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  1. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Die Zahl der Toten ist auf 5.400 geklettert, Zehntausende Verletzte gibt es, es gibt Vertreibungen, Zerstörungen, und Haß.
    Besuch in Kiew und Moskau: Ukraine: Merkel und Hollande auf Friedensmission - heute-Nachrichten

    Die Ukrainer wollen nicht mehr kämpfen für Kiew (siehe auch obiger Beitrag). Kiew fordert weiterhin Hilfe vom Westen (nicht humantäre Hilfslieferungen sind gemeint, sondern "Hilfe" ist Synoym für: Waffen).
    Ukraine: Petro Poroschenko fordert Waffen, Joe Biden lehnt ab - SPIEGEL ONLINE

    In der US-Regierung baute sich Druck auf, dieser ukrainischen Forderung nach Waffen nachzugeben.
    Ukraine: Poroschenko fordert moderne Waffen von der Nato | ZEIT ONLINE

    Wieder Krieg in Europa? Womöglich mit Waffenlieferungen gefördert von unseren Verbündeten USA? Das stößt zum Glück nicht auf Gegenliebe:
    US-Waffen für die Ukraine?: Obama will erst mit Merkel sprechen - n-tv.de

    Man rudert erfreulicherweise zurück:
    Biden verwirft militärische Lösung für Ukraine-Konflikt - Politik - Süddeutsche.de

    Merkel und Hollande gehen in die Offensive und starten eine "Friedensmission". Heute waren sie in Kiew:
    Besuch in Kiew und Moskau: Ukraine: Merkel und Hollande auf Friedensmission - heute-Nachrichten

    Die Forderungen gegenüber Kiew sind, nach all den Monaten der Zugeständnisse zu teilweise Unglaublichkeiten (Verständnis für 'Schutzwall', für Bombardierungen im eigenen Land etc.), überraschend hoch: Man will unmittelbaren Waffenstillstand, weitreichende Autonomie für die Separatisten, und das in einem größeren Gebiet als bislang besprochen.

    (Die Haltung gegenüber Kiew hat sich schon seit Anfang Dezember recht plötzlich und wundersamerweise zusehends geändert.)

    Die Zusage dazu will man Poroschenko "abringen", und fährt dazu offenbar recht schwere nichtmilitärische Geschütze auf:
    Poroschenko will man klarmachen, dass die letzte Chance gekommen sei, die Ukraine vor einer militärischen Niederlage und dem wirtschaftlichen Kollaps zu retten.
    Neuer Friedensplan für die Ukraine - Politik - Süddeutsche.de

    Danach geht es mit den - hoffentlich erfolgreichen - Ergebnissen nach Moskau, wo man sich scheinbar sogar etwas anbiedern will. Dann ist Münchner Sicherheitskonferenz, wo alle (Kiew, Moskau, EU, USA) zusammenkommen. Dann geht's Sonntag für Merkel nach USA. Ein Marathon für die Beilegung der militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und für eine allgemeine Konfliktbeilegung, der hoffentlich zum Ziel führt. Was dann noch bleibt, ist nämlich vermutlich auch schon schwierig und schlimm genug.

    Aber Krieg, das braucht nun wirklich kein Mensch, so zivilisiert sollten wir alle in Europa sein mittlerweile. Die ukrainische Bevölkerung (geflohene einberufene Reservisten) hat es bereits durch ihr Handeln geäußert, daß sie beim Krieg nicht mehr mitmachen will/wird.


    P.S.:
    Die Forderungen gegenüber Kiew sind, nach all den Monaten der Zugeständnisse zu teilweise Unglaublichkeiten (Verständnis für 'Schutzwall', für Bombardierungen im eigenen Land etc.), überraschend hoch: Man will unmittelbaren Waffenstillstand, weitreichende Autonomie für die Separatisten, und das in einem größeren Gebiet als bislang besprochen.
    In anderen Zeitungen werden Dementis bezüglich solcher Inhalte eines Friedensplanes von der Bundesregierung geschildert.
    Geändert von Inaktiver User (06.02.2015 um 13:12 Uhr)

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    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Ich glaube, dass Merkel und Holland zwar "auf Friedensmission" sind, könnte mir aber vorstellen, das dies nur ein Versuch für die Öffentlichkeit sein soll. Merkel wird ja schon am Wochenende in die USA fahren, ihr Wetterfähnchen gen Westen umschwenken und sich zu Waffenlieferungen überreden lassen. "Schließlich" hätte man ja versucht Frieden zu schließen. Dann aber "gute Nacht"
    Geändert von Ati (05.02.2015 um 23:03 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Ati Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass Merkel und Holland zwar "auf Friedensmission" sind, könnte mir aber vorstellen, das dies nur ein Versuch für die Öffentlichkeit sein soll. Merkel wird ja schon am Wochenende in die USA fahren, ihr Wetterfähnchen gen Westen umschwenken und sich zu Waffenlieferungen überreden lassen. "Schließlich" hätte man ja versucht Frieden zu schließen. Dann aber "gute Nacht"
    Hollande sagte tatsächlich: "Es wird nicht gesagt werden können, daß Frankreich und Deutschland nicht alles versucht und unternommen hätten, um den Frieden zu wahren".

    Statt, daß er sagt: "Wir werden alles versuchen/daransetzen, den Frieden zu wahren!" (so hätte man es doch eigentlich erwartet, finde ich)
    Hollandes Aussage (im Video):
    Merkel in Kiew: Die verzweifelte Suche nach Frieden für die Ukraine - DIE WELT

    Oder Steinmeier sagte: "Ich will keine Chancen herbeireden, die eher Hoffnungen wären als wirkliche Chancen"

    Merkel in Kiew: Die verzweifelte Suche nach Frieden für die Ukraine - DIE WELT

    Hm, ist auch komisch. Was wäre schlimm daran, Chancen (Chancen auf Frieden!) herbeizureden? Herbeireden ist doch nur bei Dingen schlimm, die man in Wahrheit nicht haben möchte.

    im gleichen Atemzug sagte er, diese Initiative von Merkel und Hollande sei "die letzte Chance" (im Kontext dort: den Konflikt mit diplomatischen Mitteln zu lösen).
    Merkel und Hollande in Kiew: Poroschenko sieht Hoffnung für Frieden | tagesschau.de

    Warum auch immer sie so komisch daherreden, - kann ja unbedeutende Gründe haben. Hoffen wir, daß eine friedliche Lösung gelingt!

    Merkel wirkt auf den Bildern von dem Treffen unerwartet aufgeräumt, gar nicht angespannt, finde ich, als ginge es entweder um nix, oder aber sie hat die friedliche Lösung "schon in der Tasche". Hoffen wir Letzteres, und das muß es ja eigentlich sein, Ersteres trifft ja nicht zu.

    Jetzt müssen wir bis morgen, bzw. eigentlich bis Montag, da ist sie beim USA Besuch, abwarten, ob uns unsere Volksvertreter Frieden oder aber Krieg in Europa bescheren. Ich hoffe sehr, daß alle Befürchtungen, die man so haben könnte, sowieso unnötig wären, und jetzt mit friedlichen Mitteln Frieden angestrebt und auch erreicht wird! (mal endlich! Ein Jahr geht die Misere ja bereits).
    Geändert von Inaktiver User (06.02.2015 um 12:02 Uhr)

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    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich, es ist einfach nur zum


    Die im Artikel oben verlinkten Fliehenden sind übrigens viel mehr Kriegsdienstverweigerer als Kriegsflüchtlinge. Sie fliehen, weil sie beim Krieg nicht mitmachen wollen.

    "Stell Dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin".
    Und deshalb sind nun die Frauen an der Reihe http://www.newsweek.com/ukraine-arme...t-cycle-304276

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    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Ukraine-Krise: Merkel und Hollande verhandeln mit Putin - SPIEGEL ONLINE

    War wohl doch nicht die beste Idee, den russischen Bären zu wecken. Putin ficht das nicht mehr an.
    Europa ist am Zug, nicht Putin, wie uns einige unterbelichtete Hinterbänkler regelmäßig weiß machen wollen. Viele Giftpfeile haben die Europäer sowieso nicht mehr im Köcher. Das Pulver ist verschossen, die Amis wollen den Krieg in Europa und werden Putin weiter herausfordern.
    Die nächste Eskalationsstufe wird erreicht, wenn die ersten schweren Waffen gen Kiew geliefert werden. Putin wird den Ukrainern schon zeigen, wo der Hase lang zu laufen hat. Druck erzeugt nun mal Gegendruck.
    Wie degeneriert muss man eigentlich sein, sich mit einem Weltreich anzulegen.

  6. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Merkels und Hollandes Reise ist die bedeutendste Friedensanstrengung des Westens seit Beginn der Kämpfe im Osten der Ukraine.

    Das ist ja sehr lobenswert. Hätten weise Politiker allerdins auch tun können, bevor die Lage sooo heikel geworden ist, solche "bedeutenden Friedensanstrengungen". Man hat ganz schön lange "gezockt und mit dem Feuer gespielt".

    Die Zeitung "Die Welt" berichtete, in EU-Diplomatenkreisen werde davon ausgegangen, dass die US-Regierung mit Waffenlieferungen an Kiew beginnen werde, sollten die Initiative von Merkel und Hollande scheitern.

    Waffenlieferungen sind vom Ergebnis dieser für alle "überraschenden", wie es überall in den Medien hieß, also eher schon fast spontanen Unternehmung von Merkel und Hollande abhängig? Finde ich seltsam.

    Der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Josh Earnest, betonte, bei der Diskussion um mögliche Lieferungen wolle man sich eng mit Berlin abstimmen. Merkels Meinung "bedeute dem Präsidenten eine ganze Menge".
    Ukraine-Krise: Merkel und Hollande verhandeln mit Putin - SPIEGEL ONLINE

    Hier tragen wenige, aber eine große Verantwortung.

    Eine kurze Zusammenfassung gibt es hier:
    http://www.handelsblatt.com/meinung/.../11340452.html
    Geändert von Inaktiver User (06.02.2015 um 19:26 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    die Amis wollen den Krieg in Europa und werden Putin weiter herausfordern
    Ich glaube, dass es von Anfang an der Plan der USA war, Russland herauszufordern. Die Ukraine war nur Mittel zum Zweck.

  8. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Ich find's ganz allgemein gruselig, wenn einige wenige Leute über Krieg oder Frieden bestimmen. Über sowas sollte unbedingt eine Volksabstimmung erfolgen. Wahrscheinlich hätte von Anfang an in der Ukraine niemand eine Waffe in die Hand genommen.
    So kann man nur hoffen, daß diese "wenigen Leute" vernünftig sind, - oder zusehends "einfach keiner mehr hingeht".
    Geändert von Inaktiver User (06.02.2015 um 12:11 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Hier nochmal die Aussage von Hollande zum Nachlesen:
    Der französische Staatspräsident François Hollande
    "Es wird nicht gesagt werden können, dass Frankreich und Deutschland nicht alles versucht und getan haben, um den Frieden zu erhalten."


    http://www.phoenix.de/kerry_zu_krise...iew/912466.htm

    Und dies sagte US-Vizepräsident Kerry:
    "Unsere Wahl ist die Diplomatie."
    US-Außenminister John Kerry

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Po...rchbruch-.html

    Und aus Rußland kommt:
    Das russische Außenministerium erklärte bereits, zentrales Thema sei eine dauerhafte Waffenruhe in der Ukraine.

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/in...9f76f9f14.html

    Die einen wollen alles tun, um den Frieden zu erhalten, die andern wählen die Diplomatie als Mittel, die nächsten sehen als zentrales Thema die Waffenruhe. Das sind eigentlich gute Voraussetzungen für friedliche Lösungen.

    Allerdings, es gibt da ja noch die Ukraine, in der der Konflikt ja besteht, und die

    sind im Parlament mehrheitlich für US-Waffenlieferungen und gegen Waffenstillstandbemühungen. Unglaublich zwar, aber so der Tagesspiegel:
    Im Parlament, der Werchowna Rada in Kiew, ist die Stimmung mehrheitlich für US-Waffenlieferungen und gegen weitere Versuche, die Minsker Waffenstillstandbemühungen wiederzubeleben.
    http://www.tagesspiegel.de/politik/b.../11334224.html

    Jedoch haben sie sich wahrscheinlich längst so abhängig gemacht, und wollen es ja auch nicht als einen Konflikt im Lande sehen, den sie selbst zu lösen hätten, d.h. ja, sie wollen keine Eigenverantwortung übernehmen für das ganze Land, so daß sie eigentlich gar nicht mehr selbstbestimmt entscheiden können. Es wird also eher über sie entschieden. So kommt es mir jedenfalls vor.
    Geändert von Inaktiver User (08.02.2015 um 01:06 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass es von Anfang an der Plan der USA war, Russland herauszufordern. Die Ukraine war nur Mittel zum Zweck.
    Wir Europäer waren doch so dämlich und haben geglaubt die Ukraine einvernehmen zu können und die EU Außengrenze zu erweitern. Die USA haben unsere Selbstüberschätzung ausgenutzt. Diese Befehlshaber inkl. Fr.v.d.L. sollten nach meiner Auffassung direkt nach Moskau mitfliegen und über dem Kriegsgebiet mit Fallschirm abgeworfen werden, damit die mal langsam kapieren, worüber die überhaupt sprechen.

    Da bekommt man nur noch kalte Wut über so viele Starrsinn und Selbstüberschätzung. Diese Unterbelichteten debattieren noch heute über ihre Großzügigkeit, den Russen nicht in die Knie zwingen zu wollen. Der Putin kann doch nur mit dem Kopf schütteln, den Westen kann man nicht wirklich ernst nehmen.

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