Meine Meinung mittlerweile:
das ist der Regierung von Israel egal, bzw. wird hingenommen, weil als viel entscheidender betrachtet wird, dass die Hamas militärisch nicht stärker wird; das scheint das wichtigste für Israel zu sein.
Da ist es dann letztlich völlig egal, ob der Gaza-Streifen aus 50% oder 75% oder 100% Anhängern von Hamas besteht.
VanDyck
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Thema: Naher Osten
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30.07.2014, 16:38
AW: Naher Osten
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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30.07.2014, 16:45Inaktiver User
AW: Naher Osten
Das ist allgemeines Wischiwaschi und beantwortet meine Frage nicht: Was soll die israelische Regierung JETZT KONKRET tun, wo das ganze Land seit Wochen unter permanenten Raketenbeschuß liegt ?!
Ich muß mich übrigens korrigieren: Es sind bislang nicht 1000, sondern fast 3000 Raketen, die derzeit auf Israel abgefeuert wurden.
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30.07.2014, 16:50Inaktiver User
AW: Naher Osten
Das soll genau das heißen, was ich gesagt habe: ein Großteil der Raketen wird vom israelischen Raketenabwehrsystem abgefangen, aber trotzdem munter gezählt, als wenn sie wirklich eingeschlagen wären. Die übrigen Raketen richten so gut wie keine Schäden an - weshalb auch immer (geringes Gefahrenpotenzial, geringe Treffsicherheit, Anzahl übertrieben).
Wäre es anders, dann hätten wir in TV, Zeitungen und Illustrierten längst Bilder von der durch Hamas-Raketen angerichtete Zerstörung gesehen. Solche Bilder gibt es aber nicht.
Das ist eine Feststellung. Diese Raketen, so es sie gibt, richten offenbar kaum Schäden an.
Solltest du Bilder haben oder Quellen kennen, die das Gegenteil beweisen - immer her damit. Dann ändere ich möglicherweise meine Meinung dazu. Ansonsten erlaube ich mir, dies für Propaganda zu halten - Propaganda der Hamas, die sich potenter hinstellt, als sie ist, oder Propaganda israelischer Regierung und Medien, die damit ihre Unterdrückungspolitik rechtfertigen. Such's dir aus.
Dass die in Israel an die Macht gekommenen Nationalreligiösen das Existenzrecht Palästinas ausdrücklich verneinen, blendest du aus.Aha. Und dass die Hamas das Existenzrecht Israels ausdrücklich verneint, ist vermutlich eine Erfindung der bösen zionistischen Kräfte? Und dass die Hamas nicht zimperlich dabei ist, Gegner in den eigenen Reihen zu liquidieren ist auch eine Erfindung der Weltverschwörer? (Protokolle der Weisen reloaded)
Na, dann wird dir auch wirr vorkommen, was der ehemalige israelische Geheimdienstchef zum Thema zu sagen hat. Das liegt aber nicht daran, dass das tatsächlich wirr ist.Das ist der einzige Gedanke in Deinem Post, den ich halbwegs nachvollziehen kann. Der Rest klingt in meinen Ohren ein wenig wirr.
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30.07.2014, 16:56Inaktiver User
AW: Naher Osten
Mit Deinen blumigen Vergleichen hättest Du echt Potential als Pressesprecherin der Hamas. Schon mal daran gedacht, Dich da zu bewerben ?
Und, um diesen genialen Gedankengang noch mal nachzuvollziehen: Wenn jemand einen anderen mit Waffen in Tötungsabsicht angreift, ist das ü-ber-hau-pt nicht schlimm und völlig easygoing, solange der andere in der Lage ist, sich dagegen zu verteidigen. Und wenn nicht, ist es auch ok, schließlich müssen ja noch ganz viele Israelis zum Ausgleich sterben, gelle?Geändert von Inaktiver User (30.07.2014 um 17:08 Uhr)
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30.07.2014, 16:59Inaktiver User
AW: Naher Osten
Immer vorweg, ich weiß nicht so arg viel über diesen Konflikt.
Aber ich zitiere mal aus dem Spiegel vom 21.7. (einige wenige Beiträge weiter oben erwähnt, Beitrag 310), des ehemaligen Geheimdienstchefes von Israel:
Diskin: Auch die Hamas wollte diesen Krieg zuerst nicht. Aber, wie das hier im Nahen Osten so ist: Es kommt oft anders. Es begann damit, dass drei israelische Teenager im Westjordanland entführt wurden. Nach allem, was ich weiß, wurde die Hamas-Führung davon überrascht. Sie scheint die Tat weder geplant noch befohlen zu haben.
Spiegel: Das hat Netanjahu aber behauptet und damit das harsche Vorgehen gegen die Hamas im Westjordanland gerechtfertigt - womit er auch ihre gemeinsame Regierung mit der Fatah treffen wollte.
Diskin: Die Hamas hat nach der Entführung der Teenager sofort verstanden, dass sie ein Problem hat. (...) Als der palästinensische Junge in Jerusalem getötet wurde, war das für sie die Legitimation, Israel wieder selbst anzugreifen.
Spiegel: Wie hätte die Regierung stattdessen reagieren sollen?
Diskin: Es war ein Fehler von Netanjahu, die Einheitsregierung zwischen der Hamas und der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zerstören zu wollen. Israel hätte klüger reagieren müssen.Wir hätten die Palästinenser unterstützen müssen, denn wir wollen ja mit allen Frieden schließen, nicht nur mit einem Teil. Eine Einigung mit der Einheitsregierung wäre sinnvoller gewesen, als Abbas zum Terroristen zu erklären. Voraussetzung ist natürlich, diese Einheitsregierung verpflichtet sich, die Bedingungen des Nahost-Quartetts zu erfüllen (...).
Auch er hält einen Dialog, eine Verhandlung und dann Einigung, für sinnvoller. Allgemein könnte man auch sagen, man hätte "besonnen" reagieren sollen.
und weiter sagt er:
Diskin: Der Hass und diese aufgeheizte nationalistische Stimmung waren schon vor diesem furchtbaren Mord spürbar. Aber dass es dann wirklich geschah, auf diese brutale Art, ist unfassbar. Es mag paradox klingen, aber es gibt auch beim Töten Unterschiede. Man kann jemanden erschießen und seine Leiche unter Steinen verscharren, wie es die Mörder der drei jüdischen Teenager taten. Oder man füllt ihm Benzin in die Lungen und zündet ihn an, lebendig, wie bei Mohammed Abu Chidair ... Ich mag gar nicht daran denken. Leute wie Faftali Bennett haben dieses Klima geschaffen, gemeinsam mit anderen extremistischen Politikern und den Rabbinern.
und eben nicht die Gemüter noch weiter aufheizend. (Wer auch immer 'Faftali Bennett ist, kenne ich nicht. Ich kann das also nicht beurteilen. Aber ich nehme mal an, der Mann weiß wohl doch so halbwegs, wovon er spricht, so als ehemaliger Geheimdienstchef kennt er die Leute ja).
und weiter sagt er:
Spiegel: Fühlen Sie sich manchmal einsam mit Ihrer Sicht der Dinge?
Diskin: Es gibt genügend Menschen beim Schin Bet, beim Mossad oder in der Armee, die so denken wie ich. Aber in fünf Jahren werden wir mit unseren Ansichten recht einsam sein, denn die Zahl der Nationalreligiösen an den Schaltstellen der Macht und im Miilitär wächst unaufhörlich.
Es wird zwar immer schwieriger, eine hochgeschaukelte Spirale zu unterbrechen. Unmöglich ist es allerdings nicht. Man muß es halt wollen, und dann dranbleiben. Sich auch gegebenenfalls Hilfe holen, es gibt sicherlich Staaten, die zur Vermittlung bereit wären. Hatte sich Obama nicht sogar dazu angeboten gehabt?
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30.07.2014, 17:05
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30.07.2014, 17:06Inaktiver User
AW: Naher Osten
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30.07.2014, 17:06Inaktiver User
AW: Naher Osten
Libentia, genau aus diesem Interview hatte ich bereits zitiert, und zwar u.a. genau diese Passagen.

Interessiert nur leider niemanden.
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30.07.2014, 17:09Inaktiver User
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30.07.2014, 17:10
AW: Naher Osten
Wie soll man diese Frage denn im Rahmen eines x-beliebigen Frauenforums konkret und erschöpfend beantworten?
Die Frage, wie man den Raketenbeschuss eindämmen und gleichzeitig zivile Opfer vermeiden kann, hängt doch nicht zuletzt von zahlreichen technischen Gegebenheiten ab, die man als Außenstehender beim besten Willen nicht beurteilen kann.
Mehr als "allgemeines Wischiwaschi" kann ich hier nicht liefern. Ich bin kein Militärstratege.



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