Zwischenfall in Kiew:
Ein Swoboda-Abgeordneter, passenderweise Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für Pressefreiheit, hat mit einer Handvoll Kumpanen den Sendechef des staatlichen ukrainischen Fernsehsenders überfallen und und gewaltsam zum Rücktritt genötigt.
Details zum Überfall
Auch bemerkenswert:
Die EU/USA möchte offenbar nicht abwarten, bis in der Ukraine gewählt wird. Die EU wird noch diese Woche mit dieser Kiewer Putschregierung das EU-Assoziierungsabkommen abschließen.
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19.03.2014, 22:29Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
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19.03.2014, 22:30
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Um zu zeigen, dass ein solches Vorgehen, wie Wahlen vorziehen, Truppen in ein souveränes Land zum "Schutz" schicken, obwohl keine Gefahr besteht nicht akzeptabel ist?
Schön wäre es wenn solche Mittel glaubhafter wären und nicht vorher schon gebrochen worden wären. Trotzdem ist es weil es damals ein Fehler war, heute nicht gerechtfertigt die Souveränität eines Landes mit Militärbewegungen zu verletzen.
Für keinen…
Die Ukraine ist währenddessen aus der GUS ausgestiegen und Swoboda sägt hoffentlich an seinem eigenen Ast.
Igor Miroschnitschenko von der rechtspopulistischen Partei Swoboda (Freiheit) drang gemeinsam mit mindestens fünf Helfern in das Büro von Alexander Pantelejmonow (Vorsitzender eines Staatskanals) in Kiew ein und attackierte ihn. Der Senderchef unterzeichnete daraufhin eine Rücktrittserklärung.
http://www.zeit.de/gesellschaft/2014...ehchef-swobodaGeändert von _Farmelli (19.03.2014 um 22:52 Uhr)
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19.03.2014, 23:24Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Ich hab den Angriff auf Alexander Pantelejmonow eben in den Nachrichten gesehen.
Schlimm.
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20.03.2014, 08:32Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Das ist die offizielle Begründung, die jeder kennt.
Faktisch ist sie in meinen Augen lächerlich und scheinheilig. Überall auf der Welt geschehen fast täglich Dinge, die für die betroffenen Menschen größere Leiden bedeuten als das, was den Bewohnern der Ukraine geschah-zumal ein sehr großer Teil (vorsichtig ausgedrückt) nichts gegen die Eingliederung hatte.
Aus dieser Sicht har die Aufregung westlicher Politiker zumindest ein Geschmäckle. Wer sollte ihnen glauben, dass es um Völkerrecht, Demokratie und Menschenrechte geht?
Naja, vielleicht glaubt das Frau Göring-Eckardt wirklich? Verbohrtheit oder Dummheit?
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20.03.2014, 09:18
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Anscheinend will die EU in Putinscher Manier jetzt auch Nägel mit Köpfen machen.
Ich finde das überstürzt.
Und würde jetzt doch gerne von "unseren" Politikern mehr Distanzierung zu Swoboda/Rechter Sektor etc. hören.
Bzgl. politisches Personal: hat die Ukraine wirklich keine anderen Köpfe als die bekannten Oligarchen plus dubiose Rechte? Weit und breit keine Identifikationsfiguren aus der Mittelschicht?
lg lenita
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20.03.2014, 10:37Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Spätestens nach der Sichtung des Videos mit dem "Abgeordneten" Miroschnitschenko tendiere allmählich wirklich zu der Auffassung, daß die EU sich genau solche Idioten ausgesucht und diesen Geld versprochen hat, damit sie schnellstmöglich bindende(!) Verträge im Namen der Ukraine unterzeichnen.
Deshalb also die Eile.
Und was für ein Schaden für die EU.
Unter diesem Gesichtspunkt: Gut, daß Putin das erkannt hat und einen Teil des Volkes der Ukraine in Sicherheit gebracht hat.
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20.03.2014, 10:54
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20.03.2014, 11:15Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Nein, ich finde es aber begrüßenswert, wenn der Westen sich Regierungen nicht einkaufen kann wie im Shopping Center, der City of London oder der Wall Street.
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20.03.2014, 19:37
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Ich finde den Wikipedia Artikel zum *Euromaidan* lesenswert.
Hier steht z.B.:
Zitat:
"Reaktion der russischen Regierung
Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte zu Beginn der Proteste in der Ukraine, sie seien „gut vorbereitet aus dem Ausland“[214][215] und offenbar eigentlich erst für den Wahlwinter 2015 vorgesehen gewesen. Die Proteste erinnerten ihn weniger an eine Revolution, sondern vielmehr an Krawalle. Seiner Meinung nach hätten die Proteste gegen eine legitime Regierung sowohl mit der Demokratie als auch mit den Beziehungen zwischen der Ukraine und der EU wenig zu tun, denn die meisten Demonstranten wüssten nichts von den Forderungen und diskriminierenden Regelungen, die in dem 1000-seitigen Abkommen der Ukraine auferlegt werden sollen. Stattdessen gehe es primär um innenpolitische Machtkämpfe.[216][221]"
Putin wußte also schon Bescheid, daß da in Kiev irgendwas angezettelt werden soll!
Erstaunlich.
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22.03.2014, 08:50Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Auch Russland hat seine NSA.
Erstaunlich finde ich eher unser Eurpa.
Nach jahrelangen Versäumnissen kommen EU-PolitikerInnen drauf, wie zerteilt das Energie-Versorgungssystem, wie abhängig die EU von russischem Gas, usw. ist.
Die Nabucco-Pipeline wurde so schlecht vorbereitet, so blauäugig gegenüber Interventionen gegen eine Unabhängigkeit von Russland, dass sie scheitern musste.
Die EU bildet scheinbar immer nur Arbeitskreise, anstatt gute Ideen in die Tat umzusetzen, klar kann dann Russland politisch die weitgesteckten Grenzen ausreizen, vermutlich ist das Geld der Superreichen ohnehin schon auf den Caymans, außerdem setzen sie auf Zeit, irgendwann dürfen sie wieder hinreisen, wohin sie wollen, auch nach Brüssel.


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