Ich möchte keine Sanktionen gegen Rußland. Auch aus anderen Gründen nicht, es sind nämlich genauso unsere Freunde und Partner wie die USA. Und ich möchte außerdem nicht, daß vom Bürger verdientes Steuergeld dazu benutzt wird, ein faschistisches Regime zu unterstützen. Und ich möchte auch nicht, daß ein faschistisches Regime von Deutschland politisch unterstützt wird. Ich möchte deshalb, daß den mindestens mal faschistoiden Zügen der ukrainischen Übergangsregierung erstmal nachgegangen wird, bevor man sich neben sie stellt. Deutsche Politiker reden von Faschisten, Gysi, Verheugen.
Verheugen kritisiert Ukraine-Politik der Bundesregierung
Der ehemalige EU-Erweiterungskommissar, Günter Verheugen (SPD), hat die Unterstützung der Bundesregierung für die Ukraine im Konflikt mit Russland scharf kritisiert. "Das Problem liegt eigentlich gar nicht in Moskau oder bei uns. Das Problem liegt ja in Kiew, wo wir die erste europäische Regierung des 21. Jahrhunderts haben, in der Faschisten sitzen", sagte Verheugen im WDR . Noch sei es nicht zu spät, um den Konflikt zwischen Russland und dem Westen zu lösen.
Verheugen kritisiert Ukraine-Politik der Bundesregierung - Politik - Ausland - Hamburger Abendblatt
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19.03.2014, 10:10Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Geändert von Inaktiver User (19.03.2014 um 11:49 Uhr)
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19.03.2014, 10:21
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Im Gegenteil! Ich sehe Putin nicht ohne Vorbehalte; Misstrauen ist angesagt, aber als einzige Verhandlungsbasis dumm.
Merkel ist mir völlig ein Rätsel. Sie telefoniert dauernd mit Putin, bringt aber nur negative Aspekte Russlands in die Öffentlichkeit. Da muss doch auch Verständigung über viele Punkte da sein, sonst würden sie ja gar nicht mehr miteinander reden...
Die EU sollte sich nicht so von Hetze der USA anstecken lassen. Die Amerikaner verfolgen ihre Ziele. Die EU ist ihnen ziemlich egal, wenn es nicht um ihre Interessen geht. Die Folgen einer Eskalation würden sie selbst kaum spüren, Westeuropa sehr wohl.
Das Geschwätz, Russland vom G8-Gipfel auszuschließen, ist m.E. grober Unfug. Russland sollte viel mehr eingebunden werden. Dialog ist für mich der einzige Weg.
Die Rede Putins gestern hatte ein paar nachvollziehbare Details. Er sagte z.B., dass Russland die Wiedervereinigung Deutschlands unterstützt habe und Deutschland jetzt sicher auch Russland und die Krim unterstützen werde...
Ob er damit recht hat, kann ich nicht beurteilen. Mir zeigt das nur, dass er "uns" anspricht und nicht an uns vorbei argumentiert, wie das umgekehrt der Fall ist. Es ist nicht Putin, der den Dialog abbricht, und da könnte immer angesetzt werden.*
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19.03.2014, 11:15Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Und wie findest du die Undifferenziertheit, mit der wir permanent von den Medien berieselt werden? Jeder, der nur drei gesunde graue Zellen besitzt, muss sich von der Propaganda - denn anders kann man es wirklich nicht bezeichnen - beleidigt fühlen.
Apropos Reaktanz ...
Geändert von Inaktiver User (19.03.2014 um 12:19 Uhr)
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19.03.2014, 11:22
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Was sind denn "die Medien", dradio macht super debatten mit pro/kontra, die Zeit ist klasssicher Weise ein debattenmagazin mit pro/contra…die Medien namentlich das Internet bieten die alle pro/contra debatten im Bundestag an...
klar man sollte weder Stern oder Bild kaufen, allerdings sollte das selbstverständlich sein.
Dieses manipulative…merkt ihr wie "die Medien", aber dann zwielichtige Youtubevideos anbieten… Dass sich da zwei Mächte mit verschiedenen Interessen sich gegenüber stehen sollte hoffentlich klar sein.
Es gibt wohl viele die Verschwörungstheorien ganz spannend finden, allerdings sollte die aufhetzung irgendwo aufhören. Und das hier empfinde ich als Aufhetzung übrigens egal ob Pro/Contra, ich will keinen Krieg. Punkt.Geändert von _Farmelli (19.03.2014 um 11:44 Uhr)
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19.03.2014, 11:29Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Ich sehe es als ganz normal an, dass die USA ihre eigenen Interessen im Auge haben und dafür andere mit ins Boot holen möchten. Nur sollten die EU-PolitikerInnen nicht Emotionen sondern den Verstand spielen lassen und ebenfalls die eigenen (unsere) Vorteile bzw. Nachteile in der Sache, wie du sagst, nicht aus dem Auge verlieren. Der verbale Ausrutscher von Frau Nuland
dürfte die Bedeutung der Verärgerung über die Nutzlosigkeit der EU für die Erfüllung der amerikanischen Wünsche in der Ukraine-Krise treffend in Worte gefasst haben.
Ein Eigentor.
Na ja, soweit ich mich erinnere, gab es vor der Wiedervereinigung große finanzielle Probleme in Russland (im Spiegel stand damals etwas von fehlenden 5 Milliarden Dollar), deren Lösung Kohl für eine Zustimmung Gorbatschows zur Wiedervereinigung versprach.
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19.03.2014, 11:43Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Waren 5 Milliarden nicht auch damals schon sog. "Peanuts"?

Meiner Empfindung nach betreibt Rußland eine Politik des "Gebens und Nehmens". Sie halten sich an ihre Abmachungen, gewähren auch durchaus "persönliche Unterstützung" (deutsche Wiedervereinigung z.B.; Hat aber sogar lange Tradition, z.B. Abtretung Alaskas, was (bzw. weil es) ja eher regional zu USA gehört als zu Rußland), erwarten aber auch, daß man sie nicht in ihren Interessen übersieht. Das wurde aber getan, indem man sie nicht in die Nato aufnahm, die Nato nach Osten hin ausweitete und all sowas. So kam "die Krim zustande", so würde ich das jetzt beurteilen.
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19.03.2014, 11:49Inaktiver User
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19.03.2014, 11:51
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Ich lese es ähnlich mit dem Zusatz, dass die eigentliche Forderung Russlands - die ja damals den Warschauer Pakt (das östliche Gegenstück zur Nato) aufgelöst haben, implizit gerne gesehen hätten, dass die Nato auch aufgelöst wurde/wird und statt dessen multilaterale Verhandlungen gemacht werden.
Die Nato existiert noch, weshalb rückwirkend die Auflösung des Warschauer Pakts als "Verlierer des kalten Kriegs" angesehen wird. Das will Putin nun wieder gerade biegen.
Meinetwegen finde ich die Forderung statt irgendwelcher Militärbündnisse, multilaterale Beziehungen zu pflegen gut und weise, allerdings auch ein bisschen zu idealistisch. Natürlich schließen sich Länder zusammen. Es hält im Grunde ja niemand Russland auf, sich auch Bündnispartner zu suchen und sie von den Vorteilen zu überzeugen.
Allerdings denke ich, dass man in egal welcher Konstellation die staatliche Souveränität der Bündnispartner respektieren sollte. Ganze Länder einverleiben ist eher ein Zeichen nach Außen, was möglichen Bündnispartnern abschrecken könnte. Von daher verstehe ich die Strategie nicht bzw. halte sie nicht für klug.
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19.03.2014, 12:02Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Die ARD und ZDF sind "die Medien", denen ich mich bediene, wenn ich auf schnelle Informationen angewiesen bin. Nicht jeder kann sich den Luxus leisten, Tag und Nacht im Internet rumzuhängen und stundenlange Debatten im Bundestag zu verfolgen - manche Leute müssen nämlich arbeiten. Ich bilde mir ein, dass ich von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt wie die ARD einigermaßen ausgewogene Informationen und Berichterstattung erwarten darf.
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19.03.2014, 12:09Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Natürlich floß Geld. Und auch wenn Rußland das sicher damals brauchen konnte, die Bezahlung ist doch fast mehr symbolisch, oder jedenfalls nicht das Wesentliche. Wichtig daran ist: "Normalerweise" werden Gebiete erobert, nicht rechtmäßig verkauft. Und das ist das Besondere daran gewesen, Rußland hat damit eine militärische Auseinandersetzung darüber verhindert. Es hat eingesehen, daß dieser Bereich ja auf dem amerikanischen Kontinent liegt, und deshalb von dort ein großes Interesse besteht, kein russisches Land dort zu haben.
Bei der deutschen Wiedervereinigung war es im Grunde ähnlich. Das ein großes Interesse Deutschlands daran besteht, stand fest. Daß man gute partnerschaftliche Beziehungen haben möchte, ebenso.
Die jeweiligen Kaufpreise waren sicher von Rußland begrüßt, aber nicht der Grund des Verkaufens.
So empfinde ich das wenigstens.



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Glaub ich nicht.