Ich finde es aber trotzdem falsch Fremdenfeindlichkeit nur zu bekämpfen.
Man sollte Angst vor Überfremdung auch ernst nehmen.
Man sollte es äußern dürfen.
Ohne gleich in eine Schublade gesteckt zu werden.
Nur dann wuchert es rum.
Natürlich alles in einem gewissen Rahmen.
Es sind meist Menschen die eben nicht so an der globalen Welt mit partizipieren können - oder Eltern die Angst haben, dass ihre Kinder ins Hintertreffen geraten.
Von Vielfalt kann nur jemand profitieren der es auch nutzen kann.
Und Menschen die meinen im eigenen Land an die Wand gedrückt zu werden, chancenlos zu sein sind diejenigen die eben am Anfälligsten dafür sind die "Fremden" für alles verantwortlich zu machen.
Manchmal scheint mir reicht es auch einfach schon unglücklich zu sein.
Wie eine Nachbarin der es finanziell und auch gesundheitlich blendend geht.
Die aber nach dem Tod ihres Mannes es einfach nicht geschafft hat wieder auf Menschen zuzugehen.
Einsamkeit ist meiner Meinung nach oft ein Grund für Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit.
Und vordergründig das einzige Thema das Menschen noch umtreibt - wobei ich jetzt die Fremdenfeindlichkeit meine.
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29.03.2014, 10:45Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
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29.03.2014, 12:15
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Dazu kurz folgendes von mir:
1. rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung haben in den letzten Jahren in einem starken Maß zugenommen - die Untersuchungen der Friedrich-Ebert-Stiftung seit 2006 zeigen dies eindeutig, die Ergebnisse dieser Forschungen werden von Wissenschaft und Medien nicht bestritten;
2. dass diese Zunahme von rechtsextremen Einstellungen sich (noch?) nicht in eindeutigen Wahlergebnissen für rechtsextreme Parteien niedergeschlug, hat verschiedene Gründe, die man nennen kann - gleichwohl heißt das noch lange nicht, dass sich das nicht auch in kurzer Zeit ändern könnte;
3. die Weimarer Republik ist sicher nicht vergleichbar mit dem heutigen Deutschland, dennoch sollte man nie vergessen, dass die NSDAP in einem unfassbar kurzen Zeitraum von Mai 1928 bis November 1932 von einer 2,6%-Partei zu einer 33,1%-Partei werden konnte - diese Entwicklung hatte im Mai 1928 auch niemand in Deutschland für möglich gehalten.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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06.04.2014, 18:06Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Und wenn ich daran denke, was wir im Kommunalwahlkampf "hier" in den nächsten Wochen wieder für Agit-Prop-Veranstaltungen der Faschos (hinzugekommene Krawallchaoten, die hier nicht wohnen, aber die Kryptofaschos anheizen) zu erwarten haben, wird mir leicht übel ...
Reaktion der meisten Nichtblondweißen - egal ob mit oder ohne deutschem Pass - ist übrigens Rückzug und Angst. Es brauchte im letzten Jahr viel Überzeugungsarbeit, ihnen klar zu machen - vor allem denen mit Pass - dass sie mit Einbürgerung Deutsche sind. Ganz legitime Deutsche. Und hier dazugehören mit allen Rechten und Pflichten. Und dass sie sich von den hirnlosen "Deutschland-den-Ariern-Deutschen" nicht einschüchtern lassen sollen.
Deshalb fühle ich mich übrigens hin und wieder fremd. Weil Idioten kommen, die mir mein demokratisches, friedliches und bunt gewordenes Heimatland kaputt machen wollen.
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07.04.2014, 03:15Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Durch beharrliche Wiederholung wird diese Behauptung nicht wahrer.
Man kennt das ja im Zusammenhang mit dem angeblich ebenso "stark wachsenden Antisemitismus":
Den gibt es mittlerweile unter anderem in den Geschmacksrichtungen Linker / Sekundärer / Pazifistischer / Politisch korrekter (sic!) und Jüdischer (sic!) Antisemitismus. Das zumindest behaupten die üblichen Verdächtigen.
Du hattest auch einmal behauptet es sei "tendenziell rechts" und "bedenklich" zu behaupten, dass die Bombardierung Dresdens im WW2 exzessiv war ...
Wer solche Vorstellungen pflegt, sieht sich zwangsläufig umzingelt von Rechtsradikalen.
In einem solchen Satz irgendwelche Fakten festmachen zu wollen hieße einen Pudding an die Wand zu nageln.2. dass diese Zunahme von rechtsextremen Einstellungen sich (noch?) nicht in eindeutigen Wahlergebnissen für rechtsextreme Parteien niedergeschlug, hat verschiedene Gründe, die man nennen kann - gleichwohl heißt das noch lange nicht, dass sich das nicht auch in kurzer Zeit ändern könnte;Geändert von Inaktiver User (07.04.2014 um 03:29 Uhr)
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11.04.2014, 23:40Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Ein Beitrag zu diesem Thema
http://www.derwesten.de/media/9195770-6997/kambouri.pdf
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12.04.2014, 07:57
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Ein Verstand, der einmal
durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
kehrt niemals
zu seiner ursprünglichen Form zurück.
[Oliver Wendell Holmes]
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13.04.2014, 00:07
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Ich habe selbst einen sogenannten Migrationshintergrund, finde aber die Angst der Deutschen vor rechtsradikalen/rechtspopulistischen Einstellungen, ein Stück weit unbegründet bzw. übergezeichnet.
Man muss einfach zugeben, dass die Einwanderungspolitik der EU und hierbei insb. Deutschlands einfach die letzten Jahrzehnte suboptimal war. Und übertriebene Toleranz ggü. alles und jedem wird eher dafür sorgen, dass die Spannungen größer werden und man dann wirklich Angst vor einem Aufschwung der Rechtsextremen haben muss.
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13.04.2014, 00:23Inaktiver User
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13.04.2014, 01:09
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Haha. "Mein Volk" (bin hier geboren und hab die deutsche Staatsbürgerschaft) taucht weder in den deutschen Kriminalitätsstatistiken, noch in den deutschen Arbeitslosenstatistiken noch in den Schulabbrecher-Statistiken überdurchschnittlich häufig auf, auch fordern Migranten aus "meinem (EU-)Land" nicht die Einführung werteinkompatibler Rechtsordnungen aus anderen Kulturkreisen.
Wenn du jetzt nach England auswanderst, willst du dann gerne mit Indern, Pakistani, Karibik-Latinos und Nordafrikanern kulturell und ethnisch in einen Topf geschmissen werden? BIst ja dann schließlich auch Ausländer?
Was "ihr deutsche" nicht versteht ist, dass es keine Solidarität unter allen Ausländern gibt.
Außerdem habe ich nicht gesagt, dass man die Grenzen komplett schließen soll. Weiß nicht woraus du das in den wenigen Sätzen gelesen haben willst.
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13.04.2014, 01:21Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Das ist mir alles scheissegal!
Warum führst Du dann auf, dass Du einen "sogenannten" Migrationshintergrund hast?
Entweder, Du hast Argumente für Deine Ansichten, oder Du hast nur heisse Luft ... denn Dein "sogenannter" Migrationshintergrund gilt als Argument ja hoffentlich nicht?! Und da wären wir dann wieder bei meiner Frage, was der Hinweis darauf soll ...



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