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03.04.2014, 15:54Inaktiver User
AW: Streik - 1600 netto und 3 Kinder ? Warum ?
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03.04.2014, 16:36
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03.04.2014, 16:40
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03.04.2014, 17:11
AW: Streik - 1600 netto und 3 Kinder ? Warum ?
Von der Börse nehmen? - Nöö, gar nicht.
Vom Grundgedanken her ist Börse ja eine gute Idee.
Nee, da gäbe es doch jede Menge Stellschrauben, um die Arbeitsplatz-Vernichterei-Manie zu unterbinden, mindestens aber deutlich einzuschränken.
Unter einer Voraussetzung: die gesellschaftlichen, politischen und parlamentarischen Mehrheiten wären dafür vorhanden, um sowas anzugehen - diese Mehrheiten sind aber nicht vorhanden.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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03.04.2014, 17:19
AW: Streik - 1600 netto und 3 Kinder ? Warum ?
Naja, es ist ja auch heute schon so, dass man nicht einfach Kündigungen ausssprechen kann wie man will. Wenn ein Unternehmen z.b. Jobs abbauen möchte, dann finde ich das erstmal nicht verwerflich, solange es sozialverträglich passiert also z.b. indem Arbeitsverträge auslaufen und keine Neueinstellungen mehr getätigt werden oder indem Abfindungen gezahlt werden.
Was ich gesetzlich ausschließen würde, sind Freistellungen, die dann danach durch geringer entlohnte Menschen wieder aufgefangen werden sollen.
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03.04.2014, 17:35
AW: Streik - 1600 netto und 3 Kinder ? Warum ?
Doch. Auch wenn unter sogenannten sozialverträglichen Bedingungen massiv Arbeitsplätze abgebaut und/oder neue nicht geschaffen werden, ganz vornehmlich unter der Prämisse, den Gewinn des Unternehmens maximal zu steigern - dann finde ich das in der Tat "verwerflich".
Denn ich vertrete die naiv-sozialromantische Auffassung:
Die Wirtschaft muss für die Menschen da sein, und nicht umgekehrt.
Im übrigen ist ja das dumme an der ganzen Geschichte:
der Kapitalismus wird sich irgendwann selbst sein Grab schaufeln, wenn er mit der Strategie weitermacht, mit immer weniger Menschen immer mehr Waren zu produzieren und immer mehr Dienstleistungen zu erbringen.
Irgendwann nämlich wird es nicht mehr genug Leute geben, die sich diese Waren und Dienstleistungen in einem für die Unternehmen ausreichenden Maß kaufen können - von der Begrenztheit der Ressourcen auf der Erde, die dieser 'Strategie' zuwiderläuft, mal ganz abgesehen.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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Daniel Kahneman
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03.04.2014, 17:35Inaktiver User
AW: Streik - 1600 netto und 3 Kinder ? Warum ?
Interessant an dem Artikel aber auch: die Hauptgewinne macht Lufthansa nicht mit dem Fluggeschaeft sondern mit Wartung, IT und Verpflegung. Da würde mich schon mal interessieren wie die Mitarbeiter in diesen Bereichen bezahlt sind. Sie subventionieren quasi das Fluggeschaeft, das selbst Miese macht, vielleicht auch durch die niedrige Gehälter...
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03.04.2014, 17:55Inaktiver User
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03.04.2014, 18:50Inaktiver User
AW: Streik - 1600 netto und 3 Kinder ? Warum ?
Ja, Stellschrauben gibt es sicher, aber das löst doch letztlich nicht das Problem.
Wir leben in einer globalisierten Welt. Da lässt sich national nur begrenzt etwas ändern
Was ist daran verwerflich?
Letztlich tun die Manager das, was ihr Job ist.
In unserem Wirtschaftssystem ist es der Sinn eines Unternehmens Gewinne zu erwirtschaften und zwar so viel wie möglich. So funktioniert Kapitalismus und freie Marktwirtschaft.
Die Globalisierung und die technischen Möglichkeiten heutzutage machen es möglich.
Wenn das Produzieren an einem Standort zu teuer ist, wird eben woanders produziert. Es gibt genug Länder, in denen ein Arbeiter seinen rechten Arm für 2€ Stundenlohn geben würde.
Das wird die Wirtschaft anders sehen. Es beisst sich doch in den Schwanz. Es gibt doch gar nicht die Wirtschaft und die Menschen, alles gehört zusammen. Jeder versucht möglichst billig einzukaufen, zu verreisen etc.Denn ich vertrete die naiv-sozialromantische Auffassung:
Die Wirtschaft muss für die Menschen da sein, und nicht umgekehrt.
Damit schürrt jeder einzelne den Preisdruck der Unternehmen und sorgt gleichzeitig dafür die sie Kosten einsparen, vorzugsweise beim Personal, welches ja selbst auch zu denen gehört, die billig kaufen wollen.
Theoretisch kann man sich sogar selbst das Wasser abgraben. Angenomen ich besitze Aktien, Aktienfonds, Lebensversicherungen o.ä. , die Anteile meiner Firma beinhalten. Wenn ich Pech habe fliege ich irgendwann raus, damit meine eigene Dividende steigt.
Da stimme ich dir allerdings zu.Im übrigen ist ja das dumme an der ganzen Geschichte:
der Kapitalismus wird sich irgendwann selbst sein Grab schaufeln, wenn er mit der Strategie weitermacht, mit immer weniger Menschen immer mehr Waren zu produzieren und immer mehr Dienstleistungen zu erbringen.
Ein Wirtschaftsystem, dass jährlich wachsen muss, wird letztlich irgendwann kollabieren.
Stimmt, daher versuchen viele sich vorher ein großes Stuck von Kuchen zu schnappen.Irgendwann nämlich wird es nicht mehr genug Leute geben, die sich diese Waren und Dienstleistungen in einem für die Unternehmen ausreichenden Maß kaufen können - von der Begrenztheit der Ressourcen auf der Erde, die dieser 'Strategie' zuwiderläuft, mal ganz abgesehen.
VanDyck
Das Problem ist das System (weltweit). Sozusagen die Perversion oder sagen wir die Optimierung der Möglichkeiten den Gewinn zu maximieren. Es ist nicht anders als vor tausenden von Jahren. Der Stärkere gewinnt, nur das es nicht mehr um Muskelkraft geht.
Die spannende Frage ist ... wie sind die Alternativen?
- Der real existierende Sozialismus?
- Alle Grenzen wieder schliessen?
- Die technischen Möglichkeiten verbieten?
Ich glaube nicht daran, dass man die Gesellschaften weltweit zum Umdenken bewegen kann.
Europa wird sich abschotten um nicht überrannt zu werden von Armuts- und Klimaflüchtlingen.
Die Rohstoffe werden knapp, die Radikalisierung in vielen Gebieten nimmt zu und irgendwann wird es heftig knallen. Danach geht es von vorne los. Die Stärkeren werden versuchen ihre Pfründe zu retten.
Dann vielleicht wieder mit Keulen und Steinäxten ...
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03.04.2014, 18:54



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