Antworten
Seite 36 von 48 ErsteErste ... 26343536373846 ... LetzteLetzte
Ergebnis 351 bis 360 von 476

Thema: Europawahl

  1. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ja, das hättest du wohl gerne, das glaub ich dir sofort.
    Meinungsfreiheit herrscht also nur dann, wenn du bspw. irgendeinen Unfug erzählst, aber sich niemand mehr negativ darüber äußern darf.

    Das ist nämlich der Punkt: genau das meinen nämlich diejenigen, die andauernd herumtröten, 'das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen'.
    In Wahrheit heißt das nämlich: es soll niemand mehr widersprechen dürfen, wenn irgendein Schwachsinn rausposaunt wird, allenfalls ein kleines pieps soll erlaubt sein.

    VanDyck
    Ja, das mag deine Definition (und nicht etwa die Wahrheit) von Meinungsfreiheit sein.
    Zum Glück ist aber niemand gezwungen sich dem anzuschliessen.

    "Schwachsinn" wie du es nennst kann jeder erzählen wie er will, solange es nicht den Tatbestand der Volksverhetzung, Beleidigung oder sonstiger strafbarer Bestände erfüllt. Solange ist es lediglich eine Meinung, der man nicht zustimmen muss, die man aber akzeptieren sollte.

    Und ich stimme Satyr ausdrücklich zu.
    Es geschieht leider viel zu schnell das man in eine in eine ausländerfeindliche, antisemitische oder rechtsradikale Schublade gesteckt wird, wenn man einzelne Verhaltensweisen oder Reglungen anprangert, die bestimmte Gruppen oder Völker betreffen.
    Ich würde das als eine Art historisch bedingter Überempfindlichkeit bezeichnen, wobei mir sehr wohl bewusst ist welches Leid das dritte Reich über die Welt gebracht hat.

  2. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    hihi…also ich glaub ja das ist alles OT.
    Sowohl die Dunkelkammer als auch Präbahnhofistischer Geschlechtsverkehr und hartnäckiger Brillenbeschlag.
    Jedem Tierchen sein Plaisirchen. Ich wünsche jedem, der in einem verpissten, verkackten, ungemütlichen und mit lila Licht terrorisierten Bahnhofsklo gern Minuten-Sex hat, viel Spaß dabei.
    Aber mein Punkt ist ein anderer:
    dass Medien nämlich versuchen uns mit Schwulen-Kitsch besoffen zu machen, mit den Margarine-Reklamen superidealer und gut situierter Patchwork-Familien, mit Papa, dem Galeristen, und Papi, dem Ingenieur, und den ach so gut erzogenen Kinderlein, die von allen enorm liebevoll umsorgt werden. - Während sich der reale schwule Sex vielfach eher abstoßend präsentiert und einen erbarmungslosen Jugend- und Schönheitskult pflegt.
    Man gibt sich große Mühe uns so richtig zu verarschen, und bei vielen klappt es sogar.
    Geändert von Inaktiver User (28.05.2014 um 18:24 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Geduldig, wie ich bin: es ging um Kroatien, den Katholizimus dort, um die Ablehnung der Homo-Ehe, welche Gründe das haben kann, aber nicht muss, alles im Rahmen der EU, zu der Kroatien bekanntlich gehört (wenn auch Schulz, Juncker, Cameron, Orbán diesmal nicht erwähnt wurden).
    Ist doch auch egal. Jeder Grund ist doch gut genug für Männer-Bashing.

    Sry, ich hör' jetzt auf mit Offtopic. Obwohl, ich möchte auch noch schnell loswerden, daß ich ein "wir" bzgl. Sex auf Bahnhoftoiletten, hm, auch nicht ganz passend finde.
    Geändert von Inaktiver User (28.05.2014 um 18:37 Uhr)

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei Strauß hieß es noch "es gibt keine Partei rechts der CSU" und niemand fand das anstößig.
    Aber inzwischen ist es bei den selbst ernannten Demokraten anscheinend schon normal, die Rückholung von Protestwählern mit Empörung zu quittieren.
    Was wäre denn die Alternative hierzu?
    in die Ukraine exportieren...?

    gruss, barbara

  5. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, Demokratie ist manchmal bitter. Wir haben damit leider noch nicht so viel Übung, aber die Schweizer können einem zeigen, wie das geht: etwas gelassen als Mehrheitsentscheid zu akzeptieren, auch wenn man selbst anderer Meinung ist.
    Man muss sich dann aber schon das ganze Schweizer Wahlsystem anschauen und nicht nur die Teile, die einem gerade gefallen. Da wären die verschiedenen Kantone, der Bundesrat, der Nationalrat. Bei einigen Wahlen steht die Zusammensetzung schon fest und man wählt die Personen, wie ich gehört habe. Und die Initiativen werden nicht direkt umgesetzt, sondern gehen in die Bundesräte, die dann 3 Jahre Zeit haben, die Initiativen umzusetzen. So nörgelt die SVP, dass die "Ausschaffungsinitiative" immer noch nicht umgesetzt wurde.

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Während sich der reale schwule Sex vielfach eher abstoßend präsentiert und einen erbarmungslosen Jugend- und Schönheitskult pflegt.
    Da biste leider in der Minderheit, so kanns gehen mit solchen - zudem noch falschen, ressentimentgetriebenen - gruppenverachtenden Pauschalurteilen.

    74% der Deutschen sind für die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe, sogar innerhalb der Union.
    Das Zünglein an der Waage muss ich wohl nicht erwähnen.

    Das hat auch nichts mit der EU zu tun, von daher ists wohl alles sehr OT.

  7. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man muss sich dann aber schon das ganze Schweizer Wahlsystem anschauen und nicht nur die Teile, die einem gerade gefallen.
    Das Schweizer System sehe ich durchaus kritisch.
    Hauptkritikpunkt: nur praktikabel für sehr kleine Länder, für große Länder zu zäh, zu schwerfällig.
    Nichtsdestotrotz kann man von Schweizern den Respekt vor der Mehrheitsentscheidung lernen.

    Und nichtsdestotrotz finde ich es bedenklich, wenn jemand behauptet, dass die Meinung der Mehrheit nicht interessieren müsse. Müssen wir hier wirklich Demokratie definieren?
    Es ist bedenklich, wenn Mehrheitsmeinung so beiseite gewischt wird.

    Es ist auch bedenklich, wenn politische Strömungen, die die Unzufriedenheit von Bürgern mit einer angeblich "alternativlosen Politik" aufgreifen, "populistisch" genannt werden.

    Das alles weist m.E. auf eine Erosion des Demokratieverständnisses hin. Wobei die Demokratiedefizite in der Europäischen Union noch viel gravierender sind als in den Mitgliedsländern.
    Geändert von Inaktiver User (28.05.2014 um 20:10 Uhr)

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man muss sich dann aber schon das ganze Schweizer Wahlsystem anschauen und nicht nur die Teile, die einem gerade gefallen. Da wären die verschiedenen Kantone, der Bundesrat, der Nationalrat. Bei einigen Wahlen steht die Zusammensetzung schon fest und man wählt die Personen, wie ich gehört habe.
    äh - nein.

    Bei der Wahl des Bundesrats, der vom Parlament gewählt wird, wird meist sehr sorgfältig darauf geachtet, dass alle Kantone mal an die Reihe kommen und dass alle Parteien, Geschlechter, Regionen, Sprachen und Religionen gleichmässig vertreten sind. Das ist aber nicht eine Vorschrift, sondern eher eine ungeschriebene, aber doch von allen ernst genommene Vereinbarung.


    Und die Initiativen werden nicht direkt umgesetzt, sondern gehen in die Bundesräte, die dann 3 Jahre Zeit haben, die Initiativen umzusetzen. So nörgelt die SVP, dass die "Ausschaffungsinitiative" immer noch nicht umgesetzt wurde.
    ja, Schweizer Politik ist langsam. sehr sehr langsam. Was einer der Faktoren ist, der sie nachhaltig macht, und vor den kurzfristig aufbrausenden Emotionen der täglichen Skandale schützt. Gut Ding will Weile haben stimmt für die Schweizer Politik.

    gruss, barbara

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sehe das Schweizer System durchaus kritisch.
    Hauptkritikpunkt: nur praktikabel für sehr kleine Länder.
    Das ist eine Behauptung, die immer wieder mal aufkommt, aber einen guten Grund dafür hab ich noch nie gehört.

    Eien Abstimmung zu organisieren ist auch nicht schwieriger, als die Steuern für alle Leute korrekt zu berechnen, und das kriegen die Deutschen ja auch hin.

    Das Prinzip der Subsidiarität bedeutet bei grossen Ländern schlicht, dass man womöglich mehr Ebenen einschalten muss. Die Schweiz kennt drei Ebenen: Gemeinde, Kanton, Bund. In Deutschland, das einige Bundesländer hat, die schon so gross sind wie die ganze Schweiz, müsste man eventuell zwischen Gemeinde und Bundesland noch eine mittelgrosse Einheit einführen, Bezirk oder Region oder sowas. Das wär aber kein echtes Problem, nur etwas, das man halt mal anschauen und erledigen müsste.


    Nichtsdestotrotz finde ich es bedenklich, wenn jemand behauptet, dass die Meinung der Mehrheit nicht interessieren müsse. Müssen wir hier wirklich Demokratie definieren?
    Vielleicht nicht gerade in diesem Thread, aber daran denken, dass die direkte Übersetzung "Volksherrschaft" bedeutet, wär womöglich keine ganz abwegige Idee.

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Da biste leider in der Minderheit, so kanns gehen mit solchen - zudem noch falschen, ressentimentgetriebenen - gruppenverachtenden Pauschalurteilen.
    Ich stimme Dir zu, dass die Aussagen von Koi-Noibori hier doch sehr pauschal über eine Gruppe urteilen, es gibt nicht "die" Homosexuellen genau so wenig wie "die" Heterosexuellen.

    Aber ähnlich abwertend hat vorhin Colonna über die katholischen Kroaten gesprochen.
    Auch denen wurden nur niederste Beweggründe unterstellt.

    Das ist das was passiert, wenn sich die Fronten verhärten.

Antworten
Seite 36 von 48 ErsteErste ... 26343536373846 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •