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Thema: Naher Osten

  1. gesperrt

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    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bevor Du implodierst, lies doch bitte nochmal im strang. Ich hatte angemerkt, dass ein Unterschied zwischen den Begriffen Lager und Flüchtlingslager besteht, insbesondere wenn die Begriffe im Zusammenhang mit Israel erwähnt werden. Ebenso beanstandete ich die Begrifflichkeit "eingepfercht". Aus gleichen Gründen.

    Ich kritisiere nicht Dich als Person, sondern mache Dich auf ein sprachliches "Fettnäpfchen" aufmerksam.
    Du, deine Verbindungen kannst du gerne ziehen, aber anderen zu unterstellen sie zögen die selben Verbindungen und dann auch noch aus Absicht einen Holocaust zu verharmlosen ist echt anmaßend.

    Ich zieh die Verbindung weder vorn noch hinten und auch nicht nachdem du mir die abstruse Herleitung 5 Mal erklärst und verbitte mir mir diese Absicht zu unterstellen.

    Lager und Flüchtlingslager meine Güte!

  2. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich zitiere mal den guten Deniz Yücel
    Seit wann ist der Mann zitierwürdig.


    Allgemein. Woran ich einen Antisemiten erkenne: Gar nicht mal zwangsläufig an seiner Kritik an der israelischen Regierung. Sondern an der lautstarken Vehemenz mit der er das Recht auf Kritik eingefordert.
    Du schreibst, dass Bürger des "Tätervolkes" ihre Klappe zu halten hätten, und wenn jemand diese Form von Sippenhaft (sic!) aus ethischen, familiären oder intellektuellen Gründen ablehnt, dann ist das erst recht ein Antisemit ?!? - Nice try.


    Die Verbindung "Lager" und "eingepfercht" suggeriert einen Vergleich mit Konzentrationslagern.
    Dieser Vergleich verharmlost die Verbrechen des Nationalsozialismus und dämonisiert Israel (was der EU-Definition von antisemitischer Israel-Kritik entspricht).
    Ich finde die Banalisierung von Begriffen wie "Antisemit" ganz ähnlich kritikwürdig wie du den Begriff "Lager": mit der Antisemitismuskeule verharmlost man echte Antisemiten und dämonisiert Kritik(er).

    Nochmal zu deiner vorigen Äußerung: du schriebst als Mitglied des "Tätervolkes" solle man bezüglich des israelisch-palästinensischen Konflikts die Klappe halten.
    Du bezeichnest dich als Mitglied des Tätervolkes, schreibst aber dennoch.
    Daraus schließe ich, dass deine Forderung die Klappe zu halten entweder nicht ernst gemeint war, oder nur für die Kritiker israelischer Politik gelten soll, nicht jedoch für deren Befürworter.
    Was deine Aussage - so fragwürdig sie wegen des Postulats der Sippenhaftung ohnehin ist - endgültig ad absurdum führt.
    Geändert von Inaktiver User (08.08.2014 um 13:08 Uhr)

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    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Meine Frage ging ja dahin, ob die Leute im Gaza-Streifen bspw. in einen Staat ihrer Wahl ausreisen dürfen?
    ....

    VanDyck
    Nein zur Zeit ist keine Ausreise möglich, wenn nur über Ägypten oder Israel. Und beide Staaten haben die Grenzen für Gazabewohner dicht gemacht. Man müsste schon über die Tunnel "auswandern". Kein arabisches Land würde aber einen Palästinenser einreisen lassen und dauerhaft aufnehmen. Sie müssten es schon bis Europa oder Amerika schaffen.

    Aus dem Westjordanland dagegen sind zumindest die christlichen Palästinenser nahezu komplett ausgereist - aus Gründen der Einschränkung der Religionsfreiheit. Die meisten nach Israel und viele auch nach Deutschland.

    In Gaza leben zur Zeit wahrscheinlich nur noch 1000 Christen.

    Die Zahl der Christen sinkt stetig. Bei Israels Staatsgründung 1948 stellten sie in Nazareth noch 60 Prozent der Bevölkerung, heute 30 Prozent. In Bethlehem waren 80 Prozent Christen, heute 20 Prozent. Auswanderungswellen gab es 1948, nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967, durch die 2. Intifada und den Mauerbau
    Christen in Israel und Palästina fühlen sich von der Kirche im Stich gelassen. Auch der Papstbesuch wird das nicht ändern: Exodus aus dem Heiligen Land | Archiv*- Berliner Zeitung
    Geändert von Opelius (08.08.2014 um 12:44 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Eingepfercht sind vor allem auch die Menschen im Westjordangebiet mit diesem immensen Mauerstreifen.
    Das ist alles unwürdig.
    Wenn es aus nachvollziehbaren Gründen schon problematisch ist von "einpferchen" zu sprechen, wenn es um Gaza geht, dann wird es wirklich mehr als absurd, diese Vokabel auch auf das Westjordanland zu beziehen.

    Westjordanland hat eine Bevölkerungsdichte von 295 Einwohnern pro Quadratkilometer.

    Aber gut - neulich in Meck-Pom waren wir schon wieder nicht allein an unserem Lieblingsbadesee.
    Das is einfach zu voll da ...

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  5. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Wenn es aus nachvollziehbaren Gründen schon problematisch ist von "einpferchen" zu sprechen
    Könntest du diese "nachvollziehbaren Gründe" nennen? Würde mich interessieren, was daran problematisch sein soll.

    wirklich mehr als absurd, diese Vokabel auch auf das Westjordanland zu beziehen.
    Westjordanland hat eine Bevölkerungsdichte von 295 Einwohnern pro Quadratkilometer.
    Die Bevölkerungsdichte im Westjordanland ist zwar nicht mit der im Gazastreifen zu vergleichen. Diese Zahl kann aber nicht im Entferntesten die politische Situation abbilden:

    Das Gebiet ist ausgefranst und geschwächt durch illegale jüdische Siedlungen, die sich Land krallen, inklusive zuführende Straßen und "Sicherheitskorridore", so dass die Palästinenser in ihrer Bewegungsfreiheit selbst innerhalb des Westjordanlands massiv beschränkt sind.

    Lukulla hat schon unzählige Male entsprechende Landkarten dazu verlinkt. Man müsste sie sich halt auch mal anschauen, um die Situation einigermaßen zu begreifen.
    Die Bevölkerungsdichte ist jedenfalls - ganz egal, wie hoch man sie beziffert - völlig ungeeignet, um die Situation der Menschen im Westjordanland zu erfassen.
    Geändert von Inaktiver User (08.08.2014 um 13:05 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Du, deine Verbindungen kannst du gerne ziehen, aber anderen zu unterstellen sie zögen die selben Verbindungen und dann auch noch aus Absicht einen Holocaust zu verharmlosen ist echt anmaßend.
    Kennst Du Ditsche? Der Gesprächsverlauf erinnert mich zunehmend daran.
    Ich schlage vor: We agree to disgree.

  7. gesperrt

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    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kennst Du Ditsche? Der Gesprächsverlauf erinnert mich zunehmend daran.
    Ich schlage vor: We agree to disgree.
    Vergiss es. Ich agree überhaupt nicht. Ich lass mich nicht in einem Nebensatz Antisemit nennen.

    Ich lass mir keine von dir angedichteten Absichten unterstellen und schon gar nicht in dem Zusammenhang.
    Du kannst deine Assoziationen gern haben und machen, das hört allerdings genau da auf, wo eine herbeifabulierte Absicht eines anderen anfängt. Ab da ist es nämlich eine Unterstellung.

    Und Ditsche interssiert mich nicht.
    So was ist mir im Leben noch nicht passiert.

    Ich bin echt sauer. Den Rest kannst du erstmal stecken. Für mich ist die Unterhaltung beendet.

  8. Inaktiver User

    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allgemein. Woran ich einen Antisemiten erkenne: Gar nicht mal zwangsläufig an seiner Kritik an der israelischen Regierung. Sondern an der lautstarken Vehemenz mit der er das Recht auf Kritik eingefordert.
    Die Verbindung "Lager" und "eingepfercht" suggeriert einen Vergleich mit Konzentrationslagern.
    Dieser Vergleich verharmlost die Verbrechen des Nationalsozialismus und dämonisiert Israel (was der EU-Definition von antisemitischer Israel-Kritik entspricht).
    Unsinn.
    Ich z.B. (Österreicherin) finde vieles an Israels Handlungen falsch und verbalisiere das auch. Und sollte jemand versuchen, mich ins rechte Eck zu stellen, würde ich das Recht auf Kritik an Israel "mit Vehemenz" einfordern.
    Daran ist nichts Antisemitisches.
    Lager und "eingepfercht" suggeriert mir nur das Drama und die Verzweiflung unfreier Menschen; dass die Nazis grausame Verbrecher waren (und eine Menge UnterstützerInnen und MitläuferInnen hatten) bedeutet nicht, dass das "Lager" allein auf sie zurückzuführen ist. Es gab Lager im Gulag, es gab Lager, als die Roten Khmer ihren Völkermord durchführten, es gab Lager im Jugoslawienkrieg, es gab und gibt noch immer Lager, für Flüchtlinge und Gefangene, wobei vermutlich manche Flüchtlinge sich als Gefangene fühlen.


    Ich finde auch nicht, dass Israel mit dem Wort "Lager" in irgendeiner Weise dämonisiert noch der Nationalsozialismus verharmlost wird.
    Es scheint ja insgesamt, als dürfe über andere grausamste Verbrechen an ganzen Völkerschaften nur mehr im Lichte des unzulässigen Vergleiches mit den Nazis gesprochen oder geschrieben werden.
    Grade eben, da zwei uralte Pol Pot-Mitarbeiter verurteilt wurden, und wieder die furchtbarsten Grausamkeiten an Millionen KambodschanerInnen in den Fokus der Öffentlichkeit treten, müsste es klar sein, "Lager" bedeutet nicht unbedingt Nazis.

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    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Aber Ziel muss es sein, dass sie eines Tages auf eigenen Beinen stehen, einen Neuanfang machen können. Die Autonomieregierungen in Westbank und Gaza ruhen sich darauf aus, dass sie auch noch in 100 Jahren ihre Bürger fremdversorgen lassen.
    Ist das so?
    Was ich bisher dazu gelesen habe, gibt es kaum Möglichkeiten, für die Bevölkerung in Gaza sich selbst zu versorgen. Hier nochmal die Karte mit einigen Zahlen. Die Erklärungen sind auf englisch, aber gut verständlich.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Naher Osten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber Lukullas kreativer Teilungsplan - mit Meerzugang für das Westjordanland - würde beeinhalten, zig Großstädte umzusiedeln, und das ist m.E. nicht möglich.
    Naja, man muss anfangen, anders herum zu denken. Am status Quo festzuhalten, heisst, Krieg für immer.
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