Und wieder wirft in der Ukraine jemand das Handtuch. Nein, nicht Klitschko, auch wenn das eine Redewendung aus seiner vorhergehenden Beschäftigung ist.
Sondern die Korruptionsbeauftragte Tetjana Schronowil. Sie bezeichnet ihre Arbeit als "nutzlos", da Jazenjuk keinen politischen Willen habe, gegen Korruption und die Oligarchen im Land vorzugehen, weshalb der Ukraine jährlich 30 Milliarden verlorengingen. Nicht 30 Milliarden Griwna (so heißt glaube ich die ukr. Landeswährung), sondern 30 Milliarden US Dollar (in Worten: Dreißig ! Milliarden! ). Die Ukraine wäre damit praktisch saniert, IWF und EU bräuchten sie nicht oder doch kaum mehr mit ihren Milliarden zu unterstützen, die Ukraine könnte ihre Gasschulden gewissermaßen aus der Portokasse bezahlen (ja, übertrieben gesagt), vielleicht bliebe sogar noch was hängen, um wieder Transferleistungen, sogar Renten zu bezahlen, die notleidende Bevölkerung in der Ostukraine mit Brot und einem neuen Dach über dem Kopf zu unterstützen.
Die Dame ist nicht wirklich im Verdacht, irgendwie 'prorussisch' zu sein, würde ich meinen, (die Zeitung, in der der Artikel steht, hoffentlich auch nicht), aber prüft selbst.
Ukraine: Jazenjuk hat keinen politischen Willen, Korruption zu bekämpfen | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN
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03.09.2014, 13:07Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Geändert von Inaktiver User (03.09.2014 um 13:19 Uhr)
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03.09.2014, 13:11
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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03.09.2014, 13:16Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Meiner Meinung nach,- die Ukraine könnte ihre Probleme vermutlich schon lösen. Aber dazu gehören ein Gefühl, für die eigene Bevölkerung, aber auch eines der Selbstverantwortung, sowie Tatkraft, Mut, und auch der Wille dazu. Ein beständiges nur auf andere Zeigen, und dann von anderen fordern, fordern und - fordern. Das ist kein eigener Weg in eine selbstbestimmte Richtung, sondern eher eine Sackgasse.
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03.09.2014, 13:26Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Und wenn man es genau nimmt, müßte man ja fast sagen, auch diese Gruppen haben sogar ein gewisses Recht (gegenüber dieser Regierung) "erworben", daß auch sie irgendwie zufriedengestellt werden. ('Die ich rief, die Geister..', so meine ich das). Denn auch sie haben ihrLeben eingesetzt, um gewisse Kiewer Ziele durchzusetzen. oder sie sind möglicherweise nur dazu benutzt worden. Man hat es ja auf dem Maidan gesehen, was dabei herauskommt, wenn die Leute sich benutzt fühlen. Man erinnere sich daran, als Klitschko nach dem erfolgreichen Einsetzen der Übergangsregierung den Maidanaktivisten so sinngemäß sagte: 'So, Ihr habt jetzt Eure Schuldigkeit getan, nun aber geht'. Die waren nicht beglückt darüber.
Poroschenko muß wohl die Gratwanderung hinbekommen, den Osten zu befrieden (was letztlich nichts anderes heißt als: Aufhören, dort herumzubomben), ohne daß es eine Kapitulation ist.
Die Ukraine muß letztlich an der Lösung dieses Konfliktes noch innerlich erstarken, zusammenwachsen. Die Ideen des Mitverfassers der alten und jetzt wieder gültigen ukrainischen Verfassung, Wladimir Malinkowitsch, finde ich dahingehend eigentlich ganz gut, sofern ich das beurteilen kann, ich verlinke nochmal, ich fand's echt lesenswert:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2...lan-waffenruheGeändert von Inaktiver User (03.09.2014 um 13:42 Uhr)
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03.09.2014, 13:27
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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03.09.2014, 13:31
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Jedes Land, vom kleinsten bis zum grössten, ist immer ein "Spielball von geopolitischen, strategischen und wirtschaftlichen Interessen" - niemand ist allein in der Welt auf einer einsamen Insel.
Gerade darum ist es wichtig, dass Regierungen ihre Spielräume klug nutzen. und glücklich das Land, das eine Regierung hat, die das tatsächlich kann und auch tut.
gruss, barbara
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03.09.2014, 13:38Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Das hast Du sehr gut gesagt, Bae, finde ich. Ich sehe das sehr ähnlich. Dieses "Spielball von USA" oder wem auch immer sein, wird unterdessen auch ein wenig wie eine Ausrede oder ein Freibrief benutzt, daß keine Regierung mehr selbstverantwortlich handeln müsse, weil sie angeblich ja nicht können. USA z.B., die machen auch nichts anderes, als ihre Interessen vertreten, ist ja an sich auch richtig so. Und das sollte, wie Du sagst, von jedem Land so geschehen, und natürlich im doch immer gegebenen Verbundensein mit allen anderen Nationen, was dann auch heißt, auch mal Rücksichtnahme, Berücksichtigung von anderen etc.
Du schriebst "Spielräume klug nutzen", so ist das gut ausgedrückt.
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03.09.2014, 13:40
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Naja, die Ukraine ist in der Situation sicher noch einmal etwas Besonderes. Eine sehr schwere Vergangenheit macht es schon problematisch, sich überhaut sich als Nation zu verstehen, Korruption und Vetternwirtschaft laugen das Land aus, der CIA macht seine Spielwiese daraus... ich kann dem ukrainischem Volk da keinen Vorwurf machen, es wird ihnen wahrhaftig nicht leicht gemacht. Eine richtige, wie auch immer legitimierte Regierung gibt es ja zur Zeit ohnehin nicht.
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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03.09.2014, 13:46Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
DAs stimmt schon, ernesto. Ohne großen Mut, viel Tatkraft und einen echten Willen, (plus einiges andere) das zu tun, wird es wohl eher nix werden.
Geändert von Inaktiver User (03.09.2014 um 13:51 Uhr)
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03.09.2014, 13:49Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten


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