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  1. Inaktiver User

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man muss einfach zwischen pädophil und pädosexuell unterscheiden. Und etwa 60% der Täter, die sich an Kindern vergreifen, handeln nicht so, weil sie etwa sexuell angezogen fühlen, sondern aus anderen Gründen, als Ersatzhandlungen.
    Wenn ein Mann z.B. Angst vor Frauen hat, dann vergreift er sich vielleicht an einem Kind, weil von diesem nicht bedroht fühlt. Das ändert aber nichts daran, dass er heterosexuell ist.
    Wenn jemand bisexuell ist, ändert das auch nichts daran, daß er - unter anderem - heterosexuell ist. Er ist dann eben heterosexuell und zusätzlich noch homosexuell. Eben beides. (Das ist nur das Beispiel zur Verdeutlichung, daß eine sexuelle Ausrichtung in mehr als einer Weise möglich ist. Ich will damit keinesfalls bisexuelle Neigungen irgendwie abwerten. Solange das unter Erwachsenen und mit Einverständnis geschieht, ist für mich alles in Ordnung).

    Und so ist das mit den Kinderschändern (nehme ich eben dieses Wort dafür statt pädophil/pädosexuell) auch. Sie können vielleicht auch mit Frauen, aber eben auch mit Kindern. Ein "normal tickender" Mann 'könnte' gar nicht mit einem z.B. 2jährigen Kind. Er würde ein Kind überhaupt nicht als potentiellen Sexualpartner wahrnehmen. Plus, er hätte auch eine innere Abwehr, sich einem Kind sexuell zu nähern.
    So wie ein heterosexueller Mann einen anderen Mann nicht als Sexualpartner wahrnimmt, und ein homosexueller eine Frau nicht als Sexualpartner wahrnimmt. Und entsprechend bei Frauen.

    Klar fühlen sich sowohl Pädophile als auch Pädosexuelle von Kindern sexuell angezogen. Es ist beides eine krankhafte Störung, die dazu führt, daß das so ist. Da mag ein feiner Unterschied zwischen beiden sein, daß Kinder für sie potentielle Sexualpartner darstellen, das verbindet sie allerdings.
    Geändert von Inaktiver User (06.12.2013 um 22:54 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen

    Wenn man es jetzt mal in der Gesamtheit sieht:
    Wir haben überwiegend Zwangs- und Armutsprostitution in Deutschland.
    Das ist für mich nicht geklärt, ob das so stimmt. Nach Emma gibt es 700.000 Prostituierte, richtig? Überwiegend würde dann heißen, mindestens die Hälfte sind Zwangsprostituierte.

    Und hier heißt es, es gäbe geschätzt inkl. Dunkelziffer 10.000 Zwangsprostituierte, (in Deutschland):

    Nach dem Lagebild des Bundeskriminalamtes (BKA) werden in der Bundesrepublik durchschnittlich 600 – 800 Frauen im Jahr registriert, die als Opfer von Menschenhandel erkannt wurden.

    Alle Experten sind sich darüber einig, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist. Es wird geschätzt, dass jährlich mehr als 10.000 Frauen in der Bundesrepublik zur Prostitution gezwungen werden. Innerhalb Europas schätzt man die Zahl der geschleusten und gehandelten Frauen auf mehr als 100.000.

    Hintergrund - informationen - FIM - Frauenrecht ist Menschenrecht e.V.
    Oder geht es da um die Neuzugänge pro Jahr sozusagen?

    P.S.: Habe noch mal gegoogelt, und hier steht es jetzt so:

    Von 2.000 bis 10.000 Zwangsprostituierten wir
    d allein in Deutschland ausgegangen,
    die Dunkelziffer sei jedoch sehr
    hoch. Birgit Schweikert vom
    Bundesfrauenministerium sagt
    e, aus welchen Ländern die Op
    fer vorrangig kommen:

    http://www.frauenrat.de/fileadmin/We...tscheWelle.pdf
    Geändert von Inaktiver User (06.12.2013 um 23:12 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber eine zwangsweise Einmischung in die Lebensführung, das ist schon an sich was anderes, finde ich.
    Das muss nochmal richtig gestellt werden hinsichtlich der Prostitutionsproblematik:

    Niemand will und wird Frauen, die freiwillig zu Erwerbszwecken der Prostituion nachgehen, ihre Lebensführung vorschreiben oder sich darin einmischen.
    Es geht hier bei den diversen Vorschlägen bzgl. neuer Gesetze um die Regulierung einer Erwerbstätigkeit und nichts anderes! Eine ganz normale Sache also in unserem Land.

    Nicht nur wenn es um die dringend erforderliche strafbewehrte Kondompflicht geht, schreibt der Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie Dr. Joachim Renzikowski zum Thema der notwendigen Regulierung der Prostitution folgendes:

    Es bedarf also einer Instanz, die die Regeln der Ausübung der Prostitution (z.B. Begrenzung der Arbeitszeit, Verbot von ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder sadistischen Praktiken an der Prostituierten) festsetzt und ihre Einhaltung kontrolliert. Mit anderen Worten: Wegen des mit ihr verbundenen Gefährdungspotentials muss die Ausübung der Prostitution geregelt werden – und sie kann nunmehr auch geregelt werden, weil sie nach dem ProstG nicht länger sittenwidrig ist.

    Bspw. Kondompflicht im Bordell hat nichts mit der privaten Lebensführung zu tun!

    Der schwierige Umgang mit der Prostitution - Kriminalpolizei.de

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist für mich nicht geklärt, ob das so stimmt. Nach Emma gibt es 700.000 Prostituierte, richtig? Überwiegend würde dann heißen, mindestens die Hälfte sind Zwangsprostituierte.
    Es ist längst geklärt, wie hoch der Anteil der Zwangsprostituierten im System der Prostitution ist.
    Schon viele Male wurden hier im Strang Aussagen von unabhängigen Experten der Polizei und der Landeskriminalämter zitiert - sie sagen im Grunde alle das gleiche.

    Hier die Angabe von Christian Zahel vom LKA Niedersachsen:

    "Neun von zehn Huren werden zur Prostitution gezwungen", sagt der Leiter Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt Niedersachsen.

    http://www.n-tv.de/politik/Willkomme...e10843146.html

    VanDyck
    Geändert von VanDyck (07.12.2013 um 00:51 Uhr)
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
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  4. VIP

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Um allen Nutzerinnen und Nutzer, die hier sachlich, fair und engagiert diskutieren, einen möglichst ungestörten Raum für Gespräche zu ermöglichen, schliessen wir diesen Strang vorübergehend, um etwaige aufkommende nächtliche Turbulenzen zu vermeiden.

    Wir bitten um Verständnis für diese Massnahme.

    Aus diesem Grund schliesse ich den Strang erneut. Er wird im Laufe des Samstag Morgen wieder geöffnet werden.
    .
    Öffne die Augen und knutsche das Leben

  5. VIP

    User Info Menu

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Der Strang ist nun wieder geöffnet
    .
    Öffne die Augen und knutsche das Leben

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    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen

    Hier die Angabe von Christian Zahel vom LKA Niedersachsen:

    "Neun von zehn Huren werden zur Prostitution gezwungen", sagt der Leiter Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt Niedersachsen.
    Statistik für 2012 - 25 bekannte Fälle von Zwangsprostitution in Hamburg - Hamburg - Polizei - Hamburger Abendblatt


    und das ist Hamburg, was wohl deutschlandweit ein einmaliges Pflaster ist. Wer jetzt noch an Märchen glaubt, soll das das tun- aber bitte nicht noch herausstellen, dass er die Realität ignoriert.
    Nicht das die Zahl wirklich für die, die betroffen sind, etwas ändert- aber es zeigt, wie versucht wird, Zahlen hier zu manipulieren.
    Geändert von ernesto_01 (07.12.2013 um 10:56 Uhr)
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  7. User Info Menu

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Vielleicht an der Stelle auch nochmal, weil hier ja gut frequentiert ist zum Thema, eine Liste, die auf auf den Seiten vieler Organisationen veröffentlicht ist und den wirklich betroffenen Frauen ggf. hilft:


    Wie erkennt man Zwangsprostituierte?
    Männer, die sexuelle Dienstleistungen nachfragen, können über ihren engen Kontakt zu diesen Mädchen und Frauen wertvolle Hilfe leisten. Es gibt Merkmale, woran Männer, die zu Prostituierten gehen, Frauen in Zwangssituationen erkennen können.

    Skepsis ist angebracht bei Frauen:

    deren Körper oder Kleidung Spuren von Misshandlungen aufweisen
    die verängstigt sind oder weinen
    die signalisieren, dass sie mit Widerwillen oder Ekel ihre Dienste anbieten
    die nicht professionell, selbstbestimmt oder selbständig arbeiten
    die nicht nach den Wünschen des Kunden fragen
    die alle gewünschten Sexualpraktiken erfüllen
    die nicht auf den Gebrauch von Kondomen bestehen
    die Dauer, Beginn und Ende ihres Kundenkontaktes, bzw. ihrer Arbeitszeit nicht selbst bestimmen können
    die Kunden nicht ablehnen können
    die das Geld für ihre Dienste nicht selbst in Empfang nehmen
    die in abgesicherten und verschlossenen Räumen arbeiten
    die wenig oder kein Deutsch sprechen
    die erkennbar minderjährig sind.

    Was tun, wenn Sie Verdacht schöpfen oder direkt angesprochen werden?

    jeden Hilferuf, der an Sie gerichtet wird, ernst nehmen
    nicht auf Sex bestehen
    Respekt zeigen
    die Frau beruhigen
    eine entsprechende Beratungsstelle anrufen
    sich an die nächste Polizeidienststelle wenden.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  8. Inaktiver User

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Danke ernesto, das finde ich eine richtig gute Sache, solche Zeichen mal benennen, woran man das überhaupt erkennen kann. Dafür zu sensibilisieren, da sollte noch viel mehr Aufwand und Aufklärung betrieben werden, finde ich.

    Dir auch danke, VanDyck, für Deine nochmaligen Ausführungen. Der Strang ist ja so lang, da geht auch mal was unter, und wird nicht gelesen.

  9. User Info Menu

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke ernesto, das finde ich eine richtig gute Sache, solche Zeichen mal benennen, woran man das überhaupt erkennen kann. Dafür zu sensibilisieren, da sollte noch viel mehr Aufwand und Aufklärung betrieben werden, finde ich.
    Sensibilisierung und Aufklärung- ist in meinen Augen das Einzige, was wirklich langfristig hilft. Menschen, die Frauen zur Prostitution zwingen oder verschleppen haben soviel kriminelle Energie, dass sie nur mit Vorschriften nicht zu beeindrucken oder gar zu stoppen sind. Hat noch nie und nirgends funktioniert.
    Zur Aufklärung gehört aber auch, dass Menschen akzeptieren müssen, dass Prostitution ein völlig normales gesellschaftliches Phänomen ist und sehr viele Facetten hat. Auch Frauen, die diesen Beruf ausüben, sind Menschen- mit allen Sorgen und Nöten. Bis auf wenige Ausnahmen, die es in anderen gesellschaftlichen Bereichen ebenso gibt, brauchen sie keine Vorschriften von Anderen, in deren Vorstellungen von einer Moral in der Gesellschaft für sie kein Platz ist. Noch weniger brauchen sie Behinderungen, die ein nicht einfaches Leben noch deutlich erschweren.
    Zur Aufklärung gehört auch, die Zahlen zu interpretieren, die es gibt- und nicht welche zu erfinden, wo es einfach keine Erhebung gibt und geben kann.
    Deshalb nochmal:
    5.07.13
    Statistik für 2012
    25 bekannte Fälle von Zwangsprostitution in Hamburg
    Aus gleicher Quelle stammt eine Schätzung, nach der ca. 2200 Frauen in diesem Bereich in der Hansestadt arbeiten.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  10. Inaktiver User

    AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Bis auf wenige Ausnahmen, die es in anderen gesellschaftlichen Bereichen ebenso gibt, brauchen sie keine Vorschriften von Anderen, in deren Vorstellungen von einer Moral in der Gesellschaft für sie kein Platz ist. Noch weniger brauchen sie Behinderungen, die ein nicht einfaches Leben noch deutlich erschweren.
    (...)
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (09.12.2013 um 11:50 Uhr) Grund: Provokation gelöscht

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