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    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist einfach eine saublöde Botschaft in meinen Augen.
    Ich nehme Werbung nicht so bierernst, darum kann ich darueber lachen. Vor allem, wenn ich vorher mal wieder hier in der BriCom die diversen Mann-nervt-Frau-Threads gelesen habe. Da kann man dem faulen Sesselpupser in der Werbung, der zwar alles dreckig macht aber nichts wieder sauber doch mal goennen, dass er einfach genauso wie ein Saucenfleck entfernt wird.

    Aber das ist jetzt eh off topic. Ich bleibe dabei, dass Werbung eben Werbung ist und nichts mit dem Thema Prostitution zu tun hat. Hoechstens ganz indirekt ueber drei Ecken, wenn man das in der Werbung propagierte Frauenbild in der Gesellschaft auch noch fuer die Auswuechse der Prostitution verantwortlich macht. Aber der direkte Vergleich hinkt nun wirklich, da Werbung selten die Realitaet abbildet, was wohl jeder wissen wird.

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    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Richtig und helfen da nicht Maßnahmen wie Gesetze, Demonstrationen und kritische Berichterstattungen (wie u.a. auch "Emma"), um zu einer Bewußtwerdung und eigenen Meinung zu kommen?
    Unter den Kunden von Großbordellen werden so viele Emma-Leser nicht sein.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  3. Inaktiver User

    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das ist diese Werbung, nur_so.

    Also Letho, ich sehe das so: Das ist wie in beschissenen Beziehungen, einer malträtiert den anderen, der läßt es sich wiederum gefallen, und eines Tages bringt er den "Schuft" dann aber um. - Statt sich zu trennen und seiner Wege zu gehen!
    Ich finde sogar, nur so kann man es sehen (Wegwischen ist wie Auslöschen). Das ist einfach eine saublöde Botschaft in meinen Augen.
    Es soll ja in Partnerschaften angeblich so sein: die Partnerschaft funktioniert, wenn sie aus 49% Hass und aus 51 % Liebe besteht.
    Kehren sich diese Voraussetzungen um, dann ist es um die Partnerschaft schlecht bestellt.

    Wie immer, es taucht in frau, die sich schon häufig über die Faulheit ihres Freundes geärgert hat, eine klammheimliche Freude über diese Werbebotschaft auf. Sie stellt komplizierte Zusammenhänge vereinfacht da. Schnelle Lösung.
    Denken wir Frauen uns aber die Sache andersrum (z.B. soll ER schon wieder die Reifen an IHREM Auto wechseln und wischt sie mit dem gleichen Küchentuch samt Auto weg), amüsiert uns der Inhalt des Spots vermutlich nicht mehr.
    Er entspricht aber völlig dem Trend der Zeit: individualisierte Persönlichkeiten und Beziehungen als Wegwerfprodukte.

    Ich sehe sexistische Werbung mit Frauen durchaus als frauenfeindlich, im Gegensatz zu dem, was Alaska schreibt (dass wir Frauen solche Werbung mit einem schulterzuckenden "Sex sells" abtun).
    Jedoch bieten sich Frauen dafür an, und sehr wahrscheinlich nicht aus einer Notsituation heraus. Auch das entspricht dem Trend unserer an Piktogrammen orientierten Lebenswelt.
    Möglichst viel von sich zu zeigen, ist in, dazu passen die billigen Klamotten, die kaum gereinigt werden können, ohne kaputtzugehen, der schnelle Wechsel der Mode, und am Ende vielleicht auch der Gang zur Prostituierten, zum Callboy, weil die längere Beziehung zu zeitraubend, zu kompliziert ist.
    Ich glaube übrigens nicht, dass frau/man von der Werbung unbeeinflusst bleibt. Ich glaube, es ist eine Wechselwirkung: die Werbung wirkt auf uns und wir wiederum wirken auf die Werbung.

    @mushunt
    Was du über Beach-Volleyball schreibst, ist sehr aufschlussreich. Gab's da nicht mal so eine Serie im TV mit Pamela Andersen?

  4. Inaktiver User

    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Unter den Kunden von Großbordellen werden so viele Emma-Leser nicht sein.
    Es ging mir ja nur darum, dass das eigene Bewußtsein und die eigenen Wahrnehmung nicht nur durch Eltern, sondern auch noch durch andere Dinge um einen herum geprägt werden kann.
    Die Auswahl und die Beurteilung dieser Dinge, liegt natürlich wieder im Ermessen des Rezipienten.
    Das heißt, wenn ein Mann durch seine Erziehung in dem Glauben groß wird, eine Frau ist gebrauchbar und er liest (zufällig) mal eine Emma, wird er entweder das Ding in den Ofen werfen oder völlig aus der Bahn geworfen.
    Alles ist möglich. Wie wahrscheinlich, ist eine andere Frage.

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    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Wobei natürlich nicht jede "sex sells"-Werbung auch immer gleich sexistisch sein muss. Diese beispielsweise finde ich nicht sonderlich sexistisch, diese schon eher.

    Wobei es halt immer darauf ankommt, wieviel Ironie und "Augengezwinker" man den Machern zubilligen möchte.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  6. Inaktiver User

    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    ... finde ich nicht sonderlich sexistisch, diese schon eher.

    Wobei es halt immer darauf ankommt, wieviel Ironie und "Augengezwinker" man den Machern zubilligen möchte.
    Wobei man sich in genau DEM Fall fragt, wem man eigentlich Sexismus vorwerfen müsste.
    Denn die Dunkelhaarige aus dem Filmchen ist doch Michaela Schäfer, oder?!
    Und die wirft nunmal ihre Klamotten schneller ab als andere überhaupt mit den Augen zwinkern können ...

  7. Inaktiver User

    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Wobei natürlich nicht jede "sex sells"-Werbung auch immer gleich sexistisch sein muss. Diese beispielsweise finde ich nicht sonderlich sexistisch, diese schon eher.

    Wobei es halt immer darauf ankommt, wieviel Ironie und "Augengezwinker" man den Machern zubilligen möchte.
    das was DU eher sexistisch findest, da haben sich meine töchter und ich fast schlappgelacht.
    eben weil WIR uns never ever mit diesem typ frau identifizieren.
    da werden ALLE klischees bedient die es gibt.

    wie MÄNNER das sehen, steht natürlich wieder auf einem anderen blatt.
    und ja, dann ist es sexistisch.

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    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    da werden ALLE klischees bedient die es gibt.
    Ja klar, das ist natürlich ironisch gemeint.

    Aber der Spot konstatiert halt auch: Es gibt "billige" Frauen.

    (Auch wenn sich natürlich keine damit identifiziert).
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  9. Inaktiver User

    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das was DU eher sexistisch findest, da haben sich meine töchter und ich fast schlappgelacht.
    eben weil WIR uns never ever mit diesem typ frau identifizieren.
    da werden ALLE klischees bedient die es gibt.

    wie MÄNNER das sehen, steht natürlich wieder auf einem anderen blatt.
    und ja, dann ist es sexistisch.
    Es geht aber bei sexistischer Werbung nicht darum, ob sich die Einzelne damit identifiziert, sondern um ein dadurch verbreitetes Frauenbild, das hier sogar doppelt wirkt: Frauen sind (sollen) immer sexy (sein), Frauen begegnen einander neidisch und hämisch.
    Ein unglaublich interessantes Thema, regt beinahe zum Philosophieren an: denn was hat sich in der Wahrnehmung der Werbeleute im Kopf der Frauen unserer Zeit im Vergleich zu jenen von vor 100 Jahren wirklich geändert?

  10. Inaktiver User

    AW: Mann, oh Mann ... Großbordell Deutschland

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Aber der Spot konstatiert halt auch: Es gibt "billige" Frauen.
    Nein, es stellt fest, dass das Wort "billig" zwei Bedeutungen hat. Die zweite Bedeutung wird hier auf Frauen bezogen, die sich attraktiv finden.
    Ich finde die erste Werbung sexistisch, die zweite ironisch.
    Die erste zeigt eine Männerphantasie (gäääähn), die zweite die Realität. So traurig, wie es ist.

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