Das Leute so etwas nach wie vor erstaunlich finden - bzw. darin einen Nachrichtenwert sehen- macht mich fassungslos, ganz ehrlich.

    Irgendwie steckt nämlich schon der Gedanke dahinter, das Juden so eine "homogene Masse" sind.
    Früher "das Weltjudentum" genannt.

    Und warum ist die Meinung des deutschen Juden Chaim Abraham, der vielleicht noch nie in Israel war, relevanter, als die von der deutschen Christin Renate Müller ?

  8. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Unsinn.
    Ich z.B. (Österreicherin) finde vieles an Israels Handlungen falsch und verbalisiere das auch. Und sollte jemand versuchen, mich ins rechte Eck zu stellen, würde ich das Recht auf Kritik an Israel "mit Vehemenz" einfordern.
    Daran ist nichts Antisemitisches.
    Das ist jetzt eine ganz ungünstige Vorlage. Ich beiß in die Tischkannte und halte die Klappe.

    Zitat Zitat von utopia_20 Beitrag anzeigen
    Und die Arbeiten des von dir als "guten Deniz Yücel" apostrophierten Autors hat Trittin schon mal (in einem anderen Zusammenhang allerdings) als Schweinejournalismus bezeichnet.
    Jep, krieg das erst mal hin. Sarazzin hat er auch auf die Palme gebracht und die Päpste hat er als alte Säcke bezeichnet. Coole Sau.

  9. User Info Menu

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Israels Grenzen, die seit 1949 von praktisch allen Staaten anerkannt wurden, aufzulösen, heißt, Israel aufzulösen.
    Niemand spricht davon, Grenzen oder gar ein Land aufzulösen. Schade, dass Du alle Gedanken, wie es anders gehen könnte, sofort vom Tisch wischt mit der Begründung, man sei gegen Israel.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  10. User Info Menu

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Fahr doch mal nach Israel und schau es Dir an, statt hier über DDR/West-Berlin/Mauer ... rumzufabulieren und völlig abstruse Vergleiche zu bringen.

    Das alles hat mit Israel, wie es ist, NULL NADA NIENTE zu tun.
    Israelische Sperranlagen: 700 Kilometer Unfriede | Politik | ZEIT ONLINE
    Seit 2003 errichtet Israel an seinen Grenzen zum Westjordanland eine meterhohe Mauer, die einmal 700 Kilometer lang sein soll. Die Mauer soll Selbstmordattentäter und Terroristen von Israel fernhalten. Tatsächlich ging die Zahl der Anschläge rapide zurück, seit der Zaun gebaut wird. Allerdings ist umstritten, ob dieser Rückgang nicht auch mit dem Ende der zweiten Intifada und einem zeitweiligen Waffenstillstand der Hamas zusammenfiel. Die Staatengemeinschaft verurteilte den Zaun, da er Teile des palästinensischen Territoriums faktisch der israelischen Seite zuschlägt. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag bezeichnete das Projekt als illegal, auch Deutschland forderte Israel auf, den Bau zu beenden. Die Mauer ist heute zu etwa 60 Prozent fertiggestellt.
    Der Artikel mit 23 Fotos ist von 2011.

    Ich mache keine "abstrusen" Vergleiche, ich sage, es erinnert mich an meine Gefühle von damals.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

Antworten
Seite 71 von 122 ErsteErste ... 2161697071727381121 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •