Die Frage ist einfach zu beantworten: die Richtung wird von den USA bestimmt.
Ziel ist es die Ukraine in die westliche Einflusssphäre zu ziehen, d.h. Leuten wie George Soros, die schon in den Startlöchern stehen, Business Opportunities zu eröffnen und einen Nato-Stützpunkt zu errichten, der Russland militärstrategisch in die Enge treibt.
Über die Interessen der Deutschen und Europäer habe ich mir einige Gedanken gemacht.Man sollte doch meinen, dass es um die Menschen in der Ukraine geht und man kann sich fragen, wo die deutschen Intressen in der Sache liegen? Dass es friedlich bleibt vielleicht?
Erstens sollte man sich von der naiven Illusion verabschieden, dass es bei solchen Konflikten irgend einer Seite um die Menschen ginge.
Zweitens:
a) Die USA steuern alles, was in Kiew passiert.
Nuland selbst hatte vor einer der US-Ukraine-Organisationen erklärt, dass die USA seit mehr als 20 Jahren an einem Anschluss der Ukraine an die US-Einflusssphäre arbeiten und dafür bisher 5 Milliarden Dollar ausgegeben haben. Die Ukraine ist von großer militärstrategischer Bedeutung und verfügt über wichtige Bodenschätze.
b) Die Briten merken auf, was die USA sagen und babbeln grundsätzlich alles nach, was auch immer es sein mag.
c) Der französische Präsident Hollande will von seinem spektakulären innenpolitischen Scheitern ablenken.
d) Polen ist einerseits treuer Verbündeter von USA und GB, gehört gemäß Rumsfeld-Einteilung zum "new Europe". Zugleich will Polen nicht mehr EU-Außengrenze sein, sondern weiter in die "Mitte" der Union rücken - hat also auch eigene Interessen in der Sache, zumal die Westukraine zeitweise polnisch war.
e) Die Deutschen sehen sich einer starken Fraktion aus USA, GB, Frankreich und Polen gegenüber, die das Regime der Ukraine stürzen wollte, um ein EU-Assoziierungsabkommen inclusive Nato-Beitritt zu erzwingen. Diesmal wollte die deutsche Regierung nicht wieder abseits stehen (siehe UN-Abstimmung zu Libyen). Deshalb ist Deutschland - vielleicht sogar wider besseren Wissens und gegen eigene Interessen - mit dabei, tritt aber zugleich ein wenig auf die Bremse.
Geht es um Sanktionen, dann dreht sich das Karussel:
a) Die USA haben keine engen Beziehungen zu Russland, sind daher für schmerzhafte Sanktionen. Die Kosten können andere tragen.
b) Die Briten sagen: alles was ihr wollt, aber nicht gegen unseren Finanzsektor.
c) Die Deutschen wollen ihre Industrie nicht schädigen und beziehen aus Russland Erdgas.
d) Osteuropäische EU-Staaten wie Slowakei, Bulgarien und Rumänien (sowie evtl. weitere, das weiß ich nicht) sind zum großen Teil stark von Russland abhängig.
Insgesamt ist klar, dass die Sanktionen nicht nur einstimmig beschlossen werden müssten, sondern auch nur einstimmig aufgehoben werden könnten. Das würde auf viele Jahre massive wirtschaftliche Verwerfungen bedeuten, und das in einem Europa, das sich noch immer nicht ganz von der US-amerikanischen Hypotheken- und Finanzkrise erholt hat.
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10.03.2014, 20:48Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Geändert von Inaktiver User (10.03.2014 um 21:07 Uhr)
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10.03.2014, 20:48Inaktiver User
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10.03.2014, 20:52Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Wo ist das Problem? Die eine Realität wird uns von ARD und ZDF, von Bildzeitung, Spiegel und Stern serviert, die andere Realität siehst du hier d.h. im Internet, und von der Gegenseite.
Das bedeutet, man sieht auf diese Weise beide Seiten - ein großer Vorteil, falls man sich eine eigene Meinung bilden will.
Einfach mal die Videos anschauen - z.B. die Bulldozer, und in welche Richtung sie wirklich stehen. Vergleichen mit dem, was unsere Medien behauptet haben. Oder die Männer mit den Gewehren anschauen und überlegen, zu welcher Seite sie wohl gehören könnten. Das primitive Subjekt mit Kalaschnikow und Messer anschauen und sehen, wie es einen Gemeinderat bedroht. Die brennenden Polizisten sehen, die so "blutig gegen friedliche Demonstranten" vorgingen. Die aufschlussreichen Äußerungen des tschechischen Außenministers auf der Pressekonferenz in Brüssel hören. Die Inszenierung der Pro-EU-Demonstration sehen, den Fackelumzug des rechten Sektors. Dich fragen, ob du als Einwohnerin der Krim bei solchen Bildern eher Angst vor disziplinierten russischen Einheiten oder Angst vor den Faschisten bekommen würdest.Woher sollte ich das wissen, schließlich sind die Russen nun auch Partei des Geschehens und schicken Busladungen nach Denezk oder Odessa zum demonstrieren.
Kurzum: anschauen, und dann vielleicht die kleinen grauen Zellen aktivieren. Um mehr geht es nicht.
.Geändert von Inaktiver User (10.03.2014 um 21:20 Uhr)
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10.03.2014, 20:57Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Dieses Gesocks gibt es schon. Nur halte ich sie sie nicht für die Urheber des Geschehens und eher für eine kleine Partei, die im Verlauf immer größeren Einfluss gewonnen hat. Der "gleichgeschaltete" Weltspiegel hat gestern eine sehenswerte Sondersendung gebracht.
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10.03.2014, 20:59Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Wieso, ich finde das nicht abwertend, es ist eine Feststellung. Hier ist doch nicht jeder Experte und könnte in einer öffentlichen Fernsehdiskussion einen sinnvollen Beitrag leisten, oder? Also ich könnte es nicht, und wollte es deshalb auch nicht. Trotzdem lese und schreibe ich aber hier, was aber nicht von besonderem Gewicht ist, denn hier ist doch sowas wie "Volkes Stammtisch", wir tauschen Informationen und Meinungen aus, kommen vielleicht auch mal zu neuen Erkenntnissen usw., man kann durchaus auch mal drauflosplappern, das wieder revidieren, usw..
Was einer in einer bekannten politischen Talkshow von sich gibt, ist schon von wesentlich größerem allgemeinen Interesse und hat vor allem auch durchaus Gewicht. Da sollte man sich wirklich kundig machen, wenn man es nicht bereits ist, und vor allem sich genauer überlegen, was man von sich gibt.
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10.03.2014, 21:10Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Wegen der Krise in der Ukraine hat die Nato Awacs-Aufklärungsflüge über Polen und Rumänien angekündigt.
Zur Überwachung der Krise in der Ukraine entsendet die NATO AWACS-Aufklärungsflugzeuge nach Polen und Rumänien. Das beschloss der NATO-Rat am Montag in Brüssel, wie ein NATO-Vertreter mitteilte. Die Aufklärungsflugzeuge starten demnach vom deutschen Geilenkirchen und vom britischen Waddington.
Die USA wollen bis Donnerstag außerdem 300 Soldaten nach Polen verlegen. Sie sollen an einem lange geplanten Manöver teilnehmen, doch Washington hat dies wegen der Krim-Krise ausgeweitet. Bisher haben die USA nur gut ein Dutzend Ausbilder in Polen stationiert.
Quelle
Alles klar, Colonna?
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10.03.2014, 21:16Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Medien müssen immer auch kritisch betrachtet werden, daher ist es ja ganz gut, Aussagen verschiedener Medien auch zu vergleichen. Oft geht es z.B. ums Weglassen. Augstein in der Illner-Talkshow war m.Kenntnis nach z.B. einer der wenigen, der die Extremisten mal explizit thematisiert hat.
Geändert von Inaktiver User (10.03.2014 um 21:26 Uhr)
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10.03.2014, 21:29Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Generell stelle ich fest, dass inzwischen die Zeitungskommentare nachdenklicher werden. Es gibt immer noch die Propaganda-Berichte wie aus den ersten Wochen. Aber seit das Abkommen geplatzt ist, das die EU verhandelt hatte und seit auch Faschisten die Macht ergriffen haben, wendet sich ein wenig die Stimmung. Durch das russische Eingreifen auf der Krim wird man erst recht nachdenklich, denn einen Krieg will in Europa niemand.
Aber die Propaganda wird wieder voll zuschlagen, falls die Spannungen mit Russland nicht beigelegt werden.
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10.03.2014, 22:28Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Hältst Du denn dieses Video für gestellt?
Kiewer EU-Faschisten ergriffen die Macht (18+) - YouTube
Bist Du dann etwa der Meinung, das Europaparlament hat an einem Fake mitgearbeitet? Denn es ist ja eindeutig eine ineinanderübergehende Aufnahme, also kein Schnitt, die Kamera schwenkt. Das wäre dann allerdings auch eine Nachricht wert und aufschlußreich.
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10.03.2014, 22:55



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