Um den fast automatisch aufkeimenden Nazi-Verdachtsreflex im Keim zu ersticken.
Meine Argumente waren das:
"Man muss einfach zugeben, dass die Einwanderungspolitik der EU und hierbei insb. Deutschlands einfach die letzten Jahrzehnte suboptimal war. Und übertriebene Toleranz ggü. alles und jedem wird eher dafür sorgen, dass die Spannungen größer werden und man dann wirklich Angst vor einem Aufschwung der Rechtsextremen haben muss."
Wer diese verfehlte Einwanderungspolitik weiter fortführt und tolerant ggü. Bevölkerungsgruppen ist die immer nur fordern und höchstens die Kriminalitätsstatistiken anreichern und insgeheim die Mehrheitsgesellschaft verachten darf sich iwann über eine Radikalisierung der Gesellschaft in beide Richtungen nicht wundern.
Ich propagiere innerhalb der EU freizügigkeit und nach außen hin das kanadische/australische Modell.
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13.04.2014, 01:27
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
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13.04.2014, 02:23Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Durch Deinen verkrampften Naziverdacht-Unterdrückungsreflex trägst Du ebenfalls dazu bei, dass dieser dämliche Nazi-Verdachtsrefflex nicht ausstirbt.
Es gibt genug Menschen in Deutschland, die in der Lage sind auf Missstände hinzuweisen, ohne dabei die "Sarrazin-typische-das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen-Rhetorik" zu gebrauchen.
Will man in Deutschland z.B.nem Grossmaul wie Arschloch Bushido (und seinen Jüngern) Contra geben, bräuchte es dazu keinen Sarrazin sondern ne deutsche Ausgabe von Sacha Baron Cohen, auch bekannt als Borat.
Es gibt in Deutschland keine übertriebene Toleranz gegenüber allem und jedem ... es gibt inzwischen eine gesteigerte Bedürftigkeit von fast "allen und jedem" ... bis weit hoch in die einstmals sogenannte Mittelschicht hinein.
Und diese Bürger der sogenannten Mittelschicht waren übrigens mehrheitlich die, die seinerzeit die wählten, die die nun bestehende EU-Politik vorantrieben ... allen voran Deutschlands Überkanzler Kohl.
Wer kann es jungen Griechen, Spaniern, Franzosen, verübeln wenn sie EU-Recht in Anspruch nehmen und in Deutschland arbeiten, studieren und im Falle von Engpässen dann auch dort finanzielle Sozialhilfe in Anspruch nehmen, wenn sicherlich junge Deutsche diese Recht umgekehrt ganz ebenso selbstverständlich in Anspruch nehmen würden.
Und dass vermeintlich rechtschaffende ur-deutsche Staatsbürger ziemlich hemmungslos legale und illegale Schlupflöcher nutzen, zeigte vor kurzer Zeit nicht zuletzt auch der Fall Hoeness.
Mich kotzt es einfach an, wenn irgendwelche Missstände an angeblich nationalen, regionalen oder was auch immer angenommenen Spezifikationen festgemacht wird ... die Schulzuweisungen ähneln sich egal wohin man blickt ... egal ob Deutschland, Ungarn, Russland oder auch Frankreich, Italien, Griechenland oder Spanien ... überall sind immer die anderen schuld ... USA nicht zu vergessen ... nach deren Ansicht haben ja alle, ausser ihnen, Schuld ...
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13.04.2014, 02:46
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Ich "Komme" aus einem der Länder welches du gerade aufgezählt hast und das sind Märchen, dass es eine großangelegte Armutszuwanderung von Europäern innerhalb der EU gibt, die auf die Erzielung von Sozialhilfe gerichtet ist, gibt. Ich kann jetzt nicht für Osteuropa sprechen, aber die Italiener, Spanier, Griechen die in den letzten 10 Jahren eingewandert sind in meinem Umfeld vermag ich an einer Hand abzuzählen. Und wann immer ich in meinem Südeuropa-Trips mit Auswanderwilligen (meist Hochqualifizierten) spreche, höre ich meist eher Ziele wie Kanada, Australien oder die Schweiz. Deutschland kommt da sehr selten vor. Das arbeitslose Italiener, Spanier und Griechen jetzt die deutschen Sozialsysteme plündern ist ein Phantom. Höchstens ziehen die sogenannten Migranten aus den Maghreb-Staaten und Subsahara-Afrika und auch Asysuchende weiter von Süden nach Norden, was man ihnen aber auch nicht gänzlich verübeln kann.
Aber in einem Punkt muss ich dir dennoch wieder mit Nachdruck widersprechen.
Nein, als Deutscher hast du nicht unbedingt Sozialhilfeanspruch in allen EU-Ländern. Die deutsche Politik hat da definitionstechnisch einen "Fehler" gemacht bzgl. ALG2 ob das Sozialhilfe ist oder nicht. Die genauen juristischen Aspekte kann ich dir aber nicht nennen. Ich vermute aber, das ist, sofern Interesse besteht, sehr leicht zu recherchieren. Es wurde ja im Falle des "Marroko-Spaniers" und das Urteil ihn betreffend, desöfteren in den Medien diskutiert.
Selbst wenn du "Anspruch" hättest würden die Zahlungen nach einigen Monaten bis wenigen Jahren versiegen, denn zeitlich unbeschränkte Grundsicherung noch dazu in dieser Höhe gibt es meines Wissens nach nur in Deutschland und wenigen anderen EU-Staaten wie Schweden.
Daher ja der Mythos des Sozialhilfetourismus.
Ich sehe die Probleme in Bezug auf Einwanderung auch mehr auf anderer Ebene als auf der rein ökonomischen und innereuropäischen, wie bereits angedeutet, ist es nicht mein Ziel die Freizügigkeit innerhalb der EU zu kritiseren. Ich bin da vermutlich sogar weniger skeptisch als du, insofern ich deinen letzten Beitrag richtig zu deuten vermag.
Was Bushido mit dem Thema zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
Er ist ein Entertainer, der in erster Linie davon lebt, den Leuten ein Image als harten Jungen zu verkaufen, was nur in Ansätzen der Wirklichkeit entspricht und davon lebt, dass man ihm Dinge zutraut die man anderen nicht zutrauen würde. Er bedient die Sehnsucht von pubertierenden und post-pubertären Jungen nach männlichen Vorbildern, Mafia-Ambiente und Abenteuer. Auch ist er in etwa so arabisch-tunesisch wie Obama deutsch-irisch. Auch wenn Bushido auch von seinem Phänotyp lebt.
Den Bezug zu Borat kann ich beim besten Willen absolut nicht herstellen.Geändert von Fragenhaber (13.04.2014 um 02:58 Uhr)
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13.04.2014, 03:18Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Weil er ein Stereoryp ist der Kopien erzeugt ... und auf die reagieren Menschen. Vor allem auf die Kopien. Denn nur denen begegnen sie täglich in Bus und Bahn ... und was am schlimmsten ist: diese wirken am nachhaltigsten.
Borat versucht u.a. das zu konterkarieren ... meiner Meinung nach ziemlich gut. Aber leider missverstehen es viele, oft genau die, die es treffen soll, bedauerlicherweise als Slapstick.
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13.04.2014, 03:47
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Welche Bevölkerungsgruppe meinst du eigentlich? Nord- oder Südamerikaner? Australier? Inder? Asiaten? Osteuropäer? Türken? Araber? (Aufzählung willkürlich und unvollständig) Sprich doch mal Klartext. Ich würde behaupten, die meisten Migranten sind damit beschäftigt zu leben und nicht zu fordern.
Wenn man sich mit Kriminalstatistik auseinandersetzt, stellt man fest, dass die Daten nicht so eindeutig sind, wie sie manchmal erscheinen. Z.B. fallen auch Straftaten rein, die Deutsche in Deutschland schlichtweg nicht begehen können, wie z.B. Aufenthaltsgesetz etc. Zudem müsste man Straftaten von nicht in Deutschland lebenden Personen herausrechnen. etc. pp.
Ich finde es falsch Ausländer/Migranten 1. und 2. Klasse zu definieren. Erst recht, wenn man selbst Migrationshintergrund hat.
Komm einfach nach Berlin - da triffst du welche. Dein Umfeld ist letzlich nicht maßgeblich. Die Zuwanderung aus EU-Ländern ist gestiegen, während bspw. die Bevölkerungsgruppe der Türken abnimmt (1,6 % in 2013).Ich kann jetzt nicht für Osteuropa sprechen, aber die Italiener, Spanier, Griechen die in den letzten 10 Jahren eingewandert sind in meinem Umfeld vermag ich an einer Hand abzuzählen.Geändert von ellipell2 (13.04.2014 um 03:56 Uhr)
Ein Verstand, der einmal
durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
kehrt niemals
zu seiner ursprünglichen Form zurück.
[Oliver Wendell Holmes]
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13.04.2014, 09:58
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
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14.04.2014, 11:10
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Nun ja, ich denke schon man hätte die Einwanderung etwas optimieren können. Tendenziell hat man z.B. einfach zu viele schlecht ausgebildete Türken nach Deutschland einwandern lassen:
-mit schlechter Ausbildung bekommt man in Deutschland leider keinen Fuß auf den Boden
-die Einwanderung von Türken hätte man nicht forcieren sollen, da diese von ihrer eigenen Regierung angehalten werden sich nicht zu integrieren. Man hätte lieber nur integrationswillige Ausländer einreisen lassen sollen.
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14.04.2014, 11:35Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Es war genau die Zielgruppe, die man damals brauchte.
Offenbar stimmt das nicht. Inzwischen ist ein nicht unerheblicher Teil der ehemaligen Migranten längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und heute selbst Arbeitgeber.
Das ist Phrasendrescherei, die auf den kleinsten Teil aller abzielt. Der größte Teil der Migranten ist integriert, heute hat jeder Fünfte in Deutschland einen Migrationshintergrund.
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14.04.2014, 17:10Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Ich frage mich übrigens immer, ob solche Aussagen, Rechnungen, überhaupt haltbar sind. Selbst mit einem halbwegs guten Gehalt ernährt man doch weder 5, aber eben auch keine 4 Rentner. Höchstens einen, wenn überhaupt. Es sind ja auch noch andere Kosten durch Steuern zu decken, Sozialleistungen, öffentliche Gebäude und Gehälter, Infrastruktur etc. etc. etc.
Also ernährt man doch ganz sicher keine 5 und auch keine 4 Rentner, selbst nicht, wenn die gesamten Steuern eines Gehaltes nur dafür aufgewendet würden.
Meiner (totalen Laien-) Vorstellung nach, ernährt sich ein Rentner selbst. Durch seine Beiträge und Steuern, die er in seinem Leben gezahlt hat. Mit dem Geld wurde ja gewirtschaftet, und er bekommt aber nur einen Bruchteil heraus. (Ob das so stimmt, weiß ich nicht, aber die Pauschalaussage, ein Arbeitnehmer finanziert 4 oder 5 Rentner, stimmt m.E. so auch nicht).
Hm, das wäre ja ein eigenes Thema wert.
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14.04.2014, 17:26
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
sicher.
"ernähren" ist sicherlich auch unscharf formuliert, allerdings stammt unsere Rentenidee aus einer Zeit in der man davon ausging, dass die Gruppe der Arbeitnehmer höher ist als die der Rentner.
Dieses Verhältnis kippt schon jetzt. 2030/40, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und nur noch die geburtenschwachen Jahrgänge auf dem Arbeitsmarkt sind ist es gar nicht mehr in seiner jetzigen Form (generationenvertrag) haltbar, weil die Generation der Rentner, die der Arbeitnehmer massiv übersteigt. Was auch gleichzeitig heißt: keine Renteneinnahmen hohe Ausgaben.
Das wird so wie es jetzt ist einfach nicht funktionieren.
*abgekürzt


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