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  1. Inaktiver User

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich findet das ungeheuerlich, auch wenn ich von einem Politiker wie Edathy nicht regiert werden möchte. Aber das hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun. Das erinnert mich an Zeiten, die ich längst vergangen wähnte. Offenbar nicht!
    Ich dachte der ganze Trubel ist doch ins Rollen gekommen weil dieser kanadische Pornoring ausgehoben wurde und dabei Edathys Name als Konsument aufgetaucht ist?

  2. gesperrt

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man verteidigt, daß irgendjemand (nach der WHO ist Pädophilie eine krankhafte Störung ) Kinder/Jugendliche benutzen dürfen sollte, ohne dafür bewertet zu werden. Sie verletzen mit ihrem Tun einen hohen menschlichen Wert. In diesem Fall von Edathy war vielleicht nichts Strafbares dabei, und mir persönlich ist das auch schnuppe, aber menschlich bewerten tut man es doch trotzdem.

    Niemand verteidigt Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

    Was aber durchaus verteidigungswert ist, sind Werte wie: Rechtsstaat, Unschuldvermutung und auch der so oft missbrauchte gesunde Menschenverstand.

    gruss, barbara

  3. User Info Menu

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danach suchte ich:
    Ich findet das ungeheuerlich, auch wenn ich von einem Politiker wie Edathy nicht regiert werden möchte. Aber das hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun. Das erinnert mich an Zeiten, die ich längst vergangen wähnte. Offenbar nicht!
    Interessanter Artikel, der aber meine Ansicht nach zu weit geht mit den Beschuldigungen.

    Die nahezu anlasslose Vernichtung der sozialen Existenz des Bürgers Edathy auch nicht.

    Anlasslos? Vernichtung?

    Der Autor ist also der Meinung, dass die Gesellschaft Edathy vernichtet hat. Die Gesellschaft in Form von STA und den Politikern?

    Wir sollten uns vielleicht vor Augen führen, dass gegen Edathy Ermittlungen liefen in Zusammenhang mit Kinderpornografie. Es gab verlässliche Daten bzgl. Kauf von "Material". Das hat Edathy gemacht, nicht die Gesellschaft.

    Hätte das alles unter den Tisch gekehrt werden sollen, weil es einen Abgeordneten trifft?

    Wie hätte Deiner Meinung nach die Politik reagieren sollen auf diese Information? Ihm einen Posten geben, damit er nicht "vernichtet" wird? Ihm keinen Posten geben, aber auch keine Fragen beantworten, auf dass die Spekulierküche kocht? Wie hätte man die Niederlegung des Mandates erklären sollen? Eine Laune?
    Geändert von Lukulla (24.02.2014 um 16:15 Uhr)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  4. Inaktiver User

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man muss den gesunden Menschenverstand doch nicht völlig außen vorlassen.

    Die Vorstellung, dass sich ein unbekannter Dritter an den Rechnern von Edathy zu schaffen macht, unmittelbar bevor es zu einer Durchsuchung seiner Privat- und Büroräume kommt, ist so völlig unplausibel und jenseits jeder Alltagserfahrung, dass man sie nicht zwanghaft an den Haaren herbeiziehen muss.

    Wenn ein Mitarbeiter auf Edathys Namen Bilder bestellt und später die Festplatten demoliert hätte, dann hätte Edathy das mit Sicherheit so vorgebracht, anstatt abzutauchen.

    Es besteht noch die vage Möglichkeit, dass es einen Lebensgefährten gibt, der mit den Bildern und den Rechnern in Zusammenhang steht. Aber das wäre der Medienöffentlichkeit ganz sicher nicht verborgen geblieben.
    Dem ist nichts hinzuzufügen. Langsam wird's wirklich skurril hier.

  5. Inaktiver User

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danach suchte ich:

    Der Anfangsverdacht (!) wird mit der kriminologischen Erwägung begründet, dass, wer solche Bilder habe, auch inkriminiertes „Material“ begehre. Dass ein Bürger Strafgesetze akzeptiert und seine Neigungen bis zur Grenze des Erlaubten auskostet, diese Möglichkeit ignoriert der Ermittlungsansatz. Wie bei Gurlitt: Wer einen noch erlaubten Bargeldbetrag mit sich führt, macht sich verdächtig.
    Ich findet das ungeheuerlich, auch wenn ich von einem Politiker wie Edathy nicht regiert werden möchte. Aber das hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun. Das erinnert mich an Zeiten, die ich längst vergangen wähnte. Offenbar nicht!
    Es geht um die Inkriminierung von Gesinnung, während die Straftatbestände in aller Regel einen Vorgang inkriminieren (Ausnahme etwa § 211 StGB, der gerade deswegen reformiert werden soll).

  6. Inaktiver User

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    ...

    Wir sollten uns vielleicht vor Augen führen, dass gegen Edathy Ermittlungen liefen in Zusammenhang mit Kinderpornografie. Es gab verlässliche Daten bzgl. Kauf von "Material". Das hat Edathy gemacht, nicht die Gesellschaft.

    ...
    Material, das scheusslich war und ist, aber nicht pornographisch. Handfestes konnte und kann man ihm bislang nicht nachweisen.

  7. gesperrt

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast anscheinend keine eigenen Kinder?
    tut nichts zur Sache. Hast du ein Haustier?

    Stell Dir mal folgendes vor, Deine Tochter, Dein Sohn geht in einen Sportverein und weil der Trainer grade weiß, daß nackte Jungs und Mädels grad ein gutes Geschäft versprechen schießt er Fotos von den nackten Kindern und diese Fotos verhökert er an eine Pornofirma.
    Ist heute schon verboten. Für sowas muss die Einwilligung der Eltern her. Nicht nur, weil es Aktfotos sind, sondern auch, weil die Fotos kommerziell verwendet werden.

    Das wäre auch dann ein Problem, wenn er als professioneller Fotograf Aufnahmen von den Kindern im Sportdress macht und an einschlägige Sportmagazine verhökerte, ohne Einwilligung von Kindern und Eltern.


    Oder Du stellst Dir vor, daß Eltern ihre Kinder direkt an Pornoproduzenten verkaufen weil sie sonst nicht überleben können.
    Wenn du Verantwortliche für das suchst, geh doch mal nach Brüssel zu den Superkapitalisten - dieselben, die auch Tiere zu Tausenden in engen, dreckigen Zuchthallen mästen, und die ganze Ökosysteme zugunsten biologisch toter Monokulturen plattmachen lassen (die Damen udn Herren dort machen sich ja nicht ihre eigenen Finger dreckig).

    Da werden genug Leben zerstört, sodass Familien verzweifelt genug sind, um ihre Kinder in die Prostitution oder an Pornoproduzenten zu verhökern, einfach damit sie einen Winter lang zu essen haben.


    Klar will niemand hier Verhältnisse wie sie teilweise in den USA herrschen. Aber man kann darüber nachdenken, daß der Ankauf von Bildern nackter Kinder schlicht untersagt wird.
    ja, wenn man das tut, haben wir sicher innert kürzester Zeit Verhältnisse wie in den USA.

    als Nächstes wird das Lesen von Alice im Wunderland verboten. Wetten?



    Wenn Du glaubst, daß es auf Kinder keinen Unterschied macht ob man zuhause in geschützter Umgebung Nackedeifotos schießt oder ob posiert werden muss vor der Kamera dann unterschätzt Du die kindliche Seele.
    Wenn ich so zurück denke: ich glaube, mit 16 Jahren hatte ich ganz andere Probleme als jene, die durch Nacktaufnahmen hätten entstehen können. Wirklich.

    Unsere Gesellschaft ist ja auch etwas eigenartig in der Hinsicht, als dass sie Erwachsen-Sein nicht an biologischen Markern und/oder erfolgreich bestandenen Initiationsriten festmacht, sondern an einer Zahl.

    gruss, barbara

  8. Inaktiver User

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich dachte der ganze Trubel ist doch ins Rollen gekommen weil dieser kanadische Pornoring ausgehoben wurde und dabei Edathys Name als Konsument aufgetaucht ist?
    Gewiss, aber bei Edathy war es wohl nur SoftporNographisches. Die Durchsuchungsbeschlüsse wurden denn auch mit dem Verdacht begründet, man werde bei einem solchen Herrn wie Edathy auch anderes noch finden.

  9. gesperrt

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    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Material, das scheusslich war und ist, aber nicht pornographisch. Handfestes konnte und kann man ihm bislang nicht nachweisen.
    Rechtlich hast du da recht. Ich denke es geht eher darum, ob jemand der Graustzonenmaterial besitzt vom Volk bezahlt werden sollte und da stimme ich überein, Edathy bekommt den geballte Wut der Kindermissbrauchsaffaire der Kirche ab, die unter den Teppich gekehrt wurde.
    Er ist nicht unfehlbar wie die Kirche.

    Mir widerstrebt der FAZ Artikel trotzdem.
    Inhaltlich kann ich ihm zustimmen, stilistisch zielt er wohl eher auf Klickzahlen am Ende steht ein...

    Die nahezu anlasslose Vernichtung der sozialen Existenz des Bürgers Edathy auch nicht.
    einzustimmen ist leicht hysterisch. Ebenso wie die sehr faz ungewohnten Titel & Untertitel

    Haarsträubende Fehler
    Der Bürger Edathy
    24.02.2014 · Hat der Mann keine Rechte? Im Fall Edathy wurden grundsätzliche Schutz- und Beweispflichten des Staates und seiner Verfolgungsbehörden sträflich vernachlässigt. Dieser Mann ist gebrandmarkt.
    Das ist schon fast Bildzeitungsniveau und hilft nicht gerade dabei die Situation runterzukochen.

    Edathy ist nicht vernichtet.
    Es gibt einen Anlass.
    "Brandmarken" ….nunja, willkommen im Netz da bekommt jeder seinen Shitstorm.
    Haarsträubend…mhmm…stilistisch nicht sehr neutral.

    edit: ich sehe gerade Lukulla schrieb schon ähnliches

  10. Inaktiver User

    AW: Der Fall Edathy

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Anfangsverdacht soll zwar in der Tat vor Ermittlungen aufgrund bloßer Vermutungen schützen. Er ist allerdings schon gegeben, wenn nach kriminalistischer Erfahrung eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass eine Straftat begangen worden ist.
    "Geringe Wahrscheinlichkeiten" und "Erfahrungswerte" sind keine juristisch saubere Basis für Hausdurchsuchungen. Jedenfalls nicht im Rechtstaat.

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