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Thema: Der Fall Edathy
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05.06.2015, 14:56Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
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05.06.2015, 17:05
AW: Der Fall Edathy
Wer jetzt? Der Kommentator oder Edathy?
Letzterer macht durch seine dreisten Unschuldsbekundungen alles nur noch schlimmer. Es ist erwiesen, dass er Filme und Fotos im Besitz hatte, die pornografische Misshandlungen an Kindern zeigen. Punkt!
Es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so, dass er solches Material aus seinem Besitz vernichtete, damit es nicht gefunden wird.
Wenn er mit seinen Charaktereigenschaften, nie aufgeben, immer Einzelkämpfer sein, immer wieder aufstehen, für eine gute Sache eintreten würde, obwohl man ihm Unrecht getan hat, wäre ihm Respekt zu zollen. In der Sache Filme und Fotos im Besitz habend, die Filme und Fotos im Besitz hatte, die pornografische Misshandlungen an Kindern , ist es nicht nur zutiefst widerlich, sondern auch für die Kinder demütigend. Er macht sich quasi lustig über die Opfer.
Ich verstehe nicht, wie Dir so etwas imponieren kann?Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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05.06.2015, 17:28Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Es interessiert dich auch gar nicht. Du wusstest bereits alles über Edathy, was für dich interessant ist. Schublade auf, etikettierte Flasche rein, Schublade zu. Und jede Empörung verläuft genau entlang der Linie unser qualitativ ungemein hochwertigen Medien.
Das war bei Wulff so, das ist bei Edathy so. - Für mich war das bei Wulff nicht so, bei Edathy ebenso wenig. Diese Medien können mich. Gerne informieren. Ich bleibe bei meiner Zustimmung zu Prof. Frommel.
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05.06.2015, 17:56
AW: Der Fall Edathy
Ist aber auch eine Schublade...
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05.06.2015, 18:01
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05.06.2015, 19:25Inaktiver User
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05.06.2015, 20:18Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Beide Male "aufrechte Empörung" in der ach so moralischen Bevölkerung, hervorgerufen und geschürt durch Medien, die aus allen Rohren schossen. In beiden Fällen seltsames Verhalten der Staatsanwaltschaft - zufällig beide Male Hannover, illegale Versorgung der Presse mit Informationen aus den Akten und große Pressekonferenzen. In beiden Fällen hat jede Äußerung des Verfemten zu weiterer Empörung geführt ("ja schämt der sich nicht!!!") und in beiden Fällen ging es vor Gericht aus wie das Hornberger Schießen: offenbar in beiden Fällen keine Verfehlung, die groß genug gewesen wäre für eine Verurteilung. Beide Männer hinterher gesellschaftlich erledigt, in beiden Fällen gab es Spekulationen, ob die Hexenjagd politisch motiviert gewesen sein könnte. - Von daher sehe ich trotz sehr unterschiedlicher Tatvorwürfe eine ganze Reihe von Gemeinsamkeiten.
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05.06.2015, 22:09Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Es sind schon einige Parallelen da, das stimmt schon. Und daß alles, was nicht korrekt ablief, zu verurteilen ist, das ist so.
Der Unterschied ist vermutlich der, Wulff ging es um seine Ehre. Daher hat er auch diesen Strafbefehl nicht mitgemacht (oder wie heißt das korrekt? also daß das Verfahren eingestellt wird), sondern wollte ein Urteil. Edathy geht es um Rechthaben, würde ich sagen, sich so gut als geht noch irgendwie mit was durchsetzen. Das schöpft er aus, so gut es geht in diesem Rechtsstaat, und das ist sein gutes Recht. Man erkennt das beispielsweise daran, daß er seine Sachen wiederhaben wollte vom Gericht (PC oder irgendsowas), klar, ist sein Recht, das zu verlangen, aber auf die Frage des Gerichts, ob er denn auch die "speziellen Heftchen" (oder was immer das genau war) wiederhaben wolle, kam ein "nein, natürlich nicht" von seinem Anwalt. Um die Ehre geht es also nicht. Er hat sich nicht strafbar gemacht, aber als ehrbar wird sein Verhalten dennoch nicht empfunden. So allgemein, von der Gesellschaft, so meine ich.
Wenn nichts Strafbares vorliegt, ist die Gesellschaft beim Thema Geld in der Regel zufrieden. Beim Thema Kinder genügt ihr das aber nicht als alleiniger Maßstab. Denke jedenfalls, daß das die meisten so sehen.
Ich denke, daß deshalb das Empfinden von Dreistigkeit bei seinem Vorgehen aufkommt. Bei mir jedenfalls ist es eindeutig mit der Thematik verquickt.Geändert von Inaktiver User (05.06.2015 um 22:56 Uhr)
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05.06.2015, 22:28Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Och, wenn jemand für sich eintritt, und erfolgreich ist, fähig ist, die Rollen umzukehren, - vom Underdog zum Leader sozusagen, - das ist schon eine Leistung, der man ruhig Respekt zollen kann. Wenn derjenige aber gleichzeitig (oder später dann) selber andere demütigt, und ich finde, daß das einer tut, der sich Nacktfilmchen von ausgebeuteten Kndern und Jugendlichen kauft, und dann auch noch den Kinderschutz besucht beispielsweise, dann sinkt die Achtung wieder gewaltig. Und man muß ja davon ausgehen, daß diese Kinder/Jugendlichen/Minderjährigen in diesen Filmen ausgebeutet wurden,
Edathy-Krimi: Das ist der Deutsche, der die Kinder-Videos drehte - Politik Inland - Bild.de
selbst wenn das, was dabei an "Material" herauskam, hierzulande nicht strafbar ist. Solche Dinge werden eben nicht nur mit dem Gesetz, sondern auch mit Menschlichkeit, Wertmaßstäben usw. bewertet.Geändert von Inaktiver User (05.06.2015 um 22:33 Uhr)
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05.06.2015, 23:50Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Beiden, Wulff wie Edathy, waren die Mechanismen der Welt in der sie sich beweg(t)en mehr als hinlänglich bekannt, und beide dürften sich ausgiebig zumindest anteilig mehr oder weniger selber dieser Mechanismen bedient haben.
Aber speziell bei Edathy kommt massiv erschwerend dazu, das juristisches Recht oft mehr als minimal nur mit moralischem Rechtsempfinden einher geht.
Und ich empfinde Edathys zynisches Rechtsempfinden schlicht zum kotzen ...



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