Es scheint in allen Kreisen (Politiker, Journalisten) Konsens zu herrschen, dass die Krim jetzt zu Russland gehört und der Westen keine Chance sieht, die Krim wieder in die Ukraine einzugliedern. Gleichwohl sprechen die meisten, u.a. Merkel, davon, dass das Vorgehen gegen das Völkerrecht verstösst.
Es werden Sanktionen verhängt. Zu welchem Zweck? Oder besser, was sollen die Sanktionen bewirken?
Momentan ist der komplette Westen hilflos und kann Putin bei seiner Landnahme nur zusehen.
Alles Reden und Gezerre hilft nichts.
Die Ukraine selber, die wie eine Torte von Ost und West über den Tisch gezogen wird, kann dem gar nichts entgegen setzen. Dadurch, dass das Land keine wirklich ernste militärische Stärke hat, meint jeder, es für sich annektieren oder gebrauchen zu dürfen.
Antworten
Ergebnis 631 bis 640 von 3730
-
19.03.2014, 15:06
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
-
19.03.2014, 15:10Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Das widerspricht doch gar nicht meiner Sicht. Im Gegenteil: Was folgte denn auf die Vorleistung? Deshalb sage ich ja auch, dass Russland einen Fehler gemacht hat, weil es sein Gegenüber falsch eingeschätzt hat.
Russland wird massiv bedrängt. Die Sache mit Georgien stank bereits zum Himmel (US-Militärberater waren in Georgien, und Bush hätte Saakaschwili mit einem Telefonanruf stoppen können, wenn er das gewollt hätte). Dann kam Libyen, dann Syrien, dann Sotschi und die Ukraine. Währenddessen haben sich diese vom Pentagon bezahlten NGOs in Russland festgesetzt, für den Fall, dass sich eine Gelegenheit ergibt die russische Regierung von innen heraus zu stürzen. - Die Konflikte haben sich allmählich zugespitzt, und wer sie verursacht hat, ist klar. Irgendwann musste Russland reagieren.
Den USA kommt der jetzige, angeblich nicht erwartete Konflikt aber in jeder Hinsicht sehr gelegen.
Sie haben seit 2 Jahrzehnten an der Ukraine hingearbeitet. Hätte das geklappt - super. Wenn nicht - auch super. Denn dieser Konflikt treibt einen Keil zwischen die EU und Russland.
Soll man wirklich so blauäugig sein und glauben, dass das alles rein zufällig passiert, kurz nachdem man in USA das enorme Fracking-Potenzial entdeckt hat? Dieses Erdgas braucht einen Markt, also muss Russland aus dem Geschäft gedrängt werden.Geändert von Inaktiver User (19.03.2014 um 15:36 Uhr)
-
19.03.2014, 15:35Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Die Menschen, die auf der Krim angeblich völkerrechtswidrig "annektiert" wurden, brauchen einem nicht leid zu tun. Sie haben m.E. das längere Ende der Wurst erwischt und haben wahrlich Grund zu feiern, zumal Putin bemüht ist die Konflikte mit den Tataren beizulegen. Ein erstes Zeichen: auch deren Sprache soll auf der Krim Amtssprache sein - neben Russisch und Ukrainisch.
Die Krim bleibt verschont von den Forderungen des Weltwährungsfonds nach Reduzierung von ohnehin mickrigen Renten und Sozialleistungen. Wahrscheinlich werden sie sogar auf das russische Niveau angehoben. Die westlichen Heuschrecken, die aussaugen, was zu holen ist, werden wegbleiben, Moskau ist mit all seinen Möglichkeiten näher gerückt. Die Volkswirtschaften sind kompatibel - anders als die Volkswirtschaften von Ukraine und EU.
Die Menschen in der (übrigen) Ukraine hingegen sind auf ganzer Linie die Verlierer:
Sie haben die Krim verloren.
Das zusammenbrechende Land wird sich, geführt von der US-Marionette Jazenjuk und mit tatkräftiger Hilfe US-amerikanischer Rüstungsunternehmen militärisch aufrüsten, ohne den blassesten Schimmer zu haben, wie es das jemals bezahlen soll.
Es ist eine Mobilmachung beschlossen worden. - Das wird das Land wirtschaftlich bestimmt enorm weiterbringen, von den Kindern, die um ihre Väter zittern müssen, nicht zu reden.
Die Ostukraine (Donezbecken) ist wirtschaftlich von guten Beziehungen zu Russland abhängig. Wie soll es da weiter gehen?
Soros sitzt in den Startlöchern. Nicht umsonst hat er in den letzten Jahren kräftig investiert und seine Fäden gezogen. Interessant sind v.a. die Rohstoffe. Der Weltwährungsfonds wird dem Land seine Bedingungen diktieren, die EU kann nur begrenzt Hilfe für dieses große und wirtschaftlich kranke Land bieten. Die alten Oligarchen sind bereits wieder gerufen worden. Die Korruption wird weitergehen wie gehabt.
Und in der Regierung sowie an vorderster Stelle im Sicherheitsapparat sitzen Faschisten, die vermutlich nicht im Traum daran denken nach etwaigen Wahlen die soeben mittels Molotowcocktails und Kalaschnikows errungene Macht wieder abzugeben.
Wahrlich: die Ukrainer sind nicht zu beneiden.Geändert von Inaktiver User (19.03.2014 um 16:33 Uhr)
-
19.03.2014, 15:58
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Zustimmung zu den Grundgedanken des Artikels.
Auch Zustimmung.
Nochmal Zustimmung.Das heißt aber nicht, dass man Putins Aktionen gutheißen muss.
Das wiederum glaube ich nun überhaupt nicht.Der Typ lebt noch in Zeiten der Sowjetunion ...
Das KÖNNTE sein aus meiner Sicht.... und langfristig schadet er seinem eigenen Land.
Wenn ja, dann m.E. aber nicht wegen der Außenpolitik.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
-
19.03.2014, 17:01Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Zur gestrigen Sendung "Menschen bei Maischberger" ein Link zu einem Artikel, der weitaus besser und interessanter ist als die Sendung selbst:
TV-Kritik: Lektion in Realpolitik bei Maischberger
-
19.03.2014, 17:47
-
19.03.2014, 17:49
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
-
19.03.2014, 18:07
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
So ist es. Mich erschrecken Aussprüche "Unter Freunden wird nicht spioniert", während die Realität seit Jahrzehnten anders aussieht. Statt sich mental und praktisch drauf einzustellen, wird Pathos gelabert.
Der Schulterschluss kann nützlich sein. Situationsbedingt, aber nicht bedingunslos. Irgendwas verwechseln die da dauernd.^^
Und zu G.-E. verweise ich auf Piet Klocke, s.u.^^ Aber dürfen PolitikerInnen auch mal nix sagen, wenn sie nix zu sagen haben?
Verkürzt und laienhaft sehe ich es so: Putin hat die Krim und wird sie sich gewaltlos nicht mehr nehmen lassen. Krieg möchte niemand, also Status.
Die Ost-Ukraine ist in der Schwebe und Verhandlungssache, die Restukraine wird Puffer zwischen EU und Russland, evtl. mit den Vorteilen von beiden Seiten.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating
-
19.03.2014, 18:46Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Link für diejenigen, die sie ungefiltert lesen möchten:
Übersetzung der Rede Putins
Tipp: Interessant wird sie nach langatmiger russlandspezifischer Einführung ab
"Ich wiederhole: ich kann diejenigen gut verstehen, die unter friedlichen Losungen auf den Maidan gingen, um gegen Korruption, ineffiziente Staatsführung und Armut zu protestieren"
(evtl. Suchfunktion nutzen)
-
19.03.2014, 22:10Inaktiver User


Zitieren
