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  1. VIP

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    AW: Bundestagswahl 2013

    Es ist ärgerlich, sich dann noch mit unqualifizierten Urteilen und Forderungen auseinandersetzen zu müssen.
    Da hast Du mein volles Verständnis.

    Dennoch ist es kein Alleinstellungsmerkmal für die Berufsgruppe der Lehrer.

    Es gibt - leider - zahlreiche andere Berufe, denen von vielen Menschen ähnlich die Qualifikation, der Aufwand und die Qualität abgesprochen wird. Ob aus einer Arroganz oder einer völligen Ahnungslosikeit heraus (oder gar beides), weiß ich nicht.

    Zum Beispiel gelten Büroangestellte gerne landläufig als "Tippse".

    Da fragt heute (Jahrzehnte nach Einführung des PC und Abschaffung von Schreibbüros o.ä.) auch noch keiner, ob diese Angestellte Vorstandsassistentin mit Studienabschluss und 60-Std.-Woche oder Sachbearbeiterin mit Realschulabschluss und regelmäßiger, gemütlicher 35-Std.-Woche ohne Gefahr von Überstunden ist.

    Büro = Tippse = Kaffeekochen u. Nägellackieren. Alle in einen Sack. Fertig.

    Die Welt kann so einfach sein, wenn das Gemüt schlicht genug ist.

    Ärgere Dich nicht. Du kannst die Vorurteile nicht ändern.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  2. gesperrt

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    AW: Die super Ideen jetzt umsetzen !!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt gilt es, dass ALLE, die GUTEN Vorschläge aufgreifen, egal, von wem sie kommen:
    Besonders bemerkenswert finde ich den Vorschlag des SPD-Kultusministers Andreas Stoch , der Praktika für Lehrer in deren (bisherigen) Ferien vorschlägt.
    Sein Spruch: "„Wir brauchen Lehrkräfte, die mal einen Betrieb von innen gesehen haben“ finde ich genial einfach.
    So wie es für einen Nicht-Lehrer ja auch normal ist, einen VHS-Kurs oder eine berufliche Weiterbildung zu besuchen.
    Ausserdem sind so viele der mir bekannten Lehrer so sehr für mehr soziale Gleichheit, dass sie auf Dauer nicht das Privileg verteidigen WOLLEN, mehr als doppelt soviel Urlaub wie normale
    Arbeitnehmer zu haben.
    Die Dauer der Sommerferien stammt wahrscheinlich noch aus einer Zeit, wo Schüler im Sommer in der Landwirtschaft bei der Ernte mithelfen mußten. Dies ist erfreulicherweise stark zurückgegangen.
    Es kann sich auch NICHT nur darum drehen, immer MEHR Lehrerin pro Kind zu bekommen, was ja schon zwangsläufig aufgrund des Kündigungsschutzes und der sinkenden Kinderzahl eintritt. Sondern auch eine QUALITATIVE Verbesserung der LehrerINNEN zu erreichen. Weltfremdheit und Radikalismus wird hoffentlich als angenehmer Nebeneffekt durch solche Praktika auch verringert.

    Oder die Einführung eines kostenfreien, öffentlichen Personenverkehrs für Hartz-4-Empfänger wäre auch genial. Denn die Busse und Bahnen fahren ja größtenteils sowieso,aber oft recht leer, und den
    sozial Schwachen und der Umwelt wäre geholfen, ohne großartige neue Kosten. Okay, die Forderung der Piraten ging weiter, aber für einen Anfang könnte ja mal schauen, wie es bei der kleineren Gruppe der Hartz-4-Empfänger ankommt.
    Ich stimme dir bedingt zu weil es in vielen anderen Bereichen und Sparten (noch) so läuft. Beamtet oder im warmen Sessel seine Zeit, soweit möglich, auch in den gehobenen Grad (um ihn nicht zu vergessen) privilegiert wie schon seit Urzeit bewältigt.

    Aber dies sind Minderheiten, der ganz normale Angestellte und Arbeiter trägt die Hauptlast in diesem Spiel. Beispiele gibt es genug, nehmen wir mal die Autoindustrie. Seit 10 Jahren ungefähr fahren die Hersteller eine neue Schiene. Werksangehörige Festangestellte werden durch Werkverträge durch Leiharbeitsfirmen ersetzt. Logistik/Büro/Produktion. Man möchte sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, das bedeutet in absehbarer Zeit nur noch den Zusammenbau (Montage) aber nicht mehr das Stammgeschäft wie Rohbau/Logistik/Büro/Lack/Presswerk, der wird Fremdvergeben an Arbeiter die dann für 6,50€ die Stunde 10 Stunden inklusive Wochenende die Maloche übernehmen. Ganz toll für die Kunden, das Fahrzeug wird dadurch nicht günstiger aber es befriedigt die Gier der Aktionäre. Ganz einfaches Prinzip, der Werkvertrag mit einer Leihfirma und diese wiederum mit einer anderen Leihfirma und schon hat man kaum noch Geld und Zeit zum Leben. Bei der Einstellung bekommt der Arbeiter schon einen Zettel mit für die Arge, die bezahlen den Ausgleich (Steuerzahler) damit der Arbeiter und seine Familie nicht unter der Brücke landet. Überall das gleiche, alle Sparten sogar schon im Handwerk wo die Maurer und Fliesenleger aus Polen/Rumänien u.a. Länder kommen wo kein Mindestlohn oder ähnlich existiert.

    Du hast recht, zum Teil, weil dies Prinzip die Zukunft ist. Der Steuerzahler übernimmt die Hilfe beim Ausgleich und später bei der Rente welche so gering ausfällt das Armut das ganze Leben begleitet. Und es werden immer mehr. Zum Thema Lehrer, das sind in meinen Augen keine Lehrer im üblichen Sinn mehr, es sind heute nur noch Lernbegleiter! Kommen die Kinder aus irgendeinem Grund nicht mit ist Schicht. Dann muss man selber etwas auf die Beine stellen mit privater Nachhilfe die einem in den Schulen auch nahegelegt wird. Auch hier fehlt das Geld und es wird in absehbarer Zeit noch schlimmer für alle werden. Neid hat da kein Platz mehr weil es ein knallharter Überlebenskampf werden wird. Aber jeder zweite in Deutschland hat es so oder so ähnlich doch bewiesenermaßen gewollt! Oder was haben wir bekommen nach der Wahl, das selbe Prinzip wie vorher auch? Die welche heute noch einen relativ guten Job haben sollten sich niemals damit auf der sicheren Seite währen, die wird es bald nicht mehr geben......
    Geändert von manou_mai (02.10.2013 um 10:26 Uhr)

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    AW: Die super Ideen jetzt umsetzen !!

    Zitat Zitat von manou_mai Beitrag anzeigen
    ....aber nicht mehr das Stammgeschäft wie Rohbau/Logistik/Büro/Lack/Presswerk, der wird Fremdvergeben an Arbeiter die dann für 6,50€ die Stunde 10 Stunden inklusive Wochenende die Maloche übernehmen. Ganz toll für die Kunden, das Fahrzeug wird dadurch nicht günstiger aber es befriedigt die Gier der Aktionäre. Siemens/EADS/ThyssenKrupp etc, überall die selber Auswüchse.....
    Das ist Quatsch! In der deutschen Industrie arbeitet niemand für 6,50€ die Stunde. Das gibts vielleicht in Schlachthöfen, bei Gebäudreinigern oder bei Frisören, aber nicht in der Industrie.

  4. Inaktiver User

    AW: Die super Ideen jetzt umsetzen !!

    Zitat Zitat von Frank13 Beitrag anzeigen
    Das ist Quatsch! In der deutschen Industrie arbeitet niemand für 6,50€ die Stunde. Das gibts vielleicht in Schlachthöfen, bei Gebäudreinigern oder bei Frisören, aber nicht in der Industrie.
    Bei uns: Industriebetrieb, Produktion, Vollzeitstelle, Westdeutschland, Rhein-Main-Gebiet: 1200 Euro brutto.

  5. VIP

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    AW: Bundestagswahl 2013

    @manou_mai

    Bevor Du Firmennamen nennst, solltest Du Dich SEHR GENAU erkundigen, inwieweit Deine Behauptungen zutreffen und ob Du sie ggf. belegen kannst, wenn die Unterlassungsklage beim Forenbetreiber eintrifft.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  6. Inaktiver User

    AW: Die super Ideen jetzt umsetzen !!

    @manou_mai
    Mitarbeiter aus Leiharbeitsfirmen, die bei VW arbeiten, werden zwar nicht nach dem IG-Metall-Tarif entlohnt, sondern nach dem der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, erhalten jedoch etwa 10 Euro Stundenlohn (Staplerfahrer für den Tiguan z.B. € 9,77 laut Spiegel-Online).
    Sicherlich gibt es da und dort schwarze Schafe und Beschäftigte, die nicht dem Tarif entsprechend entlohnt werden. Große Konzerne wie eben VW gehen solchen Auswüchsen sofort nach Bekanntwerden nach und stellen sie ab, das schon allein aus Gründen des Prestiges.

    Auch benötigen nicht alle Kinder Nachhilfe, nicht alle Eltern können sich eine solche nicht leisten, und nicht alle LehrerInnen unterrichten derart mangelhaft - sei es auch aus nachvollziehbaren Gründen - dass die SchülerInnen den Stoff nicht begreifen.

    Es gibt manches, das im Argen liegt, aber längst nicht alles. Selbst rumänische Arbeiter werden nicht immer ausgebeutet, sondern finden hier Jobs, die ihnen und ihren Angehörigen ein weit besseres Leben ermöglichen, als sie es in ihrer Heimat hatten.
    Geändert von Inaktiver User (02.10.2013 um 00:47 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: Bundestagswahl 2013

    Fremdvergabe (Outsourcing) durch Werkverträge, besonders in der Industrie, das neue Billiglohn-Modell: Werkverträge statt Leiharbeit, ein Drittel der Unternehmen dabei. Interessant auch.: "Werkvertrag / Scheinwerkvertrag – ein Versuch der Abgrenzung von Prof. Dr. Wolfgang Däubler".

    Hinter dem Geschäft mit den Werkverträgen steckt Strategie. „Freie Industriedienstleistung als Alternative
    zur regulierten Zeitarbeit“, lautete der Titel einer Tagung des Zentrums für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht (ZAAR), das als Denkschmiede für Arbeitgeberstrategien und arbeitgeberfreundliche Anwälte
    fungiert. „Vorteile der Industriedienstleistung können wirtschaftlicher (kein equal pay), bürokratischer
    (keine Informations- und Ausschreibungspflichten etc.) und strategischer Art (keine Begrenzung des
    Rechts zur betriebsbedingten Kündigung) sein“, lautet der Ratschlag an die Tagungsteilnehmer. .......

    @Frank13
    In der deutschen Industrie arbeiten Staplerfahrer in der Logistik für 4,50€. Der Werkvertrag mit einer Firma die dafür wiederum eine Leiharbeitsfirma beauftragt gibt dies her. Ständiger Arbeitsplatzwechsel, keine Zusammenarbeit mit Festangestellten, keine gemeinsamen Pausen/Pausenzonen oder Umkleidezonen, keine festen Arbeitszeiten (auf Ablösung warten müssen) was bei uns vor drei Wochen passierte, der Mitarbeiter wurde vergessen und stand die komplette Früh/Spätschicht (16 Stunden) am Platz. Nachdem Festangestellte Mitarbeiter den Betriebsrat darüber informiert hatten wurde der betroffene Kollege nach Hause geschickt und nicht wieder im Betrieb eingesetzt. Da ist nicht nur mit Schlachthof und Co.

    @Rotfuchs
    Danke, ich habe es geändert. Wenn es so ausschauen würde hättest du schon rechtzeitig reagiert und nicht stehen gelassen?

    @Bisuu
    1200€ brutto, für den Arbeitnehmer und seine Familie egal wie groß die ist, genau. Da bin ich bei weit unter 1000€ netto und muss zur Arge und aufstocken lassen. Und ich bekomme später weniger Rente nach 45 Jahren Arbeit als manch eine Familie die komplett von der Arge lebt im Monat.

    Das es jetzt auch vermehrt den Angestellten, auch im gehobenen Dienst, ans Leder geht bezeichne ich mehr oder weniger als unausweichliche Konsequenz. Das Potential hier, besonders bei den Löhnen, reizt die Unternehmer besonders. Zum Thema ausländische Bauarbeiter, hier ist zu beobachten das (wie zur Zeit in unserer Stadt) zum Beispiel Wohnungsbauunternehmen die Ausschreibungen Europaweit aushängen. Qualität der ausführbaren Renovierungen nebensächlich, Hauptsache günstig. Ich habe es mir selber ansehen dürfen wie und wo die Arbeiter in dieser Zeit leben durften und untergebracht waren.

    Na ja, egal. Die rosarote Brille habe ich mir aber abgenommen.

  8. Inaktiver User

    AW: Bundestagswahl 2013

    @manou_mai
    Klar steckt hinter Werkverträgen Strategie. Welches Unternehmen kann schon bestehen, ohne planvoll und im Rahmen der Möglichkeiten vorzugehen.
    Wie bereits geschrieben, schwarze Schafe gibt es da und dort, aber die Welt hat sich geändert und damit die Bedingungen, in ihr zu handeln. Nicht jeder Betrieb ist dehalb auf Ausbeutung der MitarbeiterInnen fokussiert.
    Ganz ohne rosarote Brille: die Medaille hat zwei Seiten, eine kann durchaus positiv sein.

  9. gesperrt

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    AW: Bundestagswahl 2013

    @Colonna
    Tatsächlich haben sich Zeiten geändert, aber wie sehen wir die Entwicklung in Europa. Deutschland hat, gerade mit der Verbilligung der Arbeitskosten - anders als bei unseren europäischen Partnern, das Ruder zu seinen Gunsten gerissen, wir sind in Deutschland mit dem Thema zu billig und die Partner in Europa baden es aus, anders als gewollt, schöne Globalisierung. Für die immense Arbeitslosigkeit in Spanien/Portugal/Italien u.s.w tragen wir die Verantwortung, aber was passiert mit uns wenn dies Prinzip bald nicht mehr funktioniert, machen wir alles noch günstiger. Wieder ein Beispiel aus der Maschinerie Autobau, der Stütze der deutschen Wirtschaft, zumindest zur Zeit. In Südafrika wurde gestreikt, erfolgreich weil danach gab es 12% mehr Lohn. Den Ausfall an Fahrzeugen der dadurch entstand fangen die deutschen Werke (6000 Fahrzeuge) auf. Zeitgleich setzt man aber drauf das deutsche Werke nur noch den europäischen Markt abdecken sollen, und dieser Markt geht mehr und mehr durch die europäische Krise den Bach runter. Also baut man neue Werke in Ungarn/Russland/USA/China. Kompetenzwerk ist zur Zeit eins in Bremen, nicht mehr lange weil China das ganze Know-how an sich reißt. Ich glaube das sich noch wesentlich mehr ändern wird, zu Gunsten der Globalisierung natürlich, und somit nur zu Gunsten der Aktionäre. Ich würde es doch genauso machen wenn ich jetzt mal ehrlich bin, obwohl wir uns alle damit nur ins Verderben bringen und die Zeche am Ende selber tragen. Für eine Handvoll Superreich die Wirtschaft und Politik für sich alleine entscheiden.
    Geändert von manou_mai (02.10.2013 um 11:57 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Bundestagswahl 2013

    @manou_mai
    Meine Auffassung ist, dass du die Entwicklungen zu schwarz siehst.
    Es nützt nur wenig, ständig zu klagen. Wenn etwas bemäkelt werden soll/muss, dann am besten mit Lösungsvorschlägen.

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