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Thema: Europawahl

  1. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Rechtsradikal mag ein starkes Wort sein, eher ab- bzw. ausgrenzend.
    Die rechten Parteien bestärken die Menschen darin, dass alles ganz einfach ist, es muss nur das Richtige getan werden, das vor allem mit den richtigen MitspielerInnen.
    Zusätzlich erweisen sich die Konservativen wie die gemäßigt Linken leider häufig als wenig fähig, die anstehenden Probleme anzugehen oder gar zu lösen.
    Wie gut- und leichtgläubig verunsicherte BürgerInnen sein können, zeigt sich in Österreich.
    Der Vorgänger (Jörg Haider) des derzeitigen Parteiobmannes der FPÖ bürdete dem Land mit der Bank HypoAlpeAdria Schulden in Milliardenhöhe auf, obwohl er sich ständig auf die Fleißigen und Tüchtigen berief; die platten Redensarten und Versprechungendes des nunmehrigen Parteichefs unterscheiden sich kaum von jenen Haiders, die Partei ist mehr oder weniger von gleicher Gesinnung wie zu Zeiten Haiders, trotzdem wurde sie an die dritte Stelle nach den regierenden Parteien gewählt.
    Irgendwie, diese ganzen Parteien und "Gesinnungen", mir behagt das immer weniger. Man sollte mehr auf Verstand, Vernunft usw. setzen und weniger auf Ideologien, Parteiprogramme, Parteirichtungen und solche Sachen.

  2. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Irgendwie, diese ganzen Parteien und "Gesinnungen", mir behagt das immer weniger. Man sollte mehr auf Verstand, Vernunft usw. setzen und weniger auf Ideologien, Parteiprogramme, Parteirichtungen und solche Sachen.
    Dann wäre Marine Le Pen wahrscheinlich nicht auf Platz 1 in Frankreich gelangt, noch weniger hätte die österreichische FPÖ nahezu 20% der Stimmen bekommen.

  3. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Ein großer Erfolg, diese Wahl. Einer der wahrscheinlich klügsten Köpfe in dem ganzen Haufen ist nun Europaabgeordneter; einer, der auf Wahlplakaten keine falschen Versprechungen gemacht hat und zudem grundehrlich und unwiderlegbar eine schwerwiegende Problemzone ansprach, nämlich: "Merkel ist dick!"

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    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann wäre Marine Le Pen wahrscheinlich nicht auf Platz 1 in Frankreich gelangt, noch weniger hätte die österreichische FPÖ nahezu 20% der Stimmen bekommen.
    Da wäre ich mir nicht sicher. In vielen Ländern ist das Problem das sich die Leute nach mehr "Nationalität" sehnen. Wenn also das als Vernunft angesehen wird (warum auch nicht) zählen weiterhin die gleichen Themen.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

  5. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Da wäre ich mir nicht sicher. In vielen Ländern ist das Problem das sich die Leute nach mehr "Nationalität" sehnen. Wenn also das als Vernunft angesehen wird (warum auch nicht) zählen weiterhin die gleichen Themen.
    Wenn "Nationalität" mit Vernunft gleichgesetzt wird, dann müsste niemand Le Pen deswegen wählen, denn jede vernünftige Französin weiß, dass sie Französin ist, desgleichen jeder vernünftige Franzose.
    Was aber der Nationalismus von Le Pen impliziert ist: wir sind Franzosen/Französinnen, wir sind gleich und deshalb einander näher, als den Nichtfranzosen/Nichtfranzösinnen.
    Hier wird, wie bei allen Nationalismen ausgeklammert, dass nicht einmal im kleinsten Dorf die Menschen gleich sind, geschweige denn gleiche Ziele und Wünsche haben, noch weniger ähnelt jemand aus dem Dorf einem Jemand aus einem Pariser Szeneviertel.
    Französische BürgerInnen sprechen die gleiche oder zumindest sehr ähnliche Sprache, sie haben in großen Zügen die gleiche Geschichte, bewohnen - wie viele andere EuropäerInnen - ein schönes Land, können sich auf ein paar Diktatoren und viele Intellektuelle berufen, haben eine nationale Regierung und in der Provinz Bürgermeister für die kleinen Anliegen, all das macht ihnen niemand streitig.
    Es ist absolut nicht gefährlich, französische UND europäische BürgerInnen zu sein, es erweitert nur den Radius. Aber realistische Betrachtungen haben im Nationalismus keinen Platz, er beruft sich auf große Gefühle und nicht auf die Vernunft.

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    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von walkabout Beitrag anzeigen
    Zitat Wiki:
    Bitte verlinke die Quelle.

    Kein Vollzitat aus Quellen zur Wahrung des Copyrights.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Europawahl

    Europa ist ein Trauerspiel. Nicht wegen Europa, sondern deren Politiker sind nur noch Komiker.
    Mittlerweile ist in Deutschland eine Kultur des Wegsehens oder des „zum Munde reden“ zu beobachten.
    Gestern Abend war der Plasberg ein Paradebeispiel, wie in diesem Land Politik funktioniert oder eben nicht funktioniert.
    Aber so funktionieren die Untergänge von Systemen.
    Alle haben sich am Lucke abgearbeitet. Der wiederholt lediglich gebetsmühlenartig seine gut klingenden Parolen, weißt in der gebotenen aggressiven Art und Weise seine Gegenüber zurecht, die sich immer weiter in Trance reden, bis sie ihren eigenen platten Attitüden glauben oder wenigstens diese verinnerlichen.
    Keiner der Anwesenden, bis auf Lucke, merkt, dass sich die etablierten Parteien beim Wähler selbst ins Abseits befördern. Die tun so, als ob der Wähler kein Europa mit offenen Grenzen möchte, keine Ausländer in Europa möchte, keine Freizügigkeit usw..
    Die besten Sprüche sind, „ohne EU kein Frieden“, „die Deutschen haben nur profitiert“, „alternativlos“, „es geht uns allen besser“ usw..
    Bisher hat es keiner geschafft, sich beim Wähler für die in der Vergangenheit gemachten Fehler zu entschuldigen. Nee, wie auch, alles richtig gemacht. Niemand sagt mal konkret was los ist, alle verkriechen sich hinter abgegriffene Parolen. Ist schon übel, was einem da geboten wird.
    Dabei merken die Politiker nicht, dass die Wähler die Vorzüge möchten, aber im Gegenzug nicht bereit sind, diese Vorzüge gegen ihren erarbeiteten Wohlstand einzutauschen. Nicht die Hilfe für Griechenland nervt, nein, es nervt, dass man uns diese Transferleistungen aus unserem Geldbeutel als Hilfe verkauft, in Wahrheit aber einige Wenige zu Reichtum verhilft, die obendrein es sich nicht verkneifen können, die Völker Europas noch zu verhöhnen und auszulachen.
    In 7 Jahren der Bankenkrise hat auch der Dümmste geschnallt, wem hier geholfen wurde.
    Der krönende Abschluss, ausgerechnet die Deutschen haben für den Euro und Europa gestimmt. Wer es glaubt………..

  8. Inaktiver User

    AW: Europawahl

    @frank
    Ich habe Plasberg zwar nicht gesehen, stimme dir trotzdem in vielem, was du schreibst, zu.
    Es werden berechtigte, nicht artikulierte Ängste von EU-BürgerInnen von bequemen, nicht wirklich informierten, nicht wirklich interessierten PolitikerInnen immer wieder auf die gleichen Gemeinplätze reduziert.
    Wirklich aus Niederlagen und Stimmverlusten die Essenz der Gründe herauszufiltern, fällt schwer; sogar jene, die dazu fähig wären, tun es nicht, zu vielfältig sind die Interessenskonflikte, die sich durch die Offenlegung dessen, woran so manches Parteiprogramm krankt, herauskristallisieren würden.

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    AW: Europawahl

    Die dt. Geschichte hat es immer wieder gezeigt, in Deutschland muss das System erst kollabieren, bevor sich etwas ändert. In den anderen Ländern Europas geht es schon mal eher zur Sache, siehe gerade Frankreich.

    Wir Deutschen sitzen es aus, bis wir an die Mauer krachen. Da hilft auch kein reden oder sonst etwas, ist eben ein teil dt. Kultur.

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    AW: Europawahl

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn "Nationalität" mit Vernunft gleichgesetzt wird, dann müsste niemand Le Pen deswegen wählen, denn jede vernünftige Französin weiß, dass sie Französin ist, desgleichen jeder vernünftige Franzose.
    Was aber der Nationalismus von Le Pen impliziert ist: wir sind Franzosen/Französinnen, wir sind gleich und deshalb einander näher, als den Nichtfranzosen/Nichtfranzösinnen.
    Hier wird, wie bei allen Nationalismen ausgeklammert, dass nicht einmal im kleinsten Dorf die Menschen gleich sind, geschweige denn gleiche Ziele und Wünsche haben, noch weniger ähnelt jemand aus dem Dorf einem Jemand aus einem Pariser Szeneviertel.
    Französische BürgerInnen sprechen die gleiche oder zumindest sehr ähnliche Sprache, sie haben in großen Zügen die gleiche Geschichte, bewohnen - wie viele andere EuropäerInnen - ein schönes Land, können sich auf ein paar Diktatoren und viele Intellektuelle berufen, haben eine nationale Regierung und in der Provinz Bürgermeister für die kleinen Anliegen, all das macht ihnen niemand streitig.
    Es ist absolut nicht gefährlich, französische UND europäische BürgerInnen zu sein, es erweitert nur den Radius. Aber realistische Betrachtungen haben im Nationalismus keinen Platz, er beruft sich auf große Gefühle und nicht auf die Vernunft.
    Da frage ich mich dann halt, warum "trotzdem" großflächig so gewählt wurde. Das es teilweise an der charismatischen Le Pen liegt mag sein. Im Ganzen glaube ich das aber eher weniger. Zumal es ja nicht nur Frankreich ist, wo die Bürger sich mit Rechten- oder Europakritischen Parteien gegen irgendetwas zu wehren versuchen. Da wird also etwas sein. Nur sehen mag es irgendwie keiner...
    Wie wenig Gedanken sich um das "warum" gemacht werden, finde ich wirklich krass. Deutlicher kann die Politik nicht zeigen wie egal ihr der Bürgerwille ist.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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