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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Ich mich auch nicht.
    Er könnte hier wohl kaum ein sorgloses normales offenes Leben führen.

    Nichtsdestotrotz kann ich mir nicht vorstellen, dass die USA ihn kidnappt und nach USA fliegt. Wie sollte das auch gehen? Er müsste durch die Kontrolle.

    Aber er wäre bestimmt ein Ziel für terroristische Anschläge.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  2. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre ich Snowden, würde ich mich darauf nicht verlassen ...
    Was in ihm vorgeht, würde ich gerne wissen. Ob er bei seinen Handlungen an die Folgen gedacht hat? An sein weiteres Leben?
    Ob er angenommen hat, dass ihm in Dankbarkeit beigestanden wird? Ob er aus jugendlichem Optimismus die Lage falsch eingeschätzt hat, ob er, hätte er gewusst, wie sich die Situation entwickelt, geschwiegen hätte?
    So oder so, er ist zu bedauern.

  3. gesperrt

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So oder so, er ist zu bedauern.


    Ich könnte nicht bis ans Ende meiner Zeit damit leben zu wissen, dass durch meine Finger Informationen gegangen sind, die eindeutig beweisen, dass gegen interantionales Recht verstoßen wird.

    Damit macht man sich mitschuldig, wie soll man denn mit so einem Wissen weiterleben können ohne zu handeln?

    Wir brauchen mehr von solchen Menschen und nicht stille Mitläufer, die bei allem die Augen zu machen und sich von dem kleinsten bisschen Risiko einschüchtern lassen.
    Geändert von _Farmelli (09.11.2013 um 17:41 Uhr) Grund: sinnlosen zusatz gelöscht...sorry

  4. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was in ihm vorgeht, würde ich gerne wissen. Ob er bei seinen Handlungen an die Folgen gedacht hat? An sein weiteres Leben?
    Ob er angenommen hat, dass ihm in Dankbarkeit beigestanden wird? Ob er aus jugendlichem Optimismus die Lage falsch eingeschätzt hat, ob er, hätte er gewusst, wie sich die Situation entwickelt, geschwiegen hätte?
    So oder so, er ist zu bedauern.
    Er ist nicht zu bedauern- sondern zu bewundern.

    Er ist Mitarbeiter der CIA (central inelligence agency) gewesen. Damit wusste er genau was er tut- welche Folgen das für ihn haben kann. Normal wäre er als Terrorist still eliminiert wurden- was mit seiner derzeitigen öffentlichen Präsenz kontraproduktiv wäre.

    An das Schreiben an die Bundesregierung: Dort steht, er handele aus Gewissensgründen und sei sich der Konsequenzen bewusst. Jemand der bereit ist sein Leben zu opfern, einfach hängen zu lassen, wäre ein Verbrechen.

    Dass der Gerichtshof in Den Haag von der USA jemals Beachtung fand, wäre mir neu. Die stellen sich über das Gesetz.

  5. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er ist nicht zu bedauern- sondern zu bewundern.
    Beides ist nicht möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er ist Mitarbeiter der CIA (central inelligence agency) gewesen. Damit wusste er genau was er tut- welche Folgen das für ihn haben kann.
    Nun ja, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Ich glaube nicht, dass er realisiert hat, wie schutzlos er am Ende dastehen wird. Das bedeutet aber nicht, dass er nicht andernfalls genauso die Daten an die Öffentlichkeit gebracht hätte.

  6. Moderation

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Ströbele hatte recht: Wenn "man wollte", könnte Snowden durchaus Asyl in Deutschland bekommen.
    "Man will" aber nicht. Zumindest nicht die, die was zu sagen haben. Und dafür werden sie ihre Gründe haben. Die Rolle Deutschlands beim Datenklau zum Beispiel.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


    'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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  7. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass er realisiert hat, wie schutzlos er am Ende dastehen wird
    Kommt drauf an, wie man das definiert. Das vor allen anderen die USA und auch die Briten alle administrativen Drohgebärden aufbieten würden, die möglich sind, dürfte ihm klar gewesen sein. Alles andere wäre naiv von ihm und ich würde mich fragen, wie er zuvor diesen Sicherheits-Status hatte erreichen können.

    Dass aber, zur Zeit erstmal die Briten, ihm derartig schmutzig ans Leder gegangen wird, und er tatsächlich auch über die Medien total diskreditiert wird, indem sie ihm vorwerfen sich schützend vor Al Quaida und Kinderschändern zu stellen ... ich denke, da "musste er schon schlucken" ...

    Da fragt man sich dann schon, was die Geheimdienste und Regierungen befürchten, was da noch von ihm kommen könnte. Und für mich sieht diese "schmutzige Wäsche" tatsächlich so aus, als wären sie sich im Klaren, was er alles NOCH weiss, nur eben nicht, ob er sich traut, DAS auch noch preis zu geben ...

  8. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kommt drauf an, wie man das definiert. Das vor allen anderen die USA und auch die Briten alle administrativen Drohgebärden aufbieten würden, die möglich sind, dürfte ihm klar gewesen sein. Alles andere wäre naiv von ihm und ich würde mich fragen, wie er zuvor diesen Sicherheits-Status hatte erreichen können.
    Ich bin überzeugt, dass es sehr, sehr kluge und gleichzeitig sehr, sehr naive RomantikerInnen gibt. Auch in der Welt der Nullen und Einsen.

  9. gesperrt

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    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was in ihm vorgeht, würde ich gerne wissen. Ob er bei seinen Handlungen an die Folgen gedacht hat? An sein weiteres Leben?
    Ja. Im ersten Video, das von ihm veröffentlich wird
    NSA whistleblower Edward Snowden: 'I don't want to live in a society that does these sort of things' - YouTube
    sagt er klar, dass er für den Rest seines Lebens ("wie lange das immer noch dauern wird") bedroht leben wird. Siehe ca ab Minute 6.00


    Ob er angenommen hat, dass ihm in Dankbarkeit beigestanden wird? Ob er aus jugendlichem Optimismus die Lage falsch eingeschätzt hat, ob er, hätte er gewusst, wie sich die Situation entwickelt, geschwiegen hätte?
    Kaum. Dass er heute noch lebt, ist vermutlich mehr, als er erwartet hat.

    Er hat sich professionell vorbereitet. Die Journalisten, die ihn kontaktierten, hatten ihn auch noch während längeren Zeit bearbeitet und ihm nochmals erklärt, auf was er sich einlässt. Er wusste und weiss sehr genau, worauf er sich eingelassen hat und was die Folgen davon sind.

    Er hat trotzdem gewählt, es zu tun.


    So oder so, er ist zu bedauern.
    nein, ich denke nicht. Bewunderung, Respekt, Achtung - aber nicht Bedauern.

    gruss, barbara

  10. Inaktiver User

    AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

    Vor einigen Tagen gab es im Spiegel einen Beitrag "Prominente fordern Asyl für Snowden in Deutschland", dort stand die Aussage von Ferdinand von Schirach, 49, Anwalt und Schriftsteller

    "Snowden verstößt gegen die Geheimhaltungspflichten, die ihm sein Staat auferlegt hat, er begeht damit Straftaten. Aber das darf hier nicht allein entscheidend sein. Hinter einer hohen Schwelle gibt es nämlich eine Pflicht des Bürgers zum Ungehorsam gegen den Staat. Der US-amerikanische Schriftsteller Henry David Thoreau sagte: ,Man sollte nicht den Respekt vor dem Gesetz pflegen, sondern vor der Gerechtigkeit.' Genau das hat Snowden getan."

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