Du fändest also gut, wenn die Staatschefin eines der wichtigsten Länder der EU und der Welt dem neuen allerdings noch nicht im Amt seienden Chef der Ukraine gratuliert und gleichzeitig sich darüber beschwert, dass es Gewalt in der Ostukraine gibt?
Man kann an Merkel viel kritisieren, aber auf dem diplomatischen Parkett macht sie eine gute Figur.
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27.05.2014, 15:45
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Körperlich Distanz
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Kari Bremnes
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27.05.2014, 17:15Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Du bist halt in Merkel verliebt, [editiert]

Sicher ist sie manchmal auch diplomatisch. Wer ist das nicht. Mit: "den Weg der inneren Versöhnung fortsetzen" hat sie aber für mich über's diplomatische Ziel hinausgeschossen, das ist mehr, das ist schon mehr Zustimmung zum aktuellen Weg. Beginnen, hätte dann wohl eher gepaßt, oder hätte sie "gehen" gesagt, was ganz Neutrales. Außerdem spricht nichts dagegen, in so einem Fall auch mal anzumerken, daß man doch findet, daß die Gewalt beendet werden muß, auch von Seiten der Regierung, ob nun legitim oder illegitim, und der Präsident ist ja auf jeden Fall anerkannt gewählt. Was hätte dagegen gesprochen? Sie hätte ja allgemein formulieren können, nicht nur runder Tisch, auch Ende der Gewalt.
Bist Du zufrieden, daß sie nonverbal der militärischen Gewalt gegen die Bevölkerung ja hiermit eigentlich zustimmt? Mit: "den Weg der inneren Versöhnung fortsetzen"Geändert von Lukulla (27.05.2014 um 17:36 Uhr) Grund: Userthematisierung gelöscht
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27.05.2014, 17:31
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Vielleicht liest Du diesen Artikel in der FAZ, der recht gut erklärt, auf dem jetzigen Stand der Information, was da in der Ostukraine abgeht.
Sie sogenannten Seperatisten sind selbst ernannte Kämpfer, die sich öffentlicher Plätze und Gebäude bemächtigen, die die Zivilbevölkerung so einschüchtern, dass diese kaum wagt, ihren Tätigkeiten nachzugehen, zum Beispiel zur Wahl, sie sind bewaffnet vom Besten und machen bei allen Eroberungen davon Gebrauch.
Aller Wahrscheinlichkeit nach stammen viele davon aus Russlands Söldnertruppen.
Die Truppen und Soldaten der Kiewer Regierung versuchen immer wieder, wichtige Gebäude und Institutionen zurück zu erobern, wie gerade den Flughafen in Donezk, aber es gibt in den Gebieten keine geregelten Tagesablauf mehr, keine Behörde, die richtig arbeiten kann, usw.
Oligarchen versuchen in ihren Fabriken Ruhe zu halten, unterstützen zum Teil die Regierungstruppen.
Es ist ein von aussen entfachte und von wenigen Fundamentalisten und Gewalttätigen aus der Ukraine angefangener Kampf um Boden.
Inwieweit diese Separatisten überhaupt den Zuspruch der normalen nicht bewaffneten Bevölkerung haben und ob die Bevölkerung überhaupt so eine blutige Auseinandersetzung möchte, ist mehr als fraglich.
Der neue Präsident ist gut beraten, jetzt sehr rasch und eindeutig zu handeln und die Kämpfer zu entwaffnen und die Söldner nach Russland zurück zu schicken.
Es kann keine Verhandlungen geben mit Terroristen. Zumal diese keine Legitimation haben und keine Einheit darstellen, wie es jetzt immer klarer wird.Körperlich Distanz
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27.05.2014, 17:35
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
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27.05.2014, 17:49Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Selbst wenn das alles so wäre, keinerlei Rückhalt aus der Bevölkerung (für die Sache, nicht für die Kämpfe! Für die wird es wohl eher selten Rückhalt geben in der Bevölkerung), nur ein paar Fundis, die das anzetteln und wachhalten. Meinetwegen muß man überhaupt nichts gutheißen von ihren Zielen oder was sie dafür tun. Darum geht es (mir) überhaupt nicht.
Eins ist aber klar: Sie schießen nicht auf und erschießen nicht die Bevölkerung. Oder ich habe was übersehen. Nenne Du mir die Fälle, wo das geschehen ist.
Andere aber tun das. Sie schießen auf und erschießen Zivilisten. Es ist auch bekannt, wer das ist. Oder bist Du der Meinung, nichts von diesen Berichten ist wahr?
Wenn Du wieder ernsthaft diskutieren willst, mache ich wieder mit. Bei platten Propagandasprüchen nicht.Inwieweit diese Separatisten überhaupt den Zuspruch der normalen nicht bewaffneten Bevölkerung haben und ob die Bevölkerung überhaupt so eine blutige Auseinandersetzung möchte, ist mehr als fraglich.
Hier das eine mal: Natürlich will eine Bevölkerung NIEMALS eine blutige Auseiandersetzung. Das ist auch der Grund, warum es ihnen mißfällt, um es mal so euphemistisch zu sagen, daß sie beschossen werden, daß die Kiewer Machthaber auf sie schießen lassen.
Du willst sagen, die Separatisten seien "Söldner aus Rußland"? Kann sein. Beweise? Bekannt ist schonmal, daß der CIA in Kiew war.Der neue Präsident ist gut beraten, jetzt sehr rasch und eindeutig zu handeln und die Kämpfer zu entwaffnen und die Söldner nach Russland zurück zu schicken.
Warum spricht eigentlich dann Merkel mit den Kiewer Machthabern (ausgenommen Poroschenko)? (Was ich übrigens ganz generell richtig finde. Ich stehe irgendwie auf Sprache als Mittel der Wahl zur Verständigung.) Die kamen nun wirklich mit Gewalt an die Macht, oder hast Du keine Gewalt gesehen? noch dazu sind Faschisten darunter. Gibt es für Dich Faschisten unter denen in der Kiewer Übergangsregierung?Es kann keine Verhandlungen geben mit Terroristen. Zumal diese keine Legitimation haben und keine Einheit darstellen, wie es jetzt immer klarer wird.
Wo genau siehst Du den Unterschied im Vorgehen der einen und der anderen?
Es ist wie so häufig eine Frage des Blickwinkels, wann jemand Terrorist oder Freiheitskämpfer ist.
P.S.: Übrigens, ich kann das akzeptieren, wenn jemand einfach "auf der Seite der Übergangsregierung" ist. Und meint, was die Separatisten angeht, wie hieß es von seiten Kiews noch gleich, müsse man mal 'säubern', und es eben genauso sieht, daß man am besten mit Panzern loszieht. Ich finde eine solche Meinung übel, aber ich kann sie akzeptieren. Was ich allerdings nicht akzeptiere, ist, wenn jemand so tut, als sei die Gewalt, auch die Gewalt gegen Zivilisten, unzweifelhaft und unabdingbar notwendig, und kein anderer möglicher Weg vorhanden. Als wären sämtliche sonstige (und unblutige!) Wege bereits erfolglos ausgereizt worden.
Denn das ist einfach nicht wahr.Geändert von Inaktiver User (27.05.2014 um 20:43 Uhr)
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27.05.2014, 18:07
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Heute hab ich was mitgekriegt, daß die Oligarchen untereinander
auch verfeindet sind, so daß es sein kann, daß sie gut ausgerüstete (auch
mit schweren Gerät wie Hubschrauber) Paramiltärs unterhalten.
Die Aussage war, daß Poroschenko keine Macht über die Paramilitärs hätte.
Er hat die Zügel nicht in der Hand. Die Paramilitärs kämpfen für Kiev,
oder dagegen (im Osten), oder sollen Unruhe und Durcheinander stiften,
je nach Interessenslage desjenigen Oligarchen.
Was jetzt, wenn das stimmt?
Mal von Anfang an:
*USA zettelt Maidan-Sache an, zwecks farbiger Revolution. USA möchte die
Ukraine "verwestlichen" und hat große wirtschaftliche Interessen dort (riesige Gaslagerstätten im Osten).
*Janukowitsch flieht, weil Putsch
*Rußland nimmt sich die Krim (riesige Gasfelder vor Krim und Schwarzmeerhafen).
*Bewaffnete und gut ausgerüstete Anti-Kiew-Leute kontrollieren die beiden östlichen Provinzen.
Woher die gute Ausstattung? Von Rußland? Oder von irgendeinem Oligarchen?
Was ich eigentlich spekulieren will:
Es könnte sein, daß die USA und Rußland staunend zuschauen,
wie die Ukraine in Chaos und Blutvergießen versinkt, ohne IM MOMENT *direkt* beteiligt zu sein.
Und der Poroschenko hat keine echte Macht.
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27.05.2014, 18:10Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Das könnte ich mir gut vorstellen. Es ist zwar leicht was angezettelt, aber die letzte Kontrolle über den Verlauf ist meist ja nicht vorhanden, wie sollte sie auch. Erstens hat der, der unterstützt wird, oft auch eigene Ziele, die sich von denen des Unterstützers unterscheiden. Siehe z.B. Afghanistan. Die Taliban, sie wurden ehemals von den USA unterstützt. Heute sind sie der "Feind". Und dann sind da ja, wie Du auch aufzählst, noch andere Kräfte, die dann vielleicht auch noch erstarken "im Prozeß".
Das macht das Ganze ja auch so schlimm, was diese deutliche und fast schon uneingeschränkte Unterstützung für die jetzt schon "recht seltsame" Truppe angeht. Es hat sich noch nie bewährt, von vornherein fragwürdige Leute zu unterstützen, weil sie bei etwas Bestimmten, was man erreichen will, vielleicht die erwünschte hilfreiche Marionette auf dem Weg dahin sind.
"Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los." Die lesen nicht genug, die Politiker, sonst wüßten sie das bereits.Geändert von Inaktiver User (27.05.2014 um 18:20 Uhr)
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27.05.2014, 18:21
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Ja genau.
***
Sie haben über einem Wohngebiet Granaten abgeworfen, Zivilisten kamen ums Leben.
Eine Frau frage, ob sie denn verrückt geworden wären?
Ich schaue nochmal RT, vielleicht zeigen sie´s nochmal.
Hier ein Video: http://rt.com/news/161572-ukraine-sl...ling-civilian/
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27.05.2014, 19:26Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Der von dir verlinkte Artikel gibt diese Deutung ganz einfach nicht her.
Treffendes hat eine FAZ-Leserin formuliert:
"Söldner soweit das Auge reicht ...
Also ich rekapituliere: In der Ostukraine kämpfen Söldner gegen Söldner! Söldner von Janukowitsch, Söldner von Achmetow und einiger anderer Oligarchen, Söldner z. T. auch aus Tschetschenen gegen die Truppen der Kiewer Regierung, geführt von einem Schokoladen-Oligarchen, auch dort sollen wiederum Söldner von Blackwater engagiert sein. Es handelt sich also um einen Kampf der Oligarchen gegeneinander, unter [Zuhilfenahme] von Söldnertruppen.... "
Ebenfalls sehr gut der Hinweis eines Lesers auf die Doppelmoral des "Westens":
"Wie war das noch in Libyen und Syrien als die Armee die bewaffneten Separatisten angriff ????
Die schiessen auf ihre eigenen Leute wurden beide beschuldigt !!!!!!"
Sowie das Fazit eines dritten Lesers:
"Zu viele reiche Leute
Bei allen Undeutlichkeiten fällt eine Sache aber sofort ins Auge; Es ist nicht gut, wenn es in einem Land Leute gibt, die reich genug sind sich Söldner anzuheuern."
Allen dreien möchte ich zustimmen.
Gestern lief auf 3Sat ein Film über den ANC. Es ging dabei vorrangig um die Verhandlungen, die zur Freilassung von Mandela, zur Wiederzulassung des ANC und zur nationalen Versöhnung führten.Es kann keine Verhandlungen geben mit Terroristen. Zumal diese keine Legitimation haben und keine Einheit darstellen, wie es jetzt immer klarer wird.
Hätte die südafrikanische Regierung nicht verhandelt, gäbe es noch heute Menschen, die mit Nagelbomben gegen Rassismus und Unterdrückung kämpfen. Und umgekehrt: hätte Mbeki nicht mit den Staatsterroristen (sic!) verhandelt, dann gäbe es immer noch Apartheid in Südafrika.
Ähnliches gilt für die IRA: auch hier waren es Verhandlungen, die zu einem Ende der Gewalt führten, und nicht etwa die militärische Stärke einer der beiden Seiten.Geändert von Inaktiver User (28.05.2014 um 10:29 Uhr)
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27.05.2014, 19:34Inaktiver User
AW: Kiews Staatsmacht und Demonstranten
Na, dann sag' ihr das mal. Vielleicht hört sie ja d'rauf.
Das sind rein die Ziele. Zu einer Positionierung gehört noch der Weg dahin. Ist da Merkels Meinung auch so klar? Z.B. durch Weiterschießen, meinst Du, das stört sie, oder stört es sie nicht? Gesagt hat sie ja nichts dazu.Deutschlands Position ist klar: Ende der Kämpfe so bald als möglich und Befriedung des Ostens der Ukraine.Geändert von Inaktiver User (27.05.2014 um 19:45 Uhr)




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