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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    @ meta-serif

    darum meine ich eigentlich dass doch jeder verschieden ist in seinen Beduerfnissen.
    Ich merk ja (aktuell oder auch von frueherer Beziehung) die schnell ansteigende Begierde wenn "sie obenauf" ist und (dadurch schnell zum O kommt) klar mach ich das, hab das Gespuer was "sie" will/braucht und stell mich drauf ein oder es passt halt dann oder auf Dauer dann eben nicht so sehr.
    Die Beziehung vorher war auch so dass sie "nur unten liegend" kam.
    Ich mein einfach dass man/frau sich das nicht aussuchen kann wie man am besten kommt.
    Bei mir selbst ist es auch so, ich "muss machen" (um zu "kommen", ja, werd auch mal "sadist" genannt von ihr, aber ihr gefaellt es sehr so...).
    Aber mir ist eben auch wichtig dass sie "kommt" (gerne abwechselnd aktuell so...), und wenn sie "obenauf" kommt (und als kleiner weiblicher "sadist" ) dann nur zu, ist doch ok.

    Genauso ok natuerlich wenn frau anders empfindet, anders kommt.
    Oder sich nicht vorstellen kann (nicht mal in Fantasie) als Prostituierte zu arbeiten oder im Spass das zu sein, als Rollenspiel, oder keine Quickies zu moegen, oder was es sonst noch alles gibt.

    Das war jetzt kein Appell gegen die Prostitution, sondern pro-Freiheit von mann und frau fuer das Gewerbe.
    Aber freiwillig! das ist mal klar...
    Geändert von HQking (15.04.2014 um 13:52 Uhr)

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    lieber werde ich (stichwort: a tergo) objekt als selbst jemanden dazu zu machen, der für sowas vielleicht doch zu schwach, d.h. selbstunsicher ist.
    Oder ist es doch vielleicht so, dass Du als "A-tergo-Objekt" die Verantwortung für das Geschehen vollständig an ihn abgeben kannst, während Du oben sitzend in der Rolle der Initiativen diejenige bist, die mit ihrem eigentlich Nicht-Wollen konfrontiert wird? Dass Dir das implizite Zuschieben der Verantwortung für das Geschehen gar nicht recht ist? Fände ich jedenfalls auch nachvollziehbar.

    Aber vielleicht ist es auch einfach so wie Du sagst: Die meisten Frauen (nicht nur Prostituierte) finden es beim Sex offenbar befriedigender/angenehmer/passender, genommen zu werden und nicht selbst aktiv werden zu müssen.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aha, tatsächlich. Ich bleibe dabei, es ist eine Frage der Perspektive. Sage mir mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist.
    Manchmal erfährt man auch wer jemand ist, indem man den Menschen kennenlernt. Sortieren nach Oberflächlichkeiten geht natürlich schneller...
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    @ Lukulla - ich wollte noch auf diese Frage von dir eingehen:

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Soll das auch unter Strafe stehen, dass ein Mann zu einer Prostituierten geht, egal wo und wie sie arbeitet? Also egal ob im Bordell, privat, auf der Strasse, gemietet für bestimmte Stunden, etc.?
    Na ja - selbstverständlich!

    Ich jedenfalls (aber nicht nur ich) plädiere in diesem Strang und in allen Vorgängersträngen gewissermaßen schon seit Jahren dafür, dass der sogenannte Sexkauf grundsätzlich kriminalisiert wird - dies aus verschiedenen ethischen Erwägungen heraus (mehrfach von mir begründet) und eben auch aus dem Grund, weil die Kriminalisierung des Sexkaufs der entscheidende Hebel ist, um dem System der Prostitution mit seinem Menschenhandel mittel- bis langfristig ökonomisch das Wasser abzugraben.

    Diese Auffassung teilen ja offensichtlich peu a peu immer mehr Leute - zuletzt bspw. der Europarat:

    Wir fordern die Mitgliedsländer auf, die Kriminalisierung des Sexkaufs, basierend auf dem Schwedischen Modell, als effektivste Maßnahme im Kampf gegen den Menschenhandel zu betrachten.“

    Der Europarat ermahnt die Regierungen in Europa zu mehr Engagement gegen Sex-Sklaverei und Prostitution. Als Vorbild nannten die Abgeordneten Schweden. Dort ist der Kauf von Sexleistungen verboten. Der Kunde wird bestraft, die Prostituierte bleibt straffrei. Der Menschenhandel mit Frauen sei in Schweden seither stark zurückgegangen, hieß es in dem heute veröffentlichten Bericht des Europarats.

    VanDyck
    Geändert von VanDyck (15.04.2014 um 14:43 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von HQking Beitrag anzeigen
    Ich mein einfach dass man/frau sich das nicht aussuchen kann wie man am besten kommt.
    wirklich? ich meine (genauer: habe für mich festgestellt), dass man es sich letztlich aussuchen kann, ob bzw. unter welchen bedingungen man kommt, wenn man es sich erlauben kann, es will, in einer art großzügigkeit sich selbst und dem anderen gegenüber.
    "ich kann nur so und so" hat für mich eher den charakter eines eingangstests mit appellcharakter: zeige mir, dass du mich wahr- und ernst nimmst, mich wertschätzt. die geste zählt, das geschenk. bedeutet aber auch, dass das ganze auf einem mangel fußt. hier ließe sich schauen, welchen nutzen diese milde selbstsabotage hat, wovor sie vielleicht schützt, ob dieser schutz von nöten ist etc..

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    ich kann auch nur sagen bei allen Aussagen: "hab fuer mich festgestellt"
    auch hinsichtlich des Strangthemas, man sieht ja fuer die/den eine/n passt es und fuer die/den anderen ist das Thema "ein rotes Tuch".
    So kenn ich das auch privat, also ausserhalb diess Forums.
    Da gibt es so einige die haben generell "strenge" Auffassungen/Meinungen/Einstellungen (z.B. das Thema Prostitution, oder das Thema "Kinder kriegen/in die Welt setzten" und so weiter...) und andere sind da gelassener und moegen das lockerer angehen (alles kann, nichts muss).

    Aber, wie krieg ich jetzt den Bogen zu der Aussage "man kann es sich nicht aussuchen wie und wo man kommt".
    Hmm, ich geh auch d'accord dass ein Wohlwollen, ein Moegen, das Spueren der andere mag mich usw. wichtig ist, dass das eine Voraussetzung ist fuer das "Kommen wollen & koennen" oder ein Gefuehl beide haben "es passt einfach" ohne das weiters begruenden zu koennen.
    Aber unabhaengig davon, wenn der andere generell noch was aufzuarbeiten hat und deshalb keine rechte Freude am Sex hat oder halt anderen Sex oder wenig Sex (alles als Beispiel) mag dann tut er/sie das vielleicht unabhaengig davon ob er/sie DICH mag sondern weil er auch wieder in etwas drinsteckt dass der/die halt grad Thema ist in dessen Leben.
    Es kommt auf dieser (sexuellen) Ebene dann halt zu keinen guten Gefuehlen (und das erkennt man ja auch nicht immer gleich oder ist blockiert und und und..) und wenn man an dem Menschen festhaelt dann aendert sich natuerlich auch die eigene Sicht auf den Sex und dem Beduerfnis danach, genau wie beim Partner ja dann auch.

    Stichwort Mangel: das Wort "Mangel" ist mir zu negativ besetzt. Ich wuerde es anders ausdruecken, der Luxus Sex zu haben/zu geniessen.
    D.h. bei mir ist alles ok, darum lass ich es mir auch sexuell gut gehen.
    Darum ginge ich zur P.
    Wenn ich allerdings nur die P. habe dann waere es vielleicht wieder ein Mangel.
    Ideal waere zusaetzlich die P. zu haben. Ich weiss aber nicht wie realistisch das ist fuer den/die Einzelne.
    Wird vielleicht nicht immer der Realitaet entsprechen denke ich mir mal.
    Aber da muss man hinkommen, so wie der Job der P. ja auch kein Zwang oder Notwendigkeit (z.B. aus Armut, Mangel an Geld/Einkommensmoeglichkeiten) sein sollte sondern ein Zubrot, eine Moeglichkeit, ein Supplement.
    Und aus dieser Konstellationssicht befuerworte ich P und unterstuetze auch alle in dem Gewerbe, grad frauen brauchen die Unterstuetzung und die moralische Unterstuetzung (und das Geld... )

    ok, hab nicht viel Zeit zum schreiben und dennoch...

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Oder ist es doch vielleicht so, dass Du als "A-tergo-Objekt" die Verantwortung für das Geschehen vollständig an ihn abgeben kannst, während Du oben sitzend in der Rolle der Initiativen diejenige bist, die mit ihrem eigentlich Nicht-Wollen konfrontiert wird? Dass Dir das implizite Zuschieben der Verantwortung für das Geschehen gar nicht recht ist? Fände ich jedenfalls auch nachvollziehbar.
    ich sehe bezüglich der situationsverantwortung keinen unbedingten qualitativen unterschied zwischen handeln gegenüber dem unterlassen bzw. geschehen lassen. it takes two to tango. ausnahmefall wäre gewaltanwendung, d.h. ich gestehe mir zu, gegenüber einem äusseren zwang machtlos (gewesen) zu sein. ein solcher fall liegt hier nicht vor.
    bei "eigentlich Nicht-Wollen" keine änderung hin zu etwas gewolltem zu vollziehen, ist mir dementsprechend keine legitime haltung, unglaubwürdig (eine verschleierung des gewollten) oder bedeutet bloß "leider habe ich gar keine ahnung davon, was ich will". ich jedenfalls pflege nicht in situationen zu verharren, die mir unlieb sind. gelegentlich aber aus bequemlichkeit oder gefälligkeitsgründen in welchen, die mich nicht vom hocker werfen. es ist halt nett von mir, jemandem die aussicht auf brust oder po zu gewähren, schließlich sehe ich tatsächlich ziemlich heiß aus ;)

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    ich sehe bezüglich der situationsverantwortung keinen unbedingten qualitativen unterschied zwischen handeln gegenüber dem unterlassen bzw. geschehen lassen. it takes two to tango.
    Ja, in der Theorie sollte das "unter freien Menschen" wohl so sein. Aber in diesem Strang geht es ja unter anderem auch um die Nuancen zwischen Freiwilligkeit, Abhängigkeit, Ausnutzen einer materiellen Notlage oder psychischen Disposition zur Selbstschädigung, Zwang, Selbstverwirklichung, Selbstbetrug usw. Da lohnt es sich schon, etwas genauer hinzusehen, finde ich.

    Ich finde übrigens auch gut, wie genau Du hinsiehst und beschreibst:
    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    "ich kann nur so und so" hat für mich eher den charakter eines eingangstests mit appellcharakter: zeige mir, dass du mich wahr- und ernst nimmst, mich wertschätzt. die geste zählt, das geschenk. ...
    Auch wenn ich jetzt nicht alle Ansichten teile.
    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    es ist halt nett von mir, jemandem die aussicht auf brust oder po zu gewähren, schließlich sehe ich tatsächlich ziemlich heiß aus ;)
    Na gut.

    Du bist erwachsen und ich nicht Dein Erziehungsberechtigter. Und so gaaaanz selbstlos ist das herzeigen ja auch nicht:

    The problem was she had a little black book
    And my name was written on every page
    Well a girl’s gotta make ends meet
    Even down Jubilee Street
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen

    Der Europarat ermahnt die Regierungen in Europa zu mehr Engagement gegen Sex-Sklaverei und Prostitution. Als Vorbild nannten die Abgeordneten Schweden. Dort ist der Kauf von Sexleistungen verboten. Der Kunde wird bestraft, die Prostituierte bleibt straffrei. Der Menschenhandel mit Frauen sei in Schweden seither stark zurückgegangen, hieß es in dem heute veröffentlichten Bericht des Europarats.

    VanDyck
    Gutes Modell. Würde ich auch für den Droganhandel einführen. Dealer bleiben straffrei. Kunden werden bestraft. Ich bin mir sicher, dann geht der Drogenhandel auch stark zurück.

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    a) Flatrate - und Gangbangprostitution in Prostitutionsstätten sollen verboten werden;
    b) Prostitutionsstätten sollen erlaubnispflichtig werden, was in einem eigenen Prostitutionsstättengesetz geregelt werden soll;
    c) die Polizei soll die Prostitutionsstätten auch ohne konkreten Anlass kontrollieren können.

    Last but not least: der Dreh- und Angelpunkt bei der ganzen Sache ist und bleibt m.E. die sogenannte 'Kriminalisierung des Sex-Kaufs' - ...
    So das sind Deine Vorschläge.
    Letztlich, da Du eine Kriminalisierung des Sex-Kaufs forderst, kann man sich eigentlich die Punkte a bis c sparen. Wie konkret soll denn der Sexkauf kriminalisiert (merkwürdiger Begriff) werden?

    Ansonsten wäre ich einverstanden mit den a bis b Punkten. Polizei ohne konkreten Anlass im Bordell dürfte den Geschäftsablauf erheblich stören. Wenn man jeder Zeit damit rechnen muss, dass 2 Streifenbeamte neben dem Bett stehen, dürfte eine Entspannung für den Freier minimal sein. Insofern wäre das schon ein Aus für das Bordell.

    Inwiefern sind denn heutzutage Prostitutionsstätten nicht erlaubnispflichtig? Wenn Du ein Gewerbe eröffnest, benötigst Du eine Genehmigung. Diese kann verweigert werden.

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ich jedenfalls (aber nicht nur ich) plädiere in diesem Strang und in allen Vorgängersträngen gewissermaßen schon seit Jahren dafür, dass der sogenannte Sexkauf grundsätzlich kriminalisiert wird ...um dem System der Prostitution mit seinem Menschenhandel mittel- bis langfristig ökonomisch das Wasser abzugraben.

    Dort ist der Kauf von Sexleistungen verboten.
    Hier wird es konkret. Der Kauf ist verboten. Damit ist das Geschäft zu Ende. Ausser im Untergrund, wo sich über das Verbot hinweg gesetzt wird und weiter gedealt wird.

    Was hältst Du denn davon, die Bedingungen zu denen das Geschäft betrieben wird, so zu verbessern, dass alle ohne Gewalt und ohne Druck dort arbeiten können? Also zusätzlich zu dem ganz normalen Wahnsinn, dem man immer ausgesetzt ist, wenn man lohnabhängig arbeitet.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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