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  1. Moderation

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Cassis Beitrag anzeigen
    Ich möchte mir lieber nicht vorstellen was die alles angestellt hätten, hätten sie die technischen Möglichkeiten von heute.
    Es tut mir leid, dass dir das passiert ist und du die Fotos inzwischen an dich nehmen konntest. Aber dein Beitrag ist wichtig, weil er zeigt, wie die Gedankenlosigkeit abläuft.
    Und was soziale Netzwerke angeht, da gibt es ja inzwischen Spezialisten die die Foren durchstöbern und entsprechende Fotos kopieren.
    Eben. Eltern, die ihre nackten Kinder so toll und lustig finden, dass sie Fotos von ihnen rumposten, gibt's jede Menge. Mit dem Geist der 70er hat das m.E. nichts zu tun.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bloss, durch ein Verbot des Handels mit Nacktbildern wird kein einziges Kind besser geschützt werden.
    Vielleicht nicht gleich, barbara. Aber es zeigt eine öffentliche Haltung, die es bisher nicht gab. Das hat ja auch ne Wirkung.

    Und falls es tatsächlich Eltern geben sollte, die ihre Kinder für Kinderporno zur Verfügung stellen sollten, so haben die Probleme, die sich nicht mit einem Handelsverbot für Fotos lösen lassen.
    Sicher. Aber warum deswegen die Fotos erlauben?
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das steht doch nicht auf dem Bild geschrieben, zu welchem Zweck es entstanden ist. Es können Bilder, die zu einem ganz andern Zweck enstanden sind, als Wichsvorlage verwendet werden.
    Ja, und wenn ich es richtig verstanden habe, sollen diejenigen, die nicht anders können, aber keine Täter werden wollen, eben solche Bilder verwenden, z.B. Bademodenphotos aus dem Versandkatalog.

    Ich behaupte, daß es nicht so schwierig ist, einen Unterschied zwischen solchen Fotos und jenen zu erkennen, die eben speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden und über eine Pornoseite verkauft und bezahlt werden.
    Und ich behaupte, daß es einen - erheblichen - Unterschied für die Kinder und Jugendlichen macht.

    Wenn man diesen Unterschied unbedingt verwischen will, ist mir das ehrlich gesagt, ziemlich suspekt.

    lg lenita

  3. Inaktiver User

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das meinst du nicht wirklich, wetten.
    Oder hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie manche Eltern ihre Kinder für eine Sportmedaille schinden, so dass ihre ganze Kindheit für Sport, Sport und nochmals Sport drauf geht.
    Oder auch für Klavierwettbewerbe, Ballett, und was es sonst noch so gibt, um über das Objekt 'Kind' seine eigenen Träume zu realisieren.
    Und was ist mit den 8jährigen, die man zu jedem Zahnpasta-Casting schleppt, mit 14jährigen, die man als Fotomodelle auf den Laufsteg schickt.
    Sogar Schönheitswettbewerbe für Kinder gibt es.
    Alles verbieten?
    Das meinst du nicht wirklich ? Es geht um Kindesmissbrauch !



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Logik des Verbots bestünde darin, dass weniger Kinder als Onaniervorlagen herhalten müssten. Und das ist schließlich das Ziel.


    Das man das immer wieder betonen muss !!!


    Es ist manchmal eine merkwürdige Denkweise hier.

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall gilt:
    Kriminalisierung der Nachfrage senkt die Nachfrage.
    Sinkt die Nachfrage, dann sinkt auch das Angebot.
    Sinkt das Angebot, dann werden auch weniger Kinder missbraucht.
    Da fehlt aber ein entscheidender Aspekt und zwar die Kontrolle. Die besten Gesetze nützen rein gar nichts, wenn die Angst vor Entdeckung minimal ist. Und das ist das wirkliche Problem. Auf strafverschärfende Gesetze können wir uns schnell einigen und die Politik wird das auch durchsetzen. Es wird nur am wachsenden Markt der Kinderpornographie vermutlich kaum etwas ändern.
    Im aktuellen SPIEGEL stehen erschreckende Zahlen. Experten schätzen, dass es zurzeit etwa 5 Millionen Abbildungen sexuellen Kindesmissbrauchs im Internet kursieren und jede Woche kommen 10.000 neue Aufnahmen hinzu. Und die Aufnahmen werden immer brutaler. 2009 hat ein Oberstaatsanwalt gesagt, dass der Kampf gegen Kinderpornographie verloren ist.
    In Zeiten des Internets kommt man den allermeisten Anbietern und Konsumenten leider nie auf die Spur.

  5. gesperrt

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Das mit Michelangelo wird stimmen, da er genau im Umbruch gearbeitet hat, als Kunst noch Handwerk war.
    Puttchen sind Darstellung der Göttlichen Liebe und nackt ist nicht gleich erotik.
    Stimmt, nackt ist nicht gleich Erotik. Aber im Gespräch ist ja jetzt, das Handeln von Nacktbildern mit Kindern und Jugendlichen darauf zu verbieten. Kauf dir noch die niedlichen Postkarten mit den Putten, solange du kannst, das wird bald nicht mehr möglich sein.


    Pornowebseite aus Kanada ist allerdings recht eindeutig auf Erotik bzw. SEX ausgerichtet.
    ich weiss nicht. Hast du sie gesehen? ich nicht.



    Schönes Beispiel, da Oscar Wilde im Gegensatz zu den Fotographen der kanadischen Pornowebseite, eindeutige literarische und fitkive Absichten ziemlich einfach nachweisbar sind, das Ende des Buches ist auch ziemlich eindeutig in diesem Fall vielleicht sogar interessant, vielleicht war Wilde pädophil und hat sein Ventil gefunden ? Ist doch super. Damit konnte er dann auch noch Geld verdienen.
    Das Buch wurde als "unmoralisch" kritisiert (aber ich glaube nicht wegen dem Alter des Protagonisten) und Wilde wurde ins Gefängnis geworfen, wegen einer Geschichte von homosexueller Prositution, was ihn brach und worauf er bald starb. *seufz* traurige Geschichte. Womöglich waren einige der Prostituierten minderjährig, das schien aber nicht das Thema gewesen zu sein, wenn ich mich recht erinnere.



    Eben genau weil ich sie eindeutig unterscheidbar halte, so wie es auch jeder Experte eindeutig unterscheiden kann.
    Die Geschichte der Kunst zeigt immer wieder, dass diese Unterscheidungen keineswegs klar und eindeutig sind. Noch so einige Bücher, die den Abiturienten von heute nicht mehr als ein müdes Gähnen entlocken, hatten mal für Skandal wegen Sittenwidrigkeit gesorgt.


    Insbesondere was den Unterschied zwischen Fiktion und Dokumentation angeht. Ich denke wir können eindeutig darauf einigen, dass das alternde Bildnis des Dorian Grey und seine im Roman entsprechende Figur die jung bleibt, Fiktion sind. Bilder auf denen die Person altert gibt es nicht. Das ist ein Kunstgriff und eine absichtliche Verwendung von stilistischen Bild und Schreibmitteln.
    Eine, die aber sehr explizit die Schönheit von minderjährigen Männern rühmt, mit deutlich sexuellen Anklängen. Wenn das kein Aufruf zur Pädophilie ist...

    Genau deshalb werden Pädophile auch nicht statt auf die kanadische Pornowebseite zu gehen die nächste Barocke Kirche aufsuchen. Weil die Absicht vollkommen klar ausbuchstabiert ist.
    So eine fest betonierte Sicherheit in Meinungen würde ihc mir nie im Leben zutrauen. Du sprichst als wie eine Päpstin ex cathedra.

    Das gleichzusetzen mit realen Kindern die für so einen Pornoring posieren müssen … ja nö.
    Falls wir immer noch bei Edathy wären: posierende Kinder, also vor Geschlechtsreife, war nie das Thema.

    Posierende Jugendliche mit erwachsenen Geschlechtsmerkmalen - vielleicht über, vielleicht unter 18 Jahren, das Siegel sagte über 18 - das ist das Thema, was Edathy vorgeworfen wird.

    gruss, barbara

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dann wird eben nach andern Onaniervorlagen gesucht - jenen, die (noch) legal sind.

    Oder Menschen mit pädophilen Neigungen gehen von der Theorie in die Praxis und setzen sich zB im Freibad in die Nähe des Kinderschwimmbeckens.
    Ja, und?
    Das wirds immer geben, dass sich pädophile Männer hin und wieder (gern) an Orten aufhalten, wo kleine Kinder sind.

    Gem. Wikipedia gibt es in Deutschland bis zu 200.000 pädophile Männer - das wären 1% aller Männer zwischen 18-60 Jahren in Deutschland (bei angenommenen 20 Millionen Männern zwischen 18-60 Jahren).

    Wenn eine gewisse Anzahl dieser 200.000 im Sommer hin und wieder (unerkannt) im Schwimmbad nach kleinen Kindern Ausschau halten, wird das die Gesellschaft verkraften müssen.
    Und den Kindern in der Menge dürfte das ziemlich egal sein, weil es nämlich ganz etwas anderes ist im Schwimmbad (unbemerkt) beobachtet zu werden, als in irgendwelchen heruntergekommenen Buden in Tschechien oder Rumänien zum posieren angehalten zu werden.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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    Daniel Kahneman

  7. gesperrt

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Vielleicht nicht gleich, barbara. Aber es zeigt eine öffentliche Haltung, die es bisher nicht gab. Das hat ja auch ne Wirkung.
    ja - nämlich dass jene, die wirklich ein Problem haben, sich umso mehr Mühe geben werden, im Versteckten zu bleiben. MIt allem, was dazu gehört.

    Sicher. Aber warum deswegen die Fotos erlauben?
    Weil nicht-sexuelle Nacktbilder auch von Kindern erst und grundsätzlich mal kein wirkliches Problem sind.

    Und sonst gibt's ja noch Eiskunstlauf, da sind ja auch alle auf halbnackte Lolita gestylt
    http://www.taz.de/uploads/images/684...avchenko_b.jpg


    gruss, barbara

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Da fehlt aber ein entscheidender Aspekt und zwar die Kontrolle. Die besten Gesetze nützen rein gar nichts, wenn die Angst vor Entdeckung minimal ist.
    Da will ich nicht widersprechen.

    Man könnte fast auf den Gedanken kommen, dass es den Strafverfolgungsbehörden durchaus in den Kram passt, dass der Fall Edathy öffentlich geworden ist - unter dem Motto: es ist zwar unwahrscheinlich, dass wir dich erwischen, aber wenn es doch passiert, rechne damit, dass es sehr viele Leute in deinem Umfeld erfahren könnten ...

    VanDyck
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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Ich behaupte, daß es nicht so schwierig ist, einen Unterschied zwischen solchen Fotos und jenen zu erkennen, die eben speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden und über eine Pornoseite verkauft und bezahlt werden.
    Da bin ich aber neugierig. Wie erkennt man denn den Unterschied?

    gruss, barbara

  10. Moderation

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Da fehlt aber ein entscheidender Aspekt und zwar die Kontrolle.
    So ist es. Ein Gesetz erlassen ist leicht, es durchsetzen, beim Abbau der Kontrollstellen inzwischen ein Witz.

    Im aktuellen SPIEGEL stehen erschreckende Zahlen. Experten schätzen, dass es zurzeit etwa 5 Millionen Abbildungen sexuellen Kindesmissbrauchs im Internet kursieren und jede Woche kommen 10.000 neue Aufnahmen hinzu. Und die Aufnahmen werden immer brutaler. 2009 hat ein Oberstaatsanwalt gesagt, dass der Kampf gegen Kinderpornographie verloren ist.
    In Zeiten des Internets kommt man den allermeisten Anbietern und Konsumenten leider nie auf die Spur.
    Nie ganz, solange noch immer Leute nicht aufgeben.
    Wo ist denn der Kampf nicht verloren? Ich höre das immer wieder bei Drogen, Zwangsprostitution oder generell organisierter Kriminalität. Ich unterstelle politischen Willen. Die Entscheider haben offenbar andere Sorgen.
    *
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