[QUOTE=Inaktiver User;23774931]
An jedem Job in der Prostitution hängt auch immer das Umfeld dran. Habt Ihr Töchter? Was würdet Ihr sagen, wenn Eure Tochter sagt, "Auf der Bank verdient man nicht genug, ich werde Nutte."?
Was sagt ein Kind in der Schule, wenn es nach dem Beruf der Mutter gefragt wird? Nutte? Da sitzen dann vielleicht nicht nur lauter kleine mega-tolerante Friederikes. Aber daran muss niemand denken, Hauptsache es gibt einige wenige Single-Frauen, die niemandem verpflichtet sind, und die es super finden, für fremde Männer die Beine breit zu machen.
QUOTE]
Nutte ist ein Schimpfwort und beleidigend.
Ich habe kein Tochter, sondern bin eine der "wenigen Single-Frauen, die niemanden verpflichtet sind," (den Rest des nicht nettes Satzes lasse ich mal weg) aber ich habe eine Vater: Und niemals im Leben würde ich ihm oder jemanden anderes davon erzählen. Ich möchte meinen Vater doch nicht beunruhigen, er soll sich keine Sorgen machen. Auch möchte ich meine Gesicht nicht verlieren. Vielleicht ist es auch peinlich... und warum nicht Anderen erzählen? Weil ich nicht möchte, beleidigt zu werden, mich anfeinden zu lassen oder der Welt immer wieder erklären zu müssen, wieso, weshalb, warum....
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02.11.2013, 16:21
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
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02.11.2013, 16:25Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Prostitution ist in erster Linie ein Geschäft mit der Armut und Drittländern. Für die P. ist es gut, dass sie im legalen Rahmen in D. arbeiten können und nicht auf Grund ihrer finanziellen Zwangslage usw. ausgenutzt werden.
Genau das würde passieren, wäre P. in D. illegal- eine Verlagerung in weniger soziale Länder.
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02.11.2013, 16:31
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Nicht nur Verlagerung, auch Schutz fehlt. Wir müssten in geheime Wohnungen, arbeiten dann im Verborgenen und wenn uns dann doch mal etwas passiert können wir nicht mal mehr die Polizei rufen.
Wenn heutzutage ein Freier die Dienstleistung nicht zahlt, können wir die Polizei rufen. Wenn Pro. in D. verboten wird, haben uns die Freier in der Hand. Wir sind den Männer also viel mehr ausgeliefert als wir es jetzt wären.
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02.11.2013, 16:35
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
ich handhabe das bezüglich meines privaten umfelds anders, da ich nicht unnötig energien an lügenkonstrukte/ schutzbehauptungen verschwenden möchte, sondern offen sprechen über das, was mich nun mal (u.a.) betrifft und bewegt.
allerdings schweige ich mich bisweilen aus, um mich nicht der bigotterie zuküftiger arbeitgeber (im staatsdienst) auszusetzen.
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02.11.2013, 16:41Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
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02.11.2013, 17:08
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Ich wünsche mir eine Welt ohne Prostitution. Um erstmal meine Haltung deutlich zu machen. Aber da das wohl nicht so schnell möglich ist, könnte man doch einen sinnvollen Zwischenschritt machen: Jeder Mensch, der der Prostitution nachgehen möchte, meldet ein Gewerbe an und macht es dann legal. Legal bedeutet angemeldet und versteuert. Dann bezieht die Studentin eben kein Bafög neben dem Wochenendjob als Hure. Und die Hartz4-Bezieherin auch kein Harz4 mehr. Und bei der Sozialversicherungsbeiträge werden nach dem Gesamteinkommen berechnet - anstatt den lukrativen Nebenjob überall zu verschweigen und nirgends anrechnen zu lassen.
Wenn alle Huren ihr Einkommen ganz normal versteuern würden (müssten), wäre dieser Job doch lange nicht mehr so lukrativ. Das ist er doch nur, weil in der Prostitution brutto gleich netto verdient wird. Fast alle deutschen Huren sind krankenversichert - aber nicht über das Haupteinkommen aus der Prostitution, sondern über einen anderen Job. Deshalb tauchen selbst deutsche Prostituierte nicht bei den Sozialversicherungen auf. Die paar Huren, die als Masseurin, Tänzerin, etc. formal dort gemeldet und versichert sind, befinden sich zahlenmäßig im Promillebereich.
So gesehen treibt eine Meldepflicht die Frauen nicht in die Illegalität, sondern hilft ihnen aus dieser raus.:)
Weil sie da aber gar nicht raus wollen, wehren sich die sog. Hurenverbände gegen Kontrolle und Transparenz. Da geht es doch nicht um die gesellschaftliche Diskriminierung, sondern darum, sich und den paar Frauen, die dort engagiert sind, das schwarze Einkommen zu erhalten.
Ich finde ja die 30-50 Euro, die ein Freier im Bordell für FO und GV zahlt, ziemlich wenig. Wenn die aber dann auch noch versteuert werden müssen und davon dann auch noch die Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden, dann sieht das Einkommen noch mal ganz anders aus.
Und dann können sich diese Lobbyistinnen bestimmt auch besser in eine osteuropäische Kollegin eindenken, die von ihrem Einkommen ALLES zahlt. Und deshalb den jeweils gewünschten Service von jedem Typ, der sie will, anbieten muss. Die Insider hier wissen, dass dann von jedem Freier noch 5 Euro bleiben. Und deshalb auf Masse gearbeitet werden muss, und deshalb die Psyche den Bach runter geht, samt der Gesundheit.
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02.11.2013, 17:19Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
wo ist da das neue daran? Welche Gesetzesänderung wäre dafür nötig? Dass eingenommenes Geld versteuert werden muss (müsste) gilt doch bereits heute. Und was sollen Selbständige plötzlich in den Sozialversicherungen? Schwarzarbeit ist doch nichts neues, das betrifft alle Gesellschaftsschichten. Wie willst Du das mit welchem Gesetz ändern?
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02.11.2013, 17:30Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Du wie gedenkst du das zu ändern? Gut zureden?
Der Geschlechtstrieb ist wie der Name schon sagt ein Trieb.
Als gesunder Mensch kann man Triebe zwar in bestimmten Grenzen kontrollieren, wegmoralisieren kann man sie jedoch nicht.
Sinnlos immer wieder darauf hinzuweisen, Satyr.
Manche Gegner der P. kommen mir hier vor wie Kinder, die glauben mit einem trotzigen ... "Ich will aber das man es verbietet, denn dann wird alles gut" ... argumentieren.
Um eine Antwort auf die Frage wie man den bereits vorhandenen strafbaren Teil erfolgreich bekämpfen will, wenn man jetzt noch einmal zusätzlich hunderttausende von Männern kriminalisiert, hat sich in dieser Diskussion bisher jeder erfolgreich gedrückt.
Das ich die Anstrengungen den derzeit bereits strafbaren Bereich der Prostitution zu bekämpfen sogar verschärfen würde, habe ich schon mehrfach geschrieben. Insofern würde ich dich bitten meine Beiträge aufmerksamer zu lesen.Geändert von Inaktiver User (02.11.2013 um 17:54 Uhr)
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02.11.2013, 17:44
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02.11.2013, 18:16
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Neu wäre, dass nicht mehr im Dunkelfeld der Prostitution nachgegangen werden kann. Zur Zeit sind Prostituierte nirgendwo namentlich erfasst. Eine neue Spalte im Gewerberegister könnte da weiter helfen. Selbstständige Krankenpfleger (z.B) sind rentenversicherungspflichtig. Warum nicht Prostituierte?
Wenn man allerdings Prostituierte nicht zu den Selbstständigen rechnen möchte, weil sie zum Beispiel in einem Bordell, Club etc. arbeiten, indem es neben den Präsenzzeiten auch vorgeschriebene Leistungen etc. gibt, müssten sie eigentlich von ihrem Arbeitgeber sozialversichert werden. Werden sie aber nicht. Auch da könnte man mit einem Gesetz regulierend eingreifen.
Egal in welche Ecke man schaut, in der Prostitution ist so gut wie nichts reguliert. Das ist die wirkliche Ungleichbehandlung dieses "Gewerbes".
Während es in anderen Gewerben auch Schwarzarbeit gibt, ist sie in der Prostitution die Regel. Das ist ein relevanter Unterschied.
Die (nur in manchen Städten) stattfindenden Kontrollen in den Bordellen haben nichts, aber auch gar nichts mit der Suche nach Schwarzarbeiterinnen zu tun. Auch da wird das Bordell anderes als z.B. Baustellen behandelt.
Ein Gesetz zur Regulierung der Prostitution, das all diese Themenbereiche berührt und regelt, wäre m.E. eine recht wirksame Neuerung.


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