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  1. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Ich weiss diese Vergleiche gibt zu oft, aber hier passt es mal. Juden waren in Deutschland und Osteuropa, Armenier in der heutigen Türkei auch nur eine verhälnismässig kleine Minderheit. Und wieder wird weggeschaut und relativiert. Es aendert sich nie so richtig.

  2. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So wenig, wie ich glaube, dass Russland eine freie Ukraine wünscht.
    Du glaubst doch aber nicht etwa, dass die USA "eine freie Ukraine" wünschen?

    Ukraine liegt wirtschaftlich am Boden. Wie sehr, begreift man am besten, wenn man das ukrainische Militär sieht - man weiß nicht, ob man da lachen oder weinen soll. Weinen, weil einem das Ausmaß der wirtschaftlichen Misere bewusst wird. Und lachen, weil die Gurkentruppen, die sich allenfalls dafür eignen, dass sich kleine Kinder mit den Soldaten fotografieren lassen, sich "Militär" nennen. Putin hat sicher wenig Ambitionen, sich ein derart marodes Land ans Bein zu binden. Was er aber um jeden Preis verhindern will, ist, dass ihm die Amis auf die Pelle rücken, indem sie sich in der Ukraine mit ihrem Militär niederlassen. Natürlich nur, um die "Freiheit der Ukraine" zu verteidigen.
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2014 um 11:50 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    @ Palma:
    Volle Zustimmung.

    Ergänzung:

    Es gab gestern/vorgestern eine Szene, bei der man anschaulich vor Augen geführt bekam, wie "frei" die Ukraine derzeit ist:
    Joe Biden, der Vize-Präsident der Ukraine, pardon der USA, saß inmitten der Regierungspolitiker der Kiewer Putsch-Regierung. Und wo saß er? Na, am Kopfende des langen Tisches natürlich.

    Ein weiteres untrügliches Zeichen der "freien und unabhängigen Ukraine":
    der staatliche Sicherheitsdienst in Kiew hat ein Stockwerk für US-Sicherheitsdienste, zu dem ukrainische Sicherheitsoffiziere keinen Zutritt haben (!)

    Ja, klar, die USA wünschen sich nichts sehnlicher, als dass an den Grenzen Russlands "Wohlstand", "Freiheit" und "Sicherheit" hergestellt wird (diese Schlagworte gehören zum Bullshit-Bingo US-amerikanischer Machtpolitik). Die Ukraine als weiteren Nato-Stützpunkt aufzubauen war bereits in Kapitel 7 des EU-Assoziierungsabkommens enthalten - natürlich nur zum Schutze der Ukraine, nicht etwa um mit der Einkreisung Russlands fortzufahren.

    Den intensiven Beratung durch das österreichische Außenministerium zum Thema Neutralität sind keine weiteren Schritte in Richtung echter Unabhängigkeit gefolgt. Könnte es sein, dass die USA klar gemacht haben, dass das so nicht läuft?

    Sie sind eben wahre Menschenfreunde, die Leute im Weißen Haus und im Pentagon. Stets bemüht selbstlos zu helfen, haben sie der von ihnen eingesetzten Regierung Jazenjuk 50 Millionen Dollar versprochen. - Wofür?
    Sicher nicht zum wirtschaftlichen Aufbau des Landes, denn eine solche Summe wäre lachhaft und nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nein, vielmehr zur freien Verwendung (!), zur "Förderung" des Landes und, explizit erwähnt, für die kommenden Wahlen. - So gesehen ein hübsches Sümmchen.

    Klartext: die Putschisten bekommen Wahlkampfhilfe (und wohl auch Gelder zur privaten Verwendung sowie zur Bestechung aller, die in oder für USA/Ukraine wichtig sind).
    Sollte es über die Putschisten hinaus weitere Personen geben, die sich im Mai zur Wahl stellen, können diese sich ja bei den USA um finanzielle Unterstützung bewerben oder mit hektographierten Handzetteln bei den Wählern dieses 40-Millionen-Volkes bekannt machen, oder sich von Russland den Wahlkampf finanzieren lassen.
    - Halt, stop! Natürlich nicht von Russland, denn das wäre "Einmischung". Bleibt also nur die Bewerbung in Washington oder eine Finanzierung des Wahlkampfs aus Eigenmitteln (sofern vorhanden). Denn wie wir wissen, ist alles, was die USA in der Ukraine tun, als "Unterstützung" zu deklarieren und alles, was Russland tut, als unzulässige und sanktionswürdige "Einmischung".
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2014 um 17:11 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Fragenhaber Beitrag anzeigen
    Ich weiss diese Vergleiche gibt zu oft, aber hier passt es mal. Juden waren in Deutschland und Osteuropa, Armenier in der heutigen Türkei auch nur eine verhälnismässig kleine Minderheit. Und wieder wird weggeschaut und relativiert. Es aendert sich nie so richtig.
    Assad wurde in der westlichen Presse als Buhmann aufgebaut; wir sollen diesbezüglich genauso manipuliert werden wie im Fall der Ukraine. Wir sollen glauben, dass Assad ein ganzes Volk geknechtet hat.
    Auch so manche Binnen-I-JongleurIn lehnt sich mit ihrem Urteil über Assad weit aus dem Fenster. Aber gerade Leute, die sich als "FeministInnen" verstehen, sollten sich die Frage stellen, was syrische Frauen von den religiösen Kräften zu erwarten haben, die gegen den säkular-syrischen Staat kämpfen.

    In der Vergangenheit standen in Syrien jedenfalls nicht nur die Minderheiten der Alawiten und Christen auf der Seite von Assad. Vielmehr war auch eine säkulare (sunnitische) Mehrheit auf seiner Seite, darunter viele Frauen.
    Wie die Mehrheitsverhältnisse jetzt, nach Jahren des Krieges oder Bürgerkrieges aussehen, werden die kommenden Wahlen zeigen. Ich glaube jedenfalls, dass weiterhin nur eine Minderheit scharf darauf ist in einem islamischen Gottesstaat zu leben. Die Mehrheit wird angesichts dieser Perspektive eine Wiederwahl Assads wohl jederzeit vorziehen.
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2014 um 16:56 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten


  6. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Den intensiven Beratung durch das österreichische Außenministerium zum Thema Neutralität sind keine weiteren Schritte in Richtung echter Unabhängigkeit gefolgt. Könnte es sein, dass die USA klar gemacht haben, dass das so nicht läuft?
    Seltsam, dass man nichts mehr davon hört. Vielleicht weiß Colonna (aus gut unterrichteten Kreisen) mehr.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [...] oder sich von Russland den Wahlkampf finanzieren lassen.
    - Halt, stop! Natürlich nicht von Russland, denn das wäre "Einmischung".
    Russland ist lernfähig und will sich nicht mehr "einmischen" - es will Gas nur noch gegen Vorkasse liefern. Ukraine muss allein für das laufende Jahr 2014 Gasrechnungen und Schulden in Höhe von 12,5 Milliarden Euro begleichen - und zahlt keinen Cent. Schon dröhnte Jazenjuk, Putin wolle die Ukraine "vernichten". Na, vielleicht soll Jazenjuk versuchen, Gas von seinem Freund und Förderer USA umsonst zu bekommen.

  7. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Können denn die USA nicht mal aufhören, überall auf der Welt rumzuzündeln?

    Ich weiß ja nicht, in welchem Ausmaß Rußland auch zündelt,
    um seinen Einflußbereich zu erweitern.

    Mein Eindruck ist: erst zündelt die USA, und Rußland reagiert halt.

  8. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Fragenhaber Beitrag anzeigen
    Ich weiss diese Vergleiche gibt zu oft, aber hier passt es mal.....

  9. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ukraine liegt wirtschaftlich am Boden. Wie sehr, begreift man am besten, wenn man das ukrainische Militär sieht - man weiß nicht, ob man da lachen oder weinen soll. Weinen, weil einem das Ausmaß der wirtschaftlichen Misere bewusst wird. Und lachen, weil die Gurkentruppen, die sich allenfalls dafür eignen, dass sich kleine Kinder mit den Soldaten fotografieren lassen, sich "Militär" nennen.
    Die Ukraine liegt erst nicht erst seit diesem Jahr am Boden. Nur zeigte sich Russland mit Rubel und Gas sehr entgegenkommend, wenn in Kiev und Warschau, das gemacht wurde, was in Moskau entschiednen wurde.
    Vor ein paar Jahren sollte doch eine Ostseepipline gebaut werden und kurzfristig wurde Polen oder der Ukraine das Gas abgestellt, weil diese nicht mitspielten. Muss mal nachsehen.

    Und wollen wir wirklich, dass die Grenzen in Europa wieder verhandelbar sind, beruhend auf militärischer oder wirtschaftlicher Stärke? Verdammt, wir hätten den Polen und Tschechen keine Leo-Panzer "schenken" sollen. Vielleicht sind ja die deutschen Grenzen von 1871 oder 1918 "verhandelbar".
    Geändert von Inaktiver User (23.04.2014 um 19:32 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch so manche Binnen-I-JongleurIn lehnt sich mit ihrem Urteil über Assad weit aus dem Fenster. Aber gerade Leute, die sich als "FeministInnen" verstehen, sollten sich die Frage stellen, was syrische Frauen von den religiösen Kräften zu erwarten haben, die gegen den säkular-syrischen Staat kämpfen.
    Haha ja, einer der ideologischen Widersprüche innerhalb der politischen Linken, der einfach ständig verdrängt wird. Vor allem geht es ja jetzt mal wirkliche Frauenrechte und Selbstbestimmung und nicht so einen Firlefanz wie Aufsichtsratsquoten, 7% weniger Lohn und Genderungerechte Sprache.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube jedenfalls, dass weiterhin nur eine Minderheit scharf darauf ist in einem islamischen Gottesstaat zu leben. Die Mehrheit wird angesichts dieser Perspektive eine Wiederwahl Assads wohl jederzeit vorziehen.
    Da wär ich mir leider nicht so sicher, weil ich die Religiösitat, Stammes-/Familienstrukturen und Mentalität der Region nicht einschätzen kann, allerdings ist mir eine undemokratische Regierung, die Minderheiten und Freiheitsrechte respektiert lieber als eine demokratisch gewählte Diktatur der Mehrheit ohne irgendwelche Schutzmechanismen. Leider ist Assad nichts von beidem so richtig, aber dennoch aus meiner Sicht zurzeit das kleinere Übel.

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