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  1. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Na, Ströbele hat sein ganzes Leben dem Kampf gegen den deutschen Staat gewidmet. Wenn er eine Chance sieht dem Staat mal wieder Schaden zufügen zu können, dann ergreift er diese. Die Unterstützung für Snowden entspricht doch dem gleichen Muster wie seine frühere Unterstützung der RAF und Baader-Meinhof-Bande.
    Menschen werden älter und, so hoffe ich, reifer. Das wird bei Hans-Christian Ströbele auch so sein.
    Welcher Schaden soll dem Staat (der sich aus den BürgerInnen bildet) durch den Besuch Ströbeles bei Edward Snowden zugefügt worden sein?
    Abgesehen von Ströbeles Motivation, über die wohl nur er Auskunft geben kann, hat das Aufsuchen Snowdens endlich wieder mehr Licht auf Letzteren geworfen, Staub aufgewirbelt hat es allemal, denn es ist noch immer nicht ganz sicher, ob die Kanzlerin mit dem Bekanntwerden dessen, dass auch sie belauscht worden war, sehr glücklich ist.
    Nach Zeitungsmeldungen (DerStandard) lehnt sie eine Aufnahme Edward Snowdens durch Deutschland ab und will weiterhin "gute Beziehungen" zu den USA pflegen. Liest sich irgendwie, als würden aufgescheuchte BürgerInnen die Ruhe nur stören.

  2. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Na klar, wenn ich merke, dass ein "guter Freund" heimlich alle meine Nachrichten gelesen hat, alle meine Gespräche belauscht hat, dann kusche ich auch erst mal und mache fein "Männchen", um die "gute Freundschaft" nicht zu gefähren

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    John Kornblum hat ziemlich rüde klargestellt, dass es sich bei der Beziehung zwischen den USA und Deutschland nicht um Freundschaft handelt, sondern um gemeinsame Interessen. Fand ich mal erfrischend ehrlich.
    Das sollte man tatsächlich auseinanderhalten.

    So wirklich wundert mich die "Gelassenheit", mit der viele auf das Speichern persönlichster Daten reagieren, eigentlich nicht.

    Frägt man junge Leute danach, was "Big Brother" ist, erhält man bei den meisten die Antwort "eine TV-Sendung". Dass dieser Name eine Horrorvision aus dem Roman George Orwells ist, scheint ihnen nicht bekannt.
    Gut vorgearbeitet.
    Geändert von bertrande (05.11.2013 um 13:34 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na klar, wenn ich merke, dass ein "guter Freund" heimlich alle meine Nachrichten gelesen hat, alle meine Gespräche belauscht hat, dann kusche ich auch erst mal und mache fein "Männchen", um die "gute Freundschaft" nicht zu gefähren
    Immer wieder mal dieses reine schwarz-weiß-Denken: Entweder kuschen oder "zurückhauen". Es gibt noch so viel dazwischen. Man ist nie gut beraten, in Wut und Empörung und in der Ehre oder sonstwie verletzt, also in emotionalem Aufruhr befindlich zu handeln. Und so handelt die Politik erfreulicherweise heutzutage auch nicht (mehr), sondern es wird die Vernunft angewendet.
    Ich fand das etwas seltsam, auch althergebracht, was Herr Joffe (Mitherausgeber 'Die Zeit') offenbar, wie ich es von ihm verstand, im Einklang mit Altkanzler Schmidt (auch Mitherausgeber 'Die Zeit') im Presseclub kürzlich sagte, nämlich man solle "ihnen das Gleiche antun", er benutzte sogar die Worte "Abschreckung durch Aufrüstung". Bzw. auf jeden Fall das Wort Abschreckung und meinte im Zusammenhang durch diese technische Aufrüstung.
    http://mediathek.daserste.de/sendung...-lauschangriff

    Das war ihrer Meinung nach im kalten Krieg erfolgreich, und bei dieser Strategie sind diese "alten Herren" wohl irgendwie stecken geblieben, wenngleich es hier auch nicht mehr um Kriegswaffen geht. Darüber sind wir, die Bürger, die Menschen, und damit auch die heutige Politik, aber hinaus, das will niemand. Es will auch niemand mit "Feinden" leben, die man nur mit Abschreckungsmaßnahmen in Schach halten kann, sondern was die Menschen wollen (und auch Politiker sind Menschen), ist ein vernünftiger Umgang miteinander. Das hat überhaupt nichts mit Kuschen zu tun.

    Und gerade bei solchen 'Vorkommnissen' tun sich Chancen dafür auf. Die man nicht unsinnig durch emotional bestimmte Handlungen verspielen sollte.

    Abhören bis 2015

    Der Kongressabgeordnete James Sensenbrenner, der an der Formulierung des Patriot Act von 2001 mitwirkte, warnte die NSA, dass das Repräsentantenhaus die gegenwärtigen Regeln nicht mehr verlängern würde, wenn sie 2015 erneut zur Debatte stehen.
    Kritik von Jimmy Carter

    Expräsident Jimmy Carter hatte vor wenigen Tagen die Ausspähungen der NSA deutlich kritisiert. Auf einer Veranstaltung in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia sagte er, dass die USA "derzeit keine funktionierende Demokratie" habe. Snowdens Enthüllungen seien nützlich, da sie die Öffentlichkeit darüber informierten, dass die "Geheimnistuerei" der US-Geheimdienste "exzessiv" sei und die "Invasion der Privatsphäre zu weit gegangen ist."
    Abhörskandal: NSA gibt noch ausgedehntere Suche zu - Golem.de
    Was die Ströbele-Aktion sollte, ist mir immer noch nicht klar, und das ist m.E. auch nicht der richtige Weg. Was soll der Mann (Snowden) jetzt in Deutschland oder sonstwo in Europa?

    Altbundeskanzler Schmidt sagte mal, er äußere sich nicht mehr zur, bzw. mische sich nicht mehr ein in die Tagespolitik. Das sollten diese 'alten Herren' vielleicht alle beherzigen, mit ihrer Gedankenwelt, die m.E. oft von Vorgestern ist, es gibt nämlich nicht nur Altersweisheit, sondern auch den unbeweglicher werdenden Geist bis hin zum Altersstarrsinn (den ich hier aber keinem andichten möchte). Darüber sind wir doch längst hinaus, über dieses kurzsichtige "Wie Du mir, so ich Dir" oder ein in meinen Augen lächerliches und langfristig sowieso wenig Gewinn bringendes "ich bin jetzt wütend, und möchte deshalb auch ein bißchen Macht zeigen".

    Der Weg ist, die Ruhe zu bewahren und die Vernunft walten zu lassen. Hoffen wir mal, daß es das ist, was gerade alle tun, - mir sieht es danach aus.
    Geändert von Inaktiver User (06.11.2013 um 13:21 Uhr)

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    "Junge Leute" sind mit der Verfügbarkeit aller im Netz befindlichen Daten 24/7 gross geworden. Smartphones nutzen GPS, Verfolgung desselben bei Verlust, Google Streetview ist Normalität, auf Plastikarten sind unsere Daten auslesbar, usw..

    Zusätzlich gibt es strassenzügeweit Videoüberwachung.

    Was soll Menschen da noch eine Version der allgegenwärtigen Überwachung stören? Die ist doch längst Realität.

    Die Ausspähung aber unserer Gespräche/Mails/SMS durch einen Geheimdienst ist eine andere Dimension.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was die Ströbele-Aktion sollte, ist mir immer noch nicht klar, und das ist m.E. auch nicht der richtige Weg. Was soll der Mann (Snowden) jetzt in Deutschland oder sonstwo in Europa?
    Er hat damit den Fokus wieder auf den Mann gelenkt, ohne den wir das alles so nicht wüssten. Und ohne den auch die Bundeskanzlerin nicht wüsste, dass ihr Mobiltelefon seit Jahren abgehört wird.

    Jedes verdammte Gespräch, was sie über die brisante weltpolitische Lage bis zu innenpolitischen Themen geführt hat, wurde von diversen Menschen in USA mitgehört und weiter gegeben.

    Snowden hat eine Praxis aufgedeckt, die bei seinem Arbeitgeber als normal gilt, die aber eklatant gegen jede Regel des Miteinanders von Bündnispartnern verstösst.

    Seine Zukunft ist extrem unsicher. Er kann ja nicht ewig auf dem Flughafen in Moskau, falls er da noch ist, hausen oder in irgendwelchen "geheimen" Orten in Moskau. Irgendwann, möglichst bald muss er ein neues Leben anfangen als Staatsbürger eines Staates. Auch darauf hat Ströbele mit seinem Gespräch aufmerksam gemacht.

    Wir sind Snowden in gewisser Weise zu Dank verpflichtet. Mal sehen, wie der Dank ausfällt.
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  7. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Wir sind Snowden in gewisser Weise zu Dank verpflichtet. Mal sehen, wie der Dank ausfällt.
    Schöner Dank, wenn man versucht, ihn nach Europa zu kommen zu veranlassen. Und darauf hofft ja scheinbar Ströbele, wie es aussah mit Genugtuung sprach er davon, welchen Mitteilungsdrang Snowden habe. Klar hat er den, aber es ist ziemlich sicher besser für ihn, da zu bleiben, wo er jetzt ist. Von Rußland wird keinesfalls erwartet, daß sie ihn ausliefern. In Europa sähe die Sicherheit Snowdens ganz anders aus, Europa käme als Bündnis- und durchaus, wie ich finde, auch befreundeter Partner (das ist ja, wie es mindestens mal Europa sieht, sonst würden sie sich ja jetzt nicht so düpiert fühlen) in eine ganz andere Position. Unschön für Snowden und für Europa. Warum sollte sich einer der beiden in eine so unschöne Rolle begeben? Nur, um diese Genuggtuung des "ich kann auch was" zu haben?
    Ich bleibe dabei, für mich ist Ströbele einer dieser "alten Herren", die sich mit ihren Meinungen bzw. Vorgehensweisen als von Vorgestern erwiesen haben, und sich besser aus der aktuellen Politik zurückzögen. Der heutige Geist heißt Verständigung und Verhandlung unter Vernünftigen. Machtdemonstrationen oder vielleicht auch ein "ich wollte immer schon mal" haben da nichts verloren.
    Geändert von Inaktiver User (05.11.2013 um 14:45 Uhr)

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Ich empfehle allen, die den Fall Snowden irgendwie lächerlich einstufen mal die ernsthafte erneute Lektüre von George Orwells 1984 oder den Besuch im ehemaligen Stasi-Knast Berlin-Hohenschönhausen. Dass das mit dem Datensammeln alles nicht so schlimm sei, kann sich ganz schnell relativieren, wenn man mal genauer hinsieht und über den "ich-hab-doch-nichts-zu-verbergen-Tellerrand" hinausschaut.

    Wir leben zur Zeit in einer gut funktionierenden Demokratie, und NOCH ist Datenmissbrauch nicht die Regel. Aber das wird kommen. Die Amis kennen bereits jetzt meine Steuererklärung, wissen welche Bücher ich in den letzten 10 Jahren bei Amazon bestellt habe (da ist z. B. viel politische Lektüre dabei), in naher Zukunft wird es KOMPLETTE Krankheitsprofile der Menschen auf Knopfdruck geben. Diskriminierung ist vorprogrammiert.

    Sexuelle Präferenzen, häufig frequentierte Internet-Foren, Konsum-Vorlieben, Religion, politische Einstellung, Orte an denen wir uns bewegen ... alles liegt offen da. Und kann im Ernstfall gegen einen verwendet werden.

    Wir wissen, dass Millionen Menschen aufgrund ihrer politischen oder religiösen Gesinnung gemordet wurden und werden. Dass wir heute diesbezüglich in Deutschland in einer Oase leben sollte uns nicht davon abhalten darüber nachzudenken, dass die Zeiten sich auch wieder ändern können. Was ist in 10 / 20 / 30 Jahren? Die Bits und Bytes, unsere Spuren gehen nicht verloren, und können noch unseren Kindern irgendwann unter die Nase gerieben werden.

    Im Moment können wir evtl. noch durch Aufklärung entgegensteuern. Und deswegen ist es ganz richtig, dass Herr Ströbele den Ball ins Rollen gebracht hat.
    Garstige Bratkartoffeln! (Gollum)

  9. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Er hat damit den Fokus wieder auf den Mann gelenkt, ohne den wir das alles so nicht wüssten. Und ohne den auch die Bundeskanzlerin nicht wüsste, dass ihr Mobiltelefon seit Jahren abgehört wird.
    Oben erwähnter Herr Joffe hat in oben erwähnter Sendung mehr oder minder deutlich gesagt, daß das "schon immer" so war, und auch bekannt war. Ob auch von sog. befreundeten Ländern, ließ er - m.E. ganz bewußt - offen. Dieses Neulandgerede im Ton von "huch? sowas geht? und das erfahre ich jetzt erst?" dient jedenfalls m.E. dem Zeitschinden. Und Zeit gewinnen ist generell gut, denn vernünftiges Handeln geschieht eben nicht im Affekt.
    Geändert von Inaktiver User (05.11.2013 um 14:54 Uhr)

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Was die Ströbele-Aktion sollte, ist mir immer noch nicht klar, und das ist m.E. auch nicht der richtige Weg. Was soll der Mann (Snowden) jetzt in Deutschland oder sonstwo in Europa?
    Weil es viel zu viele Menschen gibt, die aus Angst vor den Folgen Missstände hinnehmen.
    Snowden war klar, was auf ihn durch das Öffentlich Machen zukommt. Er liebt Amerika, hat das eigentlich für sein Land getan.
    Auch uns hat er einen Gefallen damit getan, man sollte ihn jetzt nicht ganz allein im Regen stehen lassen.
    Geändert von bertrande (05.11.2013 um 15:00 Uhr)

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