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  1. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es wird in der Tat immer absurder:
    Es handelt sich hierbei um Soldaten der Bundeswehr (!!)
    Diese waren begleitet von Vertretern der Kiewer Putschregierung (!!)
    Mit einer neutralen OSZE-Mission hat das also nichts zu tun.

    Und das gibt der Artikel (im Kleingedruckten) denn auch zu:
    "Ihre Tätigkeit hat nichts mit dem Einsatz der diplomatischen OSZE-Beobachter zu tun, der parallel dazu stattfindet".
    Du drehst es dir aber auch immer so wie es dir gerade in den Kram passt.
    Es gibt eben nicht nur diplomatische Beobachter der OSZE, sondern auch militärische Beobachter die im Rahmen eines internationalen Vertrags der OSZE unterwegs sind.

    Man stelle sich nur mal vor, solche Separatisten/Terroristen würden sich auf russischem Gebiet austoben. Die hätte Putin schon längst liquidieren lassen.

  2. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Man stelle sich nur mal vor, solche Separatisten/Terroristen würden sich auf russischem Gebiet austoben. Die hätte Putin schon längst liquidieren lassen.
    Der Satz dürfte zutreffend sein.
    Die Situation ist extrem verfahren. Nun ist die EU in Zugzwang geraten. Worte werden nicht mehr viel bewirken.
    Kommt es jetzt noch zu einem "Gefangenenaustausch" ist die Bedeutung der militärisch agierenden Separatisten gefestigt.
    Der Übergangspremier Arsenij Jazenjuk scheint leider für das Amt, das er bekleidet, denkbar ungeeignet zu sein.
    Er schafft den Spagat zwischen Diplomatie und Standfestigkeit nicht. Vor allem sein Blick für das Machbare ist außerordentlich getrübt.

  3. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Du drehst es dir aber auch immer so wie es dir gerade in den Kram passt.
    Ich drehe gar nichts, sondern weise auf Diskrepanzen zwischen Text und Titel eines SPON-Artikels hin.

    Es gibt eben nicht nur diplomatische Beobachter der OSZE, sondern auch militärische Beobachter die im Rahmen eines internationalen Vertrags der OSZE unterwegs sind.
    Die OSZE bemüht sich um Neutralität, denn Neutralität und Unabhängigkeit verschaffen ihr die Autorität, die sie braucht, um von allen Seiten ernst genommen zu werden.
    Hältst du es für einen Ausdruck von Neutralität und Unabhängigkeit, wenn Nato-Soldaten mit Vertretern einer Putschregierung unterwegs sind? Und das anscheinend eher inoffiziell und ohne russische OSZE-Vertreter einzuladen? - Also mir kommt das nicht gerade koscher vor.

    solche Separatisten/Terroristen
    Terroristen sind immer die anderen.
    Denn ich kann mich nicht erinnern, dass du die Leute am Maidan so genannt hättest, die mit Brandsätzen und Eisenstangen Polizisten angegriffen und sogar geschossen haben. Stattdessen nennst du die Ostukrainer und NUR die Ostukrainer "Terroristen", auch wenn sie sich nicht annähernd so brutal verhalten wie die Faschisten auf dem Kiewer Maidan.
    Manche von diesen angeblichen "Separatisten/Terroristen" sind völlig friedlich, sind auch keine Separatisten, sondern wollen lediglich nicht von Putschisten regiert werden, die vom ersten Tag an deutlich gemacht haben, dass sie die russischsprachige oder russischstämmige Minderheit in der Ukraine als Fremdkörper und nicht als Teil des Volkes empfinden.
    Geändert von Inaktiver User (27.04.2014 um 20:29 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Mich wundert immer wieder die Ruhe der Bevölkerung.
    Man betrachte bei TV-Berichterstattung mal die Leute,
    die im Hintergrund ihres Weges schlendern.

    Oder hier: Sonntagsausflug einer Familie mit Kinderwagl zu besetzten Gebäude.
    Junge läßt sich eine Kalaschnikow zeigen:

    Was die festgehaltenen OSZE-Beobachter berichten | tagesschau.de

    Bild ist ganz unten.

  5. VIP

    User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Vielleicht trägt das hier ein wenig zur Klärung bei:

    "Wie seitens der OSZE festgehalten wurde, handelt es sich bei den Militär-Inspektoren nicht um Angehörige der politischen OSZE-Mission, die zurzeit rund 140 Beobachter in der Ukraine hat. Militärische Inspektionen würden bilateral arrangiert, stünden aber auf der Grundlage des 2011 letztmals aktualisierten sogenannten Wiener Dokuments der OSZE. Darin verpflichten sich die Teilnehmerstaaten der Organisation, nach bestimmten Regeln und in bestimmten Abständen Inspektionen zuzulassen, etwa vor grossen Manövern oder zur Rüstungskontrolle. Militärische Inspektionen auf der Grundlage des Wiener Dokuments erfordern im Unterschied zu politischen Beobachtungsmissionen nicht das Einverständnis aller OSZE-Teilnehmerstaaten."

    Quelle

    Auswärtiges Amt: Wiener Dokument

    Wortlaut Wiener Dokument
    Grüßlis
    mkr

    ________________________________

  6. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von mkr Beitrag anzeigen
    Vielleicht trägt das hier ein wenig zur Klärung bei:

    "Wie seitens der OSZE festgehalten wurde, handelt es sich bei den Militär-Inspektoren nicht um Angehörige der politischen OSZE-Mission, die zurzeit rund 140 Beobachter in der Ukraine hat.
    So hatte ich das auch verstanden.

    Militärische Inspektionen würden bilateral arrangiert, stünden aber auf der Grundlage des 2011 letztmals aktualisierten sogenannten Wiener Dokuments der OSZE. Darin verpflichten sich die Teilnehmerstaaten der Organisation, nach bestimmten Regeln und in bestimmten Abständen Inspektionen zuzulassen, etwa vor grossen Manövern oder zur Rüstungskontrolle.
    Klingt nach Routine.
    Das kann man aber angesichts der Situation in der Ostukraine ausschließen.
    Also handelt es sich bei dieser "Mission" mit großer Wahrscheinlichkeit um etwas anderes.

    Militärische Inspektionen auf der Grundlage des Wiener Dokuments erfordern im Unterschied zu politischen Beobachtungsmissionen nicht das Einverständnis aller OSZE-Teilnehmerstaaten."
    Wenn man von Russland verlangt auf die Demonstranten und Separatisten in der Ostukraine einzuwirken, ist es naheliegend bis selbstverständlich sie an einer derartigen Mission auch dann zu beteiligen, wenn dazu keine ausdrückliche vertragliche Verpflichtung besteht. Dies umso mehr, wenn man nichts zu verbergen hat.
    Und so waren die Umstände dieser angeblichen "OSZE-Mission" ziemlich widersprüchlich:
    einerseits war eine russische Beteiligung nicht nötig, andererseits ist ständig von Sanktionen die Rede, weil Russland nicht genügend auf die Ostukrainer im Sinne Washingtons einwirke. - Also was jetzt: sollte Russland sich im Sinne der Friedenssicherung engagieren oder nicht?

    Kurzum: das war nicht nur keine diplomatische OSZE-Mission, ich glaube auch nicht an eine militärische "OSZE-Inspektion". Das waren Militärberater einiger europäischer Nato-Mitgliedsländer.
    Geändert von Inaktiver User (27.04.2014 um 20:26 Uhr)

  7. VIP

    User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Glauben kannst du was immer du willst.
    Aber ich gebe zu bedenken, dass auch die russische Förderation Mitglied der OSZE ist, und bei irgendwelchen Verstößen gegen das Wiener Dokument sicher protestiert hätte. (Meine Meinung)
    Grüßlis
    mkr

    ________________________________

  8. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von mkr Beitrag anzeigen
    Glauben kannst du was immer du willst.
    Aber ich gebe zu bedenken, dass auch die russische Förderation Mitglied der OSZE ist, und bei irgendwelchen Verstößen gegen das Wiener Dokument sicher protestiert hätte. (Meine Meinung)
    Du hast nicht verstanden, was ich geschrieben habe.
    Jedenfalls bist du auf meine Argumente nicht eingegangen.

  9. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Putin führt den Westen wie eine Marionette an der Nase herum.
    Keine Vereinbarung, wie die von Genf, hat Bestand, weil sie schon in der Wurzel vermissen lies, wer nun verantwortlich ist.

    Die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Russland bestellten und ausgerüsteten "Separatisten" nehmen das östliche Land Ukraine Zug für Zug ein.

    Die offizielle Vertretung Ukraine selber ist ziemlich hilflos, was sollen sie auch machen? Sie müssten mit Waffen zurück schlagen. Wer hat genügend Waffen? Naja, rhetorische Frage.

    Die westlichen Länder halten sich zurück. Betritt ein bewaffneter Soldat eines westlichen Bündnisses die Ukraine um gegen die "Separisten" zu kämpfen, herrscht Krieg zwischen Russland und dem Westen. Das westliche Bündnis ist völlig gebunden und hilflos. Jetzt wird beratschlagt, die Stufe 2 der Sanktionen, also noch mehr Konten einzufrieren, in Kraft treten zu lassen. Das ist alles PillePalle und wird Putin nicht dazu bringen, auf die Einvernahme der östlichen Gebiete der Ukraine zu verzichten.

    Die einzige Idee wäre, Putin die Mitgliedschaft in der NATO anzubieten.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  10. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das waren Militärberater einiger europäischer Nato-Mitgliedsländer.
    Selbst wenn das wahr wäre, gibt das den Separatisten das Recht, diese Männer gefangen zu nehmen und zu halten?

    Die FAZ klärt auf:

    Die Militärinspekteure um Oberst Schneider hielten sich auf einer bilateralen Mission unter Leitung der Bundeswehr auf Einladung der ukrainischen Regierung in der Ostukraine auf. Solche Inspektionen werden unter den OSZE-Staaten selbst vereinbart. Alle Mitgliedstaaten, auch Russland, seien über die Mission informiert gewesen, hebt Schneider bei der Pressekonferenz am Sonntag hervor. Die Mission habe sich streng an das Abkommen von Wien gehalten, ihre Mitglieder genössen diplomatischen Status.
    Geändert von Lukulla (27.04.2014 um 21:06 Uhr)
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