.
Antworten
Ergebnis 121 bis 130 von 311
-
26.03.2014, 15:42Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Geändert von Inaktiver User (26.03.2014 um 15:43 Uhr) Grund: OT
-
26.03.2014, 15:45Inaktiver User
-
26.03.2014, 15:51
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
hihi….

hier noch eine Impression von der WM
http://www.bz-berlin.de/multimedia/a...8_24116228.jpg
(man beachte das CocaCola Zeichen neben der Bühne)
-
26.03.2014, 15:52Inaktiver User
-
26.03.2014, 16:12
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Ich finds ja allgemein schon schade.
Da kommen meine Großeltern in dieses doch sehr kalte Land, weil sie dringend als Arbeitskräfte angeworben wurden. Arbeiten beide hier in Vollzeit zwanzig Jahre lang, zahlen fleißig Steuern. Gehen als Altersruhesitz irgendwann in den Achzigern zurück in die Türkei.
Meine Papa bleibt hier, weil hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, studiert und liebt eine deutsche Frau, bekommt ein Kind - alle sind glücklich.
Kind (ich) findet Deutschland ein tolles Land, empfindet es als "Heimat" - kennt keine andere Muttersprache.
aber IMMER laufen einem (online wie offline) irgendwelche Deppen über den Weg, die einem "Integration" (ich will endlich wissen was das überhaupt bedeutet), "es gibt zuviele Türken", "alles Moslems und total gefährlich" und sonstige Stammtischklischees um die Ohren schleudern.
Hört bitte auf zu pauschalisieren - kein Mensch, keine Familie,.... ist gleich. Egal woher sie stammen.
Und bitte findet euch damit ab das eure "Kultur" im Wandel ist, so wie sie es schon immer war. Und es ist wirklich zu unserem Vorteil.
btw DANKE an viele Schreiber hier - ihr habt es wirklich verstanden und ich finde eure Argumentation klasse
-
26.03.2014, 16:18Inaktiver User
-
26.03.2014, 16:20Inaktiver User
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Bis auf dass ich unsere Kanzlerin megapeinlich finde und unsere derzeitige politische Ausrichtung mehr als gefährliche betrachte, bin ich doch recht froh Deutsche zu sein. Ich mag unsere Pünktlichkeit und Geradelinigkeit, die Internationalität und den Hang zum Perfektionismus.
Was ich jedoch sehr schade finde ist diese Selbstzerfleischung!
Leider werden die polarisierenden Stimmen immer Lauter, die auf alles eindreschen und alles nieder machen, was uns einst mal ausmachte. Soziale Marktwirtschaft zum Beispiel.
Trotzdem werde ich wohl niemals meine Herkunft verleugnen, auch wenn es mir bisweilen schwer fällt, wenn mich jemand als "nicht typisch" Deutsch bezeichnet, ich frage mich gerade dann immer: Tja was ist denn typisch Deutsch?
-
26.03.2014, 16:23
-
26.03.2014, 16:24
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
-
26.03.2014, 16:28
AW: Ich fühle mich in Deutschland mittlerweile fremd...
Die drei letzten (von mir fettmarkierten) Sätze von dir, haben nichts mit den damaligen Realitäten zu tun.
Die Frage der Nationalität stand bspw. in der Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre überhaupt nicht zur Debatte.
Da hat praktisch kein Mensch drüber geredet.
Und sofern überhaupt ganz am Rande - und sozusagen um die Ecke herum - die Nationalitätsfrage eine Rolle spielte, so war es ja genau andersherum, als du es darstellen willst: die Leute bspw. in der Anti-Atomkraftbewegung waren ja eher stolz darauf, dass es in Deutschland die einzig nennenswerte und einflussreiche Anti-Atomkraftbewegung in Europa gab.
Und nein: auch die "Bundeswehrverweigerung" (auf deutsch: Kriegsdienstverweigerung) war keinesfalls das "A und O", wie du fälschlicherweise schreibst.
Die übergroße Mehrheit der jungen Männer sind nach wie vor zum Wehrdienst gegangen und haben nicht verweigert - aber zugleich haben so einige von ihnen gegen die Stationierung neuer Raketen demonstriert.
"Deutsch sein war verpönt. Deutsch sein war ein Grund zum Schämen."
So war es nie - das ist Unfug!
Es ist auch Unfug im doppelten Sinne: denn was soll denn das Gegenteil von diesen Sätzen sein?
Das wir uns nun alle ganz doll freuen, dass "deutsch sein" nicht (mehr) verpönt ist?
Das es ganz toll ist, uns nicht (mehr) zu schämen?
Wofür sollte das gut sein? Was soll das bezwecken, angesichts dessen, dass das Gegenteil auch nie gestimmt hat?

VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman


Zitieren
Diese "Kultur", die die Altvorderen immer hochhalten, ist nicht die meine. Und ich empfinde Deutschland auch nicht als wären wir so verstaubt und von gestern. Ich genieße das heutige Deutschland mit seiner unglaublichen Vielfalt eigentlich sehr.
