Ich mich auch nicht.
Er könnte hier wohl kaum ein sorgloses normales offenes Leben führen.
Nichtsdestotrotz kann ich mir nicht vorstellen, dass die USA ihn kidnappt und nach USA fliegt. Wie sollte das auch gehen? Er müsste durch die Kontrolle.
Aber er wäre bestimmt ein Ziel für terroristische Anschläge.
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09.11.2013, 16:55
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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09.11.2013, 16:59Inaktiver User
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Was in ihm vorgeht, würde ich gerne wissen. Ob er bei seinen Handlungen an die Folgen gedacht hat? An sein weiteres Leben?
Ob er angenommen hat, dass ihm in Dankbarkeit beigestanden wird? Ob er aus jugendlichem Optimismus die Lage falsch eingeschätzt hat, ob er, hätte er gewusst, wie sich die Situation entwickelt, geschwiegen hätte?
So oder so, er ist zu bedauern.
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09.11.2013, 17:19
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland

Ich könnte nicht bis ans Ende meiner Zeit damit leben zu wissen, dass durch meine Finger Informationen gegangen sind, die eindeutig beweisen, dass gegen interantionales Recht verstoßen wird.
Damit macht man sich mitschuldig, wie soll man denn mit so einem Wissen weiterleben können ohne zu handeln?
Wir brauchen mehr von solchen Menschen und nicht stille Mitläufer, die bei allem die Augen zu machen und sich von dem kleinsten bisschen Risiko einschüchtern lassen.Geändert von _Farmelli (09.11.2013 um 17:41 Uhr) Grund: sinnlosen zusatz gelöscht...sorry
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09.11.2013, 17:24Inaktiver User
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Er ist nicht zu bedauern- sondern zu bewundern.
Er ist Mitarbeiter der CIA (central inelligence agency) gewesen. Damit wusste er genau was er tut- welche Folgen das für ihn haben kann. Normal wäre er als Terrorist still eliminiert wurden- was mit seiner derzeitigen öffentlichen Präsenz kontraproduktiv wäre.
An das Schreiben an die Bundesregierung: Dort steht, er handele aus Gewissensgründen und sei sich der Konsequenzen bewusst. Jemand der bereit ist sein Leben zu opfern, einfach hängen zu lassen, wäre ein Verbrechen.
Dass der Gerichtshof in Den Haag von der USA jemals Beachtung fand, wäre mir neu. Die stellen sich über das Gesetz.
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09.11.2013, 19:31Inaktiver User
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Beides ist nicht möglich?
Nun ja, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Ich glaube nicht, dass er realisiert hat, wie schutzlos er am Ende dastehen wird. Das bedeutet aber nicht, dass er nicht andernfalls genauso die Daten an die Öffentlichkeit gebracht hätte.
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09.11.2013, 19:41
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Ströbele hatte recht: Wenn "man wollte", könnte Snowden durchaus Asyl in Deutschland bekommen.
"Man will" aber nicht. Zumindest nicht die, die was zu sagen haben. Und dafür werden sie ihre Gründe haben. Die Rolle Deutschlands beim Datenklau zum Beispiel.*
Der Adler fängt keine Mücken.
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09.11.2013, 19:53Inaktiver User
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Kommt drauf an, wie man das definiert. Das vor allen anderen die USA und auch die Briten alle administrativen Drohgebärden aufbieten würden, die möglich sind, dürfte ihm klar gewesen sein. Alles andere wäre naiv von ihm und ich würde mich fragen, wie er zuvor diesen Sicherheits-Status hatte erreichen können.
Dass aber, zur Zeit erstmal die Briten, ihm derartig schmutzig ans Leder gegangen wird, und er tatsächlich auch über die Medien total diskreditiert wird, indem sie ihm vorwerfen sich schützend vor Al Quaida und Kinderschändern zu stellen ... ich denke, da "musste er schon schlucken" ...
Da fragt man sich dann schon, was die Geheimdienste und Regierungen befürchten, was da noch von ihm kommen könnte. Und für mich sieht diese "schmutzige Wäsche" tatsächlich so aus, als wären sie sich im Klaren, was er alles NOCH weiss, nur eben nicht, ob er sich traut, DAS auch noch preis zu geben ...
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09.11.2013, 19:59Inaktiver User
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09.11.2013, 20:24
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Ja. Im ersten Video, das von ihm veröffentlich wird
NSA whistleblower Edward Snowden: 'I don't want to live in a society that does these sort of things' - YouTube
sagt er klar, dass er für den Rest seines Lebens ("wie lange das immer noch dauern wird") bedroht leben wird. Siehe ca ab Minute 6.00
Kaum. Dass er heute noch lebt, ist vermutlich mehr, als er erwartet hat.Ob er angenommen hat, dass ihm in Dankbarkeit beigestanden wird? Ob er aus jugendlichem Optimismus die Lage falsch eingeschätzt hat, ob er, hätte er gewusst, wie sich die Situation entwickelt, geschwiegen hätte?
Er hat sich professionell vorbereitet. Die Journalisten, die ihn kontaktierten, hatten ihn auch noch während längeren Zeit bearbeitet und ihm nochmals erklärt, auf was er sich einlässt. Er wusste und weiss sehr genau, worauf er sich eingelassen hat und was die Folgen davon sind.
Er hat trotzdem gewählt, es zu tun.
nein, ich denke nicht. Bewunderung, Respekt, Achtung - aber nicht Bedauern.So oder so, er ist zu bedauern.
gruss, barbara
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10.11.2013, 07:22Inaktiver User
AW: Unser Ströbele für Deutschland... oder: Zeitungsenten für Deutschland
Vor einigen Tagen gab es im Spiegel einen Beitrag "Prominente fordern Asyl für Snowden in Deutschland", dort stand die Aussage von Ferdinand von Schirach, 49, Anwalt und Schriftsteller
"Snowden verstößt gegen die Geheimhaltungspflichten, die ihm sein Staat auferlegt hat, er begeht damit Straftaten. Aber das darf hier nicht allein entscheidend sein. Hinter einer hohen Schwelle gibt es nämlich eine Pflicht des Bürgers zum Ungehorsam gegen den Staat. Der US-amerikanische Schriftsteller Henry David Thoreau sagte: ,Man sollte nicht den Respekt vor dem Gesetz pflegen, sondern vor der Gerechtigkeit.' Genau das hat Snowden getan."


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