Deutschland ist erdgasmäßig grundsätzlich, von wem auch immer, abhängig. Der größte Teil des Gases (über 50 Prozent) stammt aus Westeuropa (Norwegen, Niederlande, Dänemark). Russland liegt mit 30+ Prozent klar an der Spitze, aber nicht wesentlich höher als das Erdgas aus Norwegen, dessen Anteil in den nächsten Jahren deutlich gesteigert werden soll. Aber warum wäre eine Abhängigkeit von Aserbaidschan weniger problematisch als von Russland? Und du weißt, wo Baku liegt.
Ich weiß nicht, an welche gute Ideen du gerade denkst, aber gute Ideen müssen auch bezahlbar sein.
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22.03.2014, 11:06Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
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22.03.2014, 11:42
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Darfst du keine fragen, die sich fragt, warum ausgerechnet Merkel sie so antreibt.
Das steht so im Parteiprogramm.
An sich ja, aber die Ukraine hat zuerst gefragt.^^
Der erste Teil des Assoziierungsabkommens ist unterzeichnet. Eine Eingliederung der EU ist dort an keiner Stelle erwähnt - und auch nicht geplant, soviel ich weiß.
Ich denke, Colonna meinte u.a. das
Gaspipeline-Projekt: Nabucco ist gescheitert - Wirtschaft - FAZ
Aus heutiger Sicht möglicherweise kein Unglück.
Aserbeidschan war auch mal Teil der UdSSR.
In Transnistrien, von dem ich bis gestern nicht wusste, dass es das gibt, tut sich auch was.
Transnistrien: Russische Truppen starten Manöver in Transnistrien | ZEIT ONLINE*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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22.03.2014, 11:53Inaktiver User
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22.03.2014, 12:17Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
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22.03.2014, 13:28Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Wenn ich das richtig verstehe, ist/war Nabucco ja doch keine so "gute Idee", auch wenn Colonna es anders sieht:
Nabucco sollte von der türkisch-bulgarischen Grenze über Wien nach Europa liefern und so die Abhängigkeit von russischem Gas verringern.
Stattdessen soll Erdgas [...] durch die Trans-Adria-Pipeline (TAP) nach Westeuropa geliefert werden. Die Route der Pipeline soll von der Türkei kommend durch Griechenland und Albanien nach Italien verlaufen. Die Trans-Adria-Pipeline ist mit ihren 500 Kilometern deutlich kürzer als Nabucco mit über 1300 Kilometern.
Ja, aber das Gas soll - egal, über welche Pipeline - auf jeden Fall aus Aserbeidschan kommen. Nur das die TAP-Route kürzer (und deshalb vermutlich billiger) ist.
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22.03.2014, 13:34Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Ich habe immer noch nicht verstanden, warum Nabucco eine so "gute Idee" sein sollte und in welche "schlechte Ideen" schon so viel investiert worden ist - und warum die Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland problematischer sein sollte als die Abhängigkeit von Aserbaidschan.
Geändert von Inaktiver User (22.03.2014 um 13:40 Uhr)
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22.03.2014, 14:23Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
An der TAP ist Aserbaidschan genau so beteiligt (Shah Deniz-Gasfeld), wie es an Nabucco beteiligt gewesen wäre.
Laut OMV scheiterte Nabucco nur vordergründig an den Kosten, in Wirklichkeit an politischen Entschlüssen.
Die TAP-Route endet in Süditalien. Nabucco wäre bis nach Österreich (Baumgarten) geleitet worden.
Ansonsten gilt: für gute wie für schlechte Ideen, bitte, googeln! Es ist das eine wie das andere zu finden.
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22.03.2014, 15:25
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Palma, sicher müssen Ideen bezahlbar sein.
Es gibt Länder, die vom russischen Gas weit abhängiger sind als Deutschland. Energiewende müsste heißen, nicht nach anderen Wegen fürs Gas, sondern andere Möglichkeiten als Gas zu suchen.*
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22.03.2014, 15:38Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Energiesparen wäre angesagt. Aber das ist natürlich für Riesen wie E.on, Vattenfall, OMV kein Geschäft.
Bezüglich Gas gibt es neue (gute
) Ideen: überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in ein Erdgassubstitut umwandeln. Gas kann weit einfacher gespeichert werden als Strom.
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22.03.2014, 15:41Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten




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