Mir scheint das keine realistische Option, sonst wäre die Situation nicht wie sie ist, Prostituion hat drastisch zugenommen in Deutschland, und in erster Linie sind es Zwangsprostituierte.
Warum? Weil es natürlich wenig Frauen gibt, die freiwillig mit irgendwelchen vielleicht stinkenden, ekligen, ungepflegten, unsympathsichen, brutalen, dummen und Frauenhassenden Männern schlafen wollen.
Sie können sich denjenigen nicht aussuchen und an Märchen wie bei Pretty Woman glaube ich nicht.
Es wird immer einen großen Teil Zwangsprositution geben, und auch diejenigen die es "freiwillig" machen tun es meist in sozialen Notlagen, oder aus Druck ihrer Partner und anderes. Das Machtgefälle ist immer gegeben.
Aber wenn ich einige Posts so lese, scheint ja vielleicht eine allgemeine Diskussion über was Sex ist, auch mal wichtig zu sein.
Triebabfuhr als Menschenrecht, (aber bitte nur für die Menschen mit Geld) ja, auch mal ne Einstellung.
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30.10.2013, 16:05Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
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30.10.2013, 16:19
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
deutschland steht wirtschaftlich bestens da (im vergleich in europa). brüstet sich mit elitären puffs, deren geschäftsführer am sonntagabend bei herrn jauch auftreten und der bevölkerung erklären, welch unerlässliche dienstleistung sie ausfüllen.
solange die menschheit dies abnickt, wird es nicht nur diese sogenannten edelbordelle geben. auch das abfischen von jungen kindern und mädchen in den östlichen ländern ist tagtäglich realität und mich schüttelt´s, wenn ich daran denke mit welcher selbstverständlichkeit die deutschen männer hier sich an denen vergehen.
das geht nur, wenn man sich blind, taub und doof stellt. so naiv ist keiner, als dass er dies ist. scheinheilige doppelmoral.
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30.10.2013, 16:26
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Ich tue mich etwas schwer dabei, in diesem Strang mitzuhobeln, weil wir das Thema, auch mit seinen Ausnahmefacetten, erst vor kurzem hier in der Bri sogar mehrfach durchgehechelt hatten. Trotzdem noch mal aus meiner Sicht:
Wer hier mit dem "armen Behinderten" oder dem "armen Perversen", die nie eine Frau finden können, argumentiert, drückt sich vor der eigentlichen, grundsätzlichen Kernfrage und auch vor der derzeitigen Realität im Prostitutionsbereich.
Die meisten Freier sind Kerle wie meinereiner. Ganz normal und durchschnittlich eigentlich, oft verheiratet, haben auch Sex und könnten ihn auch sonst, ONS etc., haben.
Unabhängig davon und zusätzlich dazu habe ich auch noch die Alternative, mich etwa in den hiesigen Pling-Pling-Luxus-Bordellpalast zu begeben und mir unter all den Frauen, fast alle aus Osteuropa, eine 25-jährige, echt attraktive Frau auszugucken. Frauenmarkt. Große Brüste, kleine Tittchen? Die große Blonde oder die grazile Brunette? Freie Wahl. Einfach nur, weil ich es will und weil ich es kann. Sie wird mir einen blasen, FO, also ohne Gummi ist dabei branchenüblich, ich kann sie vögeln, etc., das ganze Programm. Der Preis? Lachhaft.
Das ist Deutschland 2013. Und das ist für Typen derart geil, dass sie inzwischen aus ganz Europa, sogar aus den USA, dem nahen Osten und aus Asien hier einjeten.
Den Frauen, die sich das antun müssen, denen kann man keinen Vorwurf machen. Wohl aber den Typen, die meinen, sie hätten das Recht dazu, dieses "Angebot" zu nutzen. Wozu Beziehung pflegen, flirten oder gar nur wichsen, wenn ich es für ein Taschengeld ganz pflegeleicht auch an einer jungen, attraktiven Frau tun kann?
Das ist wahre Herrlichkeit im Luxusplüschhimmel für nur 50,-. Und es ist zugleich unsäglich menschenverachtend.aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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30.10.2013, 16:37
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
danke Kraaf!
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30.10.2013, 17:05Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
der kann auch ernst.
Wie wunderbar treffend beschrieben.
Obwohl ich immer noch ein bisschen denke: so die Cowboytypen auf die ich stehe gehen eher nicht in den Puff.
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30.10.2013, 17:09Inaktiver User
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
kraaf, volle Zustimmung, solange es sich hierbei (und daccord, das ist derzeit die Regel bei diesen flatrate Puffs) um Zwangsprostitution und Menschenhandel handelt). Hiergegen gibt es Gesetze. Also ermitteln, ausheben, Verantwortliche verurteilen.
Was soll man denn sonst tun? Was ist die Alternative? Wirklich Prostitution ganz verbieten? Wie schon gesagt, Verbote sind selten hilfreich. Dann spielt sich all das eben in Hinterzimmern ab, ganz ohne jede Kontrolle und Sicherheit für die Huren. Der Bedarf ist eben da.
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30.10.2013, 17:35
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Nein, das will ich auch nicht. Und genau deswegen tue ich mich so schwer mit dem Appell. Weil der einfach so missverständlich ist und die dort geforderten "Sofortmaßnahmen" natürlich genau darauf hinauslaufen können.Wirklich Prostitution ganz verbieten?
Ich möchte das reguläre Freierverhalten, den pflegeleichten Kaufakt, ächten. Da liegt für mich das Menschverachtende, das längst Überholte, das, was einfach nicht sein kann.
Das ist erst einmal eine Kopfsache bzw. gesellschaftliche Entwicklung und Einsicht.
Die vielleicht beschleunigt wird, folgt man den Ländern, die bereits heute das Freierverhalten pönalisieren. Nicht die Prostituierte, sondern den regulären Freier. Um deutlich zu machen, Stopp, das geht doch nicht so einfach, das ist nicht richtig und kann nicht sein.
Die Ausnahmefälle - auch ich halte Sexualität für ein menschliches Grundbedürfnis - wären natürlich auch zu regeln. Aber das wäre möglich und machbar. Wirklich Gehandicapte einerseits und ganz offizielle Sexdienstlerinnen andererseits.
Nur zur Beseitung der Weltarmut, dafür kann und darf die Prostitution nicht als angeblicher "Ausweg" zur Verfügung stehen. Sie ist ja auch kein tatsächlicher Ausweg nicht. Sondern nur eine billige und zudem eben menschenverachtende zusätzliche Ausbeutung. Armut muss anders bekämpft werden.
So etwa.
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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30.10.2013, 18:19
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
"Verantwortliche verurteilen"?
Das wäre ja auch die Freier.
Die Freier sind auch! die wesentlichen Verantwortlichen für die Zwangsprostitution.
Und die Millionen von Freiern haben auch ein ganz erhebliches Interesse am fortbestehen der Zwangsprostitution - denn genau diese hält die Preise im gesamten System für die Masse der Männer bezahlbar.
Ohne Zwangsprostitution würde das ganze System der Prostitution praktisch vollständig zusammenbrechen, bzw. die Preise würden ins astronomische steigen, die sich kaum noch einer leisten kann.
Ein System von Prostitution ist daher ohne den mehrheitlichen Anteil von Zwangsprostitution völlig unvorstellbar - und das war schon immer so, nur das es mit der Legalisierung hier gigantische Ausmaße angenommen hat.
Ohne den immer schon bestehenden Anteil der Zwangsprostitution würde ja auch gar nicht die Nachfrage abgedeckt werden können - es wird niemals soviele tatsächlich freiwillige Prostituierte geben, die den Markt zu bezahlbaren Preisen abdecken könnten; das war auch schon immer so.
Jede Frau, die bspw. hier mit diskutiert, kann sich ja mal fragen, welchen Preis sie pro Fick für angemessen hält, wenn sie sich selbst prostituiert.
Eines scheint sicher: die Profiteure des Systems der Prostitution in Deutschland werden Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit die Gesetzeslage so bleibt, wie sie jetzt ist. Hier sind die Profite am größten - davon profitieren die Menschenhändler. Hier sind die Preise am billigsten - davon profitieren alle Freier.
Wer soll denn da die 'Tarife' festlegen? Der Staat?
Und was, wenn sich nicht genug "offizielle Sexdienstleisterinnen" finden?
Ich bin ja nicht gänzlich abgeneigt gegenüber solchen Vorschlägen, nur: Wie soll das überhaupt funktionieren?
VanDyckGeändert von VanDyck (30.10.2013 um 18:26 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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30.10.2013, 18:30
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Führt diese Bezeichnung nicht auch in die Irre?Zwangsprostitution
Geht es nicht längst eher um die scheinbar "freiwillige" Armutsprostitution bzw. darum, dass man diese natürlich als Vermittler, Schleuser, Bordellbetreiber und sogar als Staat (Steuern und die Kommunalabgabe) und eben auch als Freier ausnutzen und davon auf Kosten der Frauen alle miteinander fett profitieren können?
Übrigens auch auf Kosten der wirklich freiwilligen und nicht einmal durch Armut dazu gezwungenen Sexdienstleister.aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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30.10.2013, 18:39
AW: Appell gegen Prostitution in Deutschland
Um die Tarife geht es mir erst einmal gar nicht. Eher um die Zulassung zum "Ausnahmsweise doch Geld für Sex-Dienstleistungsmarkt".
Aber das sollte auch kein Problem sein. Führerschein, TÜV-Plakette, Arztrezept und vieles mehr - das fluppt doch auch alles. Damit haben wir doch auch keine Probleme.aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net




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