Die Frage war doch, wo Sex anfängt und wo Sex aufhört.
Meta_serif findet bezahlten Oralverkehr unter bestimmten Voraussetzungen sexy, sagt sie. Das interessiert mich genauer. Was soll das mit Voyeurismus zu tun haben?
Es passt Dir nicht in den Kram, wenn meta_serif von sich erzählt, das ist schon klar geworden. Sie sollte nicht erzählen und falls doch, sollte man ihr nicht zuhören. Funktioniert so aber nicht, da kannst Du Dir sicher sein.
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Ergebnis 3.071 bis 3.080 von 3979
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14.12.2013, 23:32
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.12.2013, 09:57Inaktiver User
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15.12.2013, 11:29
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
mir scheint es wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass gebrauch ("benutzen") und missbrauch unter erwachsenen nicht ineins fallen und letzteres nicht generell mit bestimmten praktiken korrespondiert.
wesentlich ist nicht, was eine praktik an sich (meint: in ihrer sterotypisierten, konventionalisierten konnotation) wohl bedeuten mag, sondern was sie für mich bedeutet. allein von hier aus lassen sich entfremdungsqualitäten und also einseitigkeit (nicht-sex) beobachten.
ich z.b. finde lack, latex, liebeskugeln, vibratoren, sm, swingerclubs u.ä. ganz schrecklich und das also ist mit mir generell nicht machbar. daneben existiert eine indifferenzzone, bei der es auf den modus, das wie ankommt.
einer meiner kolleginnen (mit schlimmer kindheit) hat gerade der job zu achtung und durchsetzung ihrer grenzen, zu einem stabilen selbstbewusstsein verholfen.Geändert von meta_serif (15.12.2013 um 12:17 Uhr)
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15.12.2013, 12:37
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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15.12.2013, 13:28
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Das wird sich sowieso nicht verallgemeinern lassen: Für viele haben lack, latex und sm mit Sex überhaupt nix zu tun, für andere ist Sex ohne lack, latex und sm undenkbar.
Hier geht es ja um die Frage, ob etwas, für das Geld genommen wird, mit der gleichen Anteilnahme praktiziert werden kann, wie etwas, das unentgeltlich oder gar aus eigenem Interesse und Antrieb vollführt wird.
Wollte man definieren, Geschlechtsverkehr sei nur dann als Sex zu bezeichnen, wenn alle Beteiligten zu mindestens einem Orgasmus kommen, dann wäre das sicher zu eng gefasst. Nicht wenige mehr oder weniger glücklich verheirateten Frauen hätten dann zwar Geschlechtsverkehr, aber kaum oder nie Sex.
Aber man wird vielleicht verlangen können, Geschlechtsverkehr sei nur dann als Sex zu bezeichnen, wenn alle Beteiligten angenehme Gefühle bis hin zu sexueller Erregung damit verbinden. Mein Verdacht ist, das dies im Fall von Prostitution keineswegs immer der Fall ist.
Wobei es sicher fliessende Übergänge gibt.
In einigen kreativ-künstlerischen Berufen kommt es ja vor, dass die Freude bei der Arbeit die Freude am Verdienst fast übersteigt. Andererseits tut es manchen regelrecht weh, irgendwelche z.B. innenarchitektonischen Unmöglichkeiten zu realisieren, nur weil es der Auftraggeber so wünscht, beratungsresistent ist und gut zahlt."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.12.2013, 15:53
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Ist das dann vielleicht eher ein Glücksfall? Wenn der Job bedeutet, regelmäßig Schlimmes aus der Kindheit zu wiederholen, dann machen diese Wiederholungen es im Allgemeinen nicht besser, denke ich mal.
Aber es ist ja auch nicht auszuschließen, dass durch den Job die innere Nähe zu dem früher Erlebten hergestellt bzw aufrecht erhalten wird und so über die Zeit tatsächlich eine Verarbeitung stattfindet, die sonst mangels Zugang gar nicht möglich wäre. Wer weiß."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.12.2013, 16:07
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Welche Verbindung hat denn Geld und Sex für dich?
Wo ist der erotisch-sexuelle Moment von Geld?
Das ist der Punkt, den ich nicht verstehe und weshalb Sex mit/gegen Geld für mich kein Sex mehr ist. Sondern nur noch ein Geschäft/Dienstleistung, was mit dem Ursprungsgedanken Erotik/Gegenseitigkeit- für mich- nichts mehr zu tun hat.
PS: Mit Verachtung hat das im übrigen bei mir nichts zu tun. Es ist ur schlicht kein Sex für mich, sondern Selbstbefriedigung meinetwegen auch zweiseitige, allerdings keine Gegenseitige, außer beide haben den erotischen Kick beim Einbringen von Geld in das sexuelle Spiel (den ich bisher nicht verstehe)Geändert von _Farmelli (15.12.2013 um 16:11 Uhr)
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15.12.2013, 17:32
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
meine rede.
ich finde es absurd, zwischen geschlechtsverkehr und sex differenzieren zu wollen. "damit verbinden" heißt was?Aber man wird vielleicht verlangen können, Geschlechtsverkehr sei nur dann als Sex zu bezeichnen, wenn alle Beteiligten angenehme Gefühle bis hin zu sexueller Erregung damit verbinden.
würdest du die abwesenheit von abscheu und selbstverleugnung als "angenehm" charakterisieren oder geht es dabei um etwas anspruchsvolleres, wenn ja: was?
das sagte ich doch bereits: es handelt sich beim geldwert um einen extrinsischen motivator, der sich allerdings von den vollzugsqualitäten selbst isoliert betrachten lässt. schon in zeitlicher hinsicht: kohle gibt's vorher, freude an der sache ggf. währenddessen.
hä? wer behauptet denn, dass geld erotisch sei? ich jedenfalls nicht. diese frage ergibt sich wohl aus der m.e. falschen prämisse, dass hier allein geld gegen sexuelle befriedigung getauscht werde und der m.e. ebenfalls falschen schlussfolgerung, dass die sexuelle befriedigung beider interaktionsteilnehmer eine geldzahlung überflüssig machen täte, es sich also um funktional äquivalente größen handeln könnte. wenn ich mit marx vertrauter wäre, würde ich es wohlmöglich wagen oder tunlichst unterlassen, zu behaupten, dass hier eine verwechslung von tausch- und gebrauchswert vorliegt.Wo ist der erotisch-sexuelle Moment von Geld?
nun ja: ich würde handbetrieb, fellatio und cunnilingus generell eher unter masturbationshilfe fassen, wenn nicht die wollust des bespaßten auch den/ die bespaßenden zu entzünden oder befeuern geeignet wäre.Es ist ur schlicht kein Sex für mich, sondern Selbstbefriedigung meinetwegen auch zweiseitige, allerdings keine Gegenseitige
gegenseitige befriedigung empfinde ich aber eh' als zu hartes kriterium. ich würde sex weniger von selbstbefriedigung als von sexualisierter gewalt aka vergewaltigung einerseits und von selbstvergewaltigung andererseits abgenzen, also negativ bestimmen wollen, wie ich das oben (in 3073) versuchte.
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15.12.2013, 17:32
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
"Indifferenzone" klingt für mich jetzt nicht wirklich nach erotischem Kick.
Aber den haben beispielsweise Friseurinnen beim Waschen der Haare ihrer Kunden ja auch nicht, denke ich mal, höchstens mal mehr und mal weniger Glück ("Modus"), was den Zustand der zu waschenden Haarpracht angeht.
"Indifferenz" könnte für Geschlechtsverkehr allemal reichen. Für Sex - je nach Definition - aber vielleicht schon nicht mehr."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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15.12.2013, 17:42
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Also, das wäre mir zu wenig, wenn ich beim Sex nicht mehr als Abwesenheit von Abscheu und Selbstverleugnung empfinden würde. Es mag aber natürlich beliebige bezahlte Jobs geben, bei denen die Abwesenheit von Abscheu und Selbstverleugnung notwendige und hinreichende Voraussetzung für die Ausübbarkeit des Jobs sein kann, ja.
Aha!
Für "richtigen" Sex finde ich das ein passendes Kriterium. Sollte aber nicht in Stress ausarten."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')



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