Du hast auf mein Posting geantwortet, da bezieh ich das auch auf mein Posting.
Ich denke du nimmst das immer wieder sehr viel zu persönlich.
Colonnas posting, so wie ich es gelesen habe, bezog sich auf die nunmal sehr weit verbreitete "doppelbödige Sitten" Moral. Und da muss ich sagen, genau das lese ich auch in deinem "Argument für familiäre Sorge".
Die Kirche sollte erstmal den eigenen Teppich kehren, denn genau die doppelbödige Sittenmoral vor allen Dingen in Bezug auf Homosexuelle und Kindesmissbrauch wird mal schlicht unter den Teppich gekehrt und dann als vollkommen verdrehtes Handlungspamphlet nach außen auf andere geschossen…denen dann lustiger Weise konservative Werte verwehrt werden. Jeder Gläubige sollte in seiner Kirche kehren, bevor er anfängt anderen Vorschriften machen zu wollen, was sittlich sei oder nicht und bevor man flächendeckend Pamphlete von oberster Stelle schreibt was welcher Parlamentarier zu unterschreiben habe.
Die Leute kommen schon in die Kirche, wenn sie ihre "Sorgen" gelöst haben wollen und falls sie denken eine solche Institution sei glaubwürdig, die dermaßen psychologische Projektionen betreibt.
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Thema: Europawahl
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28.05.2014, 21:44
AW: Europawahl
Geändert von _Farmelli (28.05.2014 um 22:36 Uhr)
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28.05.2014, 21:51
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28.05.2014, 21:58Inaktiver User
AW: Europawahl
Das die Kirche ein Riesenapparat ist hat Vorteile, aber auch viele Nachteile.
Aber unabhängig davon, Farmelli, ist Glaube für viele Menschen immer auch Auftrag zu agieren.
Fast jeder bezieht seine Motivation auch aus seinen Überzeugungen, das betrifft Menschenrechtler ohne Konfession wie auch Christen, die aus Überzeugung agieren.
Das ist mir erstmal lieber als diejenigen die nur auf dem Sofa sitzen oder wie zum Beispiel die Zeugen Jehovas die nicht mal wählen gehen dürfen, weil sie sich nur auf das Himmelreich vorbereiten, selbst wenn die Menschen Fehler machen.
Meinst Du?
Offene Türen wären schonmal gut.
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28.05.2014, 22:01Inaktiver User
AW: Europawahl
Ich glaube sogar, daß genau solche Dinge der dahinterstehende Grund für eine Ablehnung von z. B. Homoehen (nicht abwertend gemeint, so habe ich das immer genannt gelesen) ist. Man "fühlt", daß Hemmschwellen fallen, und auch fallen "sollen". Und da besteht immer die Gefahr, daß, genau wie Du es sagst, einiges noch hinterhergezogen wird, mit dem aufgesetzten Argument: "Aber Ihr habt doch auch dies zugelassen, warum jetzt nicht jenes? Gleiches Recht für alle!"
Auf eine ähnliche Art haben sich ja seinerzeit die Pädophilen an die Schwulenbewegung gehängt. Und einige sind ja tatsächlich auf den Zug aufgesprungen, bei denen das vielleicht sowieso schon gärte, und haben ihm damit an Bedeutung und Gewicht gegeben.
Sowas kann berechtigte Sorge machen.
Und ich nehme mal an, eine Gesellschaft 'spürt', wann eine Öffnung für eine Änderung in der Gesellschaft richtig ist, weil diese Gesellschaft tatsächlich 'soweit ist', und es damit auch wirklich selber trägt (und eben jeweils nur dies), und wann "nur etwas aufgesetzt" wrd, und bald wird das Nächste noch obendraufgesetzt. Und dagegen wehrt sie sich, wie beispielsweise in Frankreich, weil man nicht weiß, welcher Rattenschwanz mit dem gleichen Argument angehängt wird.
Eine gut mögliche Erklärung.
Ich glaube übrigens auch, daß die kirchlichen Begründungen nur als Fundament genutzt werden, um dem Ganzen dann mehr Gewicht zu geben, so ist die Denke zumindest.Geändert von Inaktiver User (28.05.2014 um 22:13 Uhr)
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28.05.2014, 22:06
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28.05.2014, 22:28Inaktiver User
AW: Europawahl
Ich sag' mal wieder, wie ich es verstehe (und übrigens auch selbst so sehe): Wir werden geradezu überschüttet mit derlei Provokationen. Ob es immer wirklich provoziert, sei mal dahingestellt. Aber es geht um Schrägheiten, Skurrilitäten, sogar auch mal Absurditäten, die einem vorgesetzt werden und als normal verkauft werden sollen. (Wer's nicht gut findet oder nicht akzeptiert, ist intolerant, wahlweise Ausländerfeind, Minderheitenhasser, etc. etc.)
Oliver Kalkofe sagte das mal so schön in einer Talkshow, sinngemäß: Da zeigt man uns Menschen, die unser Nachbar sein sollen, Menschen, die wir nie kennenlernen wollen, die fett und kugelrund sind, und weil sie so verfressen sind, krabbeln sie fröhlich (nicht aus Not!) in Mülltonnen und futtern, auf unappetitliche Weise versteht sich, die darin befindlichen Pizzareste. Und das soll uns zeigen, daß Menschen so sind, sie das wirklich tun, auch unsere Nachbarn.
Dann sagte er: Natürlich sind diese Menschen nicht so! Sie sind privat ganz normal. Das ist scripted reality, und sie sollen sich halt nach Drehbuch so verhalten. Aber es wird uns so verkauft, als seien sie so.
Und die Leute, die das sehen, denken dann irgendwann, das sei tatsächlich normal, und sie können sich ruhig auch danebenbenehmen, bzw. müssen auf nichts mehr achten, keine Etikette, kein gar nichts, schlimmer als das werden sie ja wohl kaum sein.
Ich finde das alles auch langsam daneben und damit völlig überflüssig. Es wird eine Welt gezeichnet, die es gar nicht gibt. Schwule z.B. sind in der Bevölkerung in dem hohen Anteil gar nicht vorhanden, schon gar nicht die so skurrilen, wie sie so häufig gezeigt werden. Die meisten sind "einfach schwul" und verhalten sich ganz unauffällig, bzw. normal, oder wie immer man dazu sagen will.
Ich bin ja für mehr Schiller im Fernsehen. Goethe, Shakespeare, alte Sagen usw. Das ist alles auch sehr spannend und unterhaltsam, und hat weit weniger Verblödungsgefährdung.Geändert von Inaktiver User (28.05.2014 um 22:45 Uhr)
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28.05.2014, 22:50Inaktiver User
AW: Europawahl
Da habe ich schön was angerichtet, mit den Betrachtungen über die Doppelmoral. Ich werde des Männer-Bashings bezichtigt
, wobei ich nur auf die Gesellschaft in Staaten, in denen vielleicht Männer noch (!) mehr Rechte haben als Frauen, abzielte, wozu ich zumindest einen Teil Kroatiens zähle; so ist das, immer wird frau/man nicht so verstanden, wie sie es gerne möchte 
Was ich aber wirklich bedauere, ist das Missverständnis:
@Juliqua
Mag sein, dass es so rüber kam, aber ich habe bestimmt nicht abwertend über "die" katholischen KroatInnen geschrieben, sondern wollte vielmehr ausdrücken, was unter dem Deckmantel des Glaubens alles wirklich der Grund für Ablehnung oder Zustimmung zu Entscheidungen sein kann. So wie der Glaube manchmal für Kontroversen bis zu Kriegen hin herhalten muss.
Ich hoffe, damit konnte ich ein Missverständnis aus dem Weg räumen, denn es liegt mir fern, religiöse Gefühle zu verletzen.
Die konventionelle Familie jedoch, das will ich hinzufügen, wie wir sie uns vielleicht in unserer Suche nach Geborgenheit vorstellen, als heile Welt, als den Ort, der Rückzug bietet, als das Gewohnte, gibt es nicht gar so häufig.
Heute, da Mann und Frau ökonomisch nicht mehr unbedingt voneinander abhängen, brechen die Strukturen auseinander, auch das eine Erklärung dafür, dass Homosexualität vielfach abgelehnt und die Ehe von Homosexuellen beinahe als Gefährdung einer Wertegemeinschaft dargestellt wird. Feindschaft nach außen schafft Zusammenhalt nach innen.
Gilt übrigens auch für Nationalismen, um wieder zum Strang-Thema zurückzukehren.Geändert von Inaktiver User (28.05.2014 um 23:53 Uhr)
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28.05.2014, 22:58Inaktiver User
AW: Europawahl
Besonders mit den Sagen ist frau/man auf der sicheren Seite. Die Nibelungen z.B., dort spritzt mehr Blut als in der Völkerschlacht bei Leipzig.
Das hat aber zum Glück nichts mehr mit der EU-Wahl zu tun., wenn auch die von dir angeführten Herren Europäer wären, lebten sie noch.
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28.05.2014, 23:11Inaktiver User
AW: Europawahl
Noch einmal kurz noch offtopic: Es gibt so viele Sagen, und die Nibelungen müssen ja nicht ins Kinderprogramm. Wie wäre es tagsüber mit MÜnchhausen, Till Eulenspiegel, Tierfabeln.
Und es gibt auch gute neue Produktionen, jedenfalls ist ja nicht alles so völlig hirnlos und realtitäsfern wie oben geschildert. Jede echte Doku ist z.B. sinnvoller. Warum nicht über den Alltag eines Klempners oder irgendsowas. Und normale Probleme, vor allem auch normale gute Lösungsansätze dieser Probleme mal ansprechen. Und ein normales zivilisiertes Miteinander im Fernsehen und nicht Geschrei und Draufhauen, jugendliche Schläger, und welches Bootcamp wohl das beste ist für sie. Das ist nämlich nicht normal, auch wenn's einem vorgegaukelt wird. Und normal heißt nicht heile Welt vorspielen, sondern es heißt zivilisiertes Verhalten, auch bei den Problemen, die es geben kann.
Viele schauen ja schon gar nicht mehr oder nur sehr selektiv fern. Und die anderen sollte man nicht gezielt zu verblöden und verrohen und der Realität zu entfremden versuchen.
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28.05.2014, 23:18Inaktiver User
AW: Europawahl
Ah so, du sprachst vom Kinderprogramm. Schiller, Goethe und Shakespeare?
Fernsehen, glaube ich, verroht niemanden, schon gar nicht junge Leute, die hängen eher an ihren Smartphones als vor dem TV-Gerät.



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