Ich hoffe, Du meinst nicht mich.
Allerdings halte ich die Hamas-Leute auch nicht wirklich für "Freiheitskämpfer". Gab es da nicht auch schon ziemlich viel Terror nach innen, also z.B. Morde an palästinensischen "Verrätern", also Leuten, die nicht "auf Linie" sind
Und die Frage nach der religiösen Militanz stellt sich schon auch.
Sowie auch die nach der gewünschten Außenwirkung gegenüber militanten Bewegungen in der übrigen arabischen Welt.
Ich glaube schon, daß man sich da durchaus selbst in Konkurrenz sieht.
lg lenita
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Thema: Naher Osten
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22.07.2014, 18:55
AW: Naher Osten
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22.07.2014, 19:00
AW: Naher Osten
Könnte sein, es wäre zumindest nützlich auf dem Weg einen palästinensischen Staat zu verhindern.
Die hamas gewinnt Unterstützung, die sie der Fatah abzieht, die sich kompromissfreudig gezeigt hat.
Wenns nicht so unpassend klingen würde, ist das eine win-win Situation für Israel und die Hamas. Die die verlieren sind die gemäßigten Palästinensischen Parteien.
Ich glaube nicht daran, dass jemand etwas tut ohne nicht einen Vorteil davon zu haben. Israel kann Raketen von der Hamas problemlos abwehren und die Mörder der drei Jugendlichen lassen sich auch anders finden als durch flächenbombardement.
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22.07.2014, 19:05
AW: Naher Osten
Krieg in Gaza: Kritiker haben in Israel einen schweren Stand - SPIEGEL ONLINEGideon Levy ist einiges gewohnt. Mit seiner Kritik an der israelischen Siedlungspolitik gehört der 61-Jährige zu den umstrittensten Journalisten der Zeitung "Haaretz". Hassbriefe gehören längst zu seinem Alltag. Doch seit er Israels Vorgehen im Gazastreifen kritisierte, steht er im Zentrum einer Hetzkampagne. "Ich habe einen Beleidigungshagel abbekommen und Drohungen, die alles Bisherige übertrafen", sagt er. Vor ein paar Tagen wurde er auf der Straße angegriffen und als Nestbeschmutzer beschimpft, als er gerade einem Fernsehsender ein Interview geben wollte.
Wenn man diesen Artikel so liest, dann ist eine friedliche Lösung die absolute Utopie.
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22.07.2014, 19:34Inaktiver User
AW: Naher Osten
Das Tragische an der Mauer ist, dass sie ihr Ziel erreicht hat. Die Terrorbedrohung hatte drastisch abgenommen, bis unter diese Mauer Tunnel gegraben wurden, womit der Terror dann weiter ging.
Und nun geht es um die Zerstörung dieser Tunnel auch wenn das für Israel eine Lose-Lose Situation ist. Gewinnen kann Israel nicht.
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22.07.2014, 19:54
AW: Naher Osten
Dieser richtige Satz gehört aus meiner Sicht um einen weiteren Blickwinkel ergänzt:
Kennst du die Thesen vom sogenannten Jungmännerüberschuss des Bremer Professors Heinsohn?
Ist umstritten, was er sagt und dennoch bedenkenswert aus meiner Sicht.
Seine Auffassung (auch zum Palästina-Konflikt) lautet in ungefähr so: immer dann gibt es Krieg, Bürgerkrieg und Terrorismus, wenn sich eine Youth-Bulge entwickelt - also ein mehr oder weniger großer 'Jungmännerüberschuss'.
Diese jungen Männer haben dann in aller Regel in ihrem (unterentwickelten) Land keinerlei Perspektive auf Frau, Familie, Kinder, Beruf, Status etc. - und so wenden sie sich quasi fast schon automatisch überdurchschnittlich häufig der 'Tätigkeit' kriegerischer Auseinandersetzungen jeglicher Art zu, denn dort gibt es zumindest Ruhm und Anerkennung sozusagen.
Und insb. der Gaza-Streifen hat eine massive Bevölkerungsexplosion wie kaum eine andere Region der Welt in den letzten ca. 30 Jahren zu verzeichnen.
Und so erklärt sich laut Heinsohn, soweit ich erinnere, eben AUCH!, warum Hamas und weitere terroristische Organisationen in Gaza solch einen Zulauf haben.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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22.07.2014, 20:09
AW: Naher Osten
Hm, eine gewisse Perspektivlosigkeit besteht ja auch für die Generation der 18-28jährigen z.B. in Griechenland und Spanien, ganz ohne demographisches Problem, sondern eben durch eine Jugendarbeitslosigkeit von z.T. über 50%.
Sicher lebt man da besser als gerade in Gaza, aber so im Hinblick auf Familiengründung, sich etwas aufbauen etc. sieht es auch eher schlecht aus. Da hat sich die Bevölkerung aber eine klassisch-konservative Regierung gewählt, bzw. man hat sie solange wählen lassen bis das Gewünschte herauskam - in Griechenland nämlich.
Und müßte es auf diesem Hintergrund nicht eher noch mehr Kriege geben, z.B. in Indien.ß
lg lenita
Ich habe leider ein Problem mit meiner Tastatur, die macht manche Satzzeichen und Großbuchstaben nicht so, wie ich es eingebe.
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22.07.2014, 20:16Inaktiver User
AW: Naher Osten
Na ja, es ist eine Frage der Sichtweise. Was für die einen Freiheitskämpfer sind, sind für die anderen Terroristen. Die Hamas, bzw. deren Führer halte ich insofern für Terroristen, als das sie für ihr Ziel auch Unschuldige opfern, bzw. angreifen. Das toleriere ich in keiner Weise.
Ich sehe allerdings einen großen Unterschied in Bezug auf ihre ursprüngliche Motivation, bzw. geschichtliche Entwicklung.
Die einen radikalisieren sich als Folge einer Agression, die auf sie einwirkt, z.B. durch Vertreibung, Unterdrückung oder missachtung ihrer Menschenrechte. Das ist die Basis der Hamas, deren Motivationslage sich allerdings mittlerweile auch auf Machterhalt und weniger hehre Ziele verändert hat.
Die anderen werden selbst nicht akut bedroht, sondern setzen Terror als Mittel ein, um politische oder religiöse Ziele zu erreichen, wie IS, Boko Haram oder al quaida.
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22.07.2014, 20:26
AW: Naher Osten
In Griechenland, Spanien setzt man sich in den Fernbus und reist nach Niederlande, Deutschland etc…und muss noch nicht mal Geld wechseln geschweige denn ein Visum beantragen und sucht sich einen Job.
Palästinenser haben nicht mal einen Pass, der sie überhaupt zum reisen legitimiert, wo sie hinkommen sind sie Flüchtlinge und können gar nichts beantragen außer Asyl. Sie sind staatenlos.
@VanDyck
ja ich kenn die Theorie…Jugendliche - ob das jetzt Männer sein müssen…naja…hört sich sehr altbacken an, so in der art "Frauen würden an so was nie denken" Geschlecht ist denke ich egal … - haben nichts zu verlieren, das macht sie zumindest wagemutiger als z.B. Leute die 10 Jahre einen Job hatten und Familie evtl. schon Enkelkinder.Geändert von _Farmelli (22.07.2014 um 20:46 Uhr)
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22.07.2014, 20:37
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22.07.2014, 20:40



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