ellipelli, ich bin im Prinzip deiner Meinung. Außerdem wissen wir gar nicht nicht, wie viele Menschen mit pädophiler Neigung politische Ämter bekleiden und es hat uns auch nicht zu interessieren - so lange diese Neigung nicht ausgelebt wird.
Allerdings sehe ich es praktisch so, dass ich es mir irrsinnig schwer vorstelle, mit einer privat gehaltenen pädophilen Neigung ein öffentliches Amt zu bekleiden, d.h. immer mit der Angst zu leben, dass irgendwie doch etwas herauskommt. Und andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Mensch, der diese Neigung offen zugibt, in diesem Land gewählt werden könnte. Das innere Tabu dürfte bei den meisten Menschen (noch?) viel zu groß sein.
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Thema: Der Fall Edathy
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22.02.2014, 17:01Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
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22.02.2014, 17:25Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
[QUOTE]
es gibt seltsamerweise m e h r hilfe für pädophile wie für die opfer.
hier im strang wurde ja auch gesagt, dass ein pädophiler ja eine therapie machen kann.
kann er.
sogar völlig anonym.
trotzdem kann man diese neigung nicht weg therapieren, sondern nur helfen, damit so umzugehen, dass niemand zu schaden kommt.
allein davon ausgehend, würde ICH meinen enkel nicht mal wissentlich in den dunstkreis eines pädophilen lassen.
folglich ist herr edathy für mich untragbar als politiker.
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22.02.2014, 18:22Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
In ganz Deutschland gibt es, wenn es hochkommt, ein paar hundert Therapieplätze, die auf Pädophile zugeschnitten sind. Dem stehen vermutlich mehrere hunderttausend Personen gegenüber, die pädophile Neigungen haben. Also: Ein Therapieplatz für tausend oder mehr Therapiebedürftige.
Er kann also im Allgemeinen nicht.
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22.02.2014, 19:02
AW: Der Fall Edathy
Man kann und darf diese zwei Rechtsgüter nicht gegeneinander aufwiegen.
Ich stimm Frau v. Weiler zu und finde es problematisch mit welcher Hysterie reagiert wird. Es hilft den Betroffenen nichts und dient … ja, was dient es eigentlich? Das "Böse" von sich zu weisen? Das "Böse" das doch eigentlich so allgegenwärtig ist? Sie zeigt ja schön auf, dass wir alle Opfer kennen und so auch Täter kennen müssen. Auf das Alltägliche zu schauen, wäre vermutlich unerträglich. Da bietet sich so ein Fall wie der von Herrn Edathy an. Frei nach dem Motto: Da sitzt das Monster. Leider ist es so einfach nicht. Und das stört mich persönlich.
Eben, es ist legal.Auf Edathy bezogen sehe ich da keine Verletzung dieses Grundsatzes.
Es ist unstreitig, laut seinen eigenen Aussagen, dass er "Material" der Kategorie 1, also rechtlich in Deutschland legal, gekauft hat.
Ich darf nicht das Privatgeheimnis verletzen und sagen, dass ein Mensch bei mir in Behandlung ist. Nicht mal mit einem unbeteiligten Berufskollegen darüber sprechen. Und hier ist es erlaubt, solche persönlichen Details sowohl an andere Politiker als auch an die Presse zu geben? Mit der Verdachtsäußerung auf illegale Tatbestände, ohne einen einzigen Beweis, bis auf den Rückschluss, dass andere auch legale und illegale Bilder besaßen? DAS widerspricht mE Recht und Gesetz.
Letztlich ist es ein Problem der Legislative, Gesetze zu erlassen, die Missbrauch jedweder Art unter Strafe stellen. Dann sind Täter, auch mittelbare Täter, greifbar und strafrechtlich verfolgbar. FKK-Heftles sind verboten worden. Der Handel (Kauf oder Verkauf) von Bildern mit nackten Kindern nicht - wie kann so etwas Inkonsequentes geschehen? Der Gesetzgeber ist hinsichtlich Internet und Datenübertragung schlichtweg deutlich hinter der Zeit, nicht nur was diese unsäglichen Bilder angeht. Das finde ich persönlich ganz schlimm.
Mal ganz davon ab, dass auch harmlose Bilder in Versandhauskatalogen oder von Eltern ins Netz gestellte Kinderbilder zur Stimulation genutzt werden.Ein Verstand, der einmal
durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
kehrt niemals
zu seiner ursprünglichen Form zurück.
[Oliver Wendell Holmes]
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22.02.2014, 19:07
AW: Der Fall Edathy
Ein Verstand, der einmal
durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
kehrt niemals
zu seiner ursprünglichen Form zurück.
[Oliver Wendell Holmes]
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22.02.2014, 19:15Inaktiver User
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22.02.2014, 19:18Inaktiver User
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22.02.2014, 19:23Inaktiver User
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22.02.2014, 19:28
AW: Der Fall Edathy
Und wie willst du das vermeiden? Jeder hat seine sexuelle Orientierung zu benennen und wenn die Allgemeinheit sie unangemessen findet, kann er nicht Politiker werden? Wie ist es bei anderen Sachen? Wir schaffen es ja nicht mal, bei offensichtlichen Gewissenskonflikten, wie Aufsichtsratpöstchen und politisches Amt, selbige zu unterbinden. Und hiermit setze ich nicht geschäftstüchtig sein und sexuelle Ausrichtung gleich, sondern möchte darauf hinweisen, dass offensichtliche Sachen schon nicht verfolgt werden. Wie soll es dann mit personenimmanente von außen nicht sichtbaren Neigungen möglich sein?
Ein Verstand, der einmal
durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
kehrt niemals
zu seiner ursprünglichen Form zurück.
[Oliver Wendell Holmes]
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22.02.2014, 19:30Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
das privatgeheimnis zählt für dich also mehr wie ein kind das für solche "legalen" fotos BEnutzt wird?
wäre es gesetz würde es dich empören und ja, du würdest es dann verwerflich finden?
aber erst dann?
dieser vergleich hinkt.Mal ganz davon ab, dass auch harmlose Bilder in Versandhauskatalogen oder von Eltern ins Netz gestellte Kinderbilder zur Stimulation genutzt werden.
ein rumänisches kind das für ein paar euro aufgefordert wird, nackt zu posieren ist für mich was anderes wie eltern, die fotos ihrer kinder ins netz stellen. letztere machen das sicher nicht, um damit geld zu verdienen. ausnahmen bestätigen wie immer die regel.



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