Hier widerspricht die WELT selbst dem Artikel von Bernd Begemann
Sexindustrie : Prostitution ist eben kein Job wie jeder andere - Nachrichten Debatte - Kommentare - DIE WELT
Mir persönlich geht es so, dass mir immer klarer wird (wenn ich so einige Poster verfolge) dass die Mitverantwortung der Freier zentrales Element einer gelungenen Bekämpfung von Missständen sein muss.Bis zu 50 Freier am Tag mussten die Frauen in der Bordellkette Pussycat bedienen. Der Betreiber wurden 2010 wegen verurteilt wegen unwürdiger Behandlung der zumeist aus Rumänien stammenden Frauen und wegen Menschenhandels.
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Prostitution ist ein prekäres Geschäft und wird es womoeglich immer bleiben. Jeder Versuch es schoen zu reden, bleibt Betrug.
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12.11.2013, 23:32Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
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12.11.2013, 23:53Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Hier nochmal zu dem Fall des Flatrate-Bordell in Hamburg.
Immerhin mussten einige dieser Leute in den Knast, zum Teil reichte es aber wohl nur für Bewährungsstrafen...
Einige Realitäten aus Deutschland:
"Flatrate-Bordelle" : "Pussy-Club"-Zuhälter muss acht Jahre hinter Gitter - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT
Flatrate-Bordell Pussy-Club: 1,16 Euro pro Frau - Panorama | STERN.DE
"Pussy-Club" - Relativ milde Haftstrafen im Prozess um Flatrate-Bordelle - Aus aller Welt - Hamburger Abendblatt
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13.11.2013, 00:22
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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13.11.2013, 07:48
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Nein, das sind nicht die Realitäten. Das Pussy Club WAR eine Realität. Ich hab schon öfters drauf hingewiesen: Wie es im Pussy Club ablief, so läuft's nicht mehr in den heutigen Flatrates/Pauschalclubs. Da gelten Regeln zum Schutz der Frauen. Und wie auch schon mal gesagt, die verdienen gut. Und wie schon mal gesagt, ich kenne dort zwei Frauen die von diesem Geld ihre je drei Kinder unterhalten können. Schafft denn eine ALDI-Kassiererin das? Wer so gerne gegen Armutsprostitution ankämpft, sollte es so tun wie ich: Ich habe in meinem ganzen Leben (ich bin 53) nur ein einziges Mal etwas bei der ALDI gekauft, und vielleicht zweimal beim LIDL. Aber dort übernimmt ihr nicht gerne die Verantwortung für Frauen ...
Aber hier wird je eh nicht zugehört. Nun ja, das könnte man noch verzeihen, aber das Politiker und Medien sich nicht erkundigen, wie es denn heutzutage tatsächlich abläuft in solchen Häusern, das zeigt schon das Ausmass der endlosen Stigmatisierung des Gewerbes.
Andererseits, wie gut manch eine Person sich hier informiert, lässt sich daran feststellen, dass es in Hamburg keinen Pussy Club gegeben hat .... Es gibt jetzt einen, aber der ist etwas ganz anderes, hat nix mit Prostitution zu tun....
So, und jetzt rechnen wir mal.
Stellt Euch vor, es kommen in so einem Haus an einem Tag 100 Männer.
Die zahlen entweder € 100 für drei Stunden, oder € 150 für ein Ganztagticket.
Es sind 10 Frauen im Haus. Die Regeln sind so, dass sie innerhalb von gut 50 Minuten einen Kunden haben können (ein wesentlicher Unterschied zum Pussy Club).
Nun, nehmen wir mal, die Helfte der Männer bleibt nur drei Stunden, die andere Helfte bleibt länger. Das erbringe einen Tagesumsatz von € 12.500.
Nehmen wir mal an, das Haus nimmt für sich die Helfte ein.
Da bleiben € 6.125 für 10 Frauen. Und das soll Ausbeutung sein?Geändert von Irgendeiner (13.11.2013 um 08:34 Uhr)
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13.11.2013, 08:52Inaktiver User
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13.11.2013, 09:00Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
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13.11.2013, 09:55
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Oh doch - hier wird ganz genau zugehört.
Genau das ist ja in gewisser Weise das Problem ...
Übrigens - falls das noch niemandem hier so bewusst ist:
Alle von uns - jeder deutsche Steuerzahler finanziert z.B. organisierte Bordellbesuche von Firmen mit; das gleiche gilt für 'Einladungen' von Geschäftsfreunden in den Puff, Bestellungen von Prostituierten etc. etc.
Weil die Prostitution legalisiert wurde, lassen sich alle Arten von Inanspruchnahme sogenannter sexueller Dienstleistungen als Betriebsausgaben absetzen (analog zu den Einladungen für Geschäftsessen) und vermindern somit die Steuerlast von Unternehmen.
Betriebsausgaben: Sex-Partys gehen auf Kosten der Steuerzahler | XXXNews.ch
Auch wenn Exzesse wie in Budapest die Ausnahme sind, so ist es in deutschen Unternehmen durchaus üblich, Bordellbesuche über Firmenspesen abzurechnen. Das bestätigen sowohl zwei Konzernmanager als auch ein Mitarbeiter einer Eventagentur.
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Es gibt demnach viele Möglichkeiten, sich mit Prostituierten auf Firmenkosten zu vergnügen, ohne dass es auf der Rechnung auftaucht. Prostituierte werden als vielsprachige Hostessen verrechnet, oder Hotels, gerade im Ausland, bieten die sexuellen Dienstleistungen inklusive an.
VanDyckGeändert von VanDyck (13.11.2013 um 09:58 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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13.11.2013, 09:59
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Warum sollte da auch zwischen legalen Dienstleistungen unterschieden werden? Darüber hinaus zahlen legale Bordelle auch Steuern- also keine Panik.
Kriminelle Machenschaften werden verfolgt und bestraft- siehe die Artikel und Links oben- , (gibt es etwa doch Gesetze, die dafür eine Grundlage bieten?)- aber das kann nun wirklich nicht alles in einen Topf geworfen werden.Geändert von ernesto_01 (13.11.2013 um 10:52 Uhr)
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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13.11.2013, 13:24
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Auf Zeit-online wird seit 13 uhr diskutiert mit einer freiwillig prostitutierten
Prostitutionsgesetz: Keine typische Hure | ZEIT ONLINEIch habe getan, was die Neoliberalen predigen
Niemand kann mir einen Vorwurf machen. Ich liege nicht der Allgemeinheit auf der Tasche, sondern habe das getan, was uns von den Verfechtern des Neoliberalismus ständig gepredigt wird: Ich habe festgestellt, dass es für das, was ich anzubieten habe, einen Bedarf gibt und habe mir meinen Arbeitsplatz selbst geschaffen. Ja, ich verdiene einen Teil meines Lebensunterhaltes mit Sexarbeit und ich bin froh, dass ich mit über 50 diese Möglichkeit für mich entdeckt habe.
Ich bin dankbar, dass ich das Talent habe, Männer zum Träumen zu bringen, sie zu verwöhnen, ihre Sorgen anzuhören, die blauen Flecken auf der Seele wegzustreicheln und die Blessuren eines immer unmenschlicher werdenden Arbeitsalltags zumindest zeitweise vergessen zu machen.
Meine Gäste danken es mir mit Vertrauen und Respekt. Wenn ich vergleiche, wie die Kommunikation zwischen mir und meinen Gästen vonstatten geht und wie ich beim Jobcenter behandelt wurde, dann hat sich meine Situation zumindest in diesem Punkt entschieden verbessert. Ich gehe so weit zu behaupten, dass ich durch meine Gäste einen Gutteil des Selbstbewusstseins zurückgewonnen habe, der mir im Jobcenter abhanden gekommen war.
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13.11.2013, 14:29
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
komisch, dass dann kein KFZ-Mechaniker und kein Arzt auf die idee kommt, sein Geld lieber mit Sexarbeit zu verdienen, wo das alles doch so locker und nett ist.
Ich bin sicher, wäre das so ein easy Job, der leichtverdientes Geld bringt, dann gäbe es da schon längst eine männliche Entsprechung bei den Anbietern. Aber die kassieren lieber bei den Frauen auf die eine oder andere Weise mit ab, auf Angebotsseite hinlegen würde sich dafür keiner der Herren, die das alles so toll finden.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.


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