In der Printausgabe der Süddeutschen ist heute auf Seite drei ein Artikel über die Leute in dem rumänischen Dorf, wo die ach so harmlosen Bilder der nackten Jungen gedreht wurden. Titel: Schande
Ein Satz draus: Nackte Jungen, die spielten, die kämpften, die vielleicht auch nur so taten, und stets, sagt der Kriminaler Puscas, war der Fokus des Filmenden auf die Genitalien der Jungen gerichtet.
Wie gesagt, es ist aus der Printausgabe, ich kann also keinen Link angeben. Es ist die SZ von heute, 27.02.2014.
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Thema: Der Fall Edathy
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27.02.2014, 15:20Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
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27.02.2014, 15:29Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Es ist noch gar nicht so lange her, dass man "gegen kein Gesetz verstoßen hat", wenn man Kinder geschlagen oder die Ehefrau vergewaltigt hat. Es ist der "Öffentlichkeit" zu verdanken, dass solche Misshandlungen immer wieder thematisiert und angeprangert wurden und nun auch rechtlich geahndet werden. Ich hoffe sehr, dass "der Fall Edathy" dazu beiträgt, den Handel mit Bildern und Filmen, die Kinder und Jugendliche in einschlägigen Posen zeigen, gesetzlich zu verbieten. Und komme mir keiner mit dem Quatsch, dann müsste man auch Michelangelo und Modigliani verbieten und dass es sooo schwieeeeeerig sei, eine Grenze zwischen harmlosen Familienfotos und gestellten Bildern, die einzig dazu dienen, sexuelle Phantasien von Pädophilen zu beflügeln, zu definieren. Nö, für Fachleute ist es gar nicht schwierig, man muss es nur wollen.
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27.02.2014, 15:39
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27.02.2014, 15:56Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Zu Deinem zweiten Satz aus dem Zitat oben - Aus dem Link, den ich vorhin bereits nannte:
Und zum ersten Satz:Es gibt aber zwei Grenzen, die von der Verfassung für die Informationspolitik der Staatsanwaltschaft gezogen werden: die Unschuldsvermutung und das Persönlichkeitsrecht des Beschuldigten. Die Staatsanwälte und der Fall Kachelmann : Die Kavallerie der Justiz
Ein Anstoß für eine Diskussion bleibt aber ein Anstoß, egal, woher der kam. Wieso muß man den unterdrücken ("nur darf doch diese Diskussion nicht so entstehen" Zitat Ende), das ist doch völlig weltfremd. Das ist vor Gericht so, daß unlauter erworbene Beweise nicht gelten dürfen. Aber privat kannst Du alle Informationen verwerten, die Du erhalten hast, und mußt nicht so tun, als wüßtest Du nun etwas nicht, weil es nicht hätte gesagt werden dürfen.
Außerdem, das eine ist, was Edathy selbst angeht, er kann sich dagegen wehren, tut er ja offenbar, und wenn es stimmt, gönnt man ihm dann auch den Erfolg dabei. Das andere, was eine allgemeine öffentliche Diskussion (über Kinderschutz) angeht. Die soll nun unterdrückt werden, weil im Fall Edathy möglicherweise wirklich etwas schiefgelaufen ist mit der Informationspolitik? Völlig weltfremd finde ich das.
Mir fällt auf, daß in dieser Diskussion immer mal wieder ziemlich weltfremd argumentiert wird. Ich frage mich, woher das kommt. Oder ist das nur mein Empfinden?
Oder habe ich Dich falsch verstanden?
Edathy selbst ist übrigens der Meinung, daß Sicherheit der Freiheit dient, und widerspricht dem Argument von Friedrich, daß zugunsten der Freiheit auch mal auf die ein oder andere Maßnahme verzichtet werden muß. In diesem Sinne müßte er dann ja eigentlich alle weiteren Gesetze zum Kinderschutz begrüßen. Etwa ab Min.2:30
Aktuelle Stunde zur Online-Durchsuchung, Sebastian Edathy (SPD) - YouTubeGeändert von Inaktiver User (27.02.2014 um 16:29 Uhr)
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27.02.2014, 16:16
AW: Der Fall Edathy
Okay.
Ich würde sagen: es geht die Öffentlichkeit allerdings etwas an, wenn ein Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Vorsitzender des Innenausschusses, erwiesenermaßen mehrfach Bilder von (kleinen) Kindern in sexuellen Posen gekauft hat, zugleich jedoch gegen kein Gesetz verstoßen hat.
Ebenso würde ich folgendes sagen: es geht die Öffentlichkeit allerdings etwas an, wenn ein Bundestagsabgeordneter und (ehemaliger) Vorsitzender des Finanzausschusses des deutschen Bundestages, erwiesenermaßen durch verdeckte Konten in der Schweiz über Jahre Steuerhinterziehung betrieben hat, dann jedoch straffrei ausging, weil er sich selbst angezeigt und die Steuern nachgezahlt hat.
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27.02.2014, 16:21Inaktiver User
AW: Der Fall Edathy
Ich fand diesen Artikel sehr interessant weil er zeigt, wie in einem gar nicht mal so ärmlichen Dorf gutgläubige (naive?) Menschen hintergangen wurden um Fotos an besagte kanadische Firma zu liefern.
Ich denke immer noch, dass weniger Kinder für solche Zwecke benutzt würden, wenn der Handel mit diesen Fotos verboten wäre. Mir geht es dabei gar nicht darum, ob diese Fotos nach unserem jetzigen REcht verboten wären oder nicht.
Natürlich gibt es auch andere Gelegenheiten, pädophilen Neigungen nachzugehen - ich nehme mal an, das ist aber auch so schon der Fall und ist auch erst im Fall von Belästigung von Kindern oder Kindesmissbrauch (dazu gehört natürlich auch Kinderpornografie) ein gesellschaftliches Problem.
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27.02.2014, 16:58Inaktiver User
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27.02.2014, 17:17
AW: Der Fall Edathy
Teilweise, obwohl die Journalistin der ARD gesagt hat, dass sie die Details die die Staatsanwaltschaft in der Pressekonferenz genannt hat, sowieso vorliegen hatte.
Edathy hat sich ja mehrmals selbst zu Wort gemeldet. Kürzlich erst über die angeblich geheimen Akten, die bei ihm gefunden wären und greift die Staatsanwaltschaft offen an.
Man muss sich ja nicht unbedingt mit der Bild Redaktion per SMS Scharmützel liefern und das dann auch noch veröffentlichen.
Dass der Mann keine Presseprofis hat kann ich mir nicht vorstellen. Mir kommt das immer mehr wie Kachelmann vor.
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27.02.2014, 17:38Inaktiver User
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27.02.2014, 17:49Inaktiver User


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