Hallo Zazu,
gerade wollte ich ergänzen, daß dann solche Gründe, wie Du sie aufzählst, dann vielleicht noch obendrauf kamen. Jetzt als extra Beitrag. :-)
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26.11.2013, 22:51Inaktiver User
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
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26.11.2013, 23:00
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
Ich glaube, dass das Aufpeitschen der Massen durch Schuldzuweisung für die schlechten Verhältnisse der letztendliche Auslöser war, für das, was ich aufgezählt habe.
Leider, wie es aus den von mir eben gelesenen Quellen zu schließen ist.
Ich war nämlich immer der Meinung, dass die Exekutierenden gezwungen wurden, das zu tun, weil sie selbst sonst exekutiert worden wären.
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27.11.2013, 08:40
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
Es muss allerdings auch die Masse gegeben haben, die bereit war, aufgepeitscht zu werden. Mit einem verlorenen Krieg auf dem Buckel und unfairen Bedingungen der Siegermächte war's natürlich leicht gemacht, sich aufpeitschen zu lassen. Plus dann noch eine Gewohnheit zu gehorchen ohne zu hinterfragen, das kam womöglich auch noch dazu.
Ohne viele Freiwillige (oder zumindest nicht aktiv widerstrebende und Nein-Sagende) ist es nicht möglich, auch nur ein einziges KZ zu führen.Ich war nämlich immer der Meinung, dass die Exekutierenden gezwungen wurden, das zu tun, weil sie selbst sonst exekutiert worden wären.
gruss, barbara
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27.11.2013, 08:57Inaktiver User
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27.11.2013, 10:56Inaktiver User
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
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27.11.2013, 11:01Inaktiver User
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
Eben - sie mußten nicht mal den Befehl verweigern - es wurde ihnen frei gestellt, es zu tun. Und die meisten taten es.
Zudem handelte es sich nicht um aufgehetzte junge Menschen, die in der NS Zeit sozialisiert waren, sondern um gestandene, ältere Männer, oft mit christlich-gläubigen Background. Das macht die Sache m.E. noch schlimmer und unverständlicher.Geändert von Inaktiver User (27.11.2013 um 11:07 Uhr)
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27.11.2013, 11:46Inaktiver User
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
Übrigens denke ich NICHT, das es Menschen schwer fällt, zu töten.
Vielleicht bei den ersten 1 oder 2 Opfern, aber dann wird das Routine.
Dafür gibt es auch genug Belege und Berichte.
In Ergänzung zu dem schon genannten Buch kann ich dazu "Täter" von Harald Welser empfehlen.
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27.11.2013, 12:34
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
... wenn ich dich mit Toleranz lese und verstehe, stimme ich deinem Gedanken zu - was ich aber nicht so stehen lassen kann, sind die unfairen Bedingungen der Siegermächte des 1. Weltkriegs:
Wilhelm I. hat die Franzosen gedemütigt, Wilhelm der II. hat aufgerüstet, bevor dieser Österreicher in Sarajewo ermordet wurde - er hat dies als Aufhänger dafür genutzt, seine "liebevoll" aufgebaute Kriegsmarine zum Einsatz zu bringen, deren Aufbau allein schon eine Provokation für die Briten war
Es war sicherlich dann für die Nazis auch relativ leicht, die Massen aufzupeitschen, weil die Masse nach dem Kaiserreich einfach noch nicht in der Lage war, demokratisch zu denken. Außerdem waren die Menschen verunsichert und hungrig, ein Regierungschef nach dem nächsten wurde ermordet --- da boten die Nazis mit ihren "einfachen" Antworten und Lösungen, eben eine Möglichkeit. Außerdem war es für die Masse auch ganz angenehm, unter die "schützenden" Flügel von Hitler zu kriechen .... Wie heißt es so schön? Wes Brot ich ess, des Lied ich sing?
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27.11.2013, 13:06Inaktiver User
AW: würdet ihr euren netten nachbarn, trainer, onkel oder uropa als ex-ss mann verrat
Es ist unter Historikern unstrittig, das die Bedingungen des Vertrages von Versailles völkerrechtlich ein NOGO waren. Und einen Grundstein für den nächsten Krieg gelegt haben.
Da dieser Vertrag niemals aufgehoben wurde, hat die Deutschland diese Reparationsforderungen übrigens bezahlt ..... Ich glaube, bis Mitte der 90. Jahre (!), solange hat es gedauert, das abzutragen.
Und zwar nicht durch ein kaputtes Land , sondern durch ein reiches Industrieland.
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27.11.2013, 13:34Inaktiver User
nur_so
Nach dem Young-Plan hätte Deutschland bis 1988 zahlen müssen. Doch auf der Konferenz von Lausanne wurden die Zahlungen dann aufgehoben.
Die Reparationszahlungen waren durchaus im Zeitgeist. Mit dem französischen Geld aus dem Krieg 1870/1871 wurden die Gründerjahre bezahlt. Der Frieden von Brest-Litowsk (März 1918) mit Rußland sah ganz ähnlich aus.
Und wieviel dann wohl die anderen hätten zahlen müssen, wenn D gewonnen hätte?
Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise 29/30 halte ich da für drastischer.
Das Sagen in der deutschen Politik hatte im Herbst 1918 die OHL mit Hindenburg und Ludendorff, nicht der Kaiser und schon gar nicht die Politiker im Reichstag. Die OHL hat gesehen, dass der Krieg verloren war, wollte aber dafür nicht gerade stehen. Also hat sie die Politiker dazu gezwungen, den Frieden anzunehmen, obwohl diese zunächst gar nicht wollten. Die Lüge von der Dolchstosslegende war geboren und Hindenburg fein raus.Geändert von Inaktiver User (27.11.2013 um 14:19 Uhr) Grund: nur_so


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